2010


Unter dem Motto „Schwimmende Inseln, Eiszeitwälle und Wasserfälle - das Naturschutzgebiet Kleiner Arbersee“ findet am Mittwoch, den 28. Juli ein spannender Naturerlebnis- Spaziergang mit Gebietsbetreuerin Caroline Stautner rund um den Kleinen Arbersee statt. Der Kleine Arbersee ist während der letzten Eiszeit entstanden und noch heute kann man die Spuren der Gletscher entdecken. Im Waldgebiet rund um den Kleinen Arbersee leben auch Luchs und Auerhahn, die ausgedehnte und ungestörte Lebensräume benötigen. Auch ihre Lebensweise wird vorgestellt. Treffpunkt der einstündigen Führung ist um 11 Uhr bei der Brücke direkt am Auslauf des Kleinen Arbersees. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk.


Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2010 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. eine Exkursion mit Informationen zum Biber im Auwald an. Treffpunkt ist am Sonntag, 25.07.2010 um 14:00 Uhr an der Messerschmidmühle zwischen Perlesreut und Marchetsreut. Nach einer kurzen Einführung durch den Gebietsbetreuer Stefan Poost wird zu einer etwa 2 – stündigen Exkursion gestartet. Das Thema der Veranstaltung lautet, „der Biber im Auwald“. Es werden Biologie und Lebensweise näher vorgestellt dabei gibt es auch eine Biberburg zu sehen. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung ist nicht erforderlich. Zur Veranstaltung sind alle Interessierten sehr herzlich eingeladen.


Der Große Arber ist ein Berg der Gegensätze: Auf der einen Seite das Gipfelplateau und der Große Arbersee, die zusammen jährlich von weit über einer Million Menschen besucht werden, auf der anderen Seite eine im Bayerischen Wald einzigartige Natur. Da sowohl das Gipfelplateau und der Große Arbersee auch für Nicht-Wanderer leicht zu erreichen sind, sind beide mehr als andere Bereiche in Gefahr, von ihren Besuchern nur als Freizeitgelände gedankenlos „konsumiert“ zu werden. Nur mit gezielten Besucherlenkungsmaßnahmen kann daher verhindert werden, dass die besonders sensible Bergnatur unter dem Freizeitdruck leidet. Nutznießer dieser Maßnahmen ist jedoch nicht nur die Natur, sondern auch der Tourismus: Immer häufiger suchen Gäste gezielt nach „ursprünglicher“ Natur. Um auch den an manchen Stellen stark von Trampelpfaden durchzogenen Uferbereichen des Großen Arbersees eine Chance zu geben, wieder zu einem Teil „ursprünglicher Natur“ zu werden, erklärten sich Forst-Ausbildungsbildungsleiter Paul Hilgart und seine Azubis vom Forstbetrieb Bodenmais dazu bereit, wie bereits im letzten Sommer, an den besonders gefährdeten Bereichen des Seerundwegs sogenannte „Ablanderungen“ – also Balkenabsperrungen - zu errichten. Als Dankeschön für dieses Engagement für den Naturschutz am Großen Arbersee überreichte Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald den Azubis und ihren Ausbildungsleiter im Namen aller Verantwortlichen die sogenannte „Arber-Verdienst-Medaille“, mit der der Naturpark seit letztem Jahr all diejenigen auszeichnet, die sich besonders für den Naturschutz am Großen Arber engagieren.


Im Waldgebiet rund um den Kleinen Arbersee finden sich Tierarten, die ausgedehnte und ungestörte Lebensräume benötigen. Daher bieten die beiden Naturparke Oberer Bayerischer Wald und Bayerischer Wald unter dem Motto „Biber, Luchs, Auerwild und Co – die heimlichen Bewohner des Naturschutzgebiets Kleiner Arbersee“ am 14. Juli einen spannenden Naturerlebnis-Spaziergang mit Gebietsbetreuerin Caroline Stautner rund um den Kleinen Arbersee an. Auf diesem Spaziergang werden die Tiere und ihre Lebensweisen vorgestellt. Treffpunkt ist um 13 Uhr bei der Brücke direkt am Auslauf des Kleinen Arbersees. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Dauer etwa 1 Stunde. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk.


