Zwiesel. Der Naturpark Bayerischer Wald und der Naturkundliche Kreis Bayerischer Wald bieten eine gemeinsame Veranstaltung an. Thema sind die Streuobstwiesen im Lallinger Winkel.
Alte Sorten sind meist resistenter gegen Krankheiten. Streuobstbestände haben auch einen hohen ökologischen Wert für andere Tier- und Pflanzenarten. Treffpunkt ist am Sonntag, 22. September, um 14 Uhr bei der Schule/Supermarkt in Lalling, Am Schulplatz 1. Von dort wird zum Streuobst-Erlebniszentrum in Panholling weiter gefahren.
Referenten sind Fritz Pfaffl, Vorsitzender des Naturkundlichen Kreises, und Josef Nagl aus Auerbach. Die Führung dauert etwa zweieinhalb Stunden. Alle Interessierten sind eingeladen. Gutes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung werden empfohlen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Anschließend gibt es eine gemütliche Einkehr im Gasthaus Lallinger. − löf


Viechtach/Bogen. Am Sonntag, 15. September, ist der Tag des Geotops. Aus diesem Anlass finden an diesem Tag zwei Wanderungen in der Region statt. Alle Interessierten sind herzlich zu den kostenlosen Wanderungen eingeladen.
Vom Parkplatz Großer Pfahl an der B 85 geht es am Sonntag, 15. September, um 14 Uhr in Viechtach los. Wer mit der Bahn anreist, kann ab Bahnhof Viechtach auf dem rund zweieinhalb Kilometer langen Pfahlsteig zum Treffpunkt wandern. Geologin und Landschaftsarchitektin Dorothea Haas von der Naturpark Umweltstation Viechtach lädt zu der zweistündigen Wanderung am „Großen Pfahl“ ein. Dabei kann man Wissenswertes und Interessantes zur Erdgeschichte, Tier- und Pflanzenwelt oder der fast 100-jährigen Abbaugeschichte im ehemaligen Quarzbruch erfahren.
Im Naturschutzgebiet „Großer Pfahl“ bietet sich dem Wanderer ein Naturschauspiel von hoch aufragenden Felsenriffen, tiefen Quarzbrüchen, und lichten Pfahlheiden. Die Felsentürme aus Quarzgestein sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern beflügeln schon lange die Fantasie der Menschen.
Alten Sagen zufolge sind die weißen Felsenzacken der oberirdische Kamm eines im Erdinneren ruhenden Drachens. Tatsächlich ist der Pfahl ein uralter Riss im Grundgebirge des Bayerischen Waldes. Gegen Ende des Erdaltertums drangen heiße wässrige Quarzlösungen in diese Spalten und Hohlräume ein und erstarrten in einer Tiefe von bis zu fünf Kilometern zum weißen Quarzgestein. Mit der Zeit wurde das umliegende weichere Gestein verwittert und abgetragen. Der harte Pfahlquarz widersteht bis heute dem Zahn der Zeit. Am „Klopferplatz“ kann man selbst Quarzkristalle suchen – nur hier ist die Mitnahme von Quarzkristallen im Naturschutzgebiet erlaubt. Das Quarzriff Großer Pfahl in Viechtach ist in die Liste der 100 schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns gelistet.
Die Wanderung zum Bogenberg startet am Sonntag, 15. September, um 14 Uhr in der Naturpark-Infostelle im Bahnhof Bogen (1. Stock). Die An- und Abfahrtszeiten der Bahn werden berücksichtigt. „Der Bogenberg – Naturschutzgebiet, Geotop und Heiliger Berg“ lautet der Titel der Veranstaltung. Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald lädt zu einer rund zweieinhalbstündigen Wanderung am Naturlehrpfad Bogenberg ein. Bitte festes Schuhwerk mitnehmen. Mit den besonderen Bruch- und Schiefergesteinen des Donaurandbruches gehört der Bogenberg zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns. Seine religiöse und kulturelle Bedeutung zeigt sich zum Beispiel an der Wallfahrtskirche und dem Kreisheimatmuseum. − ro


