Naturpark-Wanderung in die wilde Rißlochschlucht

Bodenmais. Urwald und rauschendes Wasser ziehen den Menschen seit jeher in den Bann. In der Rißlochschlucht kann man beides unmittelbar erleben. Der Urwald im Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat „Rißloch“ ist ein strukturreicher Bergmischwald mit urwüchsigen, dicken und bizarren Bäumen. In der Rißlochschlucht befinden sich die höchsten Wasserfälle im Bayerischen Wald. Alle Interessierte sind am Mittwoch, 24. Mai, zu einem 2,5-stündigen Rundgang eingeladen. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Wanderparkplatz Rißloch. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Infos unter 09922/ 802480,bb 


Zum Vatertag: Mit Kindern in die NaturparkWelten

Bayer. Eisenstein. Am Christi Himmelfahrtstag, Donnerstag, 25. Mai, will der Naturpark Bayer. Wald vor allem die Väter ansprechen, die ein schlechtes Gewissen hätten, wenn sie alleine zur Vatertagsfeier loszögen. Das Motto lautet: „Wenn der Vater mit dem Sohne“ – es sind aber auch die Töchter (und Frauen!) gemeint. Für Kinder gibt es an diesem Tag freien Eintritt in die NaturparkWelten im Grenzbahnhof. Ein Anziehungspunkt für alle Generationen könnte die im Aufbau befindliche Modelleisenbahnanlage im Dachgeschoss sein. Auf etwa 260 m² entsteht hier eine Anlage, die im Groben das „Grüne Dach Europas“ abbilden soll; 40 Prozent sind bereits fertig. Ehrenamtliche Helfer bauen immer sonntags daran. Zur Anreise empfiehlt sich die im Stundentakt verkehrende Waldbahn.bbz 


Ein Berg mit vielen Gesichtern

Botanikwanderung auf den Bogenberg – Herausragende Stellung für die Pflanzenwelt

Viechtach/Bogen. Eine gut besuchte Frühjahrsexkursion am Bogenberg wurde vom Naturpark Bayerischer Wald angeboten. Dazu begrüßte Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher, der sein Büro in der Umweltstation Viechtach hat, rund 45 Naturinteressierte aus Nah und Fern.

Diplom-Biologe Wolfgang Diewald führte die Teilnehmer am reizvollen Lippweg auf den Bogenberg und stellte die vielgestaltige Pflanzenwelt vor. Die Donauachse ist ein bedeutender Wanderraum für Pflanzen und Tiere bis aus dem Balkangebiet, wusste der Referent anfangs zu berichten. Die geschieferten und zerbrochenen Gesteine des Donaurandbruches zeigen sich am „Heiligen Berg Niederbayerns“ in markanten Felsen. Der Bogenberg ist deshalb in die Liste der 100 schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns aufgenommen.

Der Donaurandbruch mit Welchenberg, Helmberg, Buchberg und Bogenberg beherbergt bedeutende Lebensräume für mager- und trockenheitsliebende Pflanzenarten wie Küchenschelle, Hungerblümchen oder Mausohr-Habichtskraut. Am Bogenberg sind Eichen- und Hainbuchenwälder eng mit Schlehen- und Ligusterbuschwerk verzahnt. Zwischen dem frischen Grün von Spitzahorn und Feldulme mit ihren typischen Korkleisten an der Rinde konnten wilde Birn- und Apfelbäume entdeckt werden. Besonders eindrucksvoll waren die vielen, weiß blühenden Weißdornsträucher, die einen intensiven Duft verströmten.

Auf felsigen und steilen Standorten mit wenig Humusauflage fanden sich kleine Trockenrasen aus Berg-Fetthenne und Scharfem Mauerpfeffer. In trockenen Felsspalten zeigten sich Arten wie der Nordische Streifenfarn oder der weiß blühende Ausdauernde Knäuel. Kulturrelikte aus Hausgärten wie Hauswurz oder Holunder-Schwertlilie erinnerten an vergangene Zeiten. Während die meisten Frühjahrsblüher wie Küchenschelle oder Blaustern bereits verblüht waren, konnten bei genauem Hinsehen noch vereinzelt die blauen Blüten des Sand-Vergissmeinnichts oder des Frühlings-Ehrenpreises entdeckt werden. Die dunkelblauen Blüten des Genfer Günsels waren hingegen schon von Weitem unübersehbar.

