Im Rahmen des Naturpark - Bildungsprogramms 2020 bietet der Naturpark Bayer. Wald e.V. einen Streuobstbaumschnittkurs in der Gemeinde Hunding im Landkreis Deggendorf an. Die Veranstaltung läuft in Zusammenarbeit mit den Hundinger Goldbergbauern. Treffpunkt ist am Samstag, 07.03.2020 um 14:00 Uhr vor dem Gasthaus zum Goldberg in der Ortsmitte von Hunding. Referent ist Gartenbauingenieur Martin Straub, Msc. Ökologische Landwirtschaft. Die Veranstaltung findet bei jedem Wetter statt und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk sind erforderlich. Anmeldung ist nicht notwendig. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Zu Beginn gibt es einen kurzen Vortrag im Gasthaus zum Goldberg, anschließend wird nach draußen gegangen.

Streuobstbäume sind ein charakteristisches Wahrzeichen für typisch

bäuerlich geprägte Kulturlandschaft im Naturparkgebiet. Leider drohen viele Bäume bei ungenügender Pflege zu vergreisen. Streuobstbestände sind von der Ökologie her für intakte Landschaften sehr wichtig, liefern aber gerade auch in typischen Obstbaulagen entsprechende Einkünfte für den Landnutzer. Der Naturpark möchte mit dieser Aktion versuchen, auch möglichst viele jüngere Leute wieder als Obstbaumschneider zu gewinnen.


Eines der seltensten, aber doch imposantesten Tiere im Bayerischen Wald ist das Auerhuhn. In einem Vortrag präsentierte Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion beim Naturpark Bayerischer Wald, neben den Monitoring-Ergebnissen, die Lebensräumvielfalt und die Gefährdungen des Auerhuhns im Arbergebiet.

Die Gesamtpopulation im Bayerischen Wald und Böhmerwald kann aktuell als stabil eingestuft werden. Neben dem Hauptvorkommen in den beiden Nationalparken Bayerischer Wald und Šumava sind die Vorkommen außerhalb, wie in der Arberregion, essentiell für den Fortbestand des Auerhuhns. In der Arberregion finden sich die verschiedenen Habitatstrukturen, wie größere Freiflächen, Altholzbestände, Dickungen, hohe Deckung an Zwergsträuchern und anmoorige Bereiche teils engräumig und mosaikartig verzahnt. Diesen hohen Anspruch an den Lebensraum stellt das Auerhuhn. Neben den natürlichen Fressfeinden wie Wildschwein, Fuchs, Marder, Dachs und Habicht wird es zunehmend durch den Menschen beeinträchtigt. Denn, wenn ein Auerhuhn im Winter durch abseits der markierten Wanderwege, Schneeschuh- und Skitourenrouten gehende Wintersportler aufgeschreckt wird und flüchten muss, verbraucht es das Zwölffache an Energie als ohne Störung. Wichtig ist also, die Tiere vor solchen Einflüssen zu schützen. Daher wurden in der Arberregion ein Vogelschutz- und ein Wildschutzgebiet für das Auerwild ausgewiesen. Hier gilt von November bis Ende Juni ein Wegegebot und eine ganzjährige Anleinpflicht für Hunde.

Als weitere Maßnahmen werden Besucherlenkung, Beschilderung mit Infotafeln, und Öffentlichkeitsarbeit durchgeführt. Beispielsweise wurde in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Alpenverein zum zweiten Mal der Aktionstag "Natürlich auf Tour" veranstaltet, sowie die erste Alpenvereinskarte für ein Mittelgebirge „Arberregion.Kaitersberg.Osser“ herausgegeben. Durch diese und viele weitere Informationsmaßnahmen wird weiterhin ein Bewusstsein für den Naturschutz geschaffen, wie Johannes Matt den Zuhörern im Naturparkinformationshaus erläuterte.

Die Wanderausstellung umfasst fünf Roll-Up-Displays mit wichtigsten Informationen zum Auerhuhn im Bayerischen Wald auch Präparate und einen Flyer. Die Auerhuhn-Ausstellung kann täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr zu den Öffnungszeiten des Naturparks-Informationshaus in Zwiesel besichtigt werden. Sie steht zudem interessierten Vereinen, Verbänden und Einrichtungen, sowie Schulen zur Ausleihe zur Verfügung.

Bild: Gebietsbetreuer für die Arberregion Johannes Matt stellte das Auerhuhn in seinem Vortrag als auch anhand der neuen Naturpark-Ausstellung vor. (Bildautor: Naturpark Bayerischer Wald).


