Juni 2012


Die Umweltstation Viechtach beim Großen Pfahl bietet eine praktische Fortbildung über die Ökologie und Pflege von Streuobstbeständen an. „Alte und junge Streuobstbäume schützen und nützen“ lautet der Titel der Veranstaltung, die vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und dem Naturpark Bayerischer Wald angeboten wird. Dabei kann man umfassende Informationen und Tipps zum Sommerschnitt an Obstbäumen erhalten. Praktische Beispiele an jungen und alten Bäumen runden das Angebot ab. Referent ist Kreisfachberater Klaus Eder vom Landratsamt Regen. Treffpunkt ist am Freitag, den 6. Juli um 15:00 Uhr am Schaubienenstand beim Großen Pfahl unterhalb der Straße von Viechtach nach Tresdorf. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen, ca. zweieinhalbstündigen Veranstaltung herzlich eingeladen. Pfleglich genutzte Streuobstwiesen mit altem Baumbestand bereichern nicht nur das Landschaftsbild, sondern sind auch wertvolle Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten. Durch richtige Pflege und Nutzung können die alten Baumbestände länger erhalten werden und liefern Obst für unterschiedlichste Verwendung. Auch jungen Bäume bedürfen der Pflege und Erziehung, um sich ertragreich und ökologisch wertvoll zu entwickeln. Dies kann beispielsweise durch einen fachgerechten Sommerschnitt gefördert werden.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2012 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Exkursion in den Lebensraum des Bibers an der Wolfsteiner Ohe an. Treffpunkt ist am Sonntag, 08.07.2012 um 14:00 Uhr am Parkplatz an der Messerschmidmühle. Als einer der Beauftragten Biberberater des Landkreises Freyung-Grafenau wird der Naturparkgebietsbetreuer Stefan Poost die Exkursion leiten. Neben der reinen Biologie des Bibers werden auch die Konflikte und Maßnahmen in der Kulturlandschaft angesprochen. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt und dauert etwa zwei Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Anmeldung ist nicht notwendig. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.


Über das Arbergebiet, seine naturkundlichen Besonderheiten, seine Geschichte, Sagen und Geschichten, aber auch über die Menschen, die ihn besuchen oder gar hier arbeiten, könnte man ganze Bücher schreiben. Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer führte kürzlich 34 Teilnehmer einer Naturpark-Führung in einen kleinen Teil dieser „Arberwelt“, das Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat „Großer Arbersee mit Seewand“, ein. Bereits zu Beginn der Führung zeigte Dr. Auer, dass – wer das Arbergebiet als Ganzes, aber auch einzelne Bereiche verstehen will - vor allem eines machen muss: Die Natur und die Veränderungen in ihr beobachten, da Natur nichts Statisches ist: Lange galt beispielsweise der Biber am benachbarten Kleinen Arbersee als der Biber mit der höchstgelegenen Biberburg Deutschlands. Seit dem Jahr 2009 lebt jedoch auch am etwas höher gelegenen Großen Arbersee ein Biber, dessen Spuren am Seeufer leicht zu erkennen sind. Etwas Besonderes ist auch die Pflanzenwelt am Großen Arbersee: Ist der Alpenmilchlattich in den höher gelegenen Teilen des Bayerischen Waldes relativ häufig zu entdecken, so sind die vom Seerundweg leicht zu erkennenden Gelben Teichrosen oder der Fieberklee doch etwas eher Seltenes. Etwas Besonderes sind auch seine Schwimmenden Inseln im hinteren Bereich des Sees. Um sie zu schützen, errichtete der Forstbetrieb Bodenmais bereits in den 1990ern Balkenabsperrungen im See. Nur so kann dauerhaft verhindert werden, dass Tretbootfahrer hier anlanden und diese Naturschätze unwissentlich zerstören. Ursprünglich wirkende Natur – „Urwald“ – fasziniert, sie regt die Phantasie an. „Wurzelbrillen“, die aber auch als „Wurzeltänzer“, „Wurzelzöpfe“, die auch als „Wurzelschlangen“ interpretiert werden können, lassen den Arberseebesucher, der sich auf die Natur rund um den See einlässt, immer wieder Neues entdecken. Dr. Isabelle Auer: „Der Große Arbersee ist ein gutes Beispiel dafür, dass Massentourismus und Naturschutz nur dann miteinander vereinbar sind, wenn die Menschen Rücksicht auf die Natur nehmen. Andererseits lebt der Massentourismus auch vom Naturschutz: Nur in einer intakten Natur kann der Mensch Ausgleich zum Alltag finden – einen Ausgleich, der in unserer manchmal doch hektischen Welt immer wichtiger wird.“