Neben häufigen Arten wie Schöllkraut und Stinkendem Storchschnabel zeigten sich auch botanische Raritäten wie der leuchtend gelb blühende Regensburger Ginster. Knolliger Hahnenfuß und Ruchgras säumten den Weg. Dazwischen leuchteten pinke Blüten von Karthäusernelke und Gewöhnlicher Nachtviole. Dichter bewachsene Standorte mit an Baumstämmen hochrankendem Efeu und Waldreben-Lianen zeigten sich urwaldartig. Um die 50 Arten konnte man an diesem Nachmittag entdecken, was die herausragende Stellung des Bogenbergs für Pflanzen zeigt.

Der sonnenreiche Bogenberg ist auch für die Tierwelt etwas ganz Besonderes. Hier finden sich wärmeliebende Tierarten wie Zauneidechse, Schlingnatter oder Schwalbenschwanz. Zum Schluss bedankte sich Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald beim Referenten Wolfgang Diewald und den Teilnehmern.ro/vbb


50 Jahre im Dienst von Natur und Kultur

Naturpark Bayerischer Wald feiert Jubiläum – Freude über bessere Finanzausstattung

Rainer Schlenz 

Bayer. Eisenstein. „Der Naturpark Bayerischer Wald kann sich sehen lassen.“ Niemand im vollbesetzten Naturpark-Wirtshaus im Grenzbahnhof hätte diesem Satz Hartwig Löfflmanns widersprochen. Nein, was der Geschäftsführer des Naturparks da nach seinem knackig-informativen Powerpoint-Vortrag als Fazit zog, wurde ausgiebig beklatscht. Auf den Tag genau 50 Jahre nach seiner Gründung feierte der Naturpark gestern Nachmittag ein stolzes Jubiläum – straff und unterhaltsam.

Dass er es im ehemaligen historischen Wartesaal 1. Klasse im Grenzbahnhof tat, war kein Zufall: Der millionenschwere Umbau dieses Gebäudes zu den „NaturparkWelten“ war das aufwendigste Projekt des Naturparks in diesem halben Jahrhundert. Viel Prominenz feierte mit: Landräte bzw. deren Stellvertreter aus den Mitgliedslandkreisen Regen, Deggendorf, Straubing-Bogen und Freyung-Grafenau, etliche Bürgermeister(innen) aus den 89 Mitgliedsgemeinden, der Naturpark-Ehrenvorsitzende Helmut Baumgartl, Vertreter der Regierung von Niederbayern, von Bund Naturschutz, Forstbetrieben, Landwirtschaftsamt, Tourismusverband, Wald-Verein und Euregio, Nationalpark-Chef Franz Leibl, dessen Vorvorgänger Hans Bibelriether, Grünen-Landesvorsitzender Eike Hallitzky und Arber-Bergbahn-Chef Thomas Liebl.

Sie alle hieß Naturpark-Vorsitzender Heinrich Schmidt willkommen und stellte „seinen“ Naturpark kurz vor: Mit einer Fläche von 278 000 Hektar ist er einer der größten in Deutschland, mit seiner vielfältigen Landschaft zwischen Donau und Arber bietet er vielen Tier- und Pflanzenarten letzte Rückzugsgebiete. Getragen wird der Naturpark von einem gemeinnützigen Verein, dem neben Gemeinden und Landkreisen etwa 70 Verbände und 250 Privatpersonen angehören.

Zu den Aufgaben des Naturparks gehören Schutz der Natur und Pflege der Landschaft, Schaffung von Erholungs- und Erlebnismöglichkeiten, Umweltbildung sowie Unterstützung der Regionalentwicklung. „Ländliche Gebiete stehen vor großen Herausforderungen“, sagte Schmidt, „umso wichtiger sind Ideen und Konzepte für diese Gebiete. Naturparke mit entsprechender finanzieller Ausstattung können hier eine große Unterstützung sein.“

Dass es an der Finanzausstattung bislang hapert, verhehlte der Vorsitzende nicht. Er deutete aber eine bevorstehende Verbesserung an, die Geschäftsführer Hartwig Löfflmann später konkretisierte: Nicht zuletzt dank Schmidts Einsatz, so Löfflmann, dürfe man damit rechnen, dass die staatliche Geschäftsführungspauschale von 20 000 auf 80 000 Euro steigen wird. Und auch die Bezirke hätten Unterstützung signalisiert.

