2024

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Wir gestalten Bildung für die Zukunft!

Die staatlich anerkannten Umweltstationen in Bayern präsentierten sich im Bayerischen Landtag. Verbunden durch die ANU Bayern e.V. – dem Dach- und Fachverband für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern - präsentierten die Umweltstationen ihre hochwertige außerschulische Bildungsarbeit einer Vielzahl von Abgeordneten im Bayerischen Landtag.

„Als außerschulischer Bildungs- und Netzwerkpartner stellen unsere Naturpark-Umweltstationen eine wichtige Säule für die Natur-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung in Niederbayern dar und sind bedeutende Anlaufstellen für Kitas, Schulen und andere Bildungseinrichtungen auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft. Und die Umweltbildung nimmt einen immer größer werdenden Stellenwert in der Arbeit des Naturparks ein“, so Heinrich Schmidt, stellvertretend für die Naturpark-Umweltstationen Bayerisch Eisenstein und Viechtach vor Ort im Landtag. Mit dabei war stellvertretend für die dritte Naturpark-Umweltstation Waldkirchen Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald und ergänzt: „Ein bewusster Umgang mit der Natur setzt ein Kennenlernen, Wissen und Verständnis von Zusammenhängen voraus. Dazu bieten eine Vielzahl an Führungen, Exkursionen und Projekttagen, sowie ein breit gefächertes, abwechslungsreiches und lebhaftes Angebot an unserer Umweltstation an.“

Die 65 bayerischen Umweltstationen präsentierten sich im Landtag und stellten vor, welche beachtlichen Aufgaben sie als starker Motor für BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) in der Region leisten. Politiker*innen und BNE-Bildner*innen sprachen über die wertvolle Arbeit der Umweltstationen und nutzten die Möglichkeit, verschiedene Aktivangebote vor Ort gemeinsam auszuprobieren. Bei einem Wertespiel tauschten sich die Anwesenden über ihre persönlichen und auch über die jeweiligen Werte ihrer Parteien aus. Das Weltverteilungsspiel, bei dem es darum geht, die Verteilung von Kennzahlen wie Bevölkerung, CO2-Emissionen etc. weltweit abzubilden, um auf global ungerechte Verhältnisse und Zusammenhänge hinzuweisen, konnte erprobt werden. Außerdem luden der Klimakoffer mit spannenden Experimenten zum Klimawandel und Mikroskope zum Entdecken und Informieren ein. Die Aktivitäten machten deutlich, dass die Methoden der Bildung für nachhaltige Entwicklung altersunabhängig und lebenslang relevant sind. Auch eine konkrete Vorstellung der innovativen und aktuellen Bildungsarbeit bekamen die Anwesenden bei der Vorstellung der interaktiven Hochwasserelemente. Bei regionalen Schmankerln aus ganz Bayern tauschten sich BNE Expert*innen mit Politiker*innen über die Umsetzung der Agenda 2030 aus. Die Vertreter*innen der Umweltstationen konnten anhand der Aktionsmöglichkeiten vor Ort zeigen, wie brisante Themen wie Klimawandel und Biodiversität durch innovative Bildungsmethoden und partizipative Prozesse vermittelt werden.

Nach einem Landtagsbeschluss von 1993 sollen in Bayern flächendeckend Umweltstationen etabliert werden. Deren wertvolle Bildungsarbeit wird von Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt- und Verbraucherschutz finanziell unterstützt. Die abrufbaren Fördermittel pro Umweltstation stagnieren jedoch trotz steigender Personalkosten bei gleichzeitig wachsenden Anforderungen seit mindestens 17 Jahren. Zudem sinkt der Wert der Förderung durch die Inflation kontinuierlich.