Wer die Geschichte von Bodenmais, aber auch das heutige Bodenmais kennen lernen will, der wird schnell erfahren, dass es schon immer die Naturschätze waren, die Bodenmais nicht nur wirtschaftlich prägten. Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald lud daher kürzlich alle Interessierte zu einer abendlichen Sonnenuntergangs-Wanderung vom Riesloch zum Silberberg ein. Bereits am Rand des Naturschutzgebiets und Naturwaldreservats erfuhren die 20 Teilnehmer, dass viele Naturschätze unscheinbar sind und häufig übersehen werden: Mit etwas Glück und Hintergrundwissen können Wanderer in einigen Felsspalten am Wanderweg das Leuchtmoos entdecken: Ihm reicht ein Sechshundertstel des vollen Tageslichts zum Überleben, da linsenartige Zellen das wenige Licht sammeln und auf das Blattgrün an der Hinterwand der Zellen konzentrieren. Da „überschüssiges“ Licht reflektiert wird, scheint es zu leuchten. Nicht zu verwechseln ist das Leuchtmoos mit der auf den sauren Gesteinen des Bayerischen Waldes häufig zu entdeckenden fast neongelben Schwefelflechte, deren Namen allein von ihrer Farbe abgeleitet werden kann. Bizarr anmutende Totholzstämme mit ihren Spalten, Rissen und verlassenen Spechtbruthöhlen, die besonders häufig in den Naturwaldreservaten zu finden sind, faszinieren nicht nur allein durch ihr Aussehen: Sie sind Heimat von Fledermäusen, Hohltauben, Wildbienen, Sperlingskäuzen und Rauhfußkäuzen. Dass es auch außerhalb der Naturschutzgebiete und Naturwaldreservate im Bodenmaiser Wirtschaftswald viele Bereiche gibt, die sehr naturnah bewirtschaftet werden und hin und wieder sogar „urwaldartig“ erscheinen, zeigte die Arbergebietsbetreuerin zwischen der Schönebene und dem Silberberg: Geprägt ist dieser Bereich von einem abwechslungsreichen Buchen-Tannen-Fichten-Mischwald, in dem man – bei genaueren Hinsehen – auch Fichten mit Stelzenwurzeln entdecken kann. Wie im benachbarten Nationalpark oder auch in den Naturwaldreservaten am Arber werden umgefallene Bäume hier hin und wieder liegen gelassen. Auf diesen sogenannten „Keimbeeten“ siedeln sich Moose und vor allem junge Fichten an. Ist der Mutterbaum nach einigen Jahrzehnten vollständig verrottet, erinnern nur noch die Stelzenwurzeln dieser Jungbäume an ihre ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Besonders für Naturschützer birgt der Silberberg noch heute einen großen Schatz: eines der bedeutendsten und größten Fledermauswinterquartiere Mitteleuropas. Bodenmais jedoch verdankt dem Berg und seinem Sulfiderz-Lager seine Existenz, aber auch seine Kulturgeschichte. Einen besonderen Schatz konnten die 20 Teilnehmer der Sonnwendwanderung noch vor dem Abstieg vom Silberberggipfel genießen: den Blick auf einen romantischen Sonnenuntergang über dem Zellertal, der noch einmal deutlich machte, wie viel uns die Natur – völlig kostenlos - geben kann, wenn wir uns Zeit für sie lassen.


Zur gemeinsamen Exkursion von Naturpark Bayerischer Wald e.V. und Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen konnte Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. den Referenten Heribert Kemmer und 15 Interessierte begrüßen. Kemmer ist Diplom Biologe beim Landschaftspflegeverband Straubing - Bogen. Vom Treffpunkt Hinterwies aus startete man Richtung Pröller. Zunächst galt das Augenmerk dem Magerrasen und Wäldern an den unteren Hängen. Verschiedene Gräserarten und Kräuter wurden vorgestellt. Viele Arten verschwinden dann, wenn der Standort zu nährstoffreich wird, das ist z.B. bei verschiedenen einheimischen Orchideenarten oder auch bei Arnika der Fall. Etwa 20 verschiedene Arten versuchte man sich an Hand ihrer Merkmale einzuprägen. Vom Pröllergipfel auf 1048 Meter Meereshöhe aus gab es einige Informationen über den Bayerischen Wald. Auf dem Rückweg besichtigte man eine Weidefläche mit Infotafel bei Ahornwies. Diese Pflegefläche ist mit Wachholder bestanden der früher als Weideunkraut galt, heute aber bereits sehr selten geworden ist. Zum Schluss der etwa 2 ½ stündigen Veranstaltung gab es einen kräftigen Applaus für den Referenten und die Einladungen zu den weiteren Veranstaltungen, die das Ziel haben, die vielfältige Natur unserer Heimat allen Interessierten näher zu bringen und für entsprechenden Erhalt von Arten zu sensibilisieren.


