2015


Beeindruckende Zahlen bei Vortrag in der Umweltstation

Viechtach. „Äußerst wahrscheinliche Hauptursache für den Klimawandel ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts der Einfluss des Menschen“: Das sagt Diplom-Ingenieur Keywan Pour-Sartip vom Verein „Centrales Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerk“ in Straubing, kurz C.A.R.M.E.N.

Pour-Sartip bezieht sich dabei auf den Bericht des Weltklimarates, in dem der Begriff „äußerst wahrscheinlich“ eine 95-prozentige Sicherheitswahrscheinlichkeit festlegt. Auf Einladung der Umweltstation Viechtach des Naturparks Bayerwald und des Agenda 21 Arbeitskreises Energie und Verkehr referierte Pour-Sartip zum Thema „Klimawandel in Bayern“.

Wetter ist nicht gleich Klima, stellte er zunächst heraus und erklärte, dass das Klima eine Zusammenfassung der Wettererscheinungen, regional oder global über einen längeren Zeitraum darstellt, teilweise bis zu 30 Jahre betrachtet. Mittlere Jahrestemperatur oder mittlere Niederschlagsmenge sind zum Beispiel klimatische Kenngrößen. Neben der Erwärmung beobachtet man den Anstieg des Meeresspiegels und eine Häufigkeit von Extremwettereignissen. Globale Auswirkungen sind unter anderem das Abschmelzen der Pole und Gletscher, Zerstörung von Lebensraum, die Versauerung der Meere sowie Zunahme von Krankheiten und Hitzestress. In den letzten 100 Jahren ist die globale mittlere Temperatur um 0,8 Grad Celsius gestiegen.

Bis 2050 wird sie mindestens auf 2 Grad Celsius ansteigen; selbst dann noch, wenn die Menschheit die Treibhausgas-Emissionen ab sofort drastisch einstellt. Gelingt das nicht, kann bis Ende des Jahrhunderts ein noch höherer Temperaturanstieg mit unberechenbaren Auswirkungen erreicht werden. Dann nämlich werden zusätzlich große Mengen von Methangas zum Beispiel aus Permafrost-Regionen frei, die die Erwärmung unaufhaltsam beschleunigen.

Als bereits sichtbare regionale Auswirkungen nennt der Referent, die Zunahme der heißen Tage mit Temperaturen über 30 Grad. Laut Angaben des Bayerischen Landesamts für Umwelt (LfU) stieg die Zahl der heißen Tage von 1971 bis 2000 um neun Tage im Jahr. Prognostiziert von 2021 bis 2050 werden es noch weitere 18 Tage pro Jahr sein. Die Jahreszeiten mit Bezug auf Wachstums- und Entwicklungsstadien der Pflanzen haben sich seit 1961 bis heute um etwa zwei bis drei Wochen nach vorne verschoben, die Vegetationsperiode um 26 Tage verlängert.

Bezüglich des Niederschlags stellt der Vortragende fest, dass die Wassermenge über das Jahr zwar noch gleich geblieben ist. Aber von Mai bis Oktober fiel im Durchschnitt zehn Prozent weniger Niederschlag, während von November bis April fünf bis zwanzig Prozent (je nach Region) mehr gefallen ist – kurz: die Sommer werden trockner, die Winter werden feuchter.

Zu beobachten ist auch ein vermehrtes Aufkommen von Schädlingen. Der Einfluss auf Land- und Forstwirtschaft und auf deren Erträge ist deutlich spürbar. Anpassungs- und Vorsorgemaßnahmen sind zu treffen. Als Beispiele nennt er die Einrichtung von Bewässerungssystemen, bauliche Anpassung der Ställe, sogar Einsatz von wärmeresistenten Pflanzen bzw. Tieren.

Die finanziellen Auswirkungen, so zitiert Pour-Sartip den Bericht des LfU „Bayerns Klima im Wandel“, werden sich bis 2050 alleine für Bayern auf geschätzte 113 Milliarden Euro summieren, um Klimaschäden zu beseitigen und Klimawandelanpassungen durchzuführen. „Der Klimawandel ist im vollen Gang, aktives Handeln zur Verlangsamung des Prozesses und zur Anpassung ist dringendst geboten“, so beendete der Vortragende sein spannendes Referat.

