Grenzenlose Multivisionsshow

Fotos vom „Grünen Dach Europas“ im Grenzbahnhof

Bayer. Eisenstein. Im Rahmen der Kulturregion bietet der Naturpark Bayer. Wald in Zusammenarbeit mit dem CeBB in Schönsee und den Gemeinden Bayer. Eisenstein und Zwiesel am Donnerstag, 28. September, um 19.30 Uhr im Grenzbahnhof Eisenstein eine Multivisonsshow an.

In seiner einstündigen Multivision „Spurensuche“ zeigt Berndt Fischer das Ergebnis seiner fotografischen Arbeit, die ihn Zeit seines Lebens nicht losgelassen hat. Im Mittelpunkt steht das bayerisch-österreichisch-tschechische Grenzgebirge entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Die Multivision zeigt diese grenzüberschreitende Landschaft in ihrer historischen Dimension, natürlichen Schönheit und europaweit einzigartigen Besonderheit.

Von Enzianen übersäte Wiesen, eine erstaunliche Kleintier- und Insektenvielfalt, charismatische Großtiere, sowie die geheimnisvollen Pilze machen aus dem „Grünen Dach Europas“ einen besonderen Wald, dem Schriftsteller wie Adalbert Stifter schon im 19. Jahrhundert ein literarisches Denkmal gesetzt haben.

Das Grenzgebirge mit seinen Klimaextremen, eisstarrenden Gipfelwelten, geheimnisvollen Nebeltälern und Moorlandschaften ist wie geschaffen für eine fotografische Monographie. Immer geht es um den magischen Bayer- und Böhmerwald mit seinen heimlichen Bewohnern, wobei die Kamera des Fotografen vor allem die nächtlichen Eulen und die seltenen „Räuber“ ins Visier genommen hat. Auch seltene Spezies haben vom Grenzgebirge ausgehend ihre Wiederansiedlung gestartet: Luchs und Wolf, Fischotter und Elch haben dort Refugien gefunden.

Drei Adlerarten, seltene Spechte, die auf Totholz angewiesen sind, Auerhähne und auch der in längst vergangenen Zeiten einmal heimisch gewesene Braunbär gehören auch zu den tierischen Hauptdarstellern einer Hommage an den „Wald“.

In acht fotografischen Kapiteln vollzieht sich die Dramatik der Multivision: Der Eiserne Vorhang und die toten Dörfer Böhmens; Das Grüne Dach Europas (Landschaft im Wandel); Stille und bewegte Wasser (Bergbäche, Flüsse, Weiher); Eisheilige und Winterfeste (Überleben in Eis und Schnee); Schattendasein und Waldreichtum (geheimnisvolle Lebewesen des Naturwaldes); Mooraugen und Moorgeheimnisse (Magie der Moore); Nachtwandler und Frühaufsteher (Tiere der Nacht und der Dämmerung); Grenzgänger und Verfolgte (das Wiederauftauchen von Luchs und Wolf).

Die Anreise zur Veranstaltung ist aus Richtung Plattling bequem mit der Waldbahn möglich (Ankunft: 19.13 Uhr). Auch die Rückfahrt mit der letzten Waldbahn um 20.41 bzw. 21.41 Uhr ist gut möglich. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.löf 


Der Arber im Jahreslauf

Bayer. Eisenstein. Seit zwei Jahren ist Johannes Matt als Gebietsbetreuer für die Arberregion unterwegs. Genug Zeit, alle Ecken rund um den Großen Arber kennen zu lernen. Am Sonntag, 24. September, zeigt er bei einer farbenprächtigen Bilderreise seinen Blick auf die vielfältige Natur, die seltenen Tier- und Pflanzenarten am „König des Bayerischen Waldes“. Beginn ist um 15.30 Uhr im Grenzbahnhof Eisenstein. Der Vortrag dauert etwa eine Stunde und ist kostenlos.bbz/F.: Matt 


Mit dem Gebietsbetreuer unterwegs am Arbergipfel

Gr. Arber. Die meisten Blumen sind zwar verblüht, dennoch bietet der Arbergipfel derzeit einen besonders schönen Anblick. Zwischen dem hellbraunen Magerrasen und den sich dunkelrot verfärbenden Heidelbeerblättern lassen sich immer noch viele Naturschätze entdecken. Und bei klarer Herbstluft ergeben sich Ausblicke über das Waldmeer bis in die Alpen. Der Naturpark Bayer. Wald lädt zum kalendarischen Herbstbeginn am Freitag um 15 Uhr zu einer etwa eineinhalbstündigen Rundwanderung auf dem Gipfelplateau ein. Arberregion-Gebietsbetreuer Johannes Matt geht dabei auch auf Sagen ein, die sich um den „König des Bayerischen Waldes“ ranken, und gibt Einblicke in die Naturschutzarbeit am Arber. Die Tour ist auch für Familien geeignet. Treffpunkt ist an der Arberkapelle (feste Schuhe, wetterangepasste Kleidung). Es handelt sich um eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Touristinfo Bayer. Eisenstein. Eine Anmeldung ist bis morgen, 12 Uhr unter 09922/ 80 24 80 nötig.bbz