Die Umweltstation Viechtach beim Großen Pfahl bietet eine praktische Fortbildung über die Ökologie und Pflege von Streuobstbeständen an. „Alte und junge Streuobstbäume schützen und nützen“ lautet der Titel der Veranstaltung, die vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege und dem Naturpark Bayerischer Wald angeboten wird. Dabei kann man umfassende Informationen und Tipps zum Sommerschnitt an Obstbäumen erhalten. Praktische Beispiele an jungen und alten Bäumen runden das Angebot ab. Referent ist Kreisfachberater Klaus Eder vom Landratsamt Regen. Treffpunkt ist am Freitag, den 16.Juli um 15:00 Uhr am Schaubienenstand beim Großen Pfahl unterhalb der Straße von Viechtach nach Tresdorf. Alle Interessierten sind zu dieser kostenlosen, ca. dreistündigen Veranstaltung herzlich eingeladen. Pfleglich genutzte Streuobstwiesen mit altem Baumbestand bereichern nicht nur das Landschaftsbild, sondern sind auch wertvolle Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten. Durch richtige Pflege und Nutzung können die alten Baumbestände länger erhalten werden und liefern Obst für unterschiedlichste Verwendung. Auch jungen Bäume bedürfen der Pflege und Erziehung, um sich ertragreich und ökologisch wertvoll zu entwickeln. Dies kann beispielsweise durch einen fachgerechten Sommerschnitt gefördert werden.


Internationale Gäste konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayrischer Wald e.V. am vergangenen Sonntag im Grenzbahnhof Eisenstein begrüßen. Die „Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH“, kurz InWEnt, ist ein weltweit tätiges Unternehmen für Personalentwicklung, Weiterbildung und Dialog im Auftrag der Bundesregierung. Es handelte sich um ein außerfachliches Programmangebot für ausländische Fortbildungsgäste und Dialogpartner unter dem Stichwort „Bildung und Begegnung“ die Gäste kamen aus Afrika, Ostasien und weiten Teilen Europas. Sie wollten sich über die spezielle Situation an der Grenze im Zusammenhang mit der EU-Erweiterung und über die länderübergreifende Zusammenarbeit informieren. Kernthema war auch die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Fremdenverkehr und die Großschutzgebiete in der Region. Begleitet wurde die Gruppe von der freiberuflich tätigen Agraingenieurin und Umweltpädagogin Caroline Fischer aus Obereichstätt. Ihre Bildungsarbeit wurde vom Bayerischen Umweltministerium mit den Qualitätssiegel „Umweltbildung.Bayern“ ausgezeichnet. Bereits zum wiederholten Male begleitete Sie eine Gruppe in den Grenzbahnhof. Unter dem Motto „Die Welt zu Gast bei Freunden im Bayerischen Wald“ wurde bereits zwei Tage vorher in der Region Programm gemacht. Ungewollter Höhepunkt der Veranstaltung war das Fotografieren am historischen Grenzstein und am grenzdurchschnittenen Gebäude des Bahnhofes Eisenstein. Den Abschluss bildete dann der Besuch des europäischen Glasmuseums Frauenau und die Rückreise der Gruppe vom Bahnhof Frauenau weg.