Es folgte eine lebhafte Diskussion.vbb 


Martin Stary stellte den Nachbarpark im Grenzbahnhof vor

Bayer. Eisenstein. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte Martin Stary von der Nationalparkverwaltung Šumava in die Naturpark Welten eingeladen. Stary sprach zum Thema „Natur im Nationalpark Šumava“.

Der Šumava, bietet eine bezaubernde Landschaft mit Wäldern, Mooren und Gewässern. Die eiszeitlichen Spuren sind bis heute überall zu finden. Im Jahr 1991 ist dort der größte Nationalpark der Republik Tschechien mit zirka 69 000 Hektar entstanden. Höchster Punkt ist der Plöckenstein mit 1378 Metern. Der Šumava Nationalpark entstand als zweiter Nationalpark in der Tschechischen Republik, nach dem Riesengebirge.

„Fünf Eiszeitseen gibt es dort“, berichtete Stary. Daneben sind eine Reihe bezaubernder Moore entstanden wie zum Beispiel das „Königsfilz“ bei Borová Lada. Bereits Jahre zuvor entstand entlang der Europäischen Hauptwasserscheide im Böhmerwald das 99 624 Hektar große Landschaftschutzgebiet Šumava. Später wurden dann FFH-Gebiete (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) und Vogelschutzgebiete nach EU-Recht ausgewiesen. Seltene Arten sind das Auerhuhn und das Birkhuhn. Birkhühner profitierten über Jahrzehnte hinweg von der extensiven, kleinteiligen Landwirtschaft, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs anhielt. „Ihre Population ist aber derzeit gefährdet“, betonte Martin Stary. In einem gemeinsamen Projekt mit dem Nationalpark Bayerischer Wald werden derzeit die Haselhühner, die dritte vorkommende Raufußhühnerart, näher untersucht. Auch auf andere seltene Tiere wie Schwarzstorch, Fischotter, Luchs und Habichtskauz ging Martin Stary näher ein.

Daneben wurden wichtige Pflanzenarten näher betrachtet. Typische Hochmoorpflanzen und verschiedene Waldgesellschaften stellte der Referent im Lauf des Vortrags näher vor. Über 500 Hektar Moorflächen seien seit den 1990er Jahren renaturiert worden.

Interessant ist auch, dass die Verwaltung in Vimperk sich detailliert mit der Baukultur im Böhmerwald auseinander gesetzt hat. „Ein großer Baudruck entsteht durch Ferienhäuser, die von stätischen Bewohnern aus der Tschechischen Republik finanziert werden“, erklärte Marin Stary. Hier gebe es mittlerweile ein Handbuch mit Empfehlungen, die Bauhöhe und Dachneigung von Gebäuden regelten. Mit dieser Maßnahme wolle man vermeiden, dass ein Durcheinander von Baustilen den Böhmerwald verschandele.

Zum Schluss der Veranstaltung bedankte sich Hartwig Löfflmann beim Referenten Martin Stary für seinen aufschlussreichen Vortrag. löf 


St. Englmar

Sankt Englmar und weitere sechs Gemeinden im nördlichen Landkreis Straubing-Bogen bilden das Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald. Jetzt laufen die Aktionen im Zuge der ausgerufenen „Streuobstwoche“. Dabei waren die 13 zukünftigen Schulanfänger des Kindergartens von Sankt Englmar auch aktiv am Erkunden und Probieren. Zusammen mit Matthias Rohrbacher, dem Gebietsbetreuer des Naturparks Bayerischer Wald, und Kindergartenleiterin Christiane Feldmeier wurde im Kurpark das wertvolle Kulturgut Streuobst erläutert und für die Kinder anschaulich „erprobt“. Verschiedene Baumarten und auch das Probieren von Äpfeln, Birnen, Apfelsaft und Marmeladebroten waren Hauptpunkte. vbb/F: Amann 



Viechtach. „Klimawandel in Bayern - ökologische und ökonomische Folgen“ – die Umweltstation des Naturparks und der Agenda Arbeitskreis „Energie und Verkehr“ bieten diesen Vortrag im Rahmen des Klimanetzwerkes im Landkreis Regen an. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 15. Oktober, um 19.30 Uhr im Alten Rathaus in Viechtach, der Eintritt ist frei.