Bodenmais. Am Wanderparkplatz Rißlochfälle fanden sich kürzlich 38 Wanderfreunde ein, um an einer naturthematischen Exkursion durch die Rißlochschlucht über die Steigenfelskapelle zum Hochfall teilzunehmen.
Der Arbergebietsbetreuer Johannes Matt vom Naturpark wurde von zwei Freiwilligen unterstützt, die ein freiwilliges ökologisches Jahr bzw. Bundesfreiwilligendienst beim Naturpark absolvieren. Während der Wanderung konnten die Teilnehmer viel Interessantes zur Natur und Geschichte des Gebietes erfahren. So wurden die Wanderer auf der Suche nach Leuchtmoos an den Rißlochfällen fündig. Dieses Moos wächst in dunklen Spalten, kommt mit sehr wenig Sonnenlicht aus und reflektiert außerdem das Licht noch sehr gut, so dass es in den dunklen Spalten aussieht, als ob das Moos leuchten würde.
Weiter ging es vorbei an schönen Aussichtspunkten durch einen Wald, in dem es immer wieder viel zu entdecken gab. Neben den naturwissenschaftlichen Details konnte man auch viel über die Arbeit des Gebietsbetreuers erfahren. Das Spektrum reicht von der Umweltbildung, Öffentlichkeitsarbeit, Besucherlenkung und -information, Arten- und Biotopschutz hin zur Vernetzung und Beratung.
Bevor es zum Hochfall ging, wurden während einer Rast an der Steigenfelskapelle von Johannes Matt einige Geschichten und Anekdoten aus dem Leben der Bevölkerung des Bayerischen Waldes vorgetragen. An einem letzten Aussichtspunkt oberhalb von Bodenmais wurde diese sehr informative Veranstaltung beendet.− bb


Gr. Arber. Die Lupine, genauer die Vielblättrige Lupine oder wissenschaftlich Lupinus polyphyllus genannt, wächst nicht nur in Hausgärten und an Straßenböschungen, sondern kommt auch auf 1456 Metern am Großen Arber vor.
Da die Lupine ursprünglich nur in Nordamerika verbreitet war und erst 1826 nach England und 1890 nach Bayern eingeführt wurde, zählt sie zu den neophytischen, also gebietsfremden Pflanzen. Die Lupine besiedelt Rohböden und kann durch ihre Knöllchenbakterien an den Wurzeln besonders viel Luftstickstoff binden. Die Wuchsstandorte der Lupine werden somit langfristig mit viel Stickstoff und Nährstoffen angereichert.
Auf dem Großen Arber jedoch gibt es großflächig naturschutzfachlich wertvolle Magerrasen, die sich gerade durch einen sehr geringen Nährstoffanteil auszeichnen. In den Pflanzengesellschaften wie den Borstgrasmagerrasen und den Zwergstrauchheiden am Arberplateau ist die düngende Wirkung der Lupine nicht erwünscht. Aus diesem Grund haben die Bergwacht Zwiesel und der Naturpark Bayerischer Wald auch dieses Jahr die Lupine entfernt. Nach einer kurzen Erläuterung durch den Gebietsbetreuer für die Arberregion, Johannes Matt, legten die Mitglieder der Bergwacht mit vollem Tatendrang los.
Heuer wurde der Bereich beginnend vom Kleinen Seeriegel entlang der Fahrstraße hinunter bearbeitet. Vom Erfolg des Einsatzes im vergangenen Jahr konnte man sich auch überzeugen, da Arten des Magerrasens – wie Ungarischer Enzian und Arnika – von dem Einsatz profitieren. Gemeinsam ließ man den Abend in der Schmugglerhütte ausklingen und auch künftig will man die Zusammenarbeit weiter gedeihen lassen.− bbz


Viechtach. Die Kooperationsvereinbarung für den neuen Naturpark-Kindergarten ist jetzt unterzeichnet worden. Er wird mit dem neuen Kindergartenjahr ab 2. September den Betrieb in der und rund um die Alte Schmiede am Großen Pfahl bei Viechtach aufnehmen. Kindergartenleiterin Isabella Klingseisen (li.) wird dort mit zwei Kolleginnen ab diesem Zeitpunkt 13 Kinder im Vorschulalter umweltpädagogisch betreuen. Naturpark-Vorsitzender Heinrich Schmidt (Mi.) freut sich, dass Viechtach als erste Kommune im Landkreis eine solche Kooperation mit dem Naturpark Bayerischer Wald eingeht. Je früher man anfängt, Kinder für ökologische Themen und den Natur- und Umweltschutzgedanken zu sensibilisieren, desto besser sei das. „Da gilt die alte Weisheit, was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“, so Schmidt. „Das wird der schönste Waldkindergarten weit und breit“, zeigt sich Bürgermeister Franz Wittmann (re.) von der Lage und Ausstattung der neuen Bildungseinrichtung am Pfahl sehr angetan. Er selbst will dem Kindergarten einen ehemaligen Pferdeschlitten zur Verfügung stellen und freut sich schon auf eine Schlittenfahrt im Winter. Vorher – voraussichtlich Anfang Oktober – soll erst einmal die offizielle Einweihung gefeiert werden.