Um einerseits diese ständig größer werdende Lücke zu schließen und andererseits der Bedeutung der außerschulischen Bildungsarbeit Rechnung zu tragen, fordert die ANU Bayern e.V. eine Verdopplung der Förderung pro staatlich anerkannter Umweltstation in Bayern. Die Erhöhung der Fördermittel ist notwendig, um das Ziel einer flächenhaften hochwertigen Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern auch in Zukunft zu gewährleisten.

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Naturpark-Exkursion in Arnbruck

Hoch hinauf, zu grandiosen Aussichten und zurück ins Tal. Gemeinsam mit der Gebietsbetreuerin der Arberregion geht es am 29.06. um 9:23 Uhr mit dem Wanderbus von Arnbruck aus hoch nach Eck. Dieser muss von den Teilnehmern selbst bezahlt werden. Von dort zu Fuß entlang des Höhenzuges zum Mühlriegel und Ödriegel und im Anschluss zurück nach Arnbruck. Auf den gut 10 km durch das Natura 2000 Gebiet stehen die tierischen und pflanzlichen „Bewohner“ dieses Höhenzugs im Mittelpunkt. Die Tour dauert ungefähr 6 Stunden und findet in Kooperation mit der Touristinfo Arnbruck statt. Treffpunkt ist um 9:15 Uhr bei dem Wanderbus am Großparkplatz beim Glasdorf Weinfurtner. Bis zum 28.06 um 12.00 Uhr ist die Anmeldung noch bei der Tourist Info Arnbruck unter 09945 941016 möglich.

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Naturpark-Umweltstation: Wilder Wasser Tag in Waldkirchen

Nach der ersten erfolgreichen Durchführung letzten Jahres, wird es am Sonntag, den 30.06. die 2. Auflage des „Wilden Wasser Tages“ am Erlauzwiesler See geben. Am „Wilden Wasser Tag“ wird an verschiedenen Erlebnisstationen im Bereich der Seebühne viel Spiel und Spaß für Groß und Klein angeboten. Das abwechslungsreiche Programm umfasst Bastel- und Ausmalaktionen, Quizfragen, Experimente, Kurzführungen und vieles mehr.

Eingeladen zu dem kostenlosen Aktionstag sind vorrangig Familien mit Kindern. Dieser Aktionstag wird gemeinsam von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen, dem Haus der Natur, Kunst, Kultur und Jugend (HNKKJ) und der Stadt Waldkirchen veranstaltet. Beteiligte sind Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bund Naturschutz- Kreisgruppe Freyung-Grafenau, Fischereiverein Waldkirchen, Fischereiverein Hauzenberg, Imkereiverein Waldkirchen, Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), Kreisgruppe Freyung-Grafenau und der Tierhalter der Wasserbüffel Landwirt Helmut Schmutzer.

Beginn des Aktionstages ist am Sonntag, den 30. Juni 2024 um 10 Uhr bei der Seebühne am Erlauzwieseler See und dauert bis 15 Uhr. Die Veranstaltung ist kostenlos und bedarf keiner Anmeldung. Während des gesamten Aktionstages können die verschiedenen Infostände und Aktionen der Beteiligten besucht werden, wo beispielsweise spannende Experimente und Quizfragen für Kinder und Erwachsene mit kleinen Geschenken warten.

Daneben gibt es feste Programmpunkte zu folgenden Uhrzeiten: Um 10.30 Uhr werden unter Anleitung von Erwin Pauli Bäume und Sträucher am See gepflanzt, um 11.30 Uhr gibt es eine Kurzführung zu den Wasserbüffeln mit Helmut Schmutzer und um 13.30 Uhr bietet Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald eine kleine Gewässeruntersuchung an.

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Fortbildung zum Thema „Wasser“ an der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen

Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen stellt die möglichen Projektaktionen rund um das Thema „Wasser“ vor. Im Rahmen der Fortbildung für Lehrkräfte und Fach- und Ergänzungskräfte in Kitas wird zuerst die Ausstellung „Water Lost And Returned / Moore und Klimaschutz“ im Haus der Natur, Kultur, Kunst und Jugend vorgestellt. Anschließend wird der Projekttag „Wasser“ im nahegelegenen Stadtpark praxisnah präsentiert. Die neue Umweltstation Waldkirchen bietet verschiedenste, interessante Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit dem Naturpark im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und der Umweltbildung.

