Juni 2026

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Sensen, dengeln und wetzen – nachhaltig mähen mit der Sense

Niederwinkling. Mit der Sense kann der Garten, die Streuobst- oder Blumenwiese ökologisch, lärm- und abgasfrei sowie insektenschonend gepflegt werden. Mit einer gut vorbereiteten und individuell angepassten Sense geht das Mähen spielend leicht. Die Bewirtschaftung der Wiesen und Felder mit der Sense über viele Jahrhunderte hat unsere Kulturlandschaft geprägt wie kein anderes Hand-Werkzeug. Entstanden ist dadurch eine große Dichte an Biodiversität, deren Reste es zu erhalten gilt. In einem Tageskurs mit Sensenlehrer und Bio-Imker Georg Zellner erlernen Sie die grundlegenden Dengelmethoden sowie das Sensenmähen anhand praktischer Übungen mit bereitgestellten Sensen und Profiwerkzeug. Der Kurs findet am Samstag, den 04. Juli von ca. 9:00 bis 17:00 Uhr in Niederwinkling statt und ist auch für Kinder ab 12 Jahren geeignet. Treffpunkt ist beim Freibad in Niederwinkling. Eine Anmeldung ist spätestens bis Donnerstag, den 02.07. um 12 Uhr beim Naturpark Bayerischer Wald unter der Nummer 09922 802480 erforderlich. Die Kursgebühr beträgt 120 € pro Person. Festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung sind erforderlich. Eigene Sensen können mitgebracht werden.

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Literatur und Naturgenuss am Großen Pfahl

Viechtach. Eine literarische Abendwanderung bieten der lichtung verlag und die Naturpark Umweltstation Viechtach gemeinsam mit Schülern des Gymnasiums Viechtach an. An landschaftlich reizvollen Rastplätzen am Großen Pfahl lesen Redakteure des lichtung verlag und Schüler des Gymnasiums literarische Texte. „Quelle für deinen Lebensfluss“ ist das Motto der literarischen Abendwanderung, bei der u.a. Lyrik und Prosa aus Büchern des lichtung verlag präsentiert werden. Für musikalische Momente sorgt Harald Dobler mit seiner Gitarre. Treffpunkt für die ca. zweistündige Abendwanderung ist am Mittwoch, den 24. Juni um 19.00 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl (neben der B 85). Alle Interessierten sind zu dieser Veranstaltung herzlich eingeladen. Als Unkostenbeitrag sind 5 Euro je Teilnehmer vor Ort zu bezahlen. Bitte festes Schuhwerk mitnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Rückfragen dazu unter 0171 336 4125.

Die Abendwanderung ist Teil der Veranstaltungsreihe „Schöpfung und Nachhaltigkeit ist für alle da“, die in diesem Jahr von der Naturpark Umweltstation Viechtach angeboten wird. Das Naturschutzgebiet am Großen Pfahl mit den angrenzenden Steinbrüchen und Pfahlheiden bietet eine angenehme Naturkulisse für die literarische Abendwanderung. Markant ragen hier die Quarzfelsen in die Höhe und ganz in der Nähe wird die Unterstufentheatergruppe des Gymnasiums die Pfahlsage präsentieren.  

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Neue Chance für eine seltene Auenpflanze

Der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V. (LBV) und der Naturpark Bayerischer Wald e. V. haben sich das Ziel gesetzt, gemeinsam den Knoblauch-Gamander in der Gundelau wiederanzusiedeln.

Der stark gefährdete Knoblauch-Gamander (Teucrium scordium) ist eine typische Auenart. Der Lippenblütler ist an Ufer- und Überschwemmungsbereichen anzutreffen, die zeitweise trockenfallen beziehungsweise nur begrenzt überflutet werden. Die Rote-Liste-Art bevorzugt nährstoff- und basenreiche Böden und findet sich in der Aue vor allem auf Streuwiesen sowie in feuchten Mulden und Gräben mit offenen Vegetationsbereichen.

Die LBV-Fläche beherbergt bereits mehr als 40 Rote-Liste-Arten auf einem 12 Hektar großen Komplex aus Wiesenlebensräumen. Sie stellt ein bedeutendes Fauna-Flora-Habitat an der Donau bei Niederalteich dar und bietet durch die frühere Streunutzung, das vielfältige Grabensystem sowie die grundwasserbeeinflussten Wiesen ideale Bedingungen für den Knoblauch-Gamander. Die ausdauernde krautige Pflanze kommt in der näheren Umgebung nur noch an wenigen Wuchsorten im Bereich der Isarmündung vor – sozusagen vis-à-vis der Donau.

