2011


Während die Bauarbeiten voran schreiten, arbeitet man beim Naturpark mit Hochdruck an der Konzeption der Ausstellungen. Bis Ende 2012 sollen im Kellergeschoss des Grenzbahnhofes das Europäische Fledermauszentrum, im Erdgeschoss eine interaktive Arberausstellung, im ersten Stock ein Wintersportmuseum und Wechselausstellungen sowie im zweiten Obergeschoss ein Museum zum Thema Eisenbahn, Mobilität in Verbindung mit einer Modeleisenbahn im Dachgeschoss entstehen. Für das Fledermauszentrum gibt es nun erste Grafikentwürfe und planerische Vorgaben für die Installation. Der Naturpark möchte hier für den süddeutschen Raum ein Feld neu besetzen. Im Vorfeld hat man sich darüber informiert, wo vergleichbare Einrichtungen sind. Diese sind im süddeutschen Raum dünn gesät. Ein „Highlight“ in Sachen Fledermausschutz und Fledermausinformation ist das „Noctalis“ in Bad Segeberg in der Nähe von Kiel. Dort informiert man in einem eigenen Zentrum der Stadt in unmittelbarer Nachbarschaft zu den großen Kalksteinbrüchen. Die Bereiche dort waren eher durch die Karl May-Festspiele bekannt. Die Stadt suchte nach einem weiteren Standbein, mit Erfolg. In Bayern gibt es nur eine kleinere Ausstellung auf Schloss Herrenchimsee, die Österreicher hatten zur „Europäischen Batnight“ in Lienz in Osttirol ein einem Schloss eine kleinere Ausstellung installiert. Einen richtigen Schwerpunkt gibt es dann nur weit im Südosten, nämlich in einem ungarischen Nationalpark. Für den Bereich Bayerischer Wald-Böhmerwald stellt damit das europäische Fledermauszentrum eine Einzigartigkeit dar. Diese will man auch entsprechend positionieren. Die Gewölbekeller des im Jahr 1872 erbeuten Grenzbahnhofes bilden hierfür ein ideales Ambiente. Das Fachkonzept dazu stammt von Susanne Morgenroth, die den Naturpark bereits seit fast 20 Jahren bei der Fledermausforschung und beim Fledermausschutz begleitet und auch bei allen Bayerwaldlandkreisen keine Unbekannte ist. Die Expertin setzt einen Schwerpunkt auf den heimischen, bayerischen Fledermäusen, es wird aber auch ein Blick über den Tellerrand nach Europa und darüber hinaus gewagt. Die Ausstellungsplanungen schreiten parallel zum baulichen Fortschritt von unten nach oben vorwärts. Bis man die ersten Exponate im Gebäude bewundern kann und der Ausstellungsaufbau beginnt, wird jedoch noch ein Jahr vergehen. So mühsam sind die Vorarbeiten und Recherchen bis hin zu Film- und Bildbeschaffung. Schließlich soll es auch interessante interaktive Aktionen und Hörstationen geben. Wer sich schon vorab näher mit dem Thema Fledermäuse auseinander setzen will, kann dies auf der Naturpark-Internetseite www.fledermaus-bayern.de tun. Gefördert wird das Gesamtprojekt durch die Europäische Union im Rahmen des Programms Ziel 3 aus dem Fördertopf INTERREG IV sowie aus dem Konjunkturpaket II des Bundes. Darüber hinaus unterstützen die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und die Bayerische Sparkassenstiftung, die Bayerische Landesstiftung sowie die Gallinger-Max Stiftung und die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen das Projekt des Naturparks im höchstgelegenen Grenzbahnhof der Bundesrepublik Deutschland.