Die Fortbildung findet am Donnerstag, den 27. Juni 2024 unter der Leitung des Naturpark-Mitarbeiters Johannes Matt statt. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am HNKKJ, Marktmühlerweg 4 in Waldkirchen und dauert etwa zwei Stunden. Die Fortbildung findet gemeinsam mit dem HNKKJ und den Staatlichen Schulämtern Freyung-Grafenau und Regen statt. Anmeldung für Lehrkräfte bis Dienstag, 26.06.2024, 12.00 Uhr, beim Schulamt Regen, Freyung-Grafenau unter Tel.: 09921 – 601316. Die Fortbildung ist auch im FIBS eingetragen.

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Bildautor: ESA/Science Office

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„Gute Asteroiden – schlechte Asteroiden“

Der „Asteroid Day“ ist eine jährliche weltweite Aktion, um auf die Gefahren, aber auch den Nutzen von erdnahen Objekten aus dem Weltraum aufmerksam zu machen. Die zentrale Veranstaltung findet diesmal in Luxemburg vom 28. bis 29. Juni statt, unterstützt durch viele zusätzliche Vorträge und Aktionen auf regionaler Ebene. Auch in Zwiesel im Naturparkhaus gibt es zu diesem Thema am Samstag, den 29.06.24 um 19:30 Uhr einen Fachvortrag.

Erdnahe Asteroiden und Kometen, oder auch NEOs (near-Earth objects), sind Überreste von der Entstehung unseres Sonnensystems. Ihr Durchmesser beträgt einige Meter bis Kilometer. Eine große Anzahl von Asteroiden befindet sich auf Bahnen zwischen Mars und Jupiter in sicherem Abstand zur Erde. Jedoch existieren auch viele Objekte, welche die Erdbahn kreuzen und mit unserem Heimatplaneten kollidieren könnten.

Es gibt viele Beispiele in der Erdgeschichte, etwa der Einschlag zweier Asteroiden vor 14,4 Mio. Jahren, welche zur Entstehung des „Nördlinger Ries“ und des „Steinheimer Beckens“ geführt haben. Oder das Ereignis am 15. Februar 2013 in Tscheljabinsk, wo durch ein 12.000 t schweres Objekt rund 1500 Personen verletzt wurden und ein hoher Sachschaden entstand.

Können wir uns vor diesen Gefahren schützen und wie? Was unternimmt die Weltgemeinschaft dagegen? Welche Weltraummissionen wurden durchgeführt und sind in Planung? Und was sind die positiven Eigenschaften dieser Objekte?

All diese Fragen sind Thema des Fachvortrages „Gute Asteroiden – schlechte Asteroiden?“ am Samstag, den 29.06.2024 um 19:30 Uhr im Naturparkhaus Zwiesel mit Prof. Detlef Koschny von der TU München.

Detlef Koschny war bis 2022 Leiter der Abteilung „Planetary Defence“ bei der Europäischen Weltraumagentur ESA. Er ist Professor an der TU München für den Bereich „Small Bodies in the Solar System“ und leitet die „Space Mission Planning Advisiory Group“, eine der internationalen Gruppen die im Rahmen der Vereinten Nationen sich mit dem Thema beschäftigt. Aktuell arbeitet er ebenso als Technical Manager bei der ExoMars Mission der ESA.

Anmeldungen bitte unter 09922 802480 bis zum 29.06.2024 um 12:00 Uhr.