Burgfreunde als Landschaftspfleger

Einsatz mit der Motorsense und Motorsäge am Pfahl - Wertvolle Hilfe für den Naturpark Bayerischer Wald

Regen. Mit großem Eifer führten in diesem Jahr aktive, freiwillige Helfer der Burgfreunde Weißenstein eine umfangreiche Auslichtung- und Mähaktion auf der Nordseite der Burganlage Weißenstein und im südlichen Bereich des Pfahls durch. 

Matthias Rohrbacher vom Naturpark Bayerischer Wald und Beauftragter für die Pfahlpflege hat bei den Weißensteiner Burgfreunden angefragt, ob sie in diesem Jahr wieder den Mähdienst um den Pfahl übernehmen könnten. Nach Gesprächen in den Reihen der Aktiven des Vereins, konnte ihm der 1. Vorsitzender Josef Niedermeier die Zusage geben, dass in diesem Jahr die Nord- und auch die Südseite gemäht werden kann. Diese Maßnahme wurde begleitet und unterstützt durch den Naturpark und mit Fördermitteln des Landratsamtes Regen. Ziel dieser Maßnahme ist die Entfernung des hohen Gras- und Buschbewuchses unmittelbar am Pfahl. Die zum Teil sehr steilen Hänge galt es zu mähen und zu entbuschen.

Mit bis zu drei Motorsensen und Motorsägen ausgestattet, wurde eine Fläche von mehr als 7000 Quadratmeter an mehreren Arbeitstagen bewältigt. Besonders lobenswert gilt es zu erwähnen, dass die Burgfreunde auch die komplette Nordseite bis zum Burglehrpfad abgemäht haben. Diese vielen zusätzlichen Quadratmeter der zu mähenden Fläche wurden ebenfalls gelichtet. Schützenswertes Gehölz musste stehen bleiben und zahllose, am Pfahl nicht brauchbares Buschwerk und Dornengestrüpp wurden entfernt. Ein Problembaum, der schon seit mehreren Jahren entfernt werden sollte, konnte beseitigt werden. Aufgrund der Größe und Dicke des Baumes, kam es durch seine sich stets ausbreitenden Wurzeln bereits zu Quarzabbrüchen. Um weiteren Schaden am Pfahl zu vermeiden, entschloss man sich, in Absprache mit der unteren Naturschutzbehörde, diesen Baum zu entnehmen. Diese mühsame und schweißtreibende Arbeit forderte wirklich jeden Mitwirkenden. Mit Schubkarren wurde das Gras zusammengefahren und zu großen Haufen gesammelt, Josef Muhr transportierte es ab. 

Fazit: Eine sehr arbeitsintensive Maßnahme wurde vorzüglich durch die Burgfreunde Weißenstein in rekordverdächtiger Zeit durchgeführt. Ein sehr großes Lob für die geleistete Arbeit und den Einsatzwillen, wurde durch Matthias Rohrbacher an die beteiligten Arbeitskräfte ausgesprochen. 
Eine weitere große Maßnahme steht den Burgfreunden in diesem Jahr noch bevor. Die Südseite der Burg soll ab Oktober erneut ausgelichtet werden.


Schätze der Erde am Tag des Geotops

Naturpark veranstaltet Exkursionen zum „Großen Pfahl“ und zum Bogenberg

Viechtach. Am Sonntag, 17. September, werden in ganz Deutschland Veranstaltungen zum Tag des Geotops angeboten. Im Naturpark Bayerischer Wald stehen dabei der Große Pfahl in Viechtach und der Bogenberg in Bogen im Mittelpunkt.

Das Quarzriff „Großer Pfahl“ in Viechtach und der Donaurandbruch am Bogenberg sind in die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler Bayerns aufgenommen.

Treffpunkt für die Wanderung zum „Großen Pfahl“ in Viechtach ist am Sonntag, 17. September, um 14 Uhr am Parkplatz Großer Pfahl an der B 85. Wer mit der Bahn anreist, kann ab dem Bahnhof Viechtach auf dem rund zweieinhalb Kilometer langen Pfahlsteig zum Treffpunkt wandern.

Referentin Dorothea Haas, Diplom-Geologin und Landschaftsarchitektin, lädt zu einer zirka zweistündigen Wanderung ein. Wissenswertes und Interessantes zur Erdgeschichte, Tier- und Pflanzenwelt oder der fast hundertjährigen Abbaugeschichte im ehemaligen Quarzbruch kann man dabei erfahren.