Am 22. Mai 2011 veranstaltet der Naturpark Bayerischer Wald eine botanische Wanderung im Landkreis Deggendorf. Es gibt eine botanische Exkursion von Leithen nach Faßlehen. Treffpunkt ist am Sonntag, 22.05.2011 um 14:00 Uhr in der Gemeinde Bernried im Ortsteil Leithen, Abzweigung in Richtung Hirschberg vor KFZ Kaiser. Referent ist Gerhard Nagl. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es für alle verständliche botanische Information. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Veranstaltung des Naturparks findet im Rahmen eines bundesweiten Naturerlebniswochenendes am 21. und 22. Mai 2011 mit mehr als 100 Veranstaltungen in den Naturparken im Rahmen der Kampagne „Mein Naturpark!“ statt. Die Naturparke zeigen dabei die Schönheit ihrer Landschaften, die vielfältigen Naturerlebnisangebote z.B. auf Wanderungen, mit dem Fahrrad oder mit dem Kanu und auch ihre Leistungen zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Die Kampagne „Mein Naturpark!“ veranstalten der Verband Deutscher Naturparke (VDN) und die 103 Naturparke in Deutschland in den Jahren 2011 und 2012. Schirmherr ist Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen. Gleichzeitig ist die Veranstaltung ein Beitrag zum bundesweiten Wandertag für die biologische Vielfalt, den das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Bundesumweltministerium (BMU) mit vielen Partnern gemeinsam veranstalten, zu denen der VDN und die Naturparke zählen. Rund um den Internationalen Tag der Biologischen Vielfalt am 22. Mai 2011 finden hier vom 14. Mai bis 26. Juni 2011 zahlreiche Wanderungen und weitere Aktionen statt. Im „Internationalen Jahr der Wälder 2011“ steht der Wandertag zur biologischen Vielfalt unter dem Slogan „Gemeinsam wandern – Vielfalt in Wäldern erleben“. Auf 27 % der Fläche Deutschlands engagieren sich die Naturparke für den Schutz von Natur und Landschaft. Sie spielen aufgrund ihrer großen Flächenausdehnung eine zentrale Rolle für die biologische Vielfalt in Deutschland.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2011 gibt es eine botanische Exkursion von Leithen nach Faßlehen. Treffpunkt ist am Sonntag, 22.05.2011 um 14:00 Uhr in der Gemeinde Bernried im Ortsteil Leithen, Abzweigung in Richtung Hirschberg vor KFZ Kaiser. Referent ist Gerhard Nagl. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es für alle verständliche botanische Information. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2011 gibt es eine wald- und vogelkundliche Exkursion, die auch unter das Thema „Jahr der Wälder gestellt wird“. Treffpunkt ist am Freitag, 20.05.2011 um 19:00 Uhr in der Gemeinde Wiesenfelden im Ortsteil Heilbrunn, am Magdalenenplatz an der Kirche. Referent ist Peter Zach von der Forstdienststelle Konzell. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Im Rahmen der Veranstaltung gibt es Informationen zu den Vögeln, ihren Lebensraum im Wald und zum Gesang. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fernglas mitbringen.


Die Umweltstation Viechtach bietet eine Fortbildung für Vermieter, Touristiker und alle interessierten Naturliebhaber über den Pfahl und die umgebenden Kulturlandschaft an. „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautet der Titel der Exkursion, die vom Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Viechtacher Land veranstaltet wird. Auf touristische Aspekte wie Wanderwege, Info-Materialien, Führungsangebote, Schaustände, Schutzgebote usw. wird dabei ebenso eingegangen. Die kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, den 17.Mai von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz „Großer Pfahl“ an der B85. Referent ist Naturpark-Mitarbeiter Matthias Rohrbacher von der Umweltstation Viechtach. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64. Die Exkursion beginnt am einzigartigen Naturdenkmal „Großer Pfahl“ - Bayerns Geotop Nummer eins - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der ehemalige Quarzbruch mit der „Verladestation“ und „Alten Schmiede“ sind Zeugnisse der einhundertjährigen Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. Am „Klopferplatz“ kann man sich auf die Suche nach Quarzen und Kristallen begeben. Am und im Umfeld des „Großen Pfahl“ liegt das Außengelände der Umweltstation Viechtach. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit seinen beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein Naturweiher den Weg