Der Große Arbersee gehört zu den Ausflugszielen, die in Reiseführern und Prospekten über den Bayerischen Wald wohl am häufigsten beworben werden. Direkt an der Staatsstraße gelegen und damit besonders einfach zu erreichen, besuchen ihn jährlich eine halbe Million Menschen. Leider wissen nur die wenigsten, welche Naturschätze es links und rechts des Seerundwegs zu entdecken gibt und welche Geschichten und Geschichtchen sich um den See ranken. Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald lädt daher am Mittwoch, 27. Juni alle Naturliebhaber dazu ein, auf einem Rundgang um den Großen Arbersee diese unbekannteren Seiten des Gebiets zu entdecken und außerdem viel Spannendes über die Naturschutzarbeit im Arbergebiet zu erfahren. Treffpunkt der ungefähr 1,5-stündigen Führung ist um 11.00 Uhr vor der Gaststätte am Großen Arbersee. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk. Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2012 findet in der Gemeinde Außernzell eine naturkundliche Rundwanderung statt. Das Thema lautet: „Naturkundliche Rundwanderung im kontrastreichen Zentrum des Naturschutzgebietes „Nadelwälder zwischen Außernzell und Jederschwing“. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, 24.06.2012 um 14.00 Uhr und dauert ca. 4 Stunden. Treffpunkt ist der Parkplatz beim Verwaltungsgebäude des Abfall-Zweckverbandes Donau-Wald an der Straße von Außernzell Richtung Eging. Referent ist Dr. Willy Zahlheimer von der Regierung von Niederbayern. Der seit 2007 als Naturschutzgebiet ausgewiesene Forchenhügel ist zu recht ein besonderes Ziel von naturkundlichen Wanderungen: Er beherbergt die nährstoffärmsten Waldstandorte ganz Mitteleuropas mit vielen seltenen und oft auch seltsamen Lebensgemeinschaften, Tier- und Pflanzenarten. An alle Interessierten ergeht herzliche Einladung, die Teilnahmegebühr beträgt 5.- €. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich.


Gemeinsam sportlich aktiv sein, fast nebenbei viel Spannendes über die Natur des Bayerischen Waldes zu erfahren, aber auch die gesellige Seite des Wanderns besonders genießen zu können, sind die Kernziele der Exkursionen, die der Naturpark Bayerischer Wald und die Gemeinde Eschlkam bereits seit mehreren Jahren gemeinsam anbieten. Trotz widriger Wetterverhältnisse folgten kürzlich 34 Wanderer der Einladung von Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer und Sepp Altmann, im Rahmen des Eschlkamer Wanderprogramms „Hüttenwandern im Bayerischen Wald und Böhmer Wald“ auf einer Wanderung von den Bretterschachten zur zweithöchstgelegenen Bayerwaldhütte, dem Arberschutzhaus, einen „stilleren“ Teil des Arbergebiets kennenzulernen. Gleich zu Beginn zeigte Dr. Isabelle Auer am Beispiel eines noch stehenden Totholzstammes, dass das Arbergebiet auch außerhalb seiner Schutzgebiete in weiten Teilen noch sehr naturnah ist und naturschonend bewirtschaftet wird. Betrachtet man einen Totholzstamm etwas genauer, so kann man nicht nur Spechthöhlen entdecken, die häufig auch von anderen tierischen „Nachmietern“ bewohnt werden, sondern man kann mit etwas Hintergrundwissen auch erahnen, dass diese häufig bizarr anmutenden Stämme mit ihren vielen Spalten auch anderen Tieren Unterschlupf bieten können. „Wichtig“, so die Gebietsbetreuerin, „ist jedoch, dass man aber nie vergessen darf, dass auch häufig vorkommende Tier- undPflanzenarten kleine „Naturwunder“ sein können. Auch „Allerweltspflanzen“, wie beispielsweise das Schmalblättrige Weidenröschen, seien es wert, hin und wieder genauer betrachtet zu werden. Auf dem Weg zum Mittagsplatzl erwähnte Dr. Auer noch ein anderes Phänomen, das jedem aufmerksamen Arbergebiets-Wanderer bereits aufgefallen sein müsste: Seit einigen Jahren ballen sich besonders an sonnigen Standorten die bereits ausgerollten Farnwedelspitzen des Frauenfarns etwa Mitte Juni zu einem Knäuel zusammen, in dem man bei genauerem Hinschauen eine Made entdecken kann. Erst nach langwieriger Recherche konnte man herausfinden, dass es sich hierbei um die Made der Blumenfliegenlarve handelt, die dem Farn jedoch keinen weiteren Schaden zufügt. Unterbrochen von einer wetterbedingt kurzen Rast auf dem Mittagsplatzl, bei die Arbergebietsbetreuerin noch einiges Interessantes über den in der Arberseewand lebenden Wanderfalke erzählte, erreichte die Gruppe bereits nach zwei Stunden ihr Ziel, den – diesmal wolkenverhangenden – Arbergipfel. Bei einer gemütlichen Einkehr im Arberschutzhaus konnten die Teilnehmer abschließend nicht nur die Hüttenatmosphäre genießen, sondern einen weiteren – zwar verregneten – aber trotzdem erlebnisreichen und spannenden Tag im Arbergebiet Revue passieren lassen.


