Singen für ein friedvolles Zusammenleben

Grenzüberschreitendes Weihnachtsliedersingen – Am Mittwoch am Grenzbahnhof

Bayer. Eisenstein. Am kommenden Mittwoch, 12. Dezember, findet um 18.30 Uhr wieder das grenzüberschreitende Weihnachtsliedersingen am Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein statt.

Heuer bereits zum sechsten Mal lädt der Kulturverein „Über d‘ Grenz“ zusammen mit dem Naturpark Bayerischer Wald zu dieser gemeinsamen Aktion ein, bei der an vielen Orten in Böhmen zur gleichen Zeit gemeinsam Weihnachtslieder gesungen werden, zur Besinnung auf christliche Werte und friedvolles Zusammenleben. Auch heuer singen und spielen Kinder und Erwachsene des Folklore-Ensembles Hořeček+ Hořec aus Železná Ruda. Besuchern der Veranstaltungen am Grenzbahnhof sind sie schon bekannt, haben sie sich doch dort in die Herzen der Zuschauer gespielt.

Ursprünglich vom Zeitungsverlag Deniky initiiert, hat sich diese gemeinsame Aktion in ganz Böhmen verbreitet. Um ein Zeichen der Verbundenheit mit den Nachbarn zu setzen werden am Grenzbahnhof abwechselnd böhmische und bayerische Weihnachtslieder gesungen. Alle Besucher sind zum Mitsingen eingeladen, Liedtexte sind vorbereitet und die Musikanten vom Verein werden mit den Musikern von „Hořec“ den Gesang unterstützen. Damit das Singen flüssig wird, gibt es dazu wieder Punsch und Kinderpunsch.

Wie im vergangenen Jahr findet das gemeinsame Singen in der Bahnhofsgaststätte statt. Der Naturpark öffnet das historische Wirtshaus extra für diese Veranstaltung, damit weder Kinder noch Instrumente nass werden. Nach der Veranstaltung sind alle Besucher zum gemütlichen Beisammensein oder Weitersingen im Naturpark-Wirtshaus eingeladen. Der Kulturverein hofft auf viele Besucher, um ein Zeichen der Freundschaft und Zusammengehörigkeit zu setzen.bbz


Wie Licht den Himmel verschmutzt

Ausstellung im Foyer des Landratsamtes will informieren

Regen. „Wann haben Sie zuletzt einen Sternenhimmel gesehen?“, ist eine Frage, die in der Ausstellung über Lichtverschmutzung gestellt wird. Noch bis Freitag, 7. Dezember, informiert der Naturpark Bayerischer Wald in der Eingangshalle des Landratsamtes Regen über das Problem, dass der Sternenhimmel auch in wolkenfreien Nächten immer seltener zu sehen ist. Grund dafür ist das Licht, das in der Nacht von Straßenlaternen und anderen Leuchtmitteln (wie etwa Strahler, die Kirchtürme anleuchten), nach oben strahlt und den Himmel optisch aufhellt. In manchen Städten ist der Himmel bereits so hell, dass man an vielen Orten die Sterne nicht mehr sieht. Darauf macht die Ausstellung nun aufmerksam.

„Es ist gut, wenn sich eine Organisation wie der Naturpark Bayerischer Wald über so ein wichtiges Thema Gedanken macht“, sagte Landrätin Rita Röhrl bei der Öffnung der Ausstellung. Zuvor hatte schon der Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt betont, dass der Naturpark für einen schonenderen Umgang mit Licht in der Nacht werben wolle. Die Beleuchtungen sollten nur nach unten strahlen und nicht mehr in den Himmel. Schmidt begrüßte die Initiativen im Nachbarland Tschechien, wo selbst an stark befahrenen Straßen nur mehr 3000 Kelvin als Lichttemperatur zugelassen sind. An wenig befahrenen Wegen seien nur noch 2400 Kelvin üblich. In Deutschland hingegen seien 4000 und mehr Kelvin keine Seltenheit. Das Projekt soll neben der Energieeinsparung ein wichtiger Punkt beim Artenschutz sein. „Wir wollen die Insekten der Nacht schützen“, so Schmidt.

