Ranger in Bayern – Vermittler zwischen Mensch und Natur

 

So sieht unsere Arbeit aus...

Mit der Naturpark-Offensive Bayern werden seit Ende 2018 nach und nach insgesamt 60 Ranger*innen in den bayerischen Naturparken eingestellt. Dank dieser neu geschaffenen Stellen setzen wir uns ab sofort als Ranger*innen für den Schutz der Natur ein, leisten Informationsarbeit und sind Ansprechpartner für Gäste und Einheimische rund um das Thema Naturpark. Zusätzlich werben wir für eine naturverträgliche Form der Freizeit- und Erholungsnutzung in der Region und leisten Unterstützung bei wissenschaftlichen Untersuchungen. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Akteuren wie den unteren Naturschutzbehörden, dem Nationalpark Bayerischer Wald, oder den jeweiligen Gemeinden ist dabei ein wichtiges Thema.

Unsere Aufgaben:

  • Naturschutz und Landschaftspflege
  • naturbezogene Erholung und Besucherlenkung
  • naturparkspezifische Bildungs- und Informationsarbeit
  • Monitoring sowie Mitwirkung bei naturschutzrelevanten Forschungsaktivitäten

 

Schwerpunkte

Nicht nur der Auerhahn als Wappentier des Naturparks steht im Fokus unserer Bemühungen. Je nach Einsatzbereich hat jeder Ranger spezifische Schwerpunkte in Sachen Artenschutz, angefangen vom Flussuferläufer am Regen bis hin zum Birkhuhn im Landkreis Freyung-Grafenau. Wir unterstützen die Planung von Pflegemaßnahmen für seltene Pflanzen wie der Holunder-Orchis oder dem ungarischen Enzian. Zusätzlich beteiligt sich jeder der Ranger, oft auch in Zusammenarbeit mit den Gebietsbetreuern, an überregionalen Monitorings, beispielsweise zu Arten wie dem Gartenschläfer oder der Kreuzotter.

Im Zentrum unseres Schaffens steht allerdings der Mensch. Der Schutz der Natur ist letztendlich vor allem auch Lebensraumschutz des Menschen. Durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit möchten wir dazu beitragen, dass wichtige Themen des Naturschutzes auch bei der breiten Masse ankommen. Daher wollen wir insbesondere durch Führungen und öffentliche Veranstaltungen, jedoch auch über die Nutzung neuer Medien, die Menschen in der Region mit unseren Themen erreichen.

 

 

Das ist unser Arbeitsplatz…

Aufgrund seiner beachtlichen Größe von 278.272 Hektar hat der Naturpark Bayerischer Wald vier Ranger eingestellt, welche in verschiedenen Gebieten eingesetzt werden. Jeder Ranger betreut im Schnitt 22 Gemeinden. Die Gebietsaufteilung beruht auf naturräumlichen Schwerpunkten, wodurch sie sich teilweise von den Landkreisgrenzen abweicht. So wurde etwa das Gebiet um Rusel und Oberbreitenau zusammengefasst, auch der Brotjacklriegel wurde nicht aufgeteilt. Insgesamt gibt es aber keine festen „Reviergrenzen“. Die momentane Gebietsaufteilung dient vor allem dazu, einen ersten Ansprechpartner zu vermitteln.