Juli 2024

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Naturpark-Rangerin führt zu Schmetterlingen im Moor

Vergangenen Freitag sah die Wettervorhersage nicht sehr gut aus und Stürme waren für die Region angekündigt. Nichtsdestotrotz fanden sich um 15 Uhr in Innenried 16 Personen zur Veranstaltung ein. Zu Beginn sah es noch sehr düster aus, einige vereinzelte Regentropfen bedeuteten nichts Gutes. Die Truppe startete trotzdem frohen Mutes in Richtung Stockau-Wiesen. Am Waldrand angekommen, klarte das Wetter bereits auf und die ersten Schmetterlinge waren zu sehen. Ernst Lohberger von der Fachstelle Waldnaturschutz stellte diese vor. Darunter waren ein Senfweißling und ein so genannter Schornsteinfeger, ein brauner, recht häufiger Schmetterling. Der Schornsteinfeger ist ein Tagfalter. Doch nicht nur diese sind unterwegs. Zum Vergleich hatte Lohberger einen Nachfalter mitgebracht. Genauer gesagt einen Pappelschwärmer. Dieser Nachtfalter ist relativ groß und brachte die Gruppe zum Staunen. Für das Fangen von Schmetterlingen bedarf es einer Ausnahmegenehmigung mit der Auflage, dass die Funddaten am Ende des Jahres an die Naturschutzbehörden weitergegeben werden.
Nach kurzer Verweilzeit ging die Gruppe weiter an den Rand der Stockau-Wiesen. Die Torfmächtigkeit beträgt hier ca. 2,5 Meter, das Moor wächst hier also seit 2500 Jahren. Pro Jahr ein Millimeter, so die Faustregel.
Hier stellten die Referenten die typischen Lebensräume wie Übergangsmoore, Moor- und Sumpfwälder vor, die typisch für das FFH-Schutzgebiet sind.
Bei näherer Betrachtung konnte die Gruppe den Rundblättriger Sonnentau, Wacholder, Klappertopf sowie die Moosbeere entdecken.
Die Stockau-Wiese wurde früher beweidet, da es diese Beweidung nicht mehr gibt, muss die Fläche anders offengehalten werden, um sie vor einer Verbuschung zu bewahren. Hier setzt die Landschaftspflege an. Teilweise werden Gehölzstrukturen entfernt, teilweise wird mit einer Mahd gearbeitet.
Zurück ging die Tour, vorbei an extensiv bewirtschafteten Wiesen und nach gute vier Stunden kam die Truppe wieder in Innenried an.

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Mit den Händen fliegen

Viele der heimischen Fledermausarten sind in ihrem Bestand gefährdet oder vom Aussterben bedroht. In Siedlungen, Scheunen und Wälder finden sie Unterschlupf. Auf der nächtlichen Wanderung erfahren Sie mehr über Biologie und Lebensweise. Sie können mittels Technik den Ultraschallrufen lauschen und anhand unterschiedlicher Frequenzen auch die verschiedenen Fledermausarten heraushören. Wasserfledermäuse, Hufeisennasen, Mückenfledermäuse oder Großer Abendsegler? Wer fliegt da so spät durch Nacht und Wind? Lassen Sie sich begeistern von den kleinen Schatten in der Nacht, die als nützliche Insektenvertilger das ihnen seit Jahrhunderten anhaftende Negativ-Image nicht verdient haben. Die Fledermausexpertin Susanne Morgenroth führt zusammen mit Naturpark-Ranger Markus Grünzinger die nächtliche Wanderung im Rückstaubereich an der Schrottenbaummühle. Bitte festes Schuhwerk und den nächtlichen Temperaturen angepasste Kleidung nicht vergessen und eine gute Taschenlampe mitnehmen. Die Naturparkveranstaltung findet am Samstag, den 27.07.2024 statt. Treffpunkt ist der Parkplatz an der Schrottenbaummühle, Beginn um 21.00 Uhr, Dauer ca. 2,5 Std. Die Führung findet bei Regen nicht statt!

