Weißenstein Der Pfahl ist eines der bedeutendsten landschaftlichen Wahrzeichen des Bayerischen Waldes. Seine Eigenart und Schönheit verleihen diesem Naturdenkmal einen besonderen Erholungs- und Erlebniswert. Durch die Bodeneigenschaften, welche sich aufgrund des Quarzgesteins von denen des restlichen Mittelgebirges unterscheiden, ergibt sich eine im Bayerischen Wald seltene Fauna und Flora mit vielen Besonderheiten. Neben den landschaftlichen Highlights bietet Weißenstein zudem einen interessanten Einblick in die Geschichte, angefangen vom Dichterturm bis zum Grab von Siegfried von Vegesack. Erkunden Sie mit uns die höchsten Punkte des Pfahls und erfahren Sie dabei neben Botanik und Geschichte auch Wissenswertes über die Schwerpunkte der Landschaftspflege im Naturschutzgebiet Weißensteiner Pfahl. Los geht’s am Montag, den 20.07. um 16:00 Uhr am Parkplatz bei der Burgruine Weißenstein. Die kostenlose Führung dauert in etwa zwei Stunden.

Eine Anmeldung ist spätestens bis zum Sonntag, den 19.07.20 bis 12:00 Uhr beim Naturpark unter Telefon 09922 80 24 80 erforderlich. Es dürfen nur angemeldete Personen teilnehmen, da die Teilnehmerzahl auf 15 Personen beschränkt ist. Vor, während und nach der Veranstaltung ist der Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Es gelten die üblichen Hygienevorschriften


Arberregion. Nass, nässer und immer nässer wurde es am Goldsteig am Osthang des Enzians. Der dortige Bohlensteig war in die Jahre gekommen und morsch geworden. Wasser strömte über den Steg und es wurde sehr schlammig dort. Die Wanderer wichen zunehmend in die angrenzenden Feuchtflächen aus. Nun hat der Bauhof Bodenmais angepackt und den Bohlenweg instandgesetzt. Franz Weinberger und Stefan Weikl vom Bauhof Bodenmais verlegten insgesamt rund 425 Bohlen mit ein Meter Breite auf ca. 110 Meter Weglänge.

„Mit dem Bohlensteg schützen wir die wollgrasreiche Flachmoorvegetation direkt neben dem Weg vor Trittschäden der Wanderer. Denn es wachsen dort neben dem Scheiden-Wollgras, Pfeifengras auch Torfmoose, die für den kleinen Moorbereich sehr wichtig sind“, erläutert Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion vom Naturpark Bayerischer Wald. Mit dieser Maßnahme von Markt Bodenmais und Naturpark Bayerischer Wald ist ein weiterer kleiner Schritt der Besucherlenkung in der Arberregion umgesetzt.


 

Regenhütte. Die zweite Veranstaltung aus der Reihe „Unterwegs mit dem Naturpark-Ranger“ führt uns an die spannende Flusswelt am Großen Regen. Bei einem gemütlichen Spaziergang durch den Wald erkunden wir den Lebensraum von Wasseramsel, Biber und Flussuferläufer. Neben naturkundlichen Themen begeben wir uns auch auf die Spuren der Holzdrift, welche prägend für den umliegenden Wald und das Gewässer ist. Nahe des Flusswanderweges liegt auch das Waldmoor „Rotfilz“, wo seltene Tierarten wie die Kreuzotter noch regelmäßig vorkommen und die seltene Baumart Spirke für einen einzigartigen Waldcharakter sorgt.

Die Veranstaltung findet am Montag, den 13.07.2020 um 16.00 Uhr statt und dauert ca. 2 Stunden. Treffpunkt ist am Parkplatz am Tiermuseum Regenhütte. Eine Anmeldung ist spätestens bis zum 12.07.2020 um 12 Uhr beim Naturpark unter der Telefonnummer 09922 80 24 80 erforderlich. Es dürfen nur angemeldete Personen teilnehmen, da die Teilnehmerzahl auf fünfzehn Personen beschränkt ist. Während der gesamten Veranstaltung ist der Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Es gelten die üblichen Hygienevorschriften.