Die Wälder rund um Bodenmais sind reich an Naturschätzen: War es früher der Erzbergbau am Silberberg, so sind es heute der „Urwald“ im Naturschutzgebiet Rißloch, aber auch die sehr naturnahen Wirtschaftswälder außerhalb der eigentlichen Schutzgebiete. Auf einer Abendwanderung zur Sommersonnenwende vom Rißloch zum Silberberggipfel unter der Leitung von Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald können alle Interessierte am Samstag, 23. Juni einen Einblick in einen Teil dieses Naturschatzes bekommen. Über einen anderen Teil des Naturschatzes, die Schätze im Erdinneren, wird Martin Schreiner vom Silberbergwerk Bodenmais am Ziel der Wanderung, dem Silberberggipfel, erzählen. Treffpunkt der fünfstündigen Abendwanderung ist um 17:00 Uhr am Parkplatz „Rißloch“ am Ende des Rißlochwegs in Bodenmais. Bitte bringen Sie eine Taschenlampe mit und denken Sie an gutes Schuhwerk. Die Führung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Dass Bienen einen wichtigen Beitrag zum Kreislauf der Natur leisten, lernen viele Kinder bereits sehr früh. Was jedoch das Besondere an Waldhonig ist, wie er entsteht und worauf Imker bei der Wahl der Standorte ihrer Bienenstöcke achten sollten, ist bei Nicht-Imkern weniger bekannt. Kürzlich luden daher Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer und der Imker und Kreisfachwart für Bienengesundheit für den Landkreis Jochen Wiecha zu einer Führung zum Thema „Waldhonig im Arbergebiet“ ein. Grundlegender Unterschied zum Blütenhonig ist, dass der besonders herbwürzige dunklere Waldhonig im Gegensatz zum milder schmeckendem Blütenhonig generell aus Honigtau, also aus Ausscheidungen von Schild- und Rindenläusen stammt: Läuse saugen den Pflanzensaft ihrer Nahrungspflanze, scheiden den überflüssigen klebrigen Honigtau aus, dieser wird dann von Ameisen und Bienen aufgesaugt. Da das Ausgangsprodukt, der Pflanzensaft, also mehrere Magen durchläuft, ist das Endprodukt „Waldhonig“ besonders reich an Mineralien und Enzymen. „Das Zusammenspiel vieler Faktoren ist entscheidend dafür, wie viel Waldhonig wir gewinnen können. Entscheidend dafür, wie lange der Maitrieb, bei dem die Läuse saugen können und so den Honigtau produzieren, noch nicht verholzt, sind die Trockenheit, die Boden- und Temperaturverhältnisse, betonte Jochen Wiecha, „Die Läuse saugen zwar besonders bei trockenem Wetter, da das Frühjahr jedoch sehr warm war, verholzen die Maitriebe dieses Jahr auch in größeren Höhen schneller, weswegen man vermuten kann, dass die Waldhoniggewinnung dieses Jahr schwieriger wird.“ Wiecha zeigte am Beispiel von Brutblasen an Fichten, die mit bloßem Augen eher an Knospen erinnern, aber bis zu hundert Nachkommen beinhalten können, wie man durch die Imkerei lernt, genau hinzuschauen. Hilfreich bei der Suche nach den „Trachtquellen“ für Waldhonig, z.B. der Rotbraun bepuderten Fichtenrindenlaus, der Großen Schwarzen Fichtenrindenlaus und der Grünen Tannenhoniglaus sind besonders Waldameisen, die ihren Ameisenhaufen meist in der Nähe eines mit Läusen befallenen Baumes erbauen, um so möglichst nahe an ihrer Nahrung, dem „Honigtau“ zu sein. „Ameisenstraßen“ zeigen dem Imker daher häufig, welche Äste mit Läusen befallen und vor allem, ob es sich lohnt, am betreffenden Standort seine Bienenvölker aufzustellen. Deutlich wurde den Teilnehmern, dass Imkern nicht nur ein zugleich beruhigendes und zugleich faszinierendes Hobby ist, sondern dass es vor allem den Blick für Unscheinbares und für die Zusammenhänge in der Natur schärft.