Im Naturpark Wirtshaus im Grenzbahnhof Eisenstein hieß es „Anzapft is“. Hartwig Löfflmann zapfte das erste Holzfaß „Silvator“ im Beisein von Braumeister Andreas Keller von der 1. Dampfbierbrauerei Pfeffer in Zwiesel. Wie in alter Zeit, wurde historisch korrekt, das dunkle Starkbier unfiltriert abgefüllt. Dazu gab es typisch bayerische Gerichte und Brotzeiten.

Höhepunkt waren zwei Theaterstücke von Toni Lauerer, die von der Waidlerbühne Bayerisch Eisenstein aufgeführt wurden. Gabi und Markus Nowak spielten das Stück „Das Rendezvous“ und Karin Zitzelsberger und Hans Haas das Stück „Die gute Nachbarschaft“. Karin Zitzelsberger sang einmal mit Gabi Nowak und einmal mit Hans Haas zwei Couplets zur allgemeinen Erheiterung, musikalisch begleitet wurde alles von Michael Herzog am Akkordeon.

Der Silvator wird in den nächsten Wochen noch ausgeschenkt, der Grenzbahnhof ist gut im Stundentakt mit der Waldbahn erreichbar.


Als Gebietsbetreuer für die Arberregion hat Johannes Matt die Entwicklung des Auerwildbestands fest im Blick. Denn in den Hochlagen im Arbergebiet kommt das selten gewordene Auerhuhn noch vor. Zum Schutz des größten Waldvogels Mitteleuropas wurde neben einem Vogelschutzgeiet das Auerwildschutzgebiet „Arber“ eingerichtet. Im Vortrag werden neben dem Monitoring-Ergebnissen, dem Lebensraum und den Gefährdungen die verschiedenen Schutzmaßnahmen für den Wappenvogel des Naturparks Bayerischer Wald vorgestellt. Neben dem Vortrag wird die neue mobile Naturpark-Ausstellung zum Thema „Auerhuhn“ präsentiert.

Zu diesem rund einstündigen Vortrag lädt der Naturpark Bayerischer Wald alle Interessierten am Donnerstag, den 5. März 2020 um 19.30 Uhr in das Naturparkinformationshaus in Zwiesel ein.

Bild: Gebietsbetreuer für die Arberregion Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald lädt am Donnerstag, den 5. März 2020 zum Vortrag „Das Auerhuhn in der Arberregion“ ein. (Bildautor: J. Matt).


Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. bietet gemeinsam mit dem Staatlichen Schulamt Regen/Freyung-Grafenau eine Lehrerfortbildung an der Naturpark Umweltstation Bayerisch Eisenstein an. Das Thema lautet: „Wie Beleuchtung nicht nur die Liebe beeinflusst“.

Bisher wird das Thema „Lichtverschmutzung“ auch in der Bildungsarbeit wenig beachtet. Jedoch hat Lichtverschmutzung vielfältige Auswirkungen z.B. auf uns Menschen, Insekten und Fledermäuse. Hier besteht mit dem Europäischen Fledermauszentrum an der Umweltstation ein idealer außerschulischer Lernort für diese Thematik. Auch werden weitere Möglichkeiten an Projettagen für Schulklassen an der Umweltstation vorgestellt.

Die Umweltstation Bayerisch Eisenstein steht für alle Schularten und –klassen zur Verfügung. Die Fortbildung findet am Mittwoch, den 04.03.2020 um 14.30 Uhr statt und dauert etwa 2 Stunden und ist auch im FIBS –Informationssystem für Lehrkräfte eingetragen. Anmeldung beim Schulamt Regen – Freyung-Grafenau oder beim Naturpark unter 09922 80 24 80 bis 03.03.2020.

Alle interessierten Lehrkräfte und ErzieherInnen sind herzlich zur Lehrerfortbildung eingeladen.

Bild: Am Mittwoch, den 04.03.2020, um 14.30 Uhr findet eine Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte und ErzieherInnen an der Naturpark Umweltstation Bayerisch Eisenstein statt.

(Bildautor: Dietmar Nill)


Der Naturpark Bayerischer Wald lädt für Samstag, den 29.02.2020 ab 18.00 Uhr zum Theater und Starkbieranstich in das Historische Naturpark Wirtshaus ein. Es gibt bayerische Brotzeiten, man kann sich aber auch beispielsweise mit einem Niederbayerischen Schweineschäuferl verwöhnen lassen. Der Naturpark legt Wert auf regionale Küche. Die Waidlerbühne Bayerisch Eisenstein führt zwei Stück von Toni Lauerer auf. Anschließend gibt es noch zwei Lieder. Karin Zitzelsberger singt einmal mit Gabi Nowak und einmal mit Hansjürgen Haas. Für die musikalische Umrahmung sorgt Michael Herzog.

