Mai 2017


Thema der Lehrerfortbildung am 11. Mai – Plätze frei

Viechtach. „Tier- und Pflanzenwelt im Tal des Schwarzen Regens“ – so der Titel einer Fortbildung für Lehrkräfte aller Schularten, die von der Umweltstation Viechtach des Naturparks und dem Staatlichen Schulamt Regen angeboten wird.

Treffpunkt ist am Donnerstag, 11. Mai, um 15.10 Uhr am Bahnhaltepunkt Gumpenried bei Geiersthal. Die An- und Abreisezeiten mit der Waldbahn werden berücksichtigt. Hinfahrt ab Viechtach um 14.37 Uhr und ab Gotteszell um 14.39 Uhr. Die kostenlose, rund zweistündige Fortbildung wird von Matthias Rohrbacher, Naturpark und Umweltstation Viechtach, geleitet. Eine Anmeldung ist bis Dienstag, 9. Mai, beim Staatlichen Schulamt erforderlich.

Schwerpunkt der Flusswanderung ist die Flora und Fauna im Flusstal. Kurze kulturgeschichtliche Anmerkungen zum Schwarzen Regen als Hauptfluss des Bayerischen Waldes sind beinhaltet.

Mögliche Projektaktionen mit Schulklassen entlang der neu aktivierten Bahnlinie werden aufgezeigt: Der gerade aktuelle Fotowettbewerb „Wasserwelten – Best of Regental“ mit Fotorallye und vielen Preisen wird beispielsweise kurz besprochen.ro 


Stadt und Naturpark freuen sich über Sponsoring durch Handwerker

Viechtach. Solche Problemchen möchte gerne jeder Bürgermeister haben. Nicht die Idee, nicht die Suche nach Sponsoren und nicht die Ausführung waren problematisch beim Anschaffen von zwei eleganten Holzliegen für Wanderer im Stadtgebiet, sondern nur noch der exakte Standort am Naturdenkmal Pfahl bereitete bei der gestrigen Vorstellung der ergonomischen Ruhebänke Kopfzerbrechen unter den Verantwortlichen. Es waren die beiden Wanderführer Dietmar Müller und Walther Raith, die bei Tourismus-Chefin Monika Häuslmeier und Bürgermeister Franz Wittmann die Anregung zum Aufstellen solcher Holzliegen für die Allgemeinheit vortrugen. Schnell fand der Rathauschef in den örtlichen Schreinermeistern Anton Schreiner und Stefan Peter Sponsoren für die edlen Teile aus Lärchen- beziehungsweise Jatoba-Holz (südamerikanischer Kirschbaum), die die massiven Teile im Wert von je 1300 Euro in körpergerechter Form und handwerklicher Qualität fertigten. Nur in der Frage des Standortes waren sich Pfahlbeauftrager Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald und Wanderführer Dietmar Müller nicht ganz einig. Beste Bodenbeschaffenheit oder schönster Ausblick? Das war die Gretchenfrage, die der Bürgermeister dann ganz pragmatisch entschied: „Jetzt probieren wir es mal so, wie es Ideengeber Dietmar Müller vorschlägt, und dann veranstalten wir ein Probeliegen.“ Die zweite Liege soll auf dem Kronberg ihren Platz finden, damit auch dort müde Wanderer die Beine hochlegen können.jkl 


Der Schwarze Regen bei Viechtach: Lichtbilder-Vortrag von Günther Bauernfeind im Rathaussaal

Viechtach. Auf Einladung der Vereine Naturpark Bayerischer Wald und Go-Vit hat Günther Bauernfeind am Freitagabend über den Schwarzen Regen bei Viechtach referiert, seine Natur und seine Kulturgeschichte. Rund 80 Zuhörer füllten den Rathaussaal, von denen einige mit dem Zug angereist waren.

Wer war der „Regenkönig“? Welcher Zusammenhang besteht zwischen der Flussperlmuschel und der Vernichtung der alten Akten des Viechtacher Stadtarchivs? Wie lange dauerte eine Holztrift von Viechtach nach Regensburg? Mit diesen Fragen weckte Günther Bauernfeind gleich zu Beginn das Interesse des Publikums. Mit zahlreichen Fotos, unter anderem aus dem Lichtbilder-Vortrag „Landschaft und Mensch im Bayerischen Wald“ (Fotoclub Viechtach 1931/32), unterlegte er die Informationen, die er über den für unsere Region so wichtigen Fluss zusammengetragen hatte. Auf dem Panzer, einem Berg bei Železna Ruda, befindet sich das Quellgebiet der Řezna. Diese überquert bei Bayerisch Eisenstein die Grenze zu Bayern. Von da an wird der Fluss Großer Regen genannt. In Zwiesel vereinigt er sich mit dem am Rachel entspringenden Kleinen Regen und heißt ab dort Schwarzer Regen. Bei Pulling gesellt sich zu ihm der Weiße Regen. Nun heißt der Fluss einfach Regen. Im von den Römern nach ihm benannten Regensburg (Castra Regina) mündet er in die Donau.