Im Naturschutzgebiet „Großer Pfahl“ bietet sich dem Wanderer ein Naturschauspiel von hoch aufragenden Felsenriffen, tiefen Quarzbrüchen, und lichten Pfahlheiden. Die Felsentürme aus Quarzgestein sind nicht nur landschaftlich sehr reizvoll, sondern beflügeln schon lange die Fantasie der Menschen. Nach alten Sagen sind die weißen Felsenzacken der oberirdische Kamm eines tief im Erdinneren ruhenden Drachens. Tatsächlich ist der Pfahl ein uralter Riss im Grundgebirge des Bayerischen Waldes. Gegen Ende des Erdaltertums drangen heiße wässrige Quarzlösungen in diese Spalten und Hohlräume ein und erstarrten in einer Tiefe von bis zu fünf Kilometern zum weißen Quarzgestein. Im Laufe der Jahrmillionen wurde das umliegende weichere Gestein verwittert und abgetragen. Der sehr harte Pfahlquarz widerstand bis heute dem Zahn der Zeit. Am „Klopferplatz“ kann man selbst Quarzkristalle suchen – nur hier ist die Mitnahme von Quarzkristallen im Naturschutzgebiet erlaubt.

Treffpunkt in Bogen für die Wanderung zum Bogenberg ist am Sonntag, 17. September, um 14 Uhr in der Naturpark-Infostelle im Bahnhof Bogen (1. Stock). Die An- und Abfahrtszeiten der Bahn werden berücksichtigt. „Der Bogenberg – Naturschutzgebiet, Geotop und Heiliger Berg“ lautet der Titel der Veranstaltung. Matthias Rohrbacher, Gebietsbetreuer des Naturparks, lädt zu einer zirka zweieinhalbstündigen Wanderung für große und kleine Naturliebhaber am Naturlehrpfad Bogenberg ein. Festes Schuhwerk ist notwendig.

Der Bogenberg an der Donau ist Lebensraum für eine beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt. Das Naturschutzgebiet ist Heimat für wärmeliebende Tierarten wie Zauneidechse, Schlingnatter oder Schwalbenschwanz.

Mit den besonderen Bruch- und Schiefergesteinen des Donaurandbruchs gehört der Bogenberg zu den 100 schönsten Geotopen Bayerns. Seine religiöse und kulturelle Bedeutung zeigt sich zum Beispiel an der Wallfahrtskirche und am Kreisheimatmuseum.

Interessierte sind eingeladen, an den kostenlosen Wanderungen teilzunehmen.ro 


Eine Zugfahrt mit dem Bürgermeister

Prackenbach. Das Ziel des letzten Ferienprogrammpunktes war die von Bürgermeister Andreas Eckl (r.) organisierte Fahrt mit der Waldbahn zum historischen Grenzbahnhof nach Bayerisch Eisenstein. Eckl freute sich sehr über die vielen Anmeldungen. Am Rathaus in Prackenbach fanden sich 28 Kinder und 14 Erwachsene ein. Von da ging es mit dem Bus zum Bahnhof nach Viechtach, wo die Teilnehmer in den Zug nach Gotteszell stiegen. Dort mussten sie, um zu ihrem Ziel Bayerisch Eisenstein zu gelangen, in die Waldbahn umsteigen. Auf der Strecke sorgten Bürgermeister Eckl und seine Lebensgefährtin Manuela mit einer Brotzeit und Getränken für das leibliche Wohl. Auch sorgte sich Eckl von Anfang bis zum Ende rührend um die Kinder, um sie auch ja alle wieder gut und vollzählig nach Hause zu bringen. Am Bahnhof Eisenstein wurden die Teilnehmer von Naturpark-Chef Hartwig Löfflmann (hi.r.) in historischer Uniform und von Bürgermeister Georg Bauer begrüßt. Anschließend führten Löfflmann und eine Praktikantin die Besucher in die höchst informativen verschiedenen Museumsbereiche der Naturparkwelten. Sie befinden sich im großen Gebäude des Grenzbahnhofes direkt an der Grenze zu Tschechien, übrigens der höchst gelegene Grenzbahnhof der Bundesrepublik, bemerkte Löfflmann. Fünf informativ ausgestattete Musen sind in dem großen Gebäude mit den fünf Ebenen untergebracht, die mit großem finanziellen Aufwand gestaltet wurden. In den Gewölben im Untergeschoss konnte man die geheimnisvolle Welt der Fledermäuse erleben. Das Erdgeschoss beherbergt eine interaktive Ausstellung zum Arber. Höchst informativ waren die Geschichte des Skilaufens und ein Ski-Simulator, von dem vor allem die Kinder kaum mehr wegzubringen waren. Ein Teil des Museums wurde auch der Entwicklung der Eisenbahn gewidmet, wobei man hautnah die Geschichte des Eisenbahnbaus der Jahre 1872 bis 1877 erleben konnte. Schließlich beherbergt das Dachgeschoss eine im Aufbau befindliche 260 Quadratmeter große Modell-Eisenbahn im Maßstab 1:87. Im historischen Wirtshaus aus dem Jahre 1877 erhielten die Kinder noch von Bürgermeister Eckl ein Eis spendiert, ehe sie wieder die Heimfahrt antraten.mh/F.: Holzfurtner 


