Mai 2026
Eintritt frei in den NaturparkWelten
Am Sonntag, den 17.05.2026 findet der „Internationale Museumstag“ statt. Im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein bietet der Naturpark Bayerischer Wald e.V. deswegen freien Eintritt zu seinen Ausstellungen in den NaturparkWelten an. Diese sind von 9:30 bis 16:30 Uhr geöffnet.
In den NaturparkWelten im Hauptgebäude auf der deutschen Seite stehen auf fünf Etagen Ausstellungen und Museen für Besucher offen. Das Thema „Barrierefreiheit“ wird gerade schwerpunktmäßig ausgebaut. Unterstützt über das Modellprojekt für die Umweltstation und über die „Aktion Mensch“ sind taktile Elemente speziell für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung entstanden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit für Menschen mit Seheinschränkung mit Hilfe der App BFW SmartInfo auf dem privaten Smartphone eine Tour durchs Museum zu machen. Die Inhalte sind auch in leichter Sprache verfügbar. Eine Videotour durchs Museum in Gebärdensprache gibt es ebenso.
Die Themen in den NaturparkWelten umfassen die Geschichte des Eisenbahnbaus durch den Bayerischen und Böhmerwald, das einzige ostbayerische Skimuseum, eine Ausstellung zum Arber, dem König des Bayerischen Waldes sowie das Europäische Fledermauszentrum in den Kellergewölben. Die Modelleisenbahn im Dachgeschoß ist zu etwa 90 % fertiggestellt. Außerdem gibt es die Ausstellungen zum Thema „Grenze – Kalter Krieg“ und „Stadln, das verschwundene Dorf im Böhmerwald“.
Zusätzlich sind Informationen über die Nationalparke Šumava und Bayerischer Wald, das Landschaftsschutzgebiet Šumava und den Naturpark Bayerischer Wald erhältlich. Der ehemalige historische Wartesaal 1. Klasse beherbergt das Restaurant „VoGunders“. Bei schönem Wetter ist auch der Biergarten in Betrieb.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Vor allem für alle Einheimischen, die ansonsten nicht die Vergünstigungen der Gästekarten nutzen können, besteht die Chance, bei freiem Eintritt alles zu besichtigen. Um 13.30 Uhr gibt es eine Führung durch die Ausstellungen mit Hartwig Löfflmann. Die Anreise ist im Stundentakt mit der Waldbahn möglich.
Was kreucht, fleucht und blüht denn da?
Waldkirchen.
Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen bietet am Mittwoch,den 13. Mai 2026 eine Fortbildung zum Thema „Wiese“ an. Bei dieser Fortbildung werden die Pflanzen und Tiere unserer heimischen Wiesen näher betrachtet und erklärt wie Kleinkindern Zusammenhänge in der Natur anschaulich vermittelt werden können. Im Rahmen der Fortbildung werden die Wiesen im Stadtpark Waldkirchen erkundet. Zudem werden die umweltpädagogischen Angebote und Kooperationsmöglichkeiten mit der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen vorgestellt.
Die Fortbildung findet am Mittwoch, den 13.05.2026 um 14.00 Uhr unter der Leitung von Johannes Matt statt und dauert ca. 2 Stunden. Treffpunkt ist an der Umweltstation/HNKKJ, Marktmühlweg 4, 94065 Waldkirchen. Die Fortbildung richtet sich an Fach- und Ergänzungskräfte von Kindergärten und Lehrkräfte der Grundschulen und findet gemeinsam mit dem HNKKJ und den Staatlichen Schulämtern Freyung-Grafenau und Regen statt. Anmeldung für Lehrkräfte bis Dienstag, 12.05.2026, 12.00 Uhr, beim Schulamt unter Tel.: 09921 – 601316 oder direkt bei Johannes Matt unter: 0171 3610115 möglich. Die Fortbildung ist auch im FIBS eingetragen.