Bayer. Eisenstein. Mehr über Fledermäuse lernen und „Botschafter der Artenvielfalt“ werden – dazu lädt der Naturpark Bayerischer Wald alle Interessierten am Freitag, 13. September ein.
Unter dem Motto „Fledermausschutz – Wissen. Verstehen. Vermitteln“ findet an diesem Tag eine fachliche Fortbildung an der Umweltstation Bayerisch Eisenstein statt.
Mit dabei sind die Mitarbeiter der Naturpark Umweltstation Antje Heideroth und Johannes Matt sowie die Fledermaus-Expertin Susanne Morgenroth. Als Gastreferent kommt der Fledermausexperte aus dem benachbarten Nationalpark Šumava, Luděk Bufka. Die vier Referenten führen durch das vielfältige Programm, angefangen mit einer Führung durch das Europäische Fledermauszentrum in den Naturparkwelten.
Im Anschluss steht die Umweltbildung rund um das Thema Fledermäuse im Mittelpunkt. Anhand von Präparaten können die Teilnehmer die Bestimmung der verschiedenen Fledermausarten erlernen. Luděk Bufka wird in einem Vortrag über die Fledermäuse im Nationalpark Šumava erzählen und anschließend geht es in einer abendlichen Exkursion durch Bayerisch Eisenstein. Mit Hilfe von Fledermausdetektoren und Taschenlampen wird versucht die „kleinen Schatten in der Nacht“ ausfindig zu machen und zu bestimmen.
Die Fortbildung beginnt um 14.30 Uhr und endet voraussichtlich um 21.30 Uhr. Treffpunkt ist die Info-Theke in der Eingangshalle im historischen Grenzbahnhof. Eine Anmeldung ist bis spätestens Mittwoch, 11. September, unter 09922/802480 erforderlich. Es besteht die Möglichkeit zur Brotzeit im Naturpark-Wirtshaus (Selbstzahler). Mitzubringen sind Taschenlampe, warme Kleidung und falls vorhanden ein Fledermaus-Detektor.− bbz


Bodenmais. Eine Wanderung von Fall zu Fall, so lautet das Thema der nächsten Exkursion des Naturparks im Arbergebiet. Unter der Leitung des Gebietsbetreuers für die Arberregion, Johannes Matt, werden die beiden höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes, das Naturschutzgebiet Rißloch und das Naturdenkmal Hochfall, erkundet. Auf einer fünf- bis sechsstündigen Wanderung geht es von der Rißlochschlucht über die Schweiklruhe und die Hofstelle „Steigenfels“ zum Hochfall.
Zu dieser mittelschweren Wanderung lädt Matt am Mittwoch, 4. September, um 10 Uhr zum Wanderparkplatz Rißloch in Bodenmais ein. Eine Brotzeit sollte mitgebracht werden. Die Führung wird gemeinsam mit der Touristinfo Bodenmais veranstaltet. Anmeldung bis Dienstag 12 Uhr bei der Touristinfo unter 09924/ 778 135. − bb