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Bildautor Klaus-Dieter Neumann

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Naturpark Umweltstation und lichtung verlag Viechtach unterwegs

Eine literarische Abendwanderung bieten der lichtung verlag und die Naturpark Umweltstation Viechtach bei Schnitzmühle an. An landschaftlich reizvollen Rastplätzen im Flusstal und im Liebestal an der Aitnach lesen Eva Bauernfeind und Kristina Pöschl literarische Texte aus Büchern des lichtung verlags. „Alle Wege liegen offen vor dir“ - ist das Motto der literarischen Abendwanderung. Für musikalische Momente sorgt Harald Dobler mit seiner Gitarre.  Treffpunkt für die ca. zweistündige Abendwanderung ist am Mittwoch, den 26. Juni um 19.18 Uhr am Bahnhaltepunkt Schnitzmühle.  Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Als Unkostenbeitrag sind 5 Euro je Teilnehmer vor Ort zu bezahlen. Bitte festes Schuhwerk mitnehmen. Eine Anmeldung ist bis Dienstag beim Naturpark unter Telefon 09922 80 24 80 erforderlich. Die An- und Abfahrtszeiten der Bahn im Regental werden berücksichtigt. Wer mit der Bahn von Viechtach anreist, kann um 21.18 Uhr wieder zurückfahren. An dem Abend ist Schienenersatzverkehr zwischen Gotteszell und Teisnach, so dass eine Bahnanreise flussaufwärts von der anderen Richtung erst ab Teisnach empfohlen wird.  

Diese Abendwanderung gehört zur Veranstaltungsreihe „Natur- und Kulturschätze im Regen- und Teisnachtal erleben“, die bis zum Herbst dauert. Bei diesen Sonderaktionen kann man umweltweltfreundlich und entspannt mit der Bahn anreisen. Die Bahnlinie unmittelbar am Fluss Regen gilt als eine der landschaftlich schönsten Bayerns. Wilde Wasserwelten und Schluchtwälder wechseln sich mit sanften Hügeln und Auen ab.  Viele Wanderwege mit Start- und Endpunkt Bahn sowie ein Flusswanderweg zwischen Teisnach und Viechtach laden zum Erkunden der Natur ein.  Wer auf den Wanderwegen bleibt, kann die Natur Erleben ohne sie zu beeinträchtigen. Das Flusstal des Schwarzen Regens ist nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, sondern auch ein wertvoller Lebensraum für seltene Tiere wie den Flussuferläufer oder die Wasseramsel.

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Ehrenamtliche für den Fledermausschutz im Landkreis Freyung-Grafenau gesucht

Wussten Sie, dass eine Zwergfledermaus bei der Geburt gerade einmal so groß ist wie eine Honigbiene? Nackt und blind sind die Fledermaus-Babys dann erst einmal, alleine hilflos und werden von ihren Müttern gesäugt, denn bei Fledermäusen handelt es sich wie beim Menschen um Säugetiere, die mehr mit uns gemeinsam haben, als wir auf den ersten Blick denken. Gutes Fachwissen und Begeisterung für Fledermäuse sind also gefragt, damit mit Vorurteilen und Ängsten gegenüber diesen interessanten Tieren aufgeräumt werden kann, die sich als typische Kulturfolger viel Lebensraum mit uns Menschen teilen.

Aus diesem Grund suchen der Naturpark Bayerischer Wald und die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Freyung Grafenau Ehrenamtliche, die Lust haben sich im Fledermausschutz zu engagieren und ggf. die Ausbildung zum geprüften Fledermausfachberater an der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) zu machen. Die zweistufige Ausbildung, die einen jeweils dreitägigen Grund- und Aufbaukurs umfasst, bietet einen umfangreichen Einstieg in die Ökologie und das Monitoring von Fledermäusen sowie rechtliche Belange und zielführende Beratungsgespräche. Nach erfolgreicher Prüfung können die Absolvierenden vom Bayerischen Landesamt für Umwelt auf Vorschlag der Landratsämter und der Koordinationsstellen zum Fledermaus-Fachberater bzw. zur Fledermaus-Fachberaterin im Landkreis berufen werden.