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Fledermaus fährt Zug

Geheimnisvoll und leise sind sie: Die kleinen Schatten der Nacht. Fledermäuse beflügeln seit jeher die Fantasie der Menschen. Einige finden sie gruselig, wieder andere sind fasziniert. Bei genauerer Betrachtung muss man die kleinen Fellbälle aber einfach mögen. Fledermäuse sind die Jäger der Nacht, perfekt angepasst an ihre Lebensweise und Umgebung und dennoch sind sie in Gefahr: Lebensraumverlust, Rückgang der Insekten und vieles mehr setzen den Tieren zu. Die meisten der einheimischen Fledermausarten sind in ihrem Bestand gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht, stehen also auf der „Roten Liste“ der bestandsbedrohten Arten. Aufgrund von Bedrohung und Lebensraumverlust müssen sie sich oft auf „Reisen“ begeben, um noch geeignete Lebensräume zu finden. Die Umweltstation Bayerisch Eisenstein lädt in Kooperation mit dem LBV und BN daher zu einer kostenlosen abendlichen Exkursion in Zwiesel ein. Tauchen Sie ein in die Welt der Fledermäuse und schärfen Sie Ihren Blick auf Zusammenhänge zwischen menschlichem Handeln und dessen Auswirkungen auf unsere Umwelt und andere Lebewesen. Fragen wie „Welche Schutzmaßnahmen kann jeder Einzelne leisten?“, „Wie kann ich meinen Garten Fledermaus-freundlich gestalten?“ oder „Was ist bei Renovierungen und Fledermausbesatz zu beachten?“ sollen gemeinsam diskutiert, Erfahrungen ausgetauscht und mögliche Zielkonflikte reflektiert werden. Blitzschnell jagen die Fledermäuse durch die Nacht, können wir sie entdecken? Mit Fledermaus-Detektoren ausgestattet begeben wir uns auf Beobachtungstour. Passt das Wetter, können die ein oder anderen Fledermausrufe lokalisiert werden. Treffpunkt für die ca. dreistündige Exkursion ist am Freitag, den 26.07.2024 um 20.00 Uhr am Bahnhof Zwiesel, Eingang Straßenseite. Die An- und Abreisezeiten mit der Waldbahn werden berücksichtigt. Eine Anmeldung ist bis zum 25.07. um 12.00 Uhr unter der Nummer 09922 – 802480 erforderlich. Unter dem Motto „Fledermaus fährt Zug“ bietet die Umweltstation neben Zwiesel noch weitere Fledermausexkursionen ausgehend von verschiedenen Waldbahn-Haltepunkten an. Diese finden im August in Regen, Deggendorf und Bayerisch Eisenstein statt. Nähere Informationen entnehmen Sie der Presse und dem Veranstaltungskalender des Naturparks. Wer sich schon vorab über Fledermäuse informieren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite www.naturparkwelten.de oder speziell unter www.fledermaus-bayern.de.

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Beweidungsprojekts mit Dexter-Rindern

Der Naturpark Bayerischer Wald e. V., das BUND-Projekt Quervernetzung Grünes Band und die ILE Ilzer Land laden zur vierten Veranstaltung des Landschaftspflegeforums ein: Am Freitag, 26.07.2024 von 14:00 bis 16:00 Uhr geht es um eine Extensiv-Beweidung mit Dexter-Rindern zur Gehölzunterdrückung in der Ortschaft Zell, Gemeinde Kirchberg im Wald.

Wird die Nutzung von Wiesen aufgegeben, verbuschen sie innerhalb weniger Jahre. Dabei werden die Gräser und Kräuter von Sträuchern und Bäumen verdrängt. Um auf schwer zugänglichen Flächen die ursprünglich artenreichen Wiesen wiederherzustellen oder zu erhalten eignen sich neben Ziegen und Schafen auch Robustrinderrassen wie Dexter-Rinder. Im Rahmen der Veranstaltung werden am Beispiel einer seit zwei Jahren mit diesen Extensiv-Rindern beweideten Fläche naturschutzfachliche Ziele, tierhalterische Aspekte und Fördermöglichkeiten diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an Landwirte, Tierhalter und sonstige Interessierte.
Treffpunkt ist der Parkplatz an der Dorfkapelle im Ortszentrum von Zell. Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, kann aber unter 0170 260 78 30 (Naturpark) erfolgen, um zum Beispiel bei kurzfristigen Änderungen informiert werden zu können. Die Veranstaltungen des Landschaftspflege-Forums sind kostenlos.