Bayer. Eisenstein. Die Teilnehmer der Europäischen Fledermausnacht staunten nicht schlecht, als die Biologin und Fledermausexpertin Susanne Morgenroth und ihr Kollege Daniel Lewanzik einige lebendige Mopsfledermäuse aus ihren mitgebrachten Jutebeuteln hervorzauberten. Lewanzik, der zu den Tieren forscht, war auf dem Weg zum Silberberg, um die Fledermäuse in die Freiheit zu entlassen und so bot sich für die Teilnehmer die Möglichkeit, die „kleinen Schatten der Nacht“ einmal aus nächster Nähe zu betrachten.
Der Naturpark Bayerischer Wald hatte zusammen mit der LBV-Kreisgruppe Regen wie bereits in den vergangenen Jahren wieder zur Europäischen Fledermausnacht geladen. Zahlreiche Interessierte, die teils extra von München und Passau angereist sind, waren am Samstagabend der Einladung in die Umweltstation im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein gefolgt.
Zu Beginn des Abends hatten die Besucher die Möglichkeit, eigene Fledermauskästen zu bauen und so einen aktiven Beitrag zum Schutz der Tiere zu leisten. Auch die Jüngsten kamen auf ihre kosten, als sie gemeinsam mit der aktuellen Commerzbank-Umweltpraktikantin Jana Lütke Föller bunte Papier-Fledermäuse basteln durften.
Bei einem Rundgang mit dem Team der Umweltstation, Antje Heideroth und Johannes Matt, durch die Fledermaus-Ausstellung der Naturparkwelten lernten die Zuhörer im Anschluss viel Spannendes über die geheime Welt der Fledermäuse, beispielsweise, warum die Tiere nachts nicht herunter fallen, wenn sie sich kopfüber zum Schlafen aufhängen. Für den nötigen Halt sorgt dabei nämlich ein spezieller Sehnenapparat in den Füßen der Fledermäuse, der es ihnen ermöglicht, sich komplett ohne Kraftanstrengung fest zu halten.
Ein Höhepunkt im Programm war dann der Vortrag der Fledermausexpertin Susanne Morgenroth. Hier konnten die Zuhörer nicht nur einiges über den Fledermausschutz im Bayerischen Wald erfahren, sondern auch die Gründe, warum Fledermäuse so nützlich für uns Menschen sein können. Denn eine einzige Fledermaus kann bis zu 1 500 Insekten pro Stunde vertilgen, was sie zu einem wichtigen Schädlingsbekämpfer macht. Die Hinterlassenschaften der Tiere eignen sich zudem hervorragend als Gartendünger.
Als die Nacht dann schließlich vollständig hereingebrochen war, machte sich die Gruppe, ausgestattet mit Taschenlampen und Fledermausdetektoren, auf zu einem Rundgang durch Bayerisch Eisenstein. Die Detektoren halfen, die Ultraschall-Rufe der Fledermäuse für das menschliche Ohr hörbar zu machen und es zeigten sich tatsächlich einige Fledermäuse verschiedener Arten, darunter eine Gruppe Zwergfledermäuse im Balzflug.
Die Teilnehmer der Fledermausnacht waren sichtlich begeistert. Auch der Naturpark zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung und verwies bereits auf die nächste europäische Fledermausnacht, die Ende August 2020 erneut in den Naturparkwelten stattfinden wird. Interessierte können auf der kürzlich überarbeiteten Internetseite www.fledermaus-bayern.de weitere Informationen zu den „kleinen Schatten der Nacht“ und dem Schutzprojekt im Bayerischen Wald erfahren.  − jm


Viechtach. Was gibt es Schöneres als einen Sonntagsspaziergang durch die Natur? Mit dem Duft von Waldboden in der Nase und einem grünen Blätterdach, das uns umhüllt, begeben wir uns gemeinsam auf eine entspannende, besinnliche Wanderung zum „Drachenkamm“ des Großen Pfahls. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich bei „Der oid’n Wirtsstub’n“ mit Kaffee, Kuchen oder einer Brotzeit verwöhnen zu lassen. Treffpunkt ist am Sonntag, 1. September, um 10 Uhr am Parkplatz bei der oidn Wirtsstub’n, Anmeldung beim Naturpark Bayerischer Wald unter 09922/802480.
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Bayer. Eisenstein. Beim fünften Konzert der Eisensteiner Sommerkonzert-Reihe „Musik kennt keine Grenzen“, gestaltete die „Stoahüttenmusi“ zusammen mit den „Lindberger Woid-Ariensängern“ ein abwechslungsreiches Konzert.
Während die „Stoahüttenmusi“ mit zünftigen Polkas, Walzern und schmissigen Stücken bestens unterhielt, schlugen die „Lindberger Woid-Ariensänger“ wiederum ganz andere Töne an und zogen mit teils schwermütigen, nachdenklich stimmenden Arien ihre zahlreichen Zuhörer in Bann.
So lauschten die Konzertbesucher hingebungsvoll und mucksmäuschenstill den abwechslungsreich vorgetragenen Stücken der Vollblutmusiker und dankten es ihnen immer wieder mit kräftigem Applaus.
Zum krönenden Abschluss wurde dann im historischen Wirtshaus des Grenzbahnhofes, das den perfekten Rahmen für dieses Konzert bot, gemeinsam und aus voller Kehle „Mia san vom Woid dahoam“ und das Lied vom Arbersee gesungen.
Das nächste Konzert geht am Donnerstag, 29. August, mit der Swing-Band „Jazzika“ von 19.30 bis 21 Uhr in der Eisensteiner Grenzglashütte in der Bahnhofstraße 48 über die Bühne. Gegründet als reine Jazz-Band entwickelte sich die Gruppe in den letzten Jahren stark weiter und weitete ihr Repertoire neben anspruchsvollen Swing- und Jazzstücken auch auf bekannte Evergreens, Oldies, lateinamerikanische Rhythmen und überlieferte tschechische Lieder aus. Wieder ein Ohrenschmaus, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Der Eintritt zum Konzert ist frei.