Auf ausgewählten LBV-Flächen führt der Verein weitere Wiederansiedlungen von gefährdeten Pflanzenarten durch. Die gezielte Nachzucht stark gefährdeter Pflanzen erfolgt in Kooperation mit der Universität Regensburg. Für die Ansiedlung vor Ort werden Fachkräfte hinzugezogen, die die Aussaat beziehungsweise Einsetzen der Pflanzen übernehmen. In diesem Fall ist dies der Naturpark Bayerischer Wald, der bereits seit Jahrzehnten die Landschaftspflege in der Gundelau erfolgreich koordiniert. Gemeinsam soll nun eine vor Ort verschwundene Pflanzenart wieder in einem typischen Wiesenlebensraum etabliert werden.

Die Landschaftspflegemaßnahmen zur Wiederansiedlung werden im Rahmen des Projekts Blühender Naturpark über die Regierung von Niederbayern als Höhere Naturschutzbehörde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz unterstützt.

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Lebensraum Hochwald am Dreisessel

Passau/Dreisessel: Der Naturpark Bayerischer Wald lädt gemeinsam mit der Ilztalbahn am Sonntag, 21. Juni, zu einer geführten Wanderung durch das Naturschutzgebiet „Hochwald am Dreisessel“ ein. Die rund dreieinhalbstündige Tour beginnt um 10.15 Uhr am Dreisesselparkplatz beim ehemaligen Kassierhäuschen.
Gemeinsam mit Naturpark-Ranger Markus Grünzinger erkunden die Teilnehmer den einzigartigen Lebensraum Hochwald. Im Mittelpunkt stehen seltene Tierarten wie der Urwaldreliktkäfer „ Peltis grossa“ und das Auerhuhn. Der Ranger erläutert, welche Ansprüche diese besonderen Arten an ihren Lebensraum stellen und welchen Herausforderungen sie heute gegenüberstehen. Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Entstehung der markanten Blockschutthalden am Dreisessel.
Die Führung ist kostenlos und eignet sich auch für Familien. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Eine gewisse Grundkondition sowie Trittsicherheit werden ebenfalls vorausgesetzt.
Die Veranstaltung ist Teil der Kooperation zwischen dem Naturpark Bayerischer Wald und der Ilztalbahn, die eine umweltfreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht. Von Passau aus fährt die Ilztalbahn um 7.38 Uhr nach Waldkirchen. Nach der Ankunft gegen 8.38 Uhr am Bahnhof Waldkirchen besteht ein direkter Anschluss mit dem Bus in Richtung Dreisessel um 8:47 Uhr. Nach der Führung geht der Bus um 14:45 Uhr zurück nach Waldkirchen und um 16:44 Uhr die Ilztalbahn weiter nach Passau.
Eine Anmeldung ist bis Freitag, 19. Juni, 12 Uhr, bei Markus Grünzinger unter Telefon 0151/22090210 erforderlich.

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Fahrt mit der Ilztalbahn und Naturpark-Wanderung begeistert Teilnehmende 

Röhrnbach/Waldkirchen.
Auf großes Interesse stieß die gemeinsame botanische Wanderung der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen, des Hauses der Natur, Kultur, Kunst und Jugend und der Ilztalbahn. Insgesamt 23 Teilnehmende machten sich zunächst mit der Ilztalbahn auf den Weg von Waldkirchen nach Röhrnbach. Als große Besonderheit fuhr der historische Schienenbus, der ein Eisenbahn-Erlebnis wie in den 1950er und 1960er Jahren bei herrlicher Naturkulisse durch das Osterbachtal bot.