Landrätin Rita Röhrl und Rosemarie Wagenstaller (untere Naturschutzbehörde am Landratsamt) sagten, dass der Landkreis das erkannt habe. So werden am neuen Parkplatz nur LED-Lampen mit maximal 3000 Kelvin verbaut. „Es ist wichtig, dass die Leute so viel sehen, dass sie bei Dunkelheit sicher zu ihrem Fahrzeug kommen“, betont die Landrätin, dabei sei es aber nicht erforderlich, das Gelände bis in den letzten Winkel auszuleuchten.

Projektkoordinator Johannes Matt ging kurz auf die Inhalte ein. Die Besucher erfahren, was Lichtsmog ist und welche Auswirkungen vor allem der Blaulichtanteil von Bildschirmen auf den menschlichen Organismus haben kann. Auch die Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt wird in der Ausstellung aufgezeigt und Lösungsmöglichkeiten werden präsentiert. Das Projekt wird über das Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung realisiert, weiß Matt. Wichtig sei es, dass möglichst viele Menschen sich informieren würden. Der Landkreis unterstütze das Engagement gerne, versicherte Landrätin Rita Röhrl abschließend. Die Ausstellung ist bis Freitag, 7. Dezember, zu den üblichen Öffnungszeiten im Foyer des Landratsamt Regen zu sehen.bb


Ein Grüner im grünen Herzen Europas

MdB Stefan Schmidt informierte sich in Eisenstein und Bodenmais

B. Eisenstein/Bodenmais. Von einer Podiumsdiskussion in Berlin zum Bahnsteig in Bayerisch Eisenstein: Hartwig Löfflmann, Geschäftsführer des Naturparks Bayerischer Wald, war bei einer Veranstaltung in Berlin mit dem Regensburger Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Schmidt ins Gespräch gekommen und hatte den Politiker eingeladen, sich vor Ort ein Bild vom Naturpark zu machen. Zusammen mit Jens Schlüter vom Bezirksvorstand der niederbayerischen Grünen kam Schmidt jüngst nach Eisenstein, wo Löfflmann über den Naturpark informierte.

Der Geschäftsführer muss die Interessen von 89 Gemeinden und vier Landkreisen unter einen Hut bekommen und ohne großes Budget die Arbeit der etwa 17 Vollzeitstellen im Naturpark koordinieren. Auch dank ehrenamtlichem Engagement und der Unterstützung der örtlichen Politik gibt es immer wieder besondere Erfolge. So wird zum 1. Januar 2019 eine Umweltstation im Grenzbahnhof eingerichtet.

Nach einer Führung durch den Bahnhof vom Fledermauszentrum im Keller bis zur Modelleisenbahn unter dem Dach ging es für Schmidt und Schlüter in Sachen Tourismus nach Bodenmais weiter. Der Grünen-Politiker ist Mitglied im Ausschuss für Tourismus und wollte sich daher auch mit Bernhard Mosandl von der Bodenmais Marketing und Tourismus GmbH austauschen.

Dieser verdeutlichte die klare Ausrichtung von Bodenmais als Tourismusort: Über 800 000 Übernachtungen im Jahr 2017 bei etwas mehr als 3000 Einwohnern. Als Gründe für den Erfolg nannte Mosandl natürliche Gegebenheiten wie den Bretterschachten, aber auch die Qualität und Nachhaltigkeit der Betriebe und die Innovationskraft im Ort. Der Tourismusmanager setzt den Schwerpunkt weniger auf Masse als auf Klasse und auf ein breiter aufgestelltes touristisches Portfolio. Hier erwähnte Mosandl besonders den 5-Sterne-Campingplatz, der im Entstehen ist. Schmidt zeigte sich beeindruckt von der Region und nahm sie als mögliches Ziel für seine Sommer-Radltour ins Visier.bbz


Nach 25 Jahren: Verjüngungskur für Balancierbalken und Info-Tafeln

Stadt und Naturpark setzen Naturlehrpfade instand

Regen. In der Kreisstadt Regen sind vor 25 Jahren unter dem Motto „Spur zur Natur“ vier Naturlehrpfade angelegt worden. Auf den ausgeschilderten Wegen mit Infotafeln, Erlebnisstationen und diversen Naturelementen können Wanderer die Natur mit allen Sinnen erfahren und in Bild und Text lehrreiche Informationen mitnehmen. Mit Unterstützung des Naturparks hat die Stadt diese Lehrpfade jetzt wieder in Schuss gebracht.