„Für Bayerisch Eisenstein ist so eine Einrichtung ein Segen“, betonte Bürgermeister Charly Bauer in seinem Grußwort mit Blick auf die NaturparkWelten. Die Gemeinde habe damit eine große Attraktion bekommen, müsse sich aber um nichts kümmern. Den Dank an Heinrich Schmidt verband Bauer mit einer 400-Euro-Spende.

„Der Bayerische Wald wäre ohne den Naturpark um vieles ärmer“, befand Landrat Michael Adam. Vielen sei gar nicht bewusst, was dort geleistet werde, von der Wegebeschilderung bis hin zu einer Einrichtung wie den NaturparkWelten. Das Projekt Grenzbahnhof anzupacken, sei sehr mutig gewesen, so Adam, „aber es war richtig“. Er forderte ein stärkeres finanzielles Engagement des Freistaates, denn auf ehrenamtlicher Basis seien solche Aufgaben auf Dauer kaum zu bewältigen.

Schmidt und Löfflmann blickten dann bei einer Powerpoint-Präsentation zurück in die Geschichte des Naturparks, der auf Initiative des Oberforstmeisters Konrad Klotz in Zwiesel gegründet worden war. Damals umfasste das Gebiet nur den Altlandkreis Regen, 1972 kam der Viechtacher Raum hinzu, 1978 die Landkreise Deggendorf und Straubing-Bogen nördlich der Donau und 1999 der Kreis Freyung-Grafenau.

Der erste Vorsitzende war Oskar Langer, ihm folgten der 21 Jahre amtierende Emil Rimpler, dann von 1990 bis 2005 Helmut Baumgartl und seither Heinrich Schmidt. „Es ist eine ehrenvolle, aber fordernde Aufgabe“, kommentierte Schmidt. Auch die aus dem Forstbereich stammenden Geschäftsführer Erhardt Engelstädter, Maximilian Waldherr, Hubert Demmelbauer (war anwesend) und Hans Gaisbauer wurden vorgestellt; Letzterem folgte 1993 Hartwig Löfflmann. „Mit ihm haben wir einen Glücksgriff getan“, meinte Heinrich Schmidt – was mit langem Applaus der Gäste unterstrichen wurde. Als wichtigen „Macher hinter den Kulissen“ erwähnte der Vorsitzende auch Eduard Gistl.

Löfflmann zeichnete den Weg der Naturpark-Geschäftsstelle vom ehemaligen Forstamt Zwiesel über ein Gebäude in Theresienthal und die Übergangsunterkunft in der früheren Berufsschule bis zum Bezug des „Sonnenhauses“ in Zwiesel im Jahr 2002 nach. Er stellte die sechs Infostellen des Naturparks vor (Zwiesel, Bayerisch Eisenstein, Altes Rathaus Viechtach, Schloss Fürsteneck, Bahnhof Bogen und Würzingerhaus in Außernzell), ging auf Maßnahmen im Tourismusbereich ein, auf die Zusammenarbeit mit 200 Schulklassen, auf Landschaftspflegemaßnahmen und Artenschutzprojekte.

Auch die grenzübergreifende Zusammenarbeit fand Erwähnung, ebenso die Auszeichnungen mit Europäischem Bürgerpreis und Fahrtziel-Natur-Award. „Der Naturpark hat auch Werte geschaffen“, betonte der Geschäftsführer. Allein in seiner Amtszeit seien zwölf Millionen Euro investiert worden.

Bevor sich die Gäste zum Austausch am Buffet trafen, sprach Heinrich Schmidt noch ein großes Dankeschön an Mitarbeiter, Landkreis, Gemeinden, die Regierung und die Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava für die hervorragende Zusammenarbeit. Zum Jubiläum ist auch eine neue Infobroschüre erschienen.


Museumstag im Bahnhof

NaturparkWelten offen

Bayer. Eisenstein. Beim „Internationalen Museumstag“ am Sonntag, 21. Mai, ist auch der Naturpark mit seinen „NaturparkWelten“ vertreten.