Im Mittelpunkt standen die verschiedenen Wiesentypen des Bayerischen Waldes und ihre charakteristischen Pflanzenarten. Auf nährstoffreichen Fettwiesen konnten typische Arten wie Wiesenkerbel und Scharfer Hahnenfuß beobachtet werden, die auf eine gute Nährstoffversorgung und eine intensivere landwirtschaftliche Nutzung hinweisen. Deutlich artenreicher präsentierten sich die extensiv bewirtschafteten mageren Mähwiesen. Dort wurden unter anderem Ruchgras, Glatthafer, Blutwurz, Heidenelke, Margerite und Glockenblumen vorgestellt. Diese Arten gelten als Zeiger für nährstoffarme Standorte und eine schonende Bewirtschaftung mit geringer Düngung und wenigen Schnitten im Jahr. Unter anderem war als weiterer Standpunkt die Mädesüß-Hochstaudenflur entlang feuchter Bach- und Grabenränder. Hier beeindruckte besonders der Waldgeißbart, eine typische Art naturnaher, frischer bis feuchter Standorte. Die Teilnehmenden erfuhren dabei, wie Pflanzenarten wertvolle Hinweise auf Bodenverhältnisse, Feuchtigkeit und die Art der Bewirtschaftung geben und weshalb der Erhalt extensiv genutzter Wiesen für die Artenvielfalt von großer Bedeutung ist.

Ein herzlicher Dank galt auch Hans Madl-Deinhart und dem Kreis der ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Ilztalbahn für die gelungene Kooperation. Die durchweg positiven Rückmeldungen der Teilnehmenden zeigten, dass das Zusammenspiel aus Naturerlebnis, botanischem Fachwissen und die Fahrt mit der Ilztalbahn hervorragend ankam und weckte bei vielen die Lust, künftig weitere Naturpark-Wanderungen mit der Ilztalbahn zu unternehmen. Möglichkeiten dazu wird es an den Sonntagen 21. Juni, 12 Juli, 19. Juli und 4. Oktober geben.

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Unterwegs zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See

Waldkirchen.

Wer am Erlauzwieseler See spazieren geht, der kann ein für den Bayerischen Wald eher seltenes Weidetier beobachten. Es ist braunschwarz, hat eine imposante Gestalt, halbkreisförmig abgeflachte Hörner und suhlt sich gerne im Matsch: der Wasserbüffel. Am Erlauzwieseler See haben sie einen ganz besonderen Auftrag. Sie sind die Vielfaltmacher der dortigen Auwiesen. Die extensive Beweidung durch die Wasserbüffel hat in den vergangenen Jahren bereits sichtbare Erfolge gezeigt: Die Artenvielfalt auf den Auwiesen konnte deutlich gesteigert werden, insbesondere bei seltenen Pflanzenarten, die von den vielfältigen Strukturen und offenen Flächen profitieren.“

Über die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen werden auch dieses Jahr wieder Führungen zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See angeboten. Jeden 3. Freitag im Monat von Juni bis September, also an den Terminen 19.06.; 17.07.; 21.08. und 18.09. geht es zu den Wasserbüffeln. Die Informationen kommen dabei aus erster Hand, vom Büffelhalter Helmut Schmutzer aus Kronwinkel. Er wird im Wechsel mit Bernd Kannenberg, der Schmutzer bei der Betreuung der Büffel am Erlauzwieseler See unterstützt, viel Spannendes und Wissenswertes über diese gutmütigen Riesen vermitteln.

Treffpunkt ist jeweils um 16.00 Uhr am öffentlichen Parkplatz beim Restaurant am See am Erlauzwieseler See. Die Führung dauert ca. 1,5 Std. und ist kostenlos. Anmeldung erforderlich jeweils bis Freitag um 12.00 Uhr bei der Touristinfo Waldkirchen unter Tel.: 08581 19433. Die erste Führung wird am Freitag, den 19. Juni 2026 stattfinden.

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Blühender Naturpark

Schmetterlinge wie Perlmuttfalter, Wiesenknopf-Ameisenbläuling oder das Schachbrett tummeln sich auf den zahlreichen Blüten von Wiesenmargerite, Heilziest, Glockenblume und Co. Eine artenreiche Wiese bietet neben der bunten Blütenpracht, Lebensraum und Nahrungsquelle und bewahrt die ursprüngliche Vielfalt unserer heimischen Flora und Fauna.
Wenn Sie sich fragen, wie Sie mehr Artenreichtum auf Ihre Wiese bringen und wie das genau funktionieren soll, lädt Sie die Koordinatorin vom Projekt Blühender Naturpark zu einer Führung in Viechtach im Landkreis Regen ein.
Am 19.06.2026 ab 16:00 Uhr erläutert Andrea Rinke vom Naturpark Bayerischer Wald e. V. für ca. 1,5 Stunden an einer bereits artangereicherten Wiese, welche landschaftspflegerischen Methoden angewendet werden, damit sich verschwundene Arten wieder ansiedeln und wie man den zurückgewonnenen Artenreichtum langfristig erhält.
Die Veranstaltung ist kostenlos und wendet sich an alle Interessierten. Um Anmeldung bis zum 18.06. unter 09922 802480 wird gebeten. Bei schlechtem Wetter entfällt die Veranstaltung.
Der Treffpunkt liegt am Anwesen Wiesing 2, Viechtach OT Wiesing, https://v.bayern.de/LRbKg
Das Projekt Blühender Naturpark wird durch die Regierung von Niederbayern, Höhere Naturschutzbehörde mit Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz, sowie dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert und von der Europäischen Union kofinanziert.