Von der Messerschmidmühle führt der Themenrundwanderweg in einer Achterschleife durch das Tal der Wolfsteiner Ohe von der Göschlmühle zur Haiblmühle und wieder zurück zur Messerschmidmühle. Auf dem Rundweg erhalten Sie Informationen zu Flora und Fauna sowie zur historischen Nutzung der Wasserkraft. In einer Achterschleife entlang der idyllischen Wolfsteiner Ohe begleiten den Wanderer neu angelegte Auwälder und Brücken. Der Gebietsbetreuer Stefan Poost erklärt Ihnen die Lebensweise von Biber, Wasseramsel. Mit etwas Glück kann vielleicht auch der Eisvogel gesehen werden. Die Rundtour findet am Sonntag, den 19.07.2020 statt, Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Parkplatz an der Messerschmidmühle.

Eine Anmeldung ist spätestens bis zum Freitag 17.07. bis 12 Uhr beim Naturpark unter Telefon 09922 80 24 80 erforderlich. Es dürfen nur angemeldete Personen teilnehmen, da die Teilnehmerzahl auf 15 Personen beschränkt ist. Vor, während und nach der Veranstaltung ist der Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Es gelten die üblichen Hygienevorschriften.


Das Läuten der Kuhschellen gehört bereits seit Jahrhunderten unzertrennbar zum Hochsommer in den Hochlagen des Bayerischen Waldes. Bereits seit dem Jahre 1522 werden mehrere Schachten in der Arberregion von Weiderechtlern aus Bodenmais beweidet. Von den einst über hundert Weiderechtlern, sind es heute nur noch drei, die alljährlich Jungrinder auf die Bodenmaiser Schachten auftreiben. Viele Geschichten haben sich im Laufe der Zeit dort zugetragen. Heute leistet die Beweidung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt im Vogelschutzgebiet „Großer und Kleiner Arber mit Scharzeck“.

Die Kreisgruppe Regen des Landesbunds für Vogelschutz und die Kreisgruppe Deggendorf des Bund Naturschutz, sowie der Naturpark Bayerischer Wald laden gemeinsam am Sonntag, den 12.07.2020 zu einer ganztägigen Wanderung ein. Hierbei besteht die Gelegenheit die alte Weidetradition, die heutige Beweidung und die Schachten vor Ort näher kennenzulernen. Ludwig Fritz, einer der Bodenmaiser Weiderechtlern wird Historisches und Informatives zu dieser alten Nutzungsform erläutern. Die Wanderung über Mittagsplatzl, Bodenmaiser Mulde, Arberhütten- und Diensthüttenschachten und Hochzell wird vom Gebietsbetreuer für die Arberregion vom Naturpark Bayerischer Wald Johannes Matt geleitet.

Treffpunkt ist um 10.30 Uhr am Parkplatz Bretterschachten. Die Anreise ist mit dem öffentlichen Bus möglich. Festes Schuhwerk, wetterangepasste Kleidung und Brotzeit sind für die mittel-schwere, ca. fünfstündige Wanderung erforderlich. Eine gute Kondition und Ausdauer sind zudem Voraussetzung. Eine Anmeldung zur Wanderung ist bis Freitag, den 10.07.2020, 12 Uhr bei der Tourist-Info Bodenmais, Tel.: 09924 778 135 erforderlich. Es dürfen nur angemeldete Personen teilnehmen, da die Teilnehmerzahl auf 15 Personen beschränkt ist. Während der gesamten Führung ist der Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten. Es gelten die üblichen Hygienevorschriften.


Entlang einer stillgelegten Bahnlinie führt die Tour von Hengersberg nach Iggensbach. Gegen 12 Uhr besteht die Möglichkeit im Restaurant Weihermühle zu Mittag zu essen. Frisch gestärkt geht es durch ein verstecktes Tal der Kleinen Ohe zur Donau und anschließend donauaufwärts zum Ausgangspunkt zurück. Es handelt sich um eine ca. 40 km lange, abwechslungsreiche Radtour, die von einer Naturpark-Rangerin begleitet wird. Verkehrssicheres Fahrrad ist Voraussetzung, ein Fahrradhelm wird empfohlen. Bitte ausreichend Getränke mitnehmen.

