2010


Die Umweltstation Viechtach bietet eine Fortbildung für Vermieter, Touristiker und alle interessierten Naturliebhaber über den Pfahl und die umgebenden Kulturlandschaft an. „Großer Pfahl und Kulturlandschaft – der grüne Mantel des weißen Quarzriffs“ lautet der Titel der Exkursion, die vom Naturpark Bayerischer Wald in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Viechtacher Land veranstaltet wird. Auf touristische Aspekte wie Wanderwege, Info-Materialien, Führungsangebote, Schaustände, Schutzgebote usw. wird dabei ebenso eingegangen. Die kostenlose Veranstaltung findet am Dienstag, den 11.Mai von 15:00 bis 17:00 Uhr statt. Treffpunkt ist am Parkplatz „Großer Pfahl“ an der B 85. Referent ist Naturpark – Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64. Die Exkursion beginnt am einzigartigen Naturdenkmal „Großer Pfahl“ - Bayerns Geotop Nummer eins - mit seinen hoch aufragenden Quarzriffen und beweideten Pfahlheiden. Der ehemalige Quarzbruch mit der „Verladestation“ und „Alten Schmiede“ sind Zeugnisse der einhundertjährigen Abbaugeschichte des Pfahls in Viechtach. Am „Klopferplatz“ kann man sich auf die Suche nach Quarzen und Kristallen begeben. Am und im Umfeld des „Großen Pfahl“ liegt das Außengelände der Umweltstation Viechtach. Eine vielfältige und sanft gepflegte Kulturlandschaft findet sich im angrenzenden Riedbachtal mit seinen beschaulichen Bachwiesen und knorrigen Hangwäldern. Am „Erlebnislehrpfad Kulturlandschaft“ säumen heckenreiche Streuobstwiesen, ein Schaubienenstand und ein Naturweiher mit einer Eisvogelwand den Weg. Hier gibt es viele Angebote, sich über die Natur zu informieren und die Natur zu erleben.


Nordic Walking ist eine der beliebtesten sogenannten „Natursportarten“. Das gleichmäßige Gehen mit zwei Stöcken eignet sich hervorragend zum Stressabbau. Viele Nordic Walker berichten, dass besonders bei diesem Ausdauersport der „Geist frei“ wird und die Natur besonders intensiv erfahren wird. Trotz des regnerischen Wetters folgten daher letzten Sonntag zehn naturbegeisterte Nordic Walker der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald, zusammen mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer eine naturkundliche Führung in den unteren Hangbereichen des Großen Arbers zwischen Bayerisch Eisenstein und der Grafhütte mit Nordic Walking zu verbinden. Dass der Frühling in dieser Lage bereits eingekehrt ist, konnte die Gebietsbetreuerin vor allem daran zeigten, dass die besonders geschützte Soldanella, die in Deutschland nur im Bayerischen Wald und im Isarwinkel vorkommt, hier bereits blüht. Aber auch über „Allerweltsplanzen“, wie die Heidelbeere wusste die Arbergebietsbetreuerin Interessantes zu berichten: Heidelbeeren sind sogenannte „Säureanzeiger“, d.h. sie wachsen nur dort, wo das Gestein und der Boden sauer sind. In Gebieten, wo das Gestein basisch ist, wie z.B. im Frankenjura oder in den Kalkalpen, fehlen sie daher. Andererseits sind typische Frühlingsbote dieser Kalkgebiete – wie z.B. das Leberblümchen - im von Gneisen und Graniten geprägten Bayerischen Wald nicht zu finden. Aber auch Bäume erzählen durch ihre Wuchsform Geschichten: So kann der sichelförmige Wuchs knapp oberhalb des Bodens bei manchen Bäume an Berghängen entweder zeigen, dass hier vor Jahren einmal ein Hangrutsch stattfand oder dass der Baum an dieser Stelle besonders unter dem Schneedruck zu leiden hatte. Am Ziel der knapp vierstündigen Rundwanderung konnte die Gebietsbetreuerin der Gruppe am Grenzbahnhof noch eine „tierische Besonderheit“ zeigen: Die vom Biber gestaltete Flusslandschaft am Großen Regen. Und so waren sich die Teilnehmer dieser Führung einig: Von allen Natursportarten ist Nordic Walking neben dem Wandern wohl am besten dazu geeignet, Natur intensiv zu erleben und gleichzeitig viel Spannendes über sie zu lernen.