Referent ist Diplom-Ingenieur Keywan Pour-Sartip, der Landschafts- und Umweltplanung an der TU Berlin studiert hat. Seit dem Jahr 2003 ist er bei CARMEN e.V. im Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe beschäftigt. Der Referent berichtet über die voraussichtlichen Folgen des Klimawandels in Bayern und stellt die Auswirkungen auf Temperatur, Niederschlag, Wasserhaushalt oder Hochwasser dar. Er geht dabei auch auf mögliche Folgen für Tier- und Pflanzenwelt, Artenvielfalt und Pflanzenwachstum ein und wie sich die Land- und Forstwirtschaft darauf vorbereiten kann. Der Experte schildert die gravierenden wirtschaftlichen und ökologischen Folgen und geht auf denkbare Anpassungsstrategien ein.

Verwendet man nachwachsende Rohstoffe wie Energieholz, befindet sich das klimaschädliche Kohlendioxid in einem Kreislauf des Wachsens und der Verwertung. Energieeinsparung, nachwachsende Rohstoffe oder erneuerbare Energien wie Sonne und Wasser sind ein Beitrag zum Klimaschutz – erklären die Veranstalter. ro 


Vortrag am Freitag im Grenzbahnhof

Bayer. Eisenstein. Im Rahmen seines Bildungsprogramms 2015 bietet der Naturpark Bayerischer Wald am kommenden Freitag, 16. Oktober, einen bebilderten Vortrag an zum Thema „Natur im Nationalpark Šumava – die Tier- und Pflanzenwelt auf dem Grünen Dach Europas“.

Beginn ist um 19.30 Uhr im historischen Wartesaal des Grenzbahnhofes Bayerisch Eisenstein. Referent ist Martin Stary vom Nationalpark Šumava. Bei der zweisprachigen Veranstaltung, die etwa eineinhalb Stunden dauert, wird auf bedeutsame Naturschöpfungen und die besondere Tier- und Pflanzenwelt im Šumava-Park näher eingegangen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.löf 


Johannes Matt vom Naturpark führt vom Rissloch zum Hochfall

Bodenmais. Um den „rauschenden Arber“ zu erwandern, haben sich am Tag der deutschen Einheit 44 Interessierte an einer vom Naturpark Bayerischer Wald angebotene Wanderung beteiligt. Geführt wurden sie vom Arbergebietsbetreuer Johannes Matt. Beginnend in der Risslochschlucht startete die Rundwanderung zu den beiden höchsten Wasserfällen des Bayerischen Waldes.

In Rissloch wurde neben der Entstehung der tiefen Schlucht durch eine geologische Störungslinie und den nachfolgenden Verwitterungsprozessen durch Eis und Wasser die urwaldartigen Strukturen des Schluchtwaldes bewundert, der bereits seit 1939 als Naturschutzgebiet und seit 1978 zusätzlich als Naturwaldreservat unter Schutz steht.

Passend zum Feiertag stellte Johannes Matt den an Fichten-Totholz wachsenden Rotrandigen Fichtenporling, aufgrund seiner schwarz-rot-goldenen Farbe auch Deutschland-Pilz genannt, vor. An diesem lassen sich, auch bei Trockenheit, Wassertropfen bzw. sogenannte Guttationstropfen beobachten. Diese sondert der Pilz beim Prozess der Braunfäule, das heißt beim Abbau von Zellulose, an seinem Fruchtkörper ab.

Auf der Schweiklruhe konnten Weitblick und wärmende Sonnenstrahlen genossen werden. An der Steigerfelskapelle wurde Rast eingelegt. Das Anwesen mit Wohnhaus, Stall, Stadl, Getreidekasten, Backofen, Flachs-Brechhaus und das „Inhaus“ in dem die Tagelöhner wohnten, war von 1676 bis 1901 besiedelt war. Jedoch war auf 950 Metern Höhe das Klima zu rau und die Landwirtschaft zu beschwerlich, so dass das Anwesen aufgegeben und aufgeforstet wurde.