Eine Anmeldung ist spätestens bis zum bis 10.07. um 12 Uhr beim Naturpark unter der Telefonnummer 09922 80 24 80 erforderlich. Es dürfen nur angemeldete Personen teilnehmen, da die Teilnehmerzahl auf fünfzehn Personen beschränkt ist. Während der gesamten Veranstaltung ist der Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.

TREFFPUNKT: Niederalteich, Parkplatz St.-Gotthard-Gymnasium; Sonntag, den 12.07. um 10.00 Uhr für ca. 6 Stunden


Artenreiche Wiesen, eine lebendige Kulturlandschaft und herrliche Ausblicke, das sind die „Zutaten“ für die vier Kilometer lange Rundwanderung am Fuße des Haidel. Der Naturpark-Ranger erklärt dabei ökologische Zusammenhänge, z.B. wie die Artenvielfalt vom Strukturangebot abhängt oder welche Tier- und Pflanzenarten von Steinriegeln profitieren.

Eine Anmeldung ist spätestens bis zum 9. Juli 2020, 15 Uhr bei der Tourist-Info Hinterschmiding per Telefon 08551 3528741 oder E-Mail tourismus@hinterschmiding.de erforderlich. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Rothbachau bei Herzogsreut.

Hinweis: Es dürfen nur angemeldete Personen teilnehmen, da die Teilnehmerzahl auf 15 Personen beschränkt ist. Während der gesamten Veranstaltung ist der Mindestabstand von 1,5 m einzuhalten.


Jedes Jahr kommt eine illustre Gesellschaft an den Großen Arber. Ein Schäfer mit seiner Herde, bestehend aus rund 800 Schafen, 120 Ziegen, drei Eseln, einem Minipferd und mehreren Hütehunden. Die Schafherde besteht größtenteils aus Merino- und Landschafen, es werden aber auch Schwarzkopf-, Brillen- und Bergschafe mitgeführt. Jedes der Muttertiere hat ein oder zwei Jungtiere im Schlepptau. Die Schafherde grast die Pisten auf natürliche Art und Weise ab. Diese Art der Landschaftspflege sichert nachhaltig die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und verbessert die Lebensräume und Lebensgemeinschaften der heimischen Tier- und Pflanzenwelt am Arber. Die mitgereisten Ziegen sollen die Sträucher zubeißen. „Was die Schafe nicht anrühren und stehen lassen, das beißen die Ziegen nieder“, erklärt der Schäfer Julian Schlitz. So können bereits verbuschte Bereiche aufgelichtet und wieder für die Beweidung verendet werden. Seine altdeutschen Hirtenhunde haben gut zu tun, die Herde stets zusammen zu halten. Er hat sie selber ausgebildet und kann sich ganz auf seine vierbeinigen Gehilfen verlassen.

Die Tiere beginnen zunächst auf der Chamer Seite im Bereich der Mooshütte, bevor sie dann in den tieferen Lagen bei Arberhütte weiden. Dort werden auch teilweise die Ausgleichsflächen der Arber-Bergbahn abgeweidet, die dadurch ihrem ökologischen Zielerreichungsgrad im Lauf der Zeit näherkommen. Anschließend geht es hinauf zu den Skipisten am Großen Arber. Dort werden die Schafe seit Jahren von den Mitarbeitern der ARBER-BERGBAHN unter anderem mit Wasser bestens versorgt und der Schäfer stets unterstützt. Nachdem die Beweidung in den letzten Jahren hier kontinuierlich fortgeführt wurde, konnten nun Bereiche der Skipisten in das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm übernommen werden. „Damit unterstützen wir die Beweidung finanziell und erhalten so ökologisch wertvolle Flächen am Arber“, so Rosemarie Wagenstaller von der Unteren Naturschutzbehörde.

„Sensible Bereiche mit beispielsweise Arnika, Orchideen, oder vergleichbaren Arten werden im ersten Weidegang ausgezäunt, damit sie aussamen können. Im zweiten Durchgang werden die gesamten Flächen beweidet, damit diese konkurrenzschwächeren Pflanzenarten sich gegenüber den Grasarten durchsetzen und wachsen können“, erklärt Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion, der die Beweidung naturschutzfachlich vor Ort begleitet. Daher wird auch der botanisch sehr bedeutende Gipfelbereich des Arbers relativ spät, erst im Hochsommer beweidet. Darüber freut sich ebenfalls Thomas Liebl von der ARBER-BERGBAHN und ergänzt. „Auch die Gäste am Arber sind ganz begeistert von den lebenden Landschaftspflegern und dem besonderen Anblick dieser grasenden Gemeinschaft“.