Der Eintritt ist frei. Tischreservierung ist erwünscht. Zum Ausschank kommt der „Silvator“ der Dampfbierbrauerei Pfeffer.

Die An- und Abreise ist bequem stündlich mit der Waldbahn möglich, letzte Rückfahrmöglichkeit Richtung Zwiesel und Plattling besteht um 21.41 Uhr.


Nicht weit von der Stadtmitte Passaus liegt das Naturschutzgebiet Halser Ilzschleifen. Die Geologie zwingt die Ilz hier kurz vor ihrer Mündung in die Donau in eine Doppelschleife. Der Gebietsbetreuer des Ilztales Stefan Poost erläutert neben der seltenen Tier- und Pflanzenwelt im Naturschutzgebiet anhand alter Bilder auch die historische Holztrift auf dem Gewässersystem der Ilz. An der Triftsperre gelangt man durch den Trifttunnel unter der Burg Reschenstein auf die andere Seite der Ilz und wundert sich, warum diese jetzt anscheinend in die andere Richtung fließt. Die Führung am Sonntag, den 23.02.2020 um 14:00 Uhr dauert gut zwei Stunden und findet bei jedem Wetter statt. Treffpunkt ist der Parkplatz am Hofbauerngut in Hals.


Der Gebietsbetreuer für die Arberregion Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald lädt zu einer geführten Wanderung rund um Bayerisch Eisenstein ein. Entlang des Weges werden die Besonderheiten des Arberwaldes näher erkundet, sowie Sagen und Geschichten aus dem Bayerischen Wald erzählt.

Treffpunkt ist am Mittwoch, den 26. Februar 2020 um 10.30 Uhr am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein an der Info-Theke in der Eingangshalle. Die geführte Wanderung wird etwa vier bis fünf Stunden dauern. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zur Einkehr im Naturpark Wirtshaus. Anmeldungen werden bis Dienstag, 25.02.2020, 12:00 Uhr bei der Touristinfo Bayerisch Eisenstein unter Tel.: 09925 90 19 001 entgegen genommen. Die Gemeinschaftsveranstaltung mit der Touristinfo Bayerisch Eisenstein ist kostenlos.

Bild: Der Gebietsbetreuer für die Arberregion bietet eine Führung durch den winterlichen Arberwald an. (Bildautor: J.Matt).


Bei der Sanierung des Grenzbahnhofes hat man von Anfang an bewusst auf eine barrierefreie Nutzung gesetzt. Deshalb war es im vergangenen Jahr auch folgerichtig, sich um die Auszeichnung  „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“ beim Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales zu bewerben. „Dieses Signet ist ein Zeichen der Anerkennung für alle, die Barrieren abbauen wollen und gleichzeitig ist es Ansporn, noch mehr für Barrierefreiheit zu tun“, erläutert der Naturparkvorsitzende Heinrich Schmidt.

Die NaturparkWelten im Grenzbahnhof Bayer. Eisenstein sind zum Einen gut mit der Waldbahn, z. B. mit einem Rollstuhl, erreichbar, zum Anderen stehen im Gebäude zwei Aufzüge und eine behindertengerechte Toilette zur Verfügung. Außerdem ist das Personal bei Bedarf behilflich. Das ist ein bedeutsamer Schritt in die Richtung, dass alle am gemeinschaftlichen Leben teilhaben können. Das Thema Inklusion gewinnt in jüngster Zeit mehr und mehr an Bedeutung. Der Naturpark hat sich schon zum zweiten Mal in Folge mit Erfolg als Barrierefreie Einrichtung zertifizieren lassen. „Wir freuen uns auf zahlreiche Gruppen, die in Zukunft unser Angebot annehmen werden“, so Geschäftsführer Hartwig Löfflmann bei der Übergabe der Auszeichnung. Gruppen mit Handycap suchen verstärkt nach Angeboten, die für Sie geeignet und in erreichbarer Entfernung sind.