Über den Kreuzweg aus dem Jahr 1802 führte der Gebietsbetreuer die Gruppe weiter zum Naturdenkmal „Hochfall“.bb 


Naturpark gratuliert 500 000. Besucher seit Eröffnung des ersten Infozentrums

Bayer. Eisenstein. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hat am 12. Oktober 2000 das Bayerisch-Böhmische Informationszentrum für Natur- und Nationalparke – das Infozentrum Grenzbahnhof eröffnet. Damals hatte man die Räume noch von der Deutschen Bahn angemietet. Die Besucherzahlen werden seit den Anfangstagen genau dokumentiert. Jetzt, kurz vor dem 15-jährigen Bestehen des Infozentrums, konnte man den insgesamt 500 000. Besucher begrüßen.

Eine Schulklasse des Sonderpädagogischen Förderzentrums der Schule am Weinberg in Regen freute sich, bei ihrer Visite im nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wiedereröffneten Grenzbahnhof plötzlich im Mittelpunkt zu stehen. 18 Schülerinnen und Schüler mit ihren Begleiterinnen Christine Oberlies, Birgit Heigl-Venus, Julia Berger und Sabine Deml, genau gesagt die LF 5 und 6, hatten sich im Rahmen ihres Wandertages im Grenzbahnhof angemeldet.

Bildungsreferent Hartwig Löfflmann hieß die Gruppe, die mit der Waldbahn angereist war, bereits am Bahnsteig willkommen und lud die kleinen Entdecker in die NaturparkWelten ein. Nach einem Rundgang durch das Fledermauszentrum und die Arber-Ausstellung wurde eine kleine Pause eingelegt. Anschließend erkundete man das Skimuseum und die Eisenbahnwelt im Grenzbahnhof.

Der Vorsitzende des Naturparks, Heinrich Schmidt, überreichte an Lehrkraft Christine Oberlies eine Urkunde und jeder aus der Gruppe erhielt eine Fledermausbroschüre.

Am 12. Oktober 2015 sind genau 15 Jahre vergangen, seit der damalige bayerische Landwirtschaftsminister Reinhold Bocklet die erste Infostelle des Naturparks im historischen Grenzbahnhof im Beisein zahlreicher Ehrengäste feierlich eröffnete. 14 Jahre gingen danach ins Land, bis der deutsche Bahnhofsteil komplett saniert war. Im vergangenen Jahr wurden dann die NaturparkWelten und heuer das historische Restaurant im Bahnhof wiedereröffnet.

Insgesamt wurden in den letzten 15 Jahren alleine auf der deutschen Seite Investitionen von zirka acht Millionen Euro getätigt, um den Grenzbahnhof wieder im früheren Glanz erstrahlen zu lassen. Die Kinder der Schule am Weinberg waren begeistert von den interaktiven Ausstellungen und kündigten an, wiederzukommen, um das ganze Angebot ausführlicher zu besichtigen und vor allem wieder Skisimulator zu fahren. Anschließend ging es mit der Waldbahn zurück nach Regen. löf 


Volontäre und Stipendiaten der PNP informieren sich über deutsch-tschechische Beziehungen

Bayer. Eisenstein. „Alles nur Böhmische Dörfer?“ – unter diesem Motto hat sich der journalistische Nachwuchs der Passauer Neuen Presse am Dienstag im Grenzort Bayerisch Eisenstein getroffen, um sich über die deutsch-tschechischen Beziehungen im Grenzgebiet zwischen Bayern und Böhmen zu informieren.

Im Rahmen ihrer Ausbildung sollen die Volontäre der PNP und die Stipendiaten des Instituts für Journalistenausbildung der Passauer Neuen Presse nicht nur das journalistische Handwerk lernen, sondern sich auch intensiv mit der Region vertraut machen, über die sie bei ihren Einsätzen in den Redaktionen berichten.

Der Grenzbahnhof, durch dessen Mitte die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien verläuft, erwies sich als idealer Ort für vielfältige Gespräche über die Herausforderungen und Chancen einer Grenzregion. Hausherr Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald führte die Nachwuchsjournalisten zunächst durch die NaturparkWelten und informierte auch über die Historie des Grenzbahnhofs.