Das schöne Wetter war sicher mit ein Grund für die Wanderer, die der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald e.V. zusammen mit Karel Kleyn, zu einer botanischen Frühjahrsexkursion ins Ilztal gefolgt waren. Unter der Führung des Gebietsbetreuers Stefan Poost, wanderten die knapp 50 Teilnehmer vom Schlossparkplatz Fürsteneck über den Burgberg zur Wolfsteiner Ohe und weiter zur Ilz. Neben vielen Frühblühern waren auch schon die ersten Aurorafalter und Ringelnattern aktiv, denen die Temperatur von gut 20 Grad den ersten richtigen Aktivitätsschub verpasste. Bitteres Schaumkraut, auch als falsche Brunnenkresse bekannt, Leberblümchen und Schlüsselblumen konnten bewundert werden. Die richtigen Highlights des Ilztales, das Weiche Lungenkraut oder der Straussfarn sind gerade aus dem Winterschlaf erwacht. Wer die Frühlingsplatterbse noch sehen will, muss sich beeilen. Nur wenige Tage im Frühjahr erfreut diese Pflanze mit ihren filigranen Blüten den Wanderer, der auch ein Auge dafür haben muss, wenn er nicht einfach daran vorbeilaufen will. Natürlich waren auch die standortsfremden Fichtenforste im Überschwemmungsbereich der Ilz wieder ein Thema, unter deren Kronen nur ein relativ artenarmer Moos- und Sauerkleebestand sein da sein fristet. Wer zur Zeit an der Ilz wandert und die vielen Ausblicke auf das fließende Wasser genießt, kann sich kaum vorstellen, dass im Hochsommer ein dichter, oft übermannshoher Neophytenbestand aus Schlitzblättrigem Sonnenhut und Indischem Springkraut die Begleitflora der Ilz bilden und einen direkten Blick auf die „Schwarze Perle des Bayerwaldes“ oft nicht mehr zulassen. Tausende und abertausende Keimblätter des Indischen Springkrautes bereiten sich gerade vor, innerhalb kürzester Zeit zu ihrer wahren Größe zu entfalten. Die schöne und kurze Zeit der Frühblüher an der Ilz geht mit dem Laubaustrieb der Bäume zu Ende. Nach gut zwei Stunden erreichten die Teilnehmer wieder das Schloss Fürsteneck und ließen sich in der neuen Naturpark Infostelle noch zusätzliche Informationen über den Naturpark, das Ilztal und das Ilzeinzugsgebiet geben.


Rund 25 Interessierte hatten sich zur abendlichen Vogelstimmenwanderung in das Riedbachtal eingefunden, die vom Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen und dem Naturpark Bayerischer Wald e.V. in der Umweltstation Viechtach angeboten wurde. Förster Fritz Reiter führte fachkundig zu den Naturweihern, Hangwäldern und Wiesen im Riedbachtal. Der Referent informierte auch über Lebensweise und Lebensräume der heimischen Vogelwelt. Auf den noch blattlosen Bäumen konnten einige Vögel wie Turmfalke, Gebirgsstelze oder Laubsänger erspäht werden. Je später der Abend, umso intensiver erfreute der Vogelgesang die Wanderer. Das Rotkehlchen mit seiner perlend hohen Strophe, die kunstvoll flötende Mönchsgrasmücke oder der trillernde Buchfink wechselten sich ab. Einige höhlenbrütende Vögel wie Kleiber, Sumpf- und Blaumeise trippelten auf den grobrindigen Eichen, Erlen und Weiden hin und her. Sie suchten dabei nach Insektennahrung und Bruthöhlen. „Gerade für die Höhlenbrüter sind dicke, alte und stellenweise morsche Bäume in den Wäldern wichtig, da hier bevorzugt die Spechte ihre Höhlen anlegen. Verlassene Spechthöhlen werden wiederum von vielen Vogel- und Fledermausarten genutzt“, berichtete Förster Fritz Reiter über einen naturnahen Wald mit einem gewissen Anteil von Tot- und Altholz. Bei der Wanderung wurde ein Buntspecht beobachtet, als er gerade in das dürre Kronenholz einer dicken alten Eiche eine Höhle hämmerte. Nach der ca. zweistündigen Exkursion hatten die zufriedenen Wanderer mehr als 25 Vogelarten erspäht oder gehört.