Der Erlebnispfad „Dem Gärtner über den Zaun geschaut‘“ mit Trockenmauer, Nisthilfen, Kräuterspirale findet sich in der Mühlleite, der Weg „Spur zur Natur“ im Waldschmidtpark wartet unter anderem mit einem Barfußpfad, Balancierbalken, Summstein und Aussichtskanzel auf. Ein weiterer Naturerlebnisweg findet sich im Stadtwald am Riedberg, hier sind Ameisenhaufen zu bestaunen, Baumhöhen zu bestimmen, Spuren und ihre Verursacher zu erkennen. Und schließlich vermittelt der „Fischlehrpfad am Regen“ im Kurpark mit seinen Tafeln Wissenswertes über Fische und Lebewesen in und am Fluss.

Durch Regen, Sonne und Wind sind Teile dieser Installationen über die 25 Jahre hinweg verwittert, es bedurfte einer Instandsetzung und Renovierung. Infotafeln mussten neu gedruckt und ausgetauscht, Teilstücke von Wegen wieder erneuert werden. Die Lehrpfade wurden erfolgreich instandgesetzt.

Bei einer Begehung der aufbereiteten Lehrpfade mit Bürgermeisterin Ilse Oswald, Vorsitzendem Heinrich Schmidt und Geschäftsführer Hartwig Löfflmann vom Naturpark, der Leiterin der Tourist-Info, Angelika Michl, und Ingo Straßner vom Bauhof Regen wurden die Ergebnisse begutachtet. „Wir freuen uns, dass wir von Seiten des Naturparks diese Maßnahme wieder unterstützen konnten“, erklärte der Naturparkvorsitzende, der federführend bei diesem Projekt mitwirkte. Der Naturpark beantragte die Fördermittel über die LNPR-Richtlinie, die Ausführung der Arbeiten erfolgte durch den Stadtbauhof Regen in Eigenregie. Gefördert wurde die Maßnahme durch die Höhere Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern aus Mitteln des Umweltministeriums. Die Kosten von 8000 Euro wurden mit 50 Prozent bezuschusst.

„In Regen kann man die Stadt mit Wanderstiefeln erkunden“, meinte Angelika Michl. „Diese einzigartige Kombination aus Bewegung, Information und Entspannung auf unseren Lehrpfaden kommt an.“ Ausführliches Kartenmaterial zu den einzelnen Lehrpfaden und Wanderwegen ist in der Tourist-Information in Regen erhältlich.bb


Lichtverschmutzung und ihre Folgen

Neue Ausstellung im Naturpark-Haus eröffnet

Zwiesel. Der Naturpark Bayerischer Wald hat zu seinem innovativen Projekt zum Thema „Lichtverschmutzung“ jetzt eine Dauerausstellung im Naturpark-Infohaus eingerichtet.

Zur Eröffnung der Ausstellung konnte Hartwig Löfflmann vom Naturpark etwa 20 Interessierte begrüßen. Projektkoordinator Johannes Matt führte bei einem kleinen Rundgang durch die neue Ausstellung, die von Texten auf Deutsch und Tschechisch begleitet wird. Nicht nur die vielfältigen Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf den menschlichen Organismus sowie auf die Tier- und Pflanzenwelt werden in der Ausstellung thematisiert, sondern auch Empfehlungen zur Reduzierung von Lichtsmog aufgezeigt und wie der dunkle Nachthimmel geschützt werden kann.