Das Landschaftspflegeforum wird vom Naturpark Bayerischer Wald und dem BUND-Projekt Quervernetzung Grünes Band nun mittlerweile im dritten Jahr veranstaltet. Es dient dem Wissensaustausch und der Vernetzung von in der Landschaftspflege aktiven Personen. Das diesjährige Forum hat das Thema „extensive Beweidung“ als Schwerpunkt.

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Schüler erforschen Wald, Wasser, Wasserbüffel

Wald und Wasser mit ihren Pflanzen, Tieren und vielfältigen Beziehungen sind bedeutende Themen im Heimat- und Sachunterricht der dritten und vierten Klasse. Und das lernt es sich natürlich am besten vor Ort. Im Rahmen von vier Projekttagen waren die dritten und vierten Klassen der Maria-Ward Grundschule Waldkirchen auf Entdeckungs- und Lerntour im Stadtwald und im Stadtpark unterwegs. Durchgeführt wurden die Projekttage unter der Leitung von Johannes Matt, von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen.

Zunächst wurden die Schüler von „Anton Auerhahn“, dem Wappenvogel des Naturparks Bayerischer Wald, begrüßt, dem die Kinder unter dem Motto „der Natur auf der Spur“ folgen konnten. Beim Projekttag „Wald“ wurden viele lehrplankonforme Inhalte in spielerischer Art und Weise mit Bezug zur Bildung für nachhaltige Entwicklung vermittelt. So wurden beim „Waldmemory“ der heimische Wald erkundet oder die Baumarten und deren Merkmale wiederholt. Im Stadtwald gab es einige Tierspuren von Rossameisen, Schwarzspecht und Co. zu entdecken. Auch Themen wie Nachhaltigkeit wurden auf spielerische Wiese vermittelt.

Für die vierten Klassen ging es im nahegelegenen Stadtpark an den Weschlbach, für den die Grundschule eine Bachpatenschaft übernommen hat. Hier wurden zunächst die verschiedenen Gewässertypen und der Wasserkreislauf wiederholt. Die Gewässeruntersuchung bereitete den Kindern größte Freude. Dabei wurden die kleinen Gewässerorganismen genauer unter die Lupe genommen. Köcherfliegen-, Steinfliegen und Eintagsfliegenlarven, genauso wie Egel oder Wasserassel. Über die Gewässerorganismen konnte die enge Verknüpfung zur Wasseramsel hergestellt werden. Als einziger schwimmender und tauchender Singvogel geht sie an den heimischen Wildbächen auf Beutefang. Ein Rätsel zur Wasservögel rundete den Projekttag ab.

Mit diesen Projekttagen, der Bachpatenschaft und vielen weiteren Aktionen ist die Grundschule Waldkirchen auf einem guten Weg die Auszeichnung als „Umweltschule“ zu erlangen. Außerdem erkundete die 4. Klasse der Grundschule Böhmzwiesel mit der Umweltstation zusammen den Osterbach vor Ort und übernimmt ebenfalls im Rahmen einer Bachpatenschaft Verantwortung für dieses Gewässer.

Zudem war die Grundschule Karlsbach mit der Naturpark-Umweltstation einen Vormittag lang unterwegs zu den Wasserbüffeln am Erlauzwieseler See. Dort wurde bei Spiel und Spaß viel Wissenswertes über die Wasserbüffel und die positiven Auswirkungen der Beweidung vermittelt. Das Angebot der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen steht auch weiteren Schulen im Landkreis Freyung-Grafenau offen. Interessierte Schulen können sich an Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation wenden unter der Tel.: 01713610115.