Rund um den Ulrichsberg mit seiner Wallfahrtskirche St. Ulrich, hat man schöne Ausblicke auf die Täler, Wiesen und Wälder. Die folgende Runde beginnt an der Wallfahrtskirche Ulrichsberg und folgt zuerst dem Deggendorfer Zielwanderweg 3 nach Rohrmünz. Dort zweigt der Weg auf den Deggendorfer Zielwanderweg 1 ab, der am Hochspeicher Saulochbach vorbeiführt und durch die „Saulochbachschlucht“, in der man von einem ständigen Plätschern des Baches begleitet wird, bis zum Ruselkraftwerk verläuft. Über diesen Abschnitt ist in der Schlucht auch eine Sage über das dort vorhandene Kreuz vorzufinden. Dort folgt man ein Stück der Hauptstraße Richtung Deggendorf bis nach Mietraching. Am Ende des Dorfes führt der Weg rechts an Itzling vorbei. Um die anschließende Straße zu umgehen, besteht die Möglichkeit auf einen erst rechts der Straße und anschließend links durch die Felder verlaufenden Grünweg auszuweichen, der im Anschluss vor Hofstetten in den Wald führt und kurz vor Baumgarten wieder auf eine kleine Straße mündet. Hier führt der letzte Abschnitt eine geteerte Straße bis zum Ausgangspunkt zur Kirche St. Ulrich zurück. Der gesamte Rundweg hat eine Länge von etwa 11 km und dauert etwa 3 Stunden. Dabei sind ca. 404 Höhenmeter nach Oben und Unten zu überwinden. Während der gesamten Wanderung besteht immer wieder die Möglichkeit zur Rast, unter anderem mit einem schönen Ausblick in den Landkreis. Am Besten werden für die Wanderung Getränke und Essen mitgebracht.


Arberregion. Eine kleine Sensation. In der Arberregion wurde der seltene Gartenschläfer festgestellt. Bisher konnten die Tiere mit der auffälligen "Zorro"-Maske nur noch im Fichtelgebirge, im Frankenwald, im unterfränkischen Miltenberg und im Allgäu nachgewiesen werden. Nun kommt der Nachweis im Bayerischen Wald hinzu. Entdeckt hat ihn Julius Kramer mit Hilfe einer Wildkamera.

In ganz Bayern gibt es nur kleinere Vorkommen von Gartenschläfern und die kleinen Bilche sind die in Europa am stärksten zurückgehende Nagetierart. Als Projektpartner eines in sieben Bundesländern laufenden sechsjährigen Projekts "Spurensuche Gartenschläfer", das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert wird, will der Bund Naturschutz in Bayern herausfinden, warum die Zahl der Gartenschläfer in kurzer Zeit so dramatisch zurückgegangen ist. Mit Hilfe der Gebietsbetreuer des Naturparks Bayerischer Wald, den Naturpark-Ranger und ehrenamtlichen Helfern wird die Suche nach den Gartenschläfern unterstützt.

In der Arberregion wurde zuletzt im Jahre 1986 ein Gartenschläfer nachgewiesen. „Wir hatten schon Befürchtungen, dass der Gartenschläfer hier schon ausgestorben ist. Deswegen freuen wir uns riesig über den Nachweis des kleinen Nagers", so Johannes Matt, der als Gebietsbetreuer für die Arberregion das Projekt unterstützt.

Aus Anlass des Fundes soll die Suche nach Gartenschläfern intensiviert werden. Die Bevölkerung in ganz Bayern ist aufgerufen Sichtungen von Gartenschläfern direkt per E-Mail unter "gartenschlaefer@bund-naturschutz.de" oder online auf www.gartenschlaefer.de zu melden. Er sieht wie ein Siebenschläfer aus, aber mit Zorro-Maske und mit auffälligem Schwanz, der fast so lang ist wie sein Körper. Der Nager gehört zur Gruppe der Bilche und ist ungefähr 15 cm groß. Mehr zum Gartenschläfer unter: www.gartenschlaefer.de