Viele Klassen des Förderzentrums Viechtach nahmen in diesem Jahr an den nahezu zwanzig „Natur-Projektaktionen“ der Umweltstation Viechtach teil. Auf dem Programm standen Themen, wie Wiese, Hecke, Wald oder Wasser. Die Schulkinder waren mit Begeisterung beim „Unterricht im Freien“ dabei und freuten sich über die Vielzahl von spielerischen Aktivitäten: Mit Lupen Tiere beobachten, beim Pflanzenrennen Blumen bestimmen oder Tierfährten entdecken, fanden großen Anklang. Mit selbst gebastelten Fangkeschern suchten die Schüler nach kleinen Tierchen im Naturweiher bei der Sporerquetsch. Sie bauten Wildbienenhotels oder Nistkästen, die an geeigneten Stellen aufgestellt wurden. Eine vierte und eine fünfte Klasse übernahmen je eine Baumpatenschaft für einen alten Obstbaum in der Streuobstwiese beim Großen Pfahl. Gerne halfen die Schüler beim Pflegeschnitt ihres Obstbaumes im Frühjahr und freuten sich über das frische Obst bei der Ernte im Herbst. Neben dem Arbeiten und Erleben in der Natur kam auch die Naturinformation nicht zu kurz. Dabei erfuhren die Kinder viel Wissenswertes und Interessantes: die heilende Wirkung von Holunderbeeren und Wiesenkräutern, das spannende Leben von Wald- und Wiesenameisen und vieles mehr. Die älteren Schüler beschäftigten sich als Wasserforscher mit der Wasserqualität im Riedbach oder lernten bei einem Energiequiz Zusammenhänge zwischen Energie und Klima kennen. „Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist eine ganzheitliche Umweltbildung mit Kopf, Herz und Hand ein wichtiges Motto!“, beschreibt Matthias Rohrbacher, Mitarbeiter der Umweltstation, diesen Ansatz in der Bildungsarbeit. Die Umweltstation Viechtach arbeitet in einem vom Umweltministerium geförderten Modellprojekt eng mit dem Förderzentrum Viechtach und den Schullandheimen in Englmar und Habischried zusammen. Die Veranstaltungen orientieren sich auch an den Lehrplaninhalten der Schulen. Dr. Hermine Englmeier, Rektorin des Förderzentrums Viechtach: „Wir nehmen die Angebote sehr gerne an, weil sie vielfältige Naturerfahrungen ermöglichen und das Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt fördern.“ Die gute Zusammenarbeit freut auch Heinrich Schmidt, den ersten Vorsitzenden des Naturparks Bayerischer Wald und Leiter der Umweltstation Viechtach: „Die Kinder und Jugendlichen beschäftigen sich bei diesem Projekt mit der heimatlichen Natur und Landschaft. Was man kennen und schätzen gelernt hat, das hält man auch für schützens- und erhaltenswert. Dies ist ein wichtiger Leitsatz der Umweltbildung!“ Den Schulkindern haben diese Projekttage mit Aktionen viel Spaß bereitet, einige sind am Nachmittag wieder zum Ort des Projekttages zurückgekehrt.

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