Nordic Walking wird immer beliebter: Nicht nur, weil man mit dem richtigen Stockeinsatz bis zu 90 % der Muskeln trainiert und gleichzeitig die Gelenke um 30 % entlastet, sondern vor allem, weil Nordic Walking hervorragend zum Stressabbau geeignet ist. Da sich bei diesem Ausdauersport das „Naturerwachen“ im Frühjahr am Berg besonders intensiv erfahren lässt, lädt der Naturpark Bayerischer Wald alle an der Natur interessierte Nordic Walker zu einer vierstündigen naturkundlichen Nordic Walking-Tour mit Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer ein. Treffpunkt der etwa vierstündigen mittelschweren Tour in den unteren Hangbereichen des Arbers ist am Sonntag, den 02.05.10 um 10:30 Uhr im Naturpark-Infozentrum Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein. Die Teilnehmer sollten ihre eigenen Stöcke sowie ausreichend zu trinken mitbringen. Bequemes, wettergerechtes Schuhwerk wird empfohlen. Die Anreise mit der Waldbahn wird empfohlen.


Interessante Vorträge und Vorführungen standen beim Seminar „Wildblumen und blühende Landschaften“ in der Umweltstation Viechtach auf dem Programm. Nahezu neunzig Teilnehmer haben an den Veranstaltungen des zweitägigen Seminars teilgenommen, das vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz und dem Imkereiverein Viechtach angeboten wurde. Referentin Barbara Heydenreich vom „Netzwerk blühende Landschaften“ berichtete in ihrem Vortrag über „Blühende Landschaften als Lebensgrundlage für Pflanze, Tier und Mensch“. Ein Drittel der Lebensmittel für den Menschen sind von der Bestäubungsleistung blütenbesuchender Insekten abhängig. Ohne diese Insekten können diese Nahrungspflanzen keine Früchte entwickeln. Honigbienen fliegen bis zu fünf Kilometer auf der Suche nach Nektar und Pollen. Dabei konzentrieren sie sich gerne auf Massentrachten wie Rapsfelder oder Löwenzahnwiesen. „Das Bienensterben kann auch zu Ertragseinbußen führen. Obstbäume werden zu rund achtzig Prozent von Honigbienen bestäubt“, schildert Gartenbau-Ingenieurin Barbara Heydenreich diese enorme Leistung der staatenbildenden Honigbienen. Bei Wildpflanzen sorgen dagegen meist andere Insekten für die Bestäubung und Samenbildung. Hummeln, Schmetterlinge, Käfer und die einzeln lebenden Wildbienen sind bei der Wildflora aktiv. Manchmal kann eine ganz bestimmte Wildbiene nur eine einzelne Pflanzenart befliegen. Insekt und Pflanze sind dann aufeinander angewiesen. In der heutigen Landschaft fehlt oft schon im Juni ein ausreichendes Nahrungsangebot für die Blütenbesucher. Das Netzwerk blühende Landschaften setzt sich daher für eine Vielfalt von Blüten in Gärten und in der Landschaft ein. Im zweiten Vortrag berichtete Dr. Willy Zahlheimer, Diplom Biologe bei der Regierung von Niederbayern, über attraktive heimische Wildpflanzen für Gärten und Anlagen. „Natur in den Garten durch heimische Wildpflanzenarten – nach diesem Motto kann man für den Naturschutz etwas tun“, unterstricht er den Wert von Gärten und Anlagen für den Naturschutz. Wer Pflanzenarten aus der Region verwendet, bewahrt auch das regionale Erbgut. Viele bunt blühende Arten bieten sich dabei an: Blutweiderich, Weidenröschen, Hahnenfuß, Heckenrose und viele mehr sind nicht nur attraktive Pflanzen, sondern auch ein wichtiges Nahrungsangebot für die Blütenbesucher. Außerhalb von Naturschutzgebieten können sehr häufige Arten auch vereinzelt ausgegraben werden. Eine Entnahme von einzelnen Exemplaren von nicht geschützten Arten für den Eigenbedarf ist grundsätzlich möglich. Im Zweifelsfall sollte man beim Landratsamt nachfragen. Referent Dr. Zahlheimer schilderte ausführlich, wie man die heimischen Pflanzen wieder standortsgerecht ansäen kann. Dabei bieten sich sogenannte Naturgemische an: Mahdgut aus artenreichen Blumenwiesen wird nach der Samenreife auf die neu zu schaffende Wiese übertragen. Der keimende Samen bildet hier eine ähnliche Vegetation wie auf der Spenderfläche. Dazu müssen aber die Standortsverhältnisse wie Feuchtigkeit, Nährstoffgehalt oder Licht vergleichbar sein. Gerade auf feuchteren Streuwiesen hat sich das Ausrechen des Streufilzes im Frühjahr bewährt. Mit dem moosreichen Rechengut können die schlummernden Samen auf die neu anzusäende Fläche ausgebracht werden. Referent Dr. Zahlheimer plädierte für eine „Dorfwiese“, bei der typische heimische Arten wachsen oder angesät werden. Hier können die Menschen wieder leichter einen Bezug zur Natur vor der Haustüre finden. In der Streuobstwiese beim Schaubienenstand am Großen Pfahl fand der Praxisteil des Seminars statt. Hier konnten die Teilnehmer Wildbienenhotels bauen und sich über Vogel- und Fledermauskästen informieren. Für die Kinder war eine gerade in Pflege befindliche Fledermaus, die dabei gezeigt wurde, besonders interessant. Kleine Infostände vom LBV, Netzwerk Blühende Landschaften, Imkereiverein und Naturpark rundeten das Angebot ab. Um Wildsaatgut zu gewinnen, wurde die im Sommer blumenreiche Streuobstwiese mit einem Rechen durchkämmt. Das moosreiche Rechengut nahmen einige Teilnehmer zum Aussäen für die eigene Wiese mit.