Im Anschluss gaben der Eisensteiner Bürgermeister Charly Bauer und sein Kollege Michal Šnebergr aus Železná Ruda interessante Einblicke in die Nachbarschaft ihrer beiden Kommunen. Das Eisensteiner Tal war lange Zeit eine Einheit und soll es nach dem Willen der beiden Politiker auch wieder werden. Wichtig dafür sei insbesondere der Abbau der Sprachbarriere, weswegen man intensiv an der Realisierung eines bilingualen Bildungsangebots arbeite.

Ivan Kalina fesselte die jungen Journalisten mit seinen Zeitzeugenberichten. Er erinnerte unter anderem an die Menschenkette, bei der am 3. Februar 1990 über 70 000 Teilnehmer das Ende des Eisernen Vorhangs einläuteten. Rege diskutiert wurde auch Kalinas Vision einer vereinten Gemeinde Bayerisch Eisenstein-Železná Ruda unter Verwaltung der Europäischen Union.

Welche Förderinstrumente es gibt, um das Zusammenwachsen der Grenzregion auf bayerischer und böhmischer Seite zu forcieren, darüber berichtete Dana Biskup von der Euregio. Auch Themen wie das Atomkraftwerk Temelín oder die Nationalparke Bayerische Wald und Šumava, über die in der Region immer wieder kontrovers diskutiert wird, wurden bei dem Ausbildungstag angesprochen.

Schließlich besuchten die Nachwuchsjournalisten noch die Kirche Sankt Maurenzen im Böhmerwald. Das zerstörte und wiederaufgebaute Gotteshaus ist heute ein lebendiger Ort der Begegnung für Menschen aus Bayern und Böhmen, berichteten Margrit und Hennes Kaiser vom Maurenzen-Förderkreis sowie der tschechische Radio- Journalist Lukas Milota, der sich in seiner Freizeit ebenfalls ehrenamtlich für das Gotteshaus engagiert. chr 


Auftaktveranstaltung zur Regionalwoche

Sankt Englmar. Mit dem Wissen über richtiges Sammeln und Zubereiten kann man Pilze guten Gewissens genießen. Gelegenheit dazu bietet sich bei einer Pilzwanderung des Naturparks Bayerischer Wald und des Netzwerks Streuobst Bayerischer Vorwald in Sankt Englmar.

Die Pilzexkursion mit dem Titel „Regional isst gesund – im Herbst Pilze sammeln und verwerten“ findet am Freitag, 2. Oktober statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Parkplatz Kletterwald am Hirschensteinweg in Sankt Englmar. Die Veranstaltung wird im Rahmen der Aktion „Die Region isst gesund“ angeboten, die vom Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald organisiert wird.

Alle Interessierten sind herzlich zu dieser kostenlosen, etwa zweieinhalbstündigen Wanderung eingeladen, die von Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher geführt wird. Referent Alois Zechmann, Naturpädagoge und Pilzexperte, berichtet über regionale Pilze und deren Besonderheiten.

Im Anschluss an die Wanderung können die Teilnehmer regionale und leckere Streuobstgerichte in der örtlichen Gastronomie genießen.ro 


Naturpark-Exkursion mit Arberbetreuer Johannes Matt

Bodenmais. Der (be)rauschende Arber, vom Rißloch zum Hochfall – so lautet das Thema der nächsten Exkursion im Arbergebiet. Unter der Leitung von Arbergebietsbetreuer Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. werden die beiden höchsten Wasserfälle des Bayerischen Waldes – das Naturschutzgebiet Rißloch und das Naturdenkmal Hochfall bei Bodenmais – erkundet.

Auf einer vier- bis fünfstündigen Wanderung wird vom Rißloch über die Schweiklruhe zum Hochfall marschiert. Am Tag der deutschen Einheit, also am Samstag, 3. Oktober, werden die Teilnehmer nicht nur viel Interessantes über die Geologie, die Tier- und Pflanzenwelt und über die wirtschaftliche Nutzung der beiden Wasserfälle erfahren, sondern auch Einblicke in die Naturschutzarbeit am „König des Bayerischen Waldes“ erhalten. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Rißlochparkplatz am Wanderweg „grüne 2“ in Bodenmais. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Da unterwegs keine Einkehrmöglichkeit besteht, soll auch eine Brotzeit mitgenommen werden. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.bb