An diesem Tag sind die NaturparkWelten von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Im Hauptgebäude auf der deutschen Seite des Grenzbahnhofs stehen auf fünf Etagen Ausstellungen und Museen offen. Die Themen reichen von der Geschichte des Eisenbahnbaus durch den Bayer- und Böhmerwald über ein Skimuseum und eine Ausstellung zum Arber bis zum Europäischen Fledermauszentrum. Im Dachgeschoss kann man bei den Arbeiten für eine riesige Modelleisenbahn zuschauen.

Im historischen Wartesaal 1. Klasse gibt es das Naturpark-Wirtshaus, bei schönem Wetter ist auch der Biergarten in Betrieb. Ab 9.30 Uhr besteht die Gelegenheit zum Weißwurstessen. Um 10.30 und um 14 Uhr gibt es Führungen in deutscher Sprache. Für Kinder wird von 12 bis 13.30 Uhr ein Bastelprogramm geboten.bbz 


1967

Vor 50 Jahren, wurde auf Initiative der Wald-Vereins-Sektion Zwiesel der Verein Naturpark Mittlerer Bayerischer Wald gegründet. Versammlungsleiter Oskar Langer sagte damals, dass sogar ein Naturpark auf Landkreisebene angestrebt sei. Damals hatten nur sechs Gemeinden Vertreter geschickt. Dieses ehrgeizige Ziel kam trotzdem zustande und wurde sogar überschritten, denn es wurden auch Flächen aus Nachbarlandkreisen angegliedert. Der 1. Vorsitzende dieses neuen Vereins wurde Oskar Langer, 2. Vorsitzender Xaver Maier (Regen) und das Amt des Geschäftsführers übernahm Oberforstrat Konrad Klotz aus Zwiesel. Am kommenden Donnerstag feiert der Naturpark Bayer. Wald, wie er mittlerweile heißt, das Jubiläum bei einer Feierstunde im Eisensteiner Grenzbahnhof.mh


Über die Mooswelt der Todtenau

Ulrich Teuber referierte im Naturparkhaus

Zwiesel. Der pensionierte Apotheker und Moosforscher Ulrich Teuber hat in den Jahren 2014 bis 2016 im Auftrag der Regierung von Niederbayern die Mooswelt der Todtenau bei Kirchberg untersucht. Darüber berichtete er nun vor zahlreichen Interessierten im Zwieseler Naturparkhaus.

Die Todtenau ist eines der bedeutendsten Moore des Bayerischen Waldes und steht seit 1983 unter Naturschutz. Der etwa 145 Hektar große Moorkomplex liegt auf 710 bis 728 Meter Meereshöhe. Die Niederschläge sind mit bis zu 1300 Millimeter im Jahr reichlich. Eine von Weitem bereits sichtbare Besonderheit ist die Spirke – die aufrechte Form der Latsche und typisch für Hochmoore.

Die Mooswelt beherbergt aber zudem etliche Besonderheiten, die Teuber allgemein verständlich und mit schönen Bildern erläuterte. Weil sich Moose nicht immer gleich zeigen, wurden als Untersuchungszeitraum drei Jahre angesetzt. Oft ist die Witterung feuchter, manchmal trockener, bisweilen findet man die Arten zu verschiedenen Jahreszeiten besser, in manchen Jahren sind Arten ganz verschwunden. Auch Teuber berichtete vom Phänomen, dass er Arten erst im dritten Jahr wieder entdeckte; andere sollten eigentlich laut früheren Kartierungen vorhanden sein, waren aber nicht aufzufinden.

Der Moosforscher muss ohnehin geduldig sein, mit der Lupe im Gelände unterwegs und bereit, zu Hause am Mikroskop nachzubestimmen. Einige Arten ertragen gar keinen Schatten, andere brauchen Rohbodenstellen, wieder andere findet man auf Bäumen. Bei den Moosen auf Bäumen lieben einige das saure Milieu, andere hingegen kommen auf basischer Rinde, etwa auf Buche, Pappel oder Weide vor. Eines ist ihnen gemeinsam: Feuchtigkeit mögen sie alle.