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Projekttag Astronomie

Kirchdorf i.Wald. In den letzten beiden Wochen vor den Pfingstferien stand an der Grundschule Kirchdorf im Wald das Thema Astronomie im Mittelpunkt. Im Rahmen des INTERREG-Projekts „Stella mundi“, bei dem am Eschenberg eine große, öffentlich und barrierefrei zugängliche Sternwarte entstehen soll, veranstaltete der Naturpark Bayerischer Wald gemeinsam mit seinem Partnerverein, der „Astronomischen Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald“, mehrere Projekttage zum Thema Astronomie an der Schule.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Schule das Gelände der zukünftigen Sternwarte zweimal besucht, einmal im Rahmen des Wandertags und einmal zu einer Beobachtungsnacht, zu der die gesamte Schulfamilie eingeladen war. Daraus entstand bei Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern der Wunsch nach weiteren Projekttagen, bei denen sich die Kinder noch intensiver mit der Astronomie beschäftigen können.
An insgesamt vier Tagen besuchten Erich Keller und Franz Maximilian Zwiebel, Mitglieder der Astronomischen Vereinigung Mittlerer Bayerischer Wald, gemeinsam mit Naturpark-Ranger Emanuel Hackl die vier Klassen der Grundschule und widmeten jeweils einen Schultag der Reise durch den Weltraum.
Zu Beginn konnten die Kinder mithilfe verschiedener interaktiver Experimente die Funktionsweise und den Aufbau von Teleskopen kennenlernen. Im Mittelpunkt standen dabei das Linsen- und das Spiegelteleskop. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie die einzelnen Linsen und Spiegel in den Teleskopen funktionieren und konnten anhand von Versuchsaufbauten selbst experimentieren, wie diese Bauteile Lichtstrahlen beeinflussen und uns das Beobachten der Himmelsobjekte ermöglichen.
Nachdem die Kinder die grundlegenden Funktionen der Teleskope verinnerlicht hatten, konnten sie die Sterne und den Mond in den Fokus nehmen. Gemeinsam mit den Experten und dem Naturpark-Ranger bastelten die Kinder eigene Sternkarten und lernten, sich am Nachthimmel zu orientieren. Anschließend beschäftigten sich die Klassen mit unserem Erdtrabanten. Mithilfe verschiedener Modelle konnten die Schülerinnen und Schüler die Entstehung der Mondphasen nachvollziehen sowie Experimente zur Entstehung von Mondkratern durchführen.
Zwischen den Experimenten und interaktiven Aktionen nutzten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit und stellten den Experten diverse Fragen zu den verschiedenen Objekten im Weltraum, zur Entstehung unseres Sonnensystems, bis hin zu Schwarzen Löchern und noch vieles mehr.
Die Projekttage stießen bei den Schülerinnen und Schülern auf große Begeisterung und weckten bei vielen Kindern noch stärker das Interesse an der Astronomie. Mit Blick auf die geplante Sternwarte am Eschenberg soll die Zusammenarbeit mit der Grundschule künftig weiter ausgebaut werden.

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Festakt 35 Jahre Wiederaufnahme Zugbetrieb am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein

Am Dienstag, den 02.06.1991 stellte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl das Signal auf „Freie Fahrt“. Vor genau 35 Jahren rückte der Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein wieder in die Mitte Europas. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. als Eigentümer des Grenzbahnhofes und Betreiber der ersten grenzüberschreitenden Umweltstation in Bayern erinnerte an dieses denkwürdige Ereignis mit einem Festakt.

Zu Beginn begrüßte der Naturpark-Vorsitzende Georg Bauer alle geladenen Gäste, ganz besonders die aus der Tschechischen Republik angereist waren und speziell den Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter, sowie den Stellvertreter des Hauptmanns für Verkehr beim Bezirk Pilsen.

