Festakt 35 Jahre Wiederaufnahme Zugbetrieb am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein

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Bayerischer Verkehrsminister Christian Bernreiter zu Gast

Am Dienstag, den 02.06.1991 stellte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl das Signal auf „Freie Fahrt“. Vor genau 35 Jahren rückte der Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein wieder in die Mitte Europas. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. als Eigentümer des Grenzbahnhofes und Betreiber der ersten grenzüberschreitenden Umweltstation in Bayern erinnerte an dieses denkwürdige Ereignis mit einem Festakt.

Zu Beginn begrüßte der Naturpark-Vorsitzende Georg Bauer alle geladenen Gäste, ganz besonders die aus der Tschechischen Republik angereist waren und speziell den Bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter, sowie den Stellvertreter des Hauptmanns für Verkehr beim Bezirk Pilsen.

In seiner Festansprache betonte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter die wichtige Bedeutung der Eisenbahn und des Miteinanders hier an der Nahtstelle Europas. „Die Bahnstrecke war ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und ein Wirtschaftsmotor für die Region. Ihre Freigabe vor dreieinhalb Jahrzehnten ist ein bedeutendes Symbol für die Überwindung des Eisernen Vorhangs und für das Zusammenwachsen Europas gewesen. Jeder einzelne Zug seither steht für das bayerisch-tschechische Miteinander“, so der Minister, der zudem erklärte, sich noch in diesem Monat erstmals mit dem neuen tschechischen Verkehrsminister Ivan Bednárik treffen zu wollen. „Wir wollen entlang der Grenze und über die Grenze hinweg noch bessere, zukunftsfähigere und emissionsfreie Schienenverbindungen. Hier im Bayerwaldnetz stellen wir bereits ab Dezember 2034 auf umweltschonende und leistungsfähige Akku-Züge um. Damit wird die ganze Region zum Vorreiter im Freistaat“, betonte Bernreiter.

Eine kurze Ansprache folgte dann von Pavel Cicek, den stellvertretenden Hauptmann für Verkehr vom Bezirk Pilsen. Es folgten Grußworte, des Regener Landrats Dr. Ronny Raith, von MdL Martin Behringer aus dem Bayerischen Landtag, des Bürgermeister Filip Smola aus Zelezna Ruda und des stellvertretenden Bürgermeisters Thomas Müller aus Bayer. Eisenstein. Eugen Rubinstein sprach danach ein kurzes Grußwort für die Länderbahn und ging als Zuständiger auf die Waldbahn ein.

Anschließend präsentierte Hartwig Löfflmann Fotos aus der damaligen Zeit. Auch einige Zeitzeugen, wie z.B. Altbürgermeister Josef Gabriel und Ivan Kalina trugen mit Ihren Erinnerungen zum Gelingen der Feierstunde bei.

Draisinenfahrten gab es auf Gleis 1 von Ingenieur Vaclav Zahradka für Interessierte. Zahradka präsentierte zudem ein neues Buch über Draisinen. Die Waldbahn war mit einem Infostand und einem Kinderprogramm mit Bastelbögen vertreten. Kinder konnten darüber hinaus unter Anleitung der Naturpark-Mitarbeiterinnen Fledermäuse basteln und Fledermausbretter zusammenbauen. Durch die NaturparkWelten-Ausstellung führte im Anschluss Hartwig Löfflmann.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von den Arberschrammeln.

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