Flüsse sind die Lebensadern der Natur: Sie sind Heimat vieler faszinierender Tiere und speziell an den Lebensraum angepasster Pflanzen. Menschen dienen sie als Verkehrs- und Transportwege, aber auch zur Erholung. Der Regen, den manche als „Kind des Arbergebiets“ bezeichnen, steht daher im Mittelpunkt der ersten diesjährigen Naturpark-Führung mit Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer. Bei einer Flusswanderung am Sonntag, 15. Mai zwischen Bayerisch Eisenstein und Ludwigsthal können Interessierte viel über Fischotter, Biber, Wasseramsel und Co, über die Pflanzenwelt, aber auch über die wirtschaftliche – historische - Nutzung des Großen Regens erfahren. Treffpunkt der etwa 3,5-stündigen Führung ist um 10:30 Uhr im Naturpark-Infozentrum Grenzbahnhof. Die Anreise mit der Waldbahn wird empfohlen. Bitte denken Sie an eine kleine Brotzeit und an festes Schuhwerk.


Rund vierzig Interessierte hatten sich zur abendlichen Vogelstimmenwanderung in das Riedbachtal eingefunden, die vom Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen und dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. in der Umweltstation Viechtach angeboten wurde. Förster Fritz Reiter führte fachkundig zu den Naturweihern, Hangwäldern und Wiesen im Riedbachtal. Der Referent informierte auch über Lebensweise und Lebensräume der heimischen Vogelwelt. Auf den Bäumen konnten einige Vögel wie Turmfalke oder Halsbandschnäpper erspäht werden. Je später der Abend, umso intensiver erfreute der Vogelgesang die Wanderer. Das Rotkehlchen mit seiner perlend hohen Strophe, die kunstvoll flötende Mönchsgrasmücke oder der trillernde Zaunkönig wechselten sich ab. Einige höhlenbrütende Vögel wie Kleiber oder Waldbaumläufer tippelten auf den grobrindigen Eichen, Erlen und Weiden hin und her. Sie suchten dabei nach Insektennahrung und Bruthöhlen. „Gerade für die Höhlenbrüter sind dicke, alte und stellenweise morsche Bäume in den Wäldern wichtig, da hier bevorzugt die Spechte ihre Höhlen anlegen. Verlassene Spechthöhlen werden wiederum von vielen Vogel- und Fledermausarten genutzt“, berichtete Förster Fritz Reiter über einen naturnahen Wald mit einem gewissen Anteil von Tot- und Altholz. Nach der ca. zweistündigen Exkursion hatten die zufriedenen Wanderer mehr als zwanzig Vogelarten erspäht oder gehört.


Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landschaftspflegeverband Straubing - Bogen hatten zu einer gemeinsamen Botanik - Exkursion zum Bogenberg geladen. Diplom Biologe Heribert Kemmer, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbandes, führte die Teilnehmer am reizvollen Lippweg auf den Bogenberg. Die Donauachse ist ein bedeutender Wanderraum für Pflanzen und Tiere bis aus dem Balkangebiet. Der Donaurandbruch mit Welchenberg, Helmberg, Buchberg und Bogenberg beherbergt bedeutende Lebensräume für mager- und trockenheitsliebende Pflanzenarten wie Küchenschelle oder Sonnenröschen. Die Eichen- und Hainbuchenwälder sind eng mit Schlehen- und Ligusterbuschwerk verzahnt. Auf felsigen und steilen Standorten mit wenig Humusauflage finden sich kleine Trockenrasen. Der sonnenreiche Bogenberg ist auch für die Tierwelt etwas ganz besonderes. Hier finden sich wärmeliebende Tierarten wie Zauneidechse, Schlingnatter oder Schwalbenschwanz. Die geschieferten und zerbrochenen Gesteine des Donaurandbruches zeigen sich am „heiligen Berg Niederbayerns“ in markanten Felsen. Der Bogenberg ist deshalb in die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns aufgenommen. Bei der Wanderung stellte Heribert Kemmer die vielgestaltige Pflanzenwelt vor. Auf trockenen Felsen konnte der Braunstielige Streifenfarn oder der Felsenmauerpfeffer gefunden werden. Während die typischen Frühjahrsblüher wie die Küchenschelle oder der Blaustern bereits am Verblühen waren, spitzten die rosa farbenen Blüten der Karthäusernelke aus dem Blütenkelch leicht hervor. Fingerkraut und Ruchgras säumten den Weg. Die knorrigen Feldulmen mit ihren typischen Korkleisten an der Rinde ließen sich bei der Wanderung gut zeigen. Mehr als vierzig Arten konnte man an diesem Nachmittag entdecken. Zum Schluss bedankte sich Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. beim Referenten Heribert Kemmer und den Teilnehmern.