Zur gemeinsamen wald- und vogelkundlichen Exkursion im Pröllergebiet konnte Bildungsreferent Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald e.V. knapp 15 Interessierte und den Referenten Peter Zach vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten begrüßen. Pünktlich zum Exkursionsstart setzte strömender Regen ein. Daraufhin entschied man sich zunächst im Gasthaus abzuwarten. Nach etwa einer Stunde lichteten sich die Wolken und man begab sich hinauf nach Ahornwies und Hinterwies um den Juniabend in den Bergfichtenwäldern wald und -vogelkundlich erleben zu können. Wegen der großen Kälte und des starken Windes hielt sich der Vogelgesang in Grenzen. Peter Zach erläuterte trotzdem gekonnt die Zusammenhänge im Bergfichtenwald und in den Bergmischwaldbereichen sowie auf den Offenstandorten. Bedeutsam für die Biotope im Pröllergebiet sind zum Beispiel der Baumpieper und auch der Sperlingskauz, der kleinste aller Käuze. Beeindruckend ist eine Baumpieperbalz über den Wipfeln der Bäume. Der Sperlingskauz nutzt teilweise die Höhlen von Buntspechten, und kann in lockeren, lichten Bergfichtenwaldbeständen gut umherfliegen. Sein Gesang ist unverwechselbar. Im Spätherbst, sogar im November kann man ihn zweifelsfrei an seiner von Ihm gesungenen Tonleiter erkennen. Vereinzelt kommt auch der Dreizehenspecht vor. Ihn kann man deutlich an der braunen Kopfkappe erkennen. Er ist ein typischer Spezialist der Borkenkäfer frisst. Manchmal nimmt er auf seiner Suche nach Borkenkäfern spiralförmig um Bäume die Rinde perlschnurartig ab. Mit etwas Glück kann man in den Bergfichtenwäldern auch die Schnepfenbalz erleben. Wegen des schlechten Wetters wurde der Rundgang etwas abgekürzt und zum Schluss bedankte sich Hartwig Löfflmann beim Referenten Peter Zach von der Forstdienststelle Konzell für seine fundierten Informationen und den trotz des schlechten Wetters doch noch gelungenen Abend.


Zur 43.ten Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. waren die Mitglieder aus den 4 Naturparklandkreisen und den 89 Gemeinden in das „Alte Rathaus“ der Stadt Deggendorf eingeladen. Stellvertretender Landrat Peter Erl und Oberbürgermeisterin Anna Eder begrüßten als Gastgeber die etwa 60 Anwesenden. Der erste Vorsitzende Heinrich Schmidt gab in seinen Bericht einen umfassenden Überblick über die im vergangenen Jahr gelaufenen Projekte und dankte allen, vor allem Umweltministerium, Regierung von Niederbayern und allen Mitgliedern und Antragsstellern für die gute Zusammenarbeit. Geschäftsführer Hartwig Löfflmann beleuchtete in seinem Geschäftsbericht die Aktivitäten und Details in den vier Aufgabenbereichen Naturschutz und Landschaftspflege, Erholung und Besucherlenkung, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit sowie im Bereich Regionalentwicklung. Er stellte die Jahresrechnung für das vergangene Jahr 2009 vor, die mit einem positiven Betriebsergebnis abschloss und lieferte einen Ausblick mit dem Haushaltsplan 2010. Die Billigung der Finanzregularien erfolgte einstimmig ebenso die Entlastung von Schatzmeisterin und Vorstand. Ausführlicher berichtete Geschäftsführer Hartwig Löfflmann über das derzeit laufende Projekt Sanierung Grenzbahnhof Eisenstein. Dies ist nach dem Naturpark-Informationshaus in Zwiesel das Größte Projekt, das der Naturpark Bayerischer Wald e.V. je angepackt hatte. Bis zum Jahr 2012 soll der höchstgelegene Grenzbahnhof der Bundesrepublik, ein denkmalgeschütztes Gebäude, generalsaniert und mit neuen Nutzungen belegt werden. Geplant sind ein europäisches Fledermauszentrum in den Kellergewölben, eine interaktive Ausstellung über die Region Arber-Spitzberg sowie museale Nutzungen zum Themenbereich Eisenbahn, Mobilität und Kulturlandschaft, gepaart mit einer Modelleisenbahnanlage. Im Anschluss gab es noch den Tagesordnungspunkt Wünsche und Anregungen mit anschließender Aussprache. Danach schloss Heinrich Schmidt die Versammlung und dankte allen Anwesenden für ihr Kommen und die engagierte Mitarbeit.