Eine abendliche Vogelstimmenwanderung in der Umweltstation Viechtach bieten der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und der Landesbund für Vogelschutz Kreisgruppe Regen an. Die Wanderung wird von Fritz Reiter geführt, der als Förster und Ornithologe mit der heimischen Vogelwelt gut vertraut ist. Treffpunkt für die zweistündige Exkursion ist am Samstag, den 24. April um 17:30 Uhr am Parkplatz unterhalb der Sporer-Quetsch am Beginn des Radweges von Viechtach nach Tresdorf. Im Riedbachtal findet sich eine bunte Vielfalt an Lebensräumen für viele Vogelarten. In den knorrigen Hangwäldern, weiträumigen Naturweihern, heckenreichen Streuobstwiesen und beschaulichen Bachwiesen lebt gerade abends der Gesang der Vögel wieder auf. Mehr als dreißig Vogelarten konnten bei den bisherigen Vogelstimmenexkursionen bestimmt werden. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen Veranstaltung für Groß und Klein herzlich eingeladen. Rückfragen unter 09942 – 90 48 64 an die Umweltstation Viechtach. Mit etwas Glück kann man bei der Wanderung auch den am Riedbach heimischen Eisvogel entdecken. Während seines pfeilschnellen Fluges lässt er einen hohen Ruf – ähnlich einem klirrenden „tjiih“ – ertönen. Der Eisvogel, der auch „fliegender Edelstein“ oder „Kolibri Europas“ genannt wird, zeigt ein überwältigendes Farbenspiel mit Blau- und Türkistönen im Gefieder.


Etwa siebzig Wanderer waren unterwegs zu einer naturkundlichen Exkursion in die Dießensteiner Leite. Eingeladen hatte der Naturpark Bayerischer Wald e.V. mit dem Gebietsbetreuer des Ilztales, Stefan Poost. Von der Schneidermühle ging es ilzaufwärts. Am Rande der Wildwasserregatta an der Ilz wollte der Naturpark ganz bewusst über die Natur im Ilztal und deren Gefährdungen informieren und über den Sinn von Ge- und Verboten aufklären. Aufgrund des langen und kalten Winters ließen sich die ersten Frühlingsboten nur spärlich blicken. Buschwindröschen und Schlüsselblume zeigten sich zaghaft am Wegesrand. Kraftvoll und mit großem Getöse wälzten sich dagegen die Wassermassen talabwärts, die von der Schneeschmelze in den Hochlagen herrühren. Auf der ganzen Strecke bis zum Eingang in die Dießensteiner Leite unterhalb Ellersdorf waren noch die Spuren des Sturmes Felix vom vergangenen Mai sichtbar. Vielerorts waren die Sturmschäden bereits aufgearbeitet, aber auch liegengelassene und gebrochene Bäume säumten noch den Wanderweg. So konnte den Teilnehmern auch die Gefahr und Entwicklung eines möglichen Borkenkäferbefalls erläutert werden.