In diesen Tagen liegt der Frühling in der Luft. Frisches Grün sprießt und treibt aus den Bäumen, Sträuchern und Kräutern. Kräuter und Naturschutz ist das Thema einer Veranstaltung in der Umweltstation Viechtach am kommenden Wochenende. Heimische Kräuter und deren Verwendung für Küche und Gesundheit stehen ebenso auf dem Programm. Die Umweltstation Viechtach wird vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. getragen, der gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz diese Veranstaltung anbietet. Alle beruflich und privat Interessierten sind herzlich eingeladen. Die kostenlose Veranstaltung wendet sich auch an Imker, Gärtner, Land- und Forstwirte, Lehrkräfte, Landschaftspfleger und alle anderen Naturinteressierten. Am Freitag, den 6. Mai wird um 19:30 Uhr ein reich bebilderter Vortrag in der Pfahl-Infostelle im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz angeboten. Dr. Willy Zahlheimer referiert über „Quendel und Augentrost - Naturschutz und Kräuterpädagogik“. Der Diplom Biologe von der Regierung von Niederbayern geht darauf ein, wie Kräuter und Naturschutz zusammen hängen und Kräuterpädagogen und Naturschützer voneinander profitieren können: „Mit dem Rückgang einst verbreiteter Pflanzenarten wird es nicht nur für Kräuterpädagoginnen schwieriger, mit der Verarmung der Flora im Umfeld unserer Siedlungen verlieren wir alle einen Teil unserer Lebensqualität.“ „Heimische Kräuter und deren Verwendung“ ist der Titel einer Kräuterwanderung am Samstag, den 7.Mai. Treffpunkt für die ca. zweistündige Exkursion ist um 14:00 Uhr bei der Streuobstwiese am Schaubienenstand (unterhalb Straße Viechtach nach Tresdorf) im Umfeld des Großen Pfahls. In den heckenreichen Hangwiesen im Riedbachtal sprießen einige Kräuter bereits zeitig im Frühjahr aus dem Boden. Die Kräuterpädagogin und Bio-Bäuerin Agnes Marchl zeigt die vor Ort wachsenden Kräuter. Sie berichtet über die gesundheitsfördernde Heilkraft mancher Kräuter, die auch als Würz- und Nahrungsmittel für die regionale Küche dienen. Kleine Kostenproben, Tipps und praktische Rezepte runden die Kräuterwanderung ab.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2011 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Vogelstimmenwanderung in Außernzell an. Treffpunkt ist am Samstag, 30.04.2011 um 8:00 Uhr an der Naturpark-Infostelle Würzingerhaus im Landkreis Deggendorf. Die Veranstaltung dauert etwa zwei bis drei Stunden. Referent ist der Natur- und Landschaftsführer Frater Ludwig Schingenschlögl von der Abtei Niederalteich. Die Erläuterungen bieten für jeden etwas und ermöglichen auch dem ornithologisch weniger Geübten Vogelstimmen unterscheiden zu lernen. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte Fernglas mitbringen.