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Naturparkvorstand im Amt bestätigt

Am Donnerstag, 18.07.2024 fand im Gasthof zur Post in Lalling die Jahreshauptversammlung des Naturpark Bayerischer Wald e.V. statt.

Nach der Begrüßung und den Dankesworten durch den 1. Vorsitzenden Georg Bauer erfolgten Grußworte von Landrat Bernd Sibler, Bürgermeister Michael Reitberger und dem 1. Vorsitzenden des Naturparkverbandes Bayern, Heinrich Schmidt, der gleichzeitig Ehrenvorsitzender des Vereins ist. Geschäftsführer Hartwig Löfflmann stellt den Geschäftsbericht vor und ließ der Projektmitarbeiterin Andrea Rinke das Projekt „Blühender Naturpark“ sowie dem Projektmitarbeiter Gabriel Happernagl das im Herbst des Vorjahres gestartete „Streuobstprojekt“ mit Pflanzungen und Obstbaumschnitt vorstellen. Interessenten können sich gerne beim Naturpark unter der Nummer 09922 80 24 80 melden. Gerade auch bei den Blühflächen wird nach Eigentümern gesucht, die im Projekt mitmachen wollen.

Löfflmann berichtet von den üblichen Naturschutz- und Landschaftspflegeaktivitäten. Einige Flächen kamen wieder neu dazu. Es gibt auch Neuerungen beim Projekt „Holunderknabenkraut“ ein europaweit bedeutsames Vorkommen befindet sich im Naturparkgebiet. Eine Zusage vom Bayerischen Naturschutzfonds gibt es zu einem Projekt zu Kreuzotter, Waldeidechse und Grasfrosch. Anschließend ging Löfflmann auf die Erholungsprojekte und die Arbeit im Bildungs- und Öffentlichkeitsbereich ein.

Etwas ausführlicher berichtete er über das geplante INTERREG-Projekt „SternenWelt-Klet-Eschenberg“, das mit einem tschechischen Projektpartner aus Budweis in den Jahren 2025 bis 2027 realisiert werden soll. Der Haushaltsnachweis 2023 und der Haushaltsplan 2024 wurden jeweils einstimmig genehmigt und Vorstand und Schatzmeisterin entlastet.

Bei den Neuwahlen wurden die vier Vorstände im Amt bestätigt. Wieder gewählt zum 1. Vorsitzenden wurde Georg Bauer, selbständiger Physiotherapeut aus Bayer. Eisenstein. Seine drei Stellvertreter sind 2. Vorsitzender Rudi Seidenader, aus Neukirchen bei Hunderdorf, 3. Vorsitzender Heinz Pollak, 1. Bürgermeister der Stadt Waldkirchen und 4. Vorsitzender Alois Oswald, 1. Bürgermeister des Marktes Schöllnach. Ebenfalls im Amt bestätigt wurden die beiden Kassenprüfer.

Keine Diskussionen gab es auch bei der vom Naturpark vorgeschlagenen moderaten Beitragserhöhung von 3 Ct pro Kopf Einwohner bei den Gemeinden und 3 Ct je ha Fläche bei den Landkreisen. Die übrigen Beiträge wurden ebenfalls moderat im selben Verhältnis angepasst. Auch dieser Beschluss erfolgte einstimmig. Aufgrund der starken Inflation und hohen Tarifabschlüsse war eine Erhöhung unausweichlich.

Nach knapp 1,5 Stunden Sitzungsdauer verabschiedete der 1. Vorsitzende die 63 Anwesenden und dankte Allen fürs Kommen.