Bei der Eröffnung war auch Vladislav Houda vom tschechischen Projektpartner „Aktivity Pro“ vor Ort. Houda führte eine ganz spezielle LED-Lampe vor. Diese kann nicht nur von Tageslicht über warmweißes Dämmerungslicht zu orangem Abendlicht umschalten, sondern hat im Abendlicht keinen Blaulichtanteil im Wellenspektrum. Genau dieser Blaulichtanteil im Kunstlicht oder auch in Bildschirmen hat den größten Einfluss auf die menschliche Gesundheit, indem er den für einen gesunden Schlaf erforderliche Melatoninspiegel drückt. Eine so genannte Vertiefungsstation, welche viele zusätzliche Informationen zum Thema „Lichtverschmutzung“ bietet, rundet die Ausstellung ab.

Bei einem kleinen Imbiss ließ man die Eröffnung mit Fachgesprächen, welche gleich zur weiteren Vernetzung beispielsweise mit der Sternwarte Rossberg bei Cham genutzt wurden, ausklingen. Zudem bot am Veranstaltungsabend Josef Bastl von der Bayerwald Sternwarte per Teleskop die Gelegenheit zur Sternen- und Planetenbeobachtung. Trotz klarem Himmel war beispielsweise die Milchstraße über Zwiesel nur schwach zu sehen. Ein eindeutiger Hinweis auf die auch in den Kleinstädten des Bayerischen Waldes bereits hohe Lichtverschmutzung.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des INTERREG-Projektes „Lichtverschmutzung – gemeinsames Verfahren“ erstellt und kann im Naturpark-Infohaus bis Weihnachten von Montag bis Freitag jeweils von 9.30 bis 16.30 Uhr und dann wieder täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr besichtigt werden.löf


Brutplätze für die Heidelerche, freie Sicht für Wanderer

Naturpark sorgt für Entbuschung am Silberberg – Bergbau-Abraumhalden als erhaltenswerte Biotope

Bodenmais. Auch wenn die Landschaft rund um den Silberberg bei Bodenmais noch recht strukturreich ist und eine große Vielfalt an Arten und Biotopen zu bieten hat, ist im Vergleich zu früheren Zeiten das einst bunte und eng verzahnte Mosaik aus Offenland und Wald größtenteils verloren gegangen. Die noch durch den Bergbau entstanden offenen Flächen werden sukzessive von Bäumen besiedelt, verbuschen und werden langfristig zu Wald. Um dem zu begegnen wurde nun eine Fläche von 7300 Quadratmeter nordwestlich vom Silberberggipfel entbuscht.

Diese Maßnahme wird vom Naturpark in enger Abstimmung mit dem Historischen Bergwerk, der Silberbergbahn, den Bayerischen Staatsforsten, der Unteren Naturschutzbehörde und dem Markt Bodenmais durchgeführt. Im Rahmen einer Veranstaltung zu „25 Jahre Natura 2000“ wurde der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Regen von der Höhere Naturschutzbehörde der Regierung von Niederbayern ein Gutschein für die Umsetzung von Maßnahmen im Fauna-Flora-Habitat- Gebiet (FFH-Gebiet) „Silberberg“ überreicht. Der Markt Bodenmais beteiligt sich zudem finanziell. Johannes Matt, Arber-Gebietsbetreuer des Naturparks Bayerischer Wald, hat die Arbeiten in die Wege geleitet.

Am Silberberg befinden sich diverse Abraumhalden als Relikte der früheren Bergbautätigkeiten. Im Sommer herrscht dort ein recht heißes lokales Kleinklima, das auch die Vegetation prägt. Über die Beschattung durch Bäume gehen diese Lebensraumbedingungen verloren. Zum anderen gibt es trockene Heiden und Felsheiden, die sich durch Zwergsträucher wie Heidelbeere und Heidekraut auszeichnen. Diese werden ebenfalls langfristig durch zunehmenden Baumbestand verdrängt.

Die Entbuschung kommt nicht nur den Lebensräumen der Felshalden und –heiden zu Gute, sondern auch der Heidelerche. Für diese seltene bodenbrütende Vogelart könnten die Offenlandbereiche am Silberberg ein sehr attraktives Brutgebiet sein. Im kommenden Jahr werden am Silberberg darüber hinaus Nistkästen für die Haselmaus aufgehängt. Diese werden von der Lehrlingswerkstatt des Staatsforstbetriebs Bodenmais angefertigt.