In diesen Tagen liegt der Frühling in der Luft, die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf und überall sprießt und grünt es. Das lädt ein, selbst in der Natur aktiv zu werden und für die heimischen Tiere und Pflanzen etwas zu tun. Das Seminar „Wildblumen und blühende Landschaften“ der Umweltstation Viechtach bietet dazu Vorträge und Exkursionen an. Die Umweltstation Viechtach wird vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. getragen, der gemeinsam mit dem Landesbund für Vogelschutz und dem Imkereiverein Viechtach dieses Seminar anbietet. Man kann sich über die Ökologie und den Naturschutz in Gärten und in der freien Natur informieren. Alle beruflich und privat Interessierten sind herzlich eingeladen. Die kostenlose Veranstaltung wendet sich auch an Imker, Gärtner, Land- und Forstwirt, Bauhofmitarbeiter, Landschaftspfleger und alle anderen Naturinteressierten. Am Freitag, den 16. April werden um 19:00 Uhr zwei reich bebilderte Vorträge im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz angeboten. Die Gartenbau-Ingenieurin Barbara Heydenreich vom „Netzwerk blühende Landschaften“ berichtet über „Blühende Landschaften als Lebensgrundlage für Pflanze, Tier und Mensch“. Dr. Willy Zahlheimer referiert über attraktive heimische Wildpflanzen für Gärten und Anlagen. Der Diplom Biologe von der Regierung von Niederbayern geht dabei auch darauf ein, wie man heimische Pflanzen wieder standortsgerecht ansäen kann. Am Samstag, den 17. April ist bei der Streuobstwiese am Schaubienenstand im Umfeld des Großen Pfahl einiges geboten. Vorführungen und Kurzexkursionen stehen von 14:00 bis 16:30 Uhr auf dem Programm. Groß und Klein sind herzlich dazu eingeladen. Dabei kann man Wildbienenhotels bauen (auch besonders für Familien mit Kindern geeignet) oder Wildrechengut zum Wiederansäen gewinnen. Eine kleine Auswahl von Nisthilfen für Fledermäuse und Vögel wird präsentiert. Am Schaubienenstand kann man sich bei Kurzführungen über Wild- und Honigbienen informieren. Rückfragen zum Seminar an die Umweltstation Viechtach unter 09942 – 90 48 64.


„Transsibirische Eisenbahn, Norwegen und Bayerischer Wald – Sanfter Tourismus durch ökologisches Reisen“ lautet der Titel eines bebilderten Vortrages, der gemeinsam vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. und dem Bund Naturschutz Kreisgruppe Regen in der Umweltstation Viechtach angeboten wird. Der Vortrag findet am Freitag, den 9. April um 19:30 Uhr im Alten Rathaus am Viechtacher Stadtplatz statt. Mit vielen Bildern wird dabei über attraktive Naturreisen berichtet. Alle Interessierten sind herzlich zu der kostenlosen Veranstaltung eingeladen. Referent ist dritter Naturparkvorsitzender Thomas Müller, der beruflich als Bürgermeister der Tourismusgemeinde Bayerisch Eisenstein und Geschäftsführer der Bund Naturschutz Service GmbH tätig ist. Diese Institution bietet Reisen per Bahn, Bus und Schiff beispielsweise zu Natur- und Nationalparken an. Nach dem Motto „Das Fliegen überlassen wir den Bienen“ ist dabei eine klimafreundliche Anreise zum Urlaubsort wichtig. „Land und Leuten auf einer Augenhöhe zu begegnen, ist dem sanften Tourismus ein besonderes Anliegen“, berichtet Referent Thomas Müller bereits vorab über diese naturschonende Reiseidee.