Eine erstaunliche Vielfalt von Tierarten ist am und im Schwarzen Regen zu Hause. Während der Fluss in den 70er Jahren unter starker Verschmutzung infolge industrieller und anderweitiger Abwässer litt, ist er inzwischen durch Umweltschutzmaßnahmen wieder recht intakt. Die umfangreiche Liste der hier beheimateten Fischarten reicht von Aal, Aitel und Äsche über Elritze, Hasel und Koppe bis hin zu den Wallern, die stattliche Ausmaße erreichen können. Auch die Vogelwelt ist von großer Diversität, ebenso die Flora, die beileibe nicht nur vom Indischen Springkraut bestimmt wird.

Eng war in den vergangenen Jahrhunderten die Wirtschaft und die Kultur mit dem Fluss verbunden. Ansiedlungen, Brücken, Furten und Fähren (wie der „Regenkönig“ in Gstadt) sind nur einige Beispiele dafür. Sehr wichtig war über Jahrhunderte die Perlfischerei: Der Schwarze Regen und seine Nebenbäche waren dafür die bedeutendsten Gewässer in ganz Bayern, ja sogar ganz Europa; die Perlen mussten beim Kurfürsten abgeliefert werden. Der berüchtigte Pandurenoberst von der Trenck plünderte bei seinem Durchzug 1742 viele Perlenbäche. Viechtachs letzter Berufsfischer Georg Lankes lebte bis 1974; er verkaufte seinen Fang vor seinem Wohnhaus an der Himmelsstiege.

Auch die Flößerei auf dem Regen bis nach Regensburg war einst eine bedeutende Einnahmequelle im holzreichen Bayerischen Wald. Über das Flößen und Triften hatte auch schon der Heimatkundler und Bürgermeister Karl Gareis geforscht; von ihm sind die Namen der von den Flößern benannten Stellen überliefert, etwa „s Wurzgrüaberl, Rossstein, Schwallstein, Herzstein, s eng Türl, d Wasserröhrn, Auf der Katz, d Weltkugel, Am Tisch, die sieben Brüder“.

Auch auf den in den 1950er Jahren geplanten riesigen Stausee ging Günther Bauernfeind ein: Er wäre 23 Kilometer lang, bis zu 1,6 Kilometer breit und bis zu 65 Meter tief geworden. Viele Anwesen waren schon abgelöst worden, aber letztendlich zerschlug sich der Plan.

Noch auf so manche weitere Aspekte der wirtschaftlichen Nutzung (zum Beispiel Eisgewinnung für Brauereien) und Freizeitnutzung (Badeanstalten, Eisstockschießen) ging der Referent ein. Sein Fazit: Heute solle man „das Tal des Schwarzen Regens letztendlich einfach als Naturschönheit wahrnehmen“, sehr schön möglich sei das mit einer Bahnfahrt.be 


Bayer. Eisenstein. Der Naturpark Bayer. Wald bietet am Freitag, 5. Mai, eine Fortbildung für Touristiker und Vermieter in den NaturparkWelten im Grenzbahnhof an. Die Veranstaltung beginnt um 13.30 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Der Grenzbahnhof bietet Verschiedenes unter einem Dach: das Europäische Fledermauszentrum, eine interaktive Ausstellung zum „König Arber“, das einzige ostbayerische Skimuseum und Informationen zur Eisenbahngeschichte. Außerdem liefert die Einrichtung Infos zu Großschutzgebieten beiderseits der Grenze.bbz 


Wanderung mit Naturpark und LBV am Freitag

Viechtach. Eine abendliche Vogelstimmenwanderung im Regental an der Bahnstrecke von Gotteszell nach Viechtach bieten die Umweltstation Viechtach des Naturparks Bayerischer Wald e.V. und der Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen an.

Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung für Groß und Klein herzlich eingeladen. Bitte Fernglas und festes Schuhwerk mitnehmen. Treffpunkt für die etwa zweistündige Exkursion ist am Freitag, 5. Mai, um 17.15 Uhr am Bahnhaltepunkt Gumpenried-Asbach bei Geiersthal. Die An- und Abreisezeiten mit der Waldbahn werden berücksichtigt. Hinfahrt ab Viechtach um 16.37 Uhr und ab Gotteszell um 16.39 Uhr.

Die Wanderung wird von Fritz Reiter geführt, der als Förster und Ornithologe mit der heimischen Vogelwelt gut vertraut ist. Das wildromantische Flusstal des Schwarzen Regens zeigt sich im Frühling besonders reizvoll. Dort findet sich eine bunte Vielfalt an Lebensräumen für viele Vogelarten. In den urigen Hang- und Auwäldern lebt gerade abends der Gesang der Vögel wieder auf.ro