Nicht zuletzt kommt die Maßnahme auch den Wandereren und Naherholungssuchenden zu Gute, die nun vom Silberberg wieder eine bessere Aussicht genießen können. Johannes Matt bilanziert, dass sich hier Erholung und Naturschutz wunderbar zusammenfügen.bb


Von Berg zu Berg

Letzte Wanderung in diesem Jahr mit den Arbergebietsbetreuern – Erfolgreiche Saison 2018

Gr. Arber. Trotz kühlen und nebligen Wetters trafen sich am Samstagmorgen fast 30 Teilnehmer am Brennes, um gemeinsam mit den Arbergebietsbetreuern Anette Lafaire vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald und Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald die Wandersaison 2018 ausklingen zu lassen. Mit dabei waren auch Gäste, die extra von Schwandorf und Weiden angereist waren.

Das erste Etappenziel war der Gipfel des Großen Arbers. Der Aufstieg wurde durch verschiedene Erläuterungen über die Natur rund um das Arbergebiet verkürzt. An einer Stelle konnten die Teilnehmer sogar das versteckt wachsende Leuchtmoos bewundern. Dies leuchtet jedoch nicht von selbst, sondern reflektiert die wenigen Sonnenstrahlen, die auf kleinste Silikat-Einlagerungen treffen. Am Gipfel blieb den Wanderern die gewohnt herrliche Aussicht aufgrund dichten Nebels verwehrt.

An der Märchenwiese erklärten die beiden Gebietsbetreuer die Lebensweise der Auerhühner und warum es vom 1. November bis 30. Juni in diesem Bereich ein striktes Wegegebot gibt. „Das Auerwild reagiert sehr empfindlich auf Störungen, die im Win-ter im schlimmsten Fall zum Hungertod der Tiere führen können“, erklärten die Gebietsbetreuer.
Mit einem kleinen Abstecher über den Bürstling samt Erklärungen zu den Bodenmaiser Schachten und ihrer Beweidung, die schon seit 1522 dort stattfindet, wurde dann der Kleine Arber bestiegen. Dort hatte Petrus ein Einsehen und öffnete zeitweise die Wolkendecke, so dass zumindest teilweise die umliegenden Berge und Täler erkennbar waren. Zur Auflockerung gab es von Johannes Matt noch ein paar lustige Geschichtchen aus dem Böhmerwald.

Am kleinen Arbersee gönnte man sich eine Einkehr, um von dort gestärkt zum Ausgangsort zurückzuwandern. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die Wanderung mit den verschiedenen kurzweiligen Erklärungen und Anekdoten der Gebietsbetreuer lehrreich und zugleich sehr abwechslungsreich war und sich auch die weiteste Anreise mehr als gelohnt hatte.

Ein positives Resümee können auch die beiden Arbergebietsbetreuer ziehen. Johannes Matt führte allein in dieser Saison über 1200 Personen ins Arbergebiet. Die nächsten Führungen werden im kommenden Jahr in den Faschingsferien angeboten. Diese werden wieder im Rahmen von „BayernTourNatur“ und „Umweltbildung.Bayern“ stattfinden.bbz


Wird die Nacht zum Tag?

Ausstellung zum Thema „Lichtverschmutzung“ beim Naturpark

Zwiesel. Was versteht man eigentlich unter „Lichtverschmutzung“? Welche Auswirkungen hat der Verlust der dunklen Nacht auf den menschlichen Organismus, auf die Tier- und Pflanzenwelt? Und wie kann man Lichtverschmutzung vermeiden? Die Antworten darauf und vieles mehr werden in einer neuen Naturpark-Dauerausstellung präsentiert.

Eröffnet wird sie am kommenden Donnerstag, 8. November, im Naturparkhaus in Zwiesel (an der B 11, vor der Abfahrt Zwiesel-Süd). Heinrich Schmidt und Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald werden kurz die bisher im Projekt zum Thema Lichtverschmutzung erreichten Ziele und neue Projektaussichten präsentieren. Projektkoordinator Johannes Matt wird anschließend durch die neue Ausstellung führen und auf die Thematik der Lichtverschmutzung eingehen.