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Barrierearm den artenreichen Beckenweiher entdecken

Ein Naturerlebnis der besonderen Art liegt inmitten der Gemeinde Wiesenfelden. Verschiedenste Tier- und Pflanzenarten wie Eisvogel, Libelle, Mädesüß und Co. lassen sich hier aus der Nähe bestaunen. Der Rundweg ist aufgrund ebener Wege leicht begehbar und daher auch für mobilitätseingeschränkte Personen geeignet. Begleiten Sie am Montag, den 22.07.2024 die Naturpark Rangerin auf diesem zweieinhalb Kilometer langen barrierearmen Rundweg um den naturnahen Beckenweiher und erfahren Sie mehr über die Geschichte und die Natur dieses wunderschönen Naturschutzgebiets.
Treffpunkt ist der Infopavillon am Georgsplatz um 16.00 Uhr. Von dort folgen wir dem barrierearmen Pfad um den Beckenweiher und enden am Ausgangpunkt.
Anmelden können Sie sich bis zum 21.07.2023 unter der Nummer: 09922 80 24 80.
Bitte geben Sie bei der Anmeldung Ihre Kontaktdaten an, damit Sie über eine wetterbedingte Absage informiert werden können.

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Kröten- und Froschwanderung an der Talsperre Frauenau

Wie jedes Jahr war es auch heuer ein Thema, das den Nationalpark Bayerischer Wald, den Naturpark Bayerischer Wald, den Landkreis Regen und das Wasserwirtschaftsamt Deggendorf im Frühjahr beschäftigt hat – die Krötenwanderung an der Trinkwassertalsperre Frauenau. Die Wanderung ist gerade in diesem Bereich für die frisch entwickelten kleinen Hüpferlinge zumeist noch schwieriger als für die ausgewachsenen Amphibien. Der Grund: Ein zu hoher Randstein hindert den Amphibiennachwuchs daran, nach dem Schlüpfen im Wasser in den sicheren Wald zu gelangen. Deshalb wird seit 2023 an einer Lösung gearbeitet.
Alle beteiligten Partner haben verschiedene Varianten in den vergangenen zwei Jahren ausprobiert, letztendlich waren Holzkeile die beste Option, um dem Amphibiennachwuchs bei ihrer Wanderung in den Wald – beim Hineinkraxeln vom Naturpark in den Nationalpark - behilflich zu sein.  
Die Holzkeile wurden in dieser Saison sogar noch verbessert – nicht nur zum Wohle der Kröten, sondern auch der Menschen. Die Keile weisen nun eine geringere Breite auf und ragen damit weniger in die Straße. Ein Sturzrisiko für Fahrradfahrer ist somit ausgeschlossen. Außerdem wurden die Keile mit „Geländern“ und Einweisern versehen, um zu verhindern, dass die Amphibien nur auf einer Seite der Keile hinaufklettern und auf der gegenüberliegenden Seite wieder auf dem Weg landen.
An der Aktion sind jedes Jahr mehrere Akteure beteiligt, da sich in der Talsperre mehrere Gebiete überschneiden. Die neuen Keile werden jetzt durch das Wasserwirtschaftsamt installiert und durch die Ranger des Nationalparks kontrolliert. Aufmerksame Besucher können gerne Bilder von Hüpferlingen, welche die Aufstiegshilfe benutzen, an s.biebl@naturpark-bayer-wald.de schicken. Erste Beobachtungen zeigten bereits, dass die Tiere die Aufstiegshilfe aktiv nützen, wenn diese aufgefunden werden.

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Schüler erforschen Pflanzen und Tiere

Ein erfolgreiches und ereignisreiches Schuljahr neigt sich an der Naturparkschule Jandelsbrunn dem Ende zu. Im Rahmen von sieben Projekttagen waren alle Klassen der Grundschule in der nähren Natur unterwegs, um die heimische Tier- und Pflanzenwelt näher kennenzulernen. Die Umweltbildungsprogramme wurden vom Naturpark-Ranger Markus Grünzinger zusammen mit Johannes Matt von der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen durchgeführt.

Zunächst wurden die Schüler im Rahmen von Einführungsveranstaltungen von „Anton Auerhahn“ dem Wappenvogel des Naturparks Bayerischer Wald, und dem jeweiligen passenden Jahresmaskottchen begrüßt.