Typische Aufgaben von Fachberatenden umfassen insbesondere die Erfassung und das Monitoring (regelmäßige Zählung) von Fledermausbeständen, die Erstberatung von Privatleuten in Fragen des Fledermausschutzes und bei Findlingen, Erfolgskontrollen durchgeführter Schutzmaßnahmen sowie Öffentlichkeitsarbeit.

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Wald Wandern mit Luki Luchs

Letzte Woche war es wieder so weit: Die erste Aktion des Naturparks stand im Naturpark-Kindergarten des Montessori-Kinderhauses in Drachselsried an. Heute ging es in den Wald. Die Waldgruppe des Kindergartens befindet sich zwar zumeist draußen im Wald: Ziel war es heute jedoch, den Wald nochmal vertiefter zu erleben. Um dies zu verwirklichen, besuchte Rangerin Samantha Biebl das Kinderhaus. Plüsch-Maskottchen Luki Luchs war mit dabei. Gemeinsam wurden bei einer Waldwanderung Pilze betrachtet und einzelne Merkmale dieser herausgearbeitet. Auch wurde geklärt, warum der Fingerhut eben Fingerhut heißt: Namensgeber waren hier die metallenen Fingerhüte der Schneider. Den Kindern wurde jedoch schnell klar, dass der pflanzliche Fingerhut lieber am Wegesrand stehen gelassen werden sollte; sind doch alle Pflanzenbestandteile giftig. Nicht nur die pflanzlichen Vertreter des Waldes wurden genauestens unter die Lupe genommen, auch die Insekten u.Ä. blieben nicht unentdeckt. Mit Lupengläsern ausgerüstet erforschten die Kinder den Waldboden, die Steine und Sträucher um sich herum. Ameisen, Spinnen, Flechten blieben nicht verschont und wurden genauestens betrachtet und besprochen. Die Waldwanderung bleibt nicht die letzte Aktion im Kinderhaus für dieses Jahr. Der Naturpark ist auch mit einem Stand am Sommerfest des Kinderhauses vertreten. Wer Lust und Interesse hat, kann am 29.06. in Drachselsried beim Kinderhaus vorbeikommen und allerlei Wissenswertes über unsere Natur erfahren.

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Über den Felsenkamm von Naturpark zu Naturpark

Naturpark? Was ist das eigentlich? Wollt ihr wissen, was es mit den Begriffen auf sich hat und wie das zum „Grünen Dach“ Europas passt? Dann kommt mit auf eine Wanderung über die Grenzen zweier Naturparke. Los geht´s um 09:15 Uhr am Parkplatz unterhalb des Berggasthofes in Eck bei Arrach im Naturpark Bayerischer Wald. Die Wanderung, mit einer Dauer von ca. 3-4 Stunden, führt zum Riedelstein und schließlich zu den Rauchröhren im Naturpark Oberer Bayerischer Wald. Naturpark Ranger Christoph Grausam und Samantha Biebl geben auf dieser Wanderung viele kleine Einblicke in Flora und Fauna sowie in die Naturparke selbst. Die Tour gipfelt in einer Einkehr bei der Kötztinger Hütte. Die Teilnehmer werden gebeten etwas Verpflegungsgeld mitzunehmen, die Führung an sich ist kostenlos. Bei der Kötztinger Hütte kann dann entschieden werden, ob auf eigene Faust weitergewandert wird oder zurück zum Eck. Anmeldungen werden bis zum 20.06. um 12 Uhr unter 09922 802480 oder unter 09971 78431 entgegengenommen.

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Wer klopft denn da?