Torfmoose bestehen weit überwiegend nur aus Wasser. Etwa 200 Arten davon gibt es weltweit, in Deutschland immerhin 37. Der Bayerische Wald kann mit 33 Arten und die Todtenau alleine mit 24 verschiedenen Torfmoosarten aufwarten.löf 


Exkursion im Obstlehrgarten

Am Freitagnachmittag

Ascha. „Lebensraum Streuobstwiese: Nutzen für Mensch und Natur“ – diese Exkursion bieten das Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald, der Naturpark Bayerischer Wald und der Landschaftspflegeverband Straubing-Bogen an. Die etwa zweistündige, kostenlose Veranstaltung findet am Freitag, 19. Mai, ab 15 Uhr statt. Treffpunkt ist am Bienenlehrstand beim Obstlehrgarten im Fuchsbergerweg in Ascha.

Referentin ist Landschaftsarchitektin Roswitha Schanzer, die auch für Planung und Beratung beim Netzwerk Streuobst zuständig ist. Grundstückseigentümer werden von ihr in Fragen der Baumneupflanzung und der Pflege alter Obstbäume beraten und auch über staatliche Fördermöglichkeiten aus Naturschutzmitteln. Am Beispiel des Obstlehrgartens in Ascha geht sie auf Nutzung und Nutzen für Mensch und Natur ein. Sie berichtet zudem über regionale Vermarktung von heimischem Streuobst wie etwa dem „Vorwald Apfelsaft“ oder dem „Vorwald Honig“.ro 


Fledermauskästen am Pfahl

Die Fledermauskästen am Pfahl hat die Kreisgruppe Regen im Landesbund für Vogelschutz (LBV) wieder auf Vordermann gebracht. Am Pfahl bei Viechtach betreuen die LBV-Aktiven schon seit knapp 20 Jahren die Kästen; heuer ging es auch zu Fledermauskästen am Moosbacher und Weißensteiner Pfahl, die Mitarbeiter des Naturparks Bayerischer Wald vor sieben Jahren aufgehängt haben. „Fledermauskästen sind Ersatzquartiere, wenn nicht genug Höhlen und Spalten an alten Bäumen vorhanden sind,“ erklärt Ruth Waas, Biologin beim LBV Niederbayern. Gefreut hat man sich über die Unterstützung durch den Forstbetrieb Bodenmais. Bei Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart wurden im Rahmen der Lehrlingsausbildung im Winter auch Fledermauskästen gebaut für das LBV-Artenschutzprojekt am Pfahl. Die Gemeinschaftsaktion von Naturpark und LBV wird von der Regierung von Niederbayern gefördert. Heuer gibt es noch zwei Fledermauswanderungen am Arbersee und am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein.bb


Beziehung zwischen Mensch und Baum

Naturführung über den „Zauber der Bäume“

Metten. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zwischen Donau und Wald“ lädt das Zukunftsforum Metten gemeinsam mit dem Naturpark Bayerischer Wald und der Katholischen Erwachsenenbildung zu einer Naturführung ein.

Der „Baumgeschichten-Erzähler“ und Autor Thomas Janscheck, Diplomingenieur (FH) für Gartenbau, ist aus Funk und Fernsehen bekannt und begeistert Menschen mit seinem Wissen über Bäume und Sträucher. Im Hauptberuf arbeitet Janscheck als Agraringenieur in der Hallertau.

Wer sich einmal mit Bäumen beschäftigt, wird nach kurzer Zeit erkennen, dass die Beziehung des Menschen zu diesen Lebewesen uralt ist. Dabei kann der Baum in zweierlei Hinsicht betrachtet werden. Zum einen als Nutzpflanze, die an Nahrung und Rohstoffen befriedigt, zum anderen in ihrer Wesenhaftigkeit und vielschichtigen Symbolik von Märchen, Mythen und Bräuchen.

Bei einem Baumspaziergang durch Metten lernen die Teilnehmer heimische Gehölzarten näher kennen und entdecken, welchen Reichtum an alten Bäumen Metten besitzt. Bei schlechtem Wetter findet anstelle des Rundgangs ein Vortrag statt. Treffpunkt ist am Freitag, 12. Mai um 18 Uhr bei der Klosterkirche.vbb