Mit Susi Schmetterling und der 1. Klasse wurde ein gemeinsamer Vormittag auf der Wiese am Badeweiher verbracht. Die Schüler staunten über die bunte Vielfalt der Blumen und erfuhren, wie wichtig diese für die Insekten sind. Jetzt klebten die Kinder ihre Blume auf ein Blatt Papier und schrieben den Blumennamen oder einen Fantasienamen, der zum Aussehen der Blume passt, dazu. Bei einem Spiel ging es um die Erklärung des Nahrungsnetzes. Dabei wurde noch einmal das wichtige Miteinander von Wiesentieren und -pflanzen anhand eines entstandenen Wollfadennetzes veranschaulicht.
Finni Fledermaus begleitete die zweiten Klassen. Da standen Blätter und Blüten der Sträucher im Vordergrund. Außerdem ging es um den Aufbau der Hecke. In Lauf- und Suchspielen wandten die Kinder ihr erworbenes Wissen an.
Der Naturpark - Tag der 3. Klassen hatte das Thema „Wald“. Dazu ging es in das nahegelegene Waldstück mit Luki Luchs. Dort fand zunächst ein Memory - Spiel mit Naturmaterialien statt. Dabei konnten die Kinder viel Wissen über Nadelbäume erwerben bzw. vertiefen. Anschließend wurde das Thema „Laubbäume“ angegangen. Mit einem Laufspiel wurde dabei unter anderem die Wichtigkeit der Nachhaltigkeit herausgestellt.
Die Klasse 4 war an zwei Tagen am Gewässer unterwegs. Einmal mit Flip Fischotter für einen ganz besonderen Naturparkprojekttag am Badeweiher in Jandelsbrunn. Dort wurden den Viertklässlern sehr anschaulich und kurzweilig von Johannes Matt und Markus Grünzinger viele Wissensinhalte rund um das große Thema Gewässer nähergebracht. Danach durften sie sich einem sehr spannenden Themenbereich widmen, der Entdeckung und Bestimmung der vielen unterschiedlichen kleinen Tierchen, die im Wasser leben und deren jeweiliges Vorkommen auch zur Beurteilung der Wassergüte herangezogen wird. Das zweite Mal begleitete Bobby Biber am Bibererlebnisweg Steinerfurth. An den zahlreichen verschiedenen Stationen konnten die Kinder viel über das possierliche und unter Naturschutz stehende Nagetier erfahren. Zwischendrin standen lustige Spiele, Wettbewerbe und viele Quizfragen zum Thema Biber auf dem Programm. Der knapp 4 km lange Rückweg vom Biberlehrpfad zur Schule war zu Fuß eine sehr schöne Wanderung und bot ebenfalls nochmal viele interessante Quizfragen. Für alle waren es wieder sehr schöne und gewinnbringende Naturparkprojekttage.

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Moorbeweidung mit Extensivrinderrassen

Der Naturpark Bayerischer Wald e. V., das BUND-Projekt Quervernetzung Grünes Band und die ILE Ilzer Land laden zur dritten Veranstaltung des Landschaftspflegeforums ein: Am Donnerstag, 18.07.2024 von 14:00 bis 16:30 Uhr geht es um Moorbeweidung mit Extensivrinderrassen.

Moore, insbesondere Hochmoore, sind sehr sensible Lebensräume. Daher sind Moorbeweidungen auch die komplexesten bzw. die herausforderndsten. Im Rahmen der Veranstaltung werden am Beispiel einer seit diesem Jahr erstmalig durchgeführten Moorbeweidung mit Galloway-Rindern naturschutzfachliche Ziele, tierhalterische Aspekte und Fördermöglichkeiten diskutiert. Die Veranstaltung richtet sich an Landwirte, Tierhalter und sonstige Interessierte.
Treffpunkt ist der Parkplatz am Eisstockplatz zwischen Vorderfreundorf und Gschwendet.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.  Die Veranstaltungen des Landschaftspflege-Forums sind kostenlos.

Das Landschaftspflegeforum wird vom Naturpark Bayerischer Wald und dem BUND-Projekt Quervernetzung Grünes Band nun mittlerweile im dritten Jahr veranstaltet. Es dient dem Wissensaustausch und der Vernetzung von in der Landschaftspflege aktiven Personen. Das diesjährige Forum hat das Thema „extensive Beweidung“ als Schwerpunkt.

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