Vergangenen Samstag wurde es am Großen Pfahl ganz schön laut.  Aber nicht Steine wurden geklopft, so wie früher beim Quarzabbau, sondern Sensen gedengelt. Gegen Mittag übten sich die Teilnehmenden des Sensenkurses, der heuer zum ersten Mal in Viechtach am Großen Pfahl stattfand, nämlich im Dengeln. Bei dem ganztägigen Kurs mit dem Sensenlehrer und Bio-Imker Georg Zellner und in Zusammenarbeit mit der Naturpark Umweltstation Viechtach lebte die alte Wirtschaftsweise des Sensens, Dengelns und Wetzens wieder auf.
Zwölf Frauen und Männer durften Sensenlehrer Zellner und Heidi Heigl von der Umweltstation Viechtach bei der Verladestation begrüßen. In gemütlicher Runde erklärte Zellner dort bei Kaffee und Kuchen den theoretischen Hintergrund der Sensenmahd. Dabei wurden viele Fragen geklärt: Wie ist eine Sense aufgebaut? Was für Sensen gibt es und wann kommt welche Sense zum Einsatz? Warum muss man Dengeln und wie funktioniert das? Worauf ist dabei zu achten und welche unterschiedlichen Dengelarten gibt es? Neben den Grundlagen zeigte Zellner zudem auf, welchen ökologischen Wert die Sensenmahd im Vergleich zu den heute üblichen Mähweisen besitzt.
Nach der Theorie folgte die Praxis. Zuerst war das Dengeln an der Reihe. Unter der Anleitung des Kursleiters konnten alle Teilnehmenden verschiedene Dengelarten ausprobieren. Zuerst mit einem Blechstreifen und dann mit einer Übungssense. Schnell wurde klar: mit etwas Übung ist das Dengeln gar nicht so schwer! Einige Wanderer am Großen Pfahl staunten nicht schlecht, als sie an der Verladestation vorbeikamen.
Auch eigene Sensen konnten mitgebracht werden, die Zellner nach dem Dengeln begutachtete. Besonders bei alten Sensenblättern, die teilweise über Jahre unbenutzt in Scheunen stehen, ist laut Zellner der Anteil qualitativ hochwertiger Modelle relativ hoch. Diese lassen sich in der Regel wieder instand setzen. Bei anderen Exemplaren kann es sinnvoller sein, sie nur noch für dekorative Zwecke zu verwenden.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen folgte nun das Mähen auf der Streuobstwiese unterhalb des Großen Pfahls auf dem Außengelände der Umweltstation. Um den Teilnehmenden die richtige Einstellung und Ausrichtung aller Einzelteile der Sense zu vermitteln, durften alle die von Zellner bereitgestellten Sensen selbst zusammenbauen und auf ihre Körpergröße anpassen. Nach kurzen Trockenübungen wurden die Sensen dann unter Anleitung gewetzt. Mit den nun rasiermesserscharfen Sensen ging es ans Mähen, immer mit etwas Abstand zueinander. Die Begeisterung aller Teilnehmenden war groß, als sie merkten, wie leicht und schnell die Sensenmahd mit einer hochwertigen und individuell eingestellten Sense von der Hand geht. Neben der klassischen Sensenmahd zeigte Zellner auch noch Spezialtechniken wie zum Beispiel das Mähen um Hindernisse wie Streuobstbäume herum. Nach dem Zusammentragen des Mähguts erhielten alle Teilnehmenden noch ein Faltblatt mit den wichtigsten Informationen, um in Zukunft das erlernte Wissen bei Gelegenheit wieder aufzufrischen.

Wer Lust bekommen hat am Sensenmähen, kann noch bei Kursen im Juli teilnehmen. Georg Zellner und der Naturpark Bayerischer Wald bieten noch drei weitere ganztägige Sensenkurse jeweils samstags in Zwiesel, Waldkirchen und St. Englmar an. Die Kursgebühr beträgt 120 € pro Person. Der Kurs ist für alle Interessierten, auch Kinder ab 12 Jahren geeignet. Eine Anmeldung ist beim Naturpark unter der Nummer 09922 802480 erforderlich. Weitere Informationen finden Sie im Naturpark-Jahresprogramm und im Veranstaltungskalender unter www.naturpark-bayer-wald.de.

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