„Zukunftsaspekte der Bahn im ländlichen Raum – rosa Brille Illusionen oder echte Perspektiven“ lautet der Titel eines Vortrages in der Umweltstation Viechtach. Der Vortrag findet am Freitag, den 4.November um 19:30 Uhr im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei. Referent ist Prof. Dr. Johannes Klühspies von der Hochschule Deggendorf, Fakultät für Betriebswirtschaft. Der international renommierte Mobilitätsexperte lehrt an der Hochschule über Verkehrsträgermanagement und Tourismusmarketing. In seine Forschungs- und Lehrarbeit bringt er auch langjährige Auslandserfahrungen ein. Beispielsweise arbeitete er in der Schweiz eng mit den Schweizer Bundesbahnen zusammen, die für ihre gute Präsenz auch in ländlichen Regionen bekannt sind. Bei seinem bildreichen Vortrag geht er auf Chancen ein, wie ein Bahnangebot gestaltet werden kann, um gut angenommen zu werden. Die wissenschaftlichen Aspekte für die Reaktivierung von Bahnstrecken – wie zwischen Viechtach und Gotteszell - werden ebenso beleuchtet. Veranstalter des Vortages ist der Naturpark Bayerische Wald e.V.. Der Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt freut sich auf den fachkundigen Vortrag, der bereits Anfang des Jahres mit dem Referenten vereinbart wurde: „Der Bahnverkehr ist ein aktuelles Thema: Der Stundentakt der Waldbahn und das GUTi-Angebot sind Positivbeispiele für die Tourismusförderung in ländlichen Regionen. Die Wanderbahnen im Regental und an der Ilz sind bewundernswerte Privatinitiativen.“ Dabei wiederholt der Naturparkvorsitzende seine Forderung zur Wiederaufnahme des täglichen Bahnverkehrs im Zweistunden-Takt nach Viechtach und für eine Eingliederung in das Netz der Waldbahn. „Eine Anreise mit der Bahn ist nicht nur umweltfreundlich und erholsam, sondern lädt dazu ein, die Natur und Kultur im Bayerwald weiter zu erkunden“, betont Heinrich Schmidt die Bedeutung einer regelmäßigen Bahnverbindung für Tourismus und Regionalwirtschaft. Der Naturpark hat mit der Infostelle am Bahnhof Bogen und dem grenzüberschreitenden Infozentrum in Eisenstein eine enge Beziehung zur Bahn. „Der Grenzbahnhof Eisenstein, den der Naturpark erworben hat, wird gerade mit europäischen Fördermitteln saniert und soll sich zu einem Leuchtturmprojekt für Tourismus und Naturinformation in der ganzen Region entwickeln.“

Zurück