Fotos (H. Löfflmann): v.l. Heinrich Schmidt, 1.Vorsitzender Naturpark Bayer. Wald, Hartwig Löfflmann Geschäftsführer und Stellvertretender Landrat Helmut Plenk in seiner Funktion als Behindertenbeauftragter des Landkreises Regen


Am vergangenen Samstag machten sich 30 Ehrenamtliche mit Schneeschuhen und Skitourenausrüstung und besonderen Auftrag auf in die Hochlagen der Arberregion. Ausgestattet mit grüner Weste, kleinen Studentenfutterpackungen, Infomaterial, Flyern und Handzetteln zum Auerhuhn. Ihr Auftrag: Skitouren- und Schneeschuhgehern im Gelände über das Auerhuhn als besonders schützenswerte Art und über die verschiedenen Schutzgebiete, wie das Wildschutzgebiet fürs Auerwild, zu informieren. Ziel war es mit den Wintersportlern ins Gespräch zu kommen und offene Diskussionen zu führen.

Im Rahmen der Kampagne „Natürlich auf Tour“ des Deutschen Alpenvereins (DAV) findet der Aktionstag bereits seit über fünf Jahren in mehreren bayerischen Alpenregionen statt. Dieses Jahr beteiligte sich erstmalig unter der Organisation von Naturpark-Ranger Marco Müller die Dreisesselregion. Im Arbergebiet wurde der Aktionstag zum zweien Mal vom Gebietsbetreuer für die Arberregion Johannes Matt gemeinsam mit vielen Unterstützern organisiert. Es beteiligten sich zum einen Mitglieder der Sektionen des DAV Deggendorf und Straubing und der Bergwacht- Bereitschaften Ruhmannsfelden und Zwiesel. Zum anderen waren vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und vom Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten Mitarbeiter unterwegs. Des Weiteren waren Mitglieder des Landesbund für Vogelschutz der Kreisgruppe Regen beteiligt. Abgerundet wurde die Gruppe von Mitarbeitern der Touristinformationen Arnbruck und Bodenmais, sowie Wanderführern und Naturpark Rangern.

Die Unterstützer waren, aufgeteilt in Teams, ausschließlich auf den markierten Wegen in Richtung Schwarzeck, Heugstatt, Enzian, Riesloch, Chamer Hütte, Mittagsplatzl und Großer Arber unterwegs. Viele Teilnehmer zeigten vorbildhaft, wie sich Wintersport und ÖPNV miteinander verbinden lassen und stiegen in den öffentlichen Regionalbus. Zudem wurden bei der Bergwachthütte am Großen Arber und auf der Berghütte Scharbeben zwei kleine Infostände aufgebaut. Insgesamt wurden am Aktionstag mehr als 280 Wintersportler im Gelände angesprochen und informiert.

„Über das offene, lockere Gespräch mit den Wintersportlern wollen wir die Bekanntheit und Akzeptanz für das Auerwildschutzgebiet steigern“ bekommen wir ein umfassendes Stimmungsbild inwiefern diese über Schutzgebiete und Schutzbedürftigkeit des Auerhuhns informiert sind“ so Gebietsbetreuer Johannes Matt und ergänzt. „Mit dem Aktionstag wird die Verordnung zum Auerwildschutzgebiet vom Schreibtisch geholt und mit Leben gefüllt.“

Nach dem Aktionstag trafen sich die Unterstützer beim Adam’s Bräu auf einen wohl verdienten Kaffee und Kuchen, welcher vom DAV gestellt wurde. Ziel der Nachbesprechung war es das Stimmungsbild der Wintersportler als auch der Beteiligten einzufangen. 95 Prozent der angesprochenen Personen reagierten positiv auf den Aktionstag und zeigten Verständnis für die Schutzgebiete und deren Regelungen. Neben diesen durchwegs positiven Reaktionen der Wintersportler, kam dabei die unzureichende Beschilderung im Winter und die teils mangelnde Besucherlenkung zur Sprache. Auch die Angebote von gewerblichen Ski- und Schneeschuhtouren, sowie auf den Tourenportalen im Internet wurden angesprochen. Mit in die Diskussion brachte sich Joachim Haller, 1. Bürgermeister des Marktes Bodenmais, ein: „In der Arberregion sind viele attraktive und naturverträgliche Touren in den Schutzgebieten möglich. Naturschutz und Wintersport kann hier miteinander im Einklang stattfinden“.

Abschließend bedankte sich Gebietsbetreuer Matt bei allen Unterstützern für den wiederholt großartigen Erfolg des Aktionstages.

Bild 1: Für umweltverträgliches Skibergsteigen waren 30 Ehrenamtliche in der Arberregion unterwegs und informierten Wintersportler über das Auerhuhn und Schutzgebiete. Die Unterstützer der Bergwacht sind nicht auf dem Bild. (Bildautor: Marco Felgenhauer).