Außerdem wird Gelegenheit geboten, Planeten und Sterne per Teleskop zu beobachten. Josef Bastl von der Bayerwald Sternwarte wird für Fragen rund um die Astronomie zur Verfügung stehen, aber auch den Einfluss des Lichtsmogs auf astronomische Beobachtungsmöglichkeiten im Bayerischen Wald aufzeigen.

Zu dieser Auftaktveranstaltung am 8. November um 19.30 Uhr lädt der Naturpark Bayerischer Wald gemeinsam mit der Bayerwald Sternwarte alle Interessierten in das Naturpark-Informationshaus ein. Für einen kleinen Imbiss wird gesorgt.

Die Ausstellung wurde im Rahmen des Interreg-Projekts „Lichtverschmutzung – gemeinsames Verfahren“ erstellt. Das Projekt wird über das Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik gefördert und durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung realisiert.

Das Naturparkhaus ist bis Weihnachten nur von Montag bis Freitag jeweils von 9.30 bis 16.30 geöffnet.bbz


Open-Air-Semester im Naturpark

Zwiesel. Die Möglichkeit, ein Semester lang die Universität mit der Natur zu tauschen, bietet der Naturpark Bayerischer Wald im Rahmen des Commerzbank-Umweltpraktikums. Dabei übernehmen Praktikanten im Bereich Umweltbildung eine breite Palette von Aufgaben im Naturpark. Dazu gehören die Durchführung von Projekttagen, die Begleitung von Schulklassen an der Umweltstation Viechtach, das Führen von Gruppen durch die NaturparkWelten im Grenzbahnhof Eisenstein oder die Ausarbeitung von neuen Führungskonzepten.

Der Naturpark Bayerischer Wald ist seit 1993 Projektpartner der Bank und kann dank der finanziellen Unterstützung wie im Vorjahr zwei Praktikumsstellen je drei Monate anbieten, wobei die Praktikanten mit einer Aufwandsentschädigung und Unterkunft rechnen können. Bewerbungen sind ab sofort bis 15. Januar 2019 online unter www.umweltpraktikum.com möglich. Dort finden sich, wie auf den Seiten des Naturparks, weitere Informationen zum Praktikum.bbz


Damit das Auerwild überleben kann

Ab 1. November Schutzzeitbeginn in Arberregion

Bodenmais. Für das Auerhuhn beginnt jetzt die schwere Jahreszeit, im Winter ist das Auerwild besonders schutzbedürftig. Beispielsweise durch abseits der Wege gehende Wanderer und Schneeschuhgeher aufgeschreckt, wird es zur energiezehrenden Flucht veranlasst. Aufgrund des Auffliegens und der hohen Fluchtdistanz muss das Auerhuhn den zwölffachen Energieaufwand aufbringen als im normalen Zustand. Wiederholen sich die Störungen, kann dies zum Tod des Auerhuhns führen.

Daher gilt vom 1. November bis zum 30. Juni nächsten Jahres in der Arberregion wieder das Wegegebot zum Schutz des Auerhuhns. Vom Mühlriegel über den Kleinen und Großen Arber bis hin zum Bretterschachten, sowie zum Kleinen und Großen Arbersee reicht das Wildschutzgebiet fürs Auerwild. Zudem besteht für Hunde eine ganzjährige Anleinpflicht. Dies beinhaltet die landkreisübergreifende Verordnung, die von den Jagdbehörden der Landratsämter Regen und Cham gemeinsam erlassen wurde. Die beiden Gebietsbetreuer der Arberregion, Anette Lafaire und Johannes Matt, haben neue Info-Tafeln aufgestellt.

Jeder Erholungssuchende kann einen Beitrag zum Erhalt des Auerhuhns leisten, indem er auf den markierten Wegen bleibt und nur gespurte Loipen zum Langlaufen nutzt, Schneeschuh- und Skitouren auf ausgewiesene Routen beschränkt.bb