In seiner Festansprache betonte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter die wichtige Bedeutung der Eisenbahn und des Miteinanders hier an der Nahtstelle Europas. „Die Bahnstrecke war ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und ein Wirtschaftsmotor für die Region. Ihre Freigabe vor dreieinhalb Jahrzehnten ist ein bedeutendes Symbol für die Überwindung des Eisernen Vorhangs und für das Zusammenwachsen Europas gewesen. Jeder einzelne Zug seither steht für das bayerisch-tschechische Miteinander“, so der Minister, der zudem erklärte, sich noch in diesem Monat erstmals mit dem neuen tschechischen Verkehrsminister Ivan Bednárik treffen zu wollen. „Wir wollen entlang der Grenze und über die Grenze hinweg noch bessere, zukunftsfähigere und emissionsfreie Schienenverbindungen. Hier im Bayerwaldnetz stellen wir bereits ab Dezember 2034 auf umweltschonende und leistungsfähige Akku-Züge um. Damit wird die ganze Region zum Vorreiter im Freistaat“, betonte Bernreiter.

Eine kurze Ansprache folgte dann von Pavel Cicek, den stellvertretenden Hauptmann für Verkehr vom Bezirk Pilsen. Es folgten Grußworte, des Regener Landrats Dr. Ronny Raith, von MdL Martin Behringer aus dem Bayerischen Landtag, des Bürgermeister Filip Smola aus Zelezna Ruda und des stellvertretenden Bürgermeisters Thomas Müller aus Bayer. Eisenstein. Eugen Rubinstein sprach danach ein kurzes Grußwort für die Länderbahn und ging als Zuständiger auf die Waldbahn ein.

Anschließend präsentierte Hartwig Löfflmann Fotos aus der damaligen Zeit. Auch einige Zeitzeugen, wie z.B. Altbürgermeister Josef Gabriel und Ivan Kalina trugen mit Ihren Erinnerungen zum Gelingen der Feierstunde bei.

Draisinenfahrten gab es auf Gleis 1 von Ingenieur Vaclav Zahradka für Interessierte. Zahradka präsentierte zudem ein neues Buch über Draisinen. Die Waldbahn war mit einem Infostand und einem Kinderprogramm mit Bastelbögen vertreten. Kinder konnten darüber hinaus unter Anleitung der Naturpark-Mitarbeiterinnen Fledermäuse basteln und Fledermausbretter zusammenbauen. Durch die NaturparkWelten-Ausstellung führte im Anschluss Hartwig Löfflmann.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von den Arberschrammeln.

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E-Bike-Tour entlang des ehemaligen Wimmerkanals

Waldkirchen.
Der "Wimmerkanal" entstand 1805 und sollte der Holzdrift dienen. Er sollte sämtliche Bachoberläufe des Ilzer Triftsystems zusammenfassen und das Holz über die Erlau zur Donau leiten. Er wurde größtenteils wieder verfüllt, aber in den Wäldern lassen sich noch alte Zeugnisse finden.

Die Vereine Pro Nationalpark, Haus der Natur, Kultur, Kunst und Jugend (HNKKJ) und die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen laden gemeinsam zu einer geführten E-Bike-Tour am Sonntag, den 14.06.2026 ein. Es handelt sich zudem um eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Freyung-Grafenau. Bei der nun vierten Spurensuche des ehemaligen Wimmerkanals wird der Abschnitt entlang des Saußbachs und der Erlau bis in den Raum Hauzenberg, und von dort über Jandelsbrunn zurück, erkundet.

Geleitet wird die Führung von Martin Stadler vom Verein Pro-Nationalpark, der in vielen Stunden den Wimmerkanal erkundet hat, und Günter Obermüller vom HNKKJ. Die Radtour beginnt um 10.00 Uhr und dauert etwa 5 Stunden. Der genaue Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Die Radtour ist mit etwa 50 Kilometern und rund 500 Höhenmetern als anspruchsvoll einzustufen. Die Fahrradtour ist für E-Bikes vorgesehen. Teilnahme mit einem normalen Fahrrad ist nur nach Rücksprache möglich. Bitte an wetterangepasste Kleidung, sowie Brotzeit und Getränke denken. Ein Fahrradhelm ist Pflicht. Eine Anmeldung ist bis Freitag, 12.06.2026 um 12 Uhr bei Günter Obermüller per Email: guenter.obermueller@gmx.de oder unter: 08581 987981 erforderlich.

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