Ein Schatz in Loderhof
Thurmansbang. Manchmal sind es die unscheinbaren Dinge, die sich als wahrer Schatz entpuppen – so auch in diesem Frühjahr in Loderhof. Zum ersten Mal wurde dort durch den Naturpark Bayerischer Wald und die Kreisgruppe Freyung-Grafenau des Bund Naturschutz ein Amphibienzaun aufgestellt. Über 800 Erdkröten, Grasfrösche & Molche wurden innerhalb von 6 Wochen gerettet. Eine Premiere, die zeigt, was gemeinschaftliches Engagement vor Ort bewirken kann.
In den vergangenen Jahren bot sich entlang der Straße zwischen Aue und Weiher ein trauriges Bild. Jedes Jahr, wenn der Frühling nahte und die ersten frostfreien Nächte anbrachen, machten sich unzählige Kröten auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Wer des Nachts auf der Landstraße unterwegs war, konnte kaum ausweichen, so zahlreich waren die nächtlichen Besucher. Ein stilles Sterben, dass das Artensterben vor unserer Haustüre weiter beschleunigt.
„Wir sind froh, dass Lisa Geib aus der Gemeinde auf uns zugekommen ist. Durch ihre Initiative und ihre Bereitschaft viele Stunden ehrenamtlich den Zaun zu betreuen, können wir nun der Amphibienpopulation in Loderhof helfen.“, dankt Naturpark-Rangerin Carina Kronschnabl.
Unter dem Motto „Der Natur auf der Spur“ waren auch die Loderhofer Kinder von Anfang am Start. Die Reaktionen waren so vielfältig wie die kleinen Tiere selbst: von anfänglichem Ekel über vorsichtige Neugier bis hin zu echtem Staunen. Selbst das Aufsammeln überfahrener Tiere gehörte dazu. Eine Erfahrung, die berührt und prägt. Den wilden Tieren so nahe zu sein, ist ein seltenes Glück.
Gemeinsam halfen die Kinder den Amphibien sicher über die Straße zu ihrem Gewässer. Dabei entstanden nicht nur wertvolle Naturerlebnisse, sondern auch echte Begeisterung. „Tolle Tiere! Sie fühlen sich so weich an“, schwärmte Hollie mit leuchtenden Augen.
Es gab auch einen besonderen Gast: Ein Bergmolch wurde entdeckt. Ein kleines Highlight, das die Vielfalt der heimischen Amphibien unterstreicht.
Auch die Zahlen sprechen für sich: Lisa Geib, die die Aktion ins Leben rief, schätzte zunächst mutig etwa 500 Tiere. „Ich konnte es kaum glauben, als in der Liste 819 lebende Tiere verzeichnet waren.“ Eine Zahl, die selbst erfahrene Naturschützer beeindruckt.
Auch Marco Müller, Landschaftspfleger beim Naturpark Bayerischer Wald, war beeindruckt: „Solche großen Vorkommen sind mittlerweile selten.“ Worte, die zeigen, dass es sich lohnt, mit offenen Augen durch unsere Natur zu gehen und gemeinsam anzupacken.
Ein besonderer Dank gilt dem Teichbesitzer, der die Aktion uneingeschränkt unterstützt hat sowie der Gemeinde und dem Bauhof Thurmansbang, die sich finanziell und organisatorisch beteiligten. Dieses Miteinander ist es, was erfolgreichen Naturschutz möglich macht. Denn die Tiere kennen keine Grenzen – weder Straßen noch Grundstücksgrenzen halten sie auf.
Der Amphibienzaun von Loderhof ist mehr als nur gelebter Naturschutz. Er ist ein Symbol für Engagement. Für Gemeinschaft. Und für die Schönheit des Bayerischen Waldes, die es zu bewahren gilt. Mehr Informationen zum Projekt und Rund um den aktiven Naturschutz der Region können bei Carina Kronschnabl, Rangerin im Naturpark Bayerischer Wald, per Email c.kronschnabl@naturpark-bayer-wald.de erfragt werden.