Etwa 30 % der Landesfläche Bayerns ist von Naturparken bedeckt. Die Träger von Naturparken treffen sich alljährlich zur Jahrestagung ihres Verbandes. Turnus gemäß stand heuer im Jahr 2010 die Neuwahl der drei Vorsitzenden des Naturparkverbandes Bayern auf der Tagesordnung. Neben aktuellen Themen wie der Novellierung des Bayerischen Naturschutzgesetzes und der Problematik bei der Naturparkförderrichtlinie so wie diversen weiteren Themen war die Neuwahl der Vorsitzenden als entscheidende Weichenstellung für die Zukunft wichtig. Zum 1. Vorsitzenden des Naturparkverbandes Bayern wurde Landrat Franz Xaver Uhl, der gleichzeitig 1. Vorsitzende des Naturparks Altmühlthal ist, gewählt. Zu Stellvertretern wurden Landrat Oswald Marr vom Naturpark Frankenwald und der 1. Vorsitzende des Naturpark Bayerischer Wald, Dipl. Ing. (FH) Heinrich Schmidt aus Viechtach gewählt. Mit Heinrich Schmidt entsendet erstmals auch der Naturpark Bayerischer Wald einen Vertreter in das Präsidium des Naturparkverbandes Bayern, der beim Bayerischen Landkreistag angesiedelt ist. Geschäftsführer des Naturparkverbandes Bayern bleibt wie bisher Christoph Würflein vom Naturpark Altmühltal. Künftig soll die Zusammenarbeit der Naturparke in Bayern intensiviert werden. Gleichzeitig sollen die Anliegen der Naturparke in München deutlicher zur Sprache gebracht werden. Naturparke sind mit eine der ältesten Instrumentarien der Regionalentwicklung, die leider in den letzten Jahren viel zu wenig genutzt wurden. Mit der einstimmigen Wahl aller Kandidaten setzte die Mitgliederversammlung ein deutliches Zeichen der Aufbruchsstimmung und des Neubeginns.


An der Burgruine Weißenstein, ca. zwei Kilometer oberhalb der Kreisstadt Regen, schimmert bereits von weitem ein erhaben anmutendes, weißes Felsenriff. Hier erscheint der Pfahl als ein hoch aufragender Quarzfelsenzug. Mit mehr als 750 m Meereshöhe erreicht der nahezu 150 km lange Bayerische Pfahl bei den Burgmauern seinen höchsten Punkt. Nicht nur die mittelalterlichen Burgherren wussten den weitreichenden Ausblick vom Burgturm aus zu schätzen, noch heute bietet sich von hier aus ein einmaliger Rundblick auf die Bergzüge des Bayer- und Böhmerwaldes. Am Sonntag, den 4. Juli findet eine Führung mit dem Titel „Von Pfahldrachen, Pfahlburgen und Pfahlheide“ im Naturschutzgebiet bei der Burgruine Weißenstein statt. Um 13:15 Uhr wird eine geführte Wanderung vom Bahnhof Regen nach Weißenstein angeboten. In Weißenstein ist der Treffpunkt um 14:30 Uhr vor dem Kiosk unterhalb des Burgturms. Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. und die Stadt Regen laden Sie herzlich zu dieser naturkundlichen Führung für Groß und Klein ein. Dabei kann man Wissenswertes und Interessantes über die Tier- und Pflanzenwelt am Pfahl, die Pfahlsage und die Entstehung, über die Burggeschichte und den ehemals im Burgturm wohnenden Schriftsteller Siegfried von Vegesack erfahren. Die kostenlose Veranstaltung endet um ca. 17:00 Uhr wieder am Bahnhof Regen. Natur- und Landschaftsführer Herbert Mundl und Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, führen die Wandergruppe. Die An- und Abfahrtszeiten der Waldbahn werden bei der Veranstaltung berücksichtigt.