Urwaldriesen und wildes Wasser im Rissloch

Wanderung zu den höchsten Wasserfällen des Bayerischen Waldes

Bodenmais. Zu einer nachmittäglichen Rundwanderung zu den höchsten Wasserfällen des Bayerischen Waldes lädt am Mittwoch, 13. September, der Gebietsbetreuer für die Arberregion gemeinsam mit der Tourist-Info Bodenmais ein.

Urwald und rauschendes Wasser ziehen den Menschen seit jeher in den Bann. In der Risslochschlucht kann man beides unmittelbar erleben. Im dortigen Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat hat sich ein Urwald mit urwüchsigen, dicken und bizarren Bäumen erhalten. Das Rauschen des Schwellbachs, des Kleinhüttenbachs und des Wildauerbachs beeindruckt die Besucher gleichermaßen.

Bei der Wanderung erfährt man durch den Gebietsbetreuer Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald mehr über das Gebiet rund um die Risslochschlucht. Treffpunkt für die zweieinhalbstündige Wanderung ist um 15 Uhr am Wanderparkplatz Rissloch in Bodenmais. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. bb 


Mit der Waldbahn den Landkreis erkundet

Patersdorf. Nachdem seit der Wiederbelebung der Zugstrecke Gotteszell–Viechtach auch Patersdorf wieder eine Bahnhaltestelle hat, hat sich die Vorstandschaft der Feuerwehr Patersdorf um Vorsitzenden Dominik Biermeier entschlossen, in diesem Jahr für den Vereinsausflug diese Anbindung zu nutzen. So ging es mit der Waldbahn nach Gotteszell und von dort Richtung Bayerisch Eisenstein. Am dortigen Grenzbahnhof angekommen, wurden die Naturwelten erkundet. Hier wurde auf fünf verschiedenen Ausstellungsebenen die Vielfalt des Bayerischen Waldes informativ, eindrucksvoll und spannend veranschaulicht. So konnten die Feuerwehrleute eine 260 Quadratmeter große Modellbahn begutachten und auch Informationen zum Eisenbahnbau, dem Großen Arber und der Geschichte des Wintersports einholen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen ging es zurück nach Ludwigsthal, wo man noch das Haus zur Wildnis besuchte. Auch hier lernte so mancher noch Wissenswertes über den Naturpark Bayerischer Wald. Am späten Nachmittag ging es dann wieder per Waldbahn zurück über Gotteszell nach Patersdorf. vbb/Foto: Haslböck 


Infos über die nützlichen Jäger der Nacht

Naturpark-Veranstaltung zur Europäischen Fledermausnacht

Bayer. Eisenstein. Der Naturpark Bayerischer Wald und der Landesbund für Vogelschutz hatten zu einer Veranstaltung anlässlich der Europäischen Fleder-mausnacht in den Grenzbahnhof eingeladen. Rund 30 kleine und große Fledermausinteressierte waren der Einladung gefolgt.

Zunächst wurde gemeinsam mit Naturpark-Umweltpraktikantin Anja Lauer ein Kinderaktionsprogramm durchgeführt. Hierbei konnten die Kinder Papierfledermäuse basteln und es wurden Fledermausspiele gespielt. Durch den Bau zahlreicher Fledermauskästen leisteten die Kinder einen Beitrag zum Schutz der Fledermaus in den heimischen Gärten. Anschließend gab es eine Führung durch die Fledermaus-Ausstellung im Kellergewölbe der NaturparkWelten durch die Commerzbank-Umweltpraktikantin.

Höhepunkte des Abends waren der Vortrag der Fledermausexpertin Susanne Morgenroth im historischen Wartesaal und die anschließende Exkursion durch das nächtliche Eisenstein. Susanne Morgenroth konnte mit unzähligen interessanten Informationen zu Fledermäusen aufwarten. Beispielsweise sagen die neuesten Kenntnisse der Forschung, dass Fledermäuse ihre Rufe im Ultraschallbereich nicht nur zur Ortung und Jagd benutzen, sondern dass sie über die Rufe auch miteinander kommunizieren.

Besonders für den Menschen sind Fledermäuse sehr nützlich. Bis zu 1 500 Insekten pro Stunde verspeist eine Fledermaus. Pro Nacht frisst sie etwa ein Drittel bis die Hälfte des eigenen Körpergewichts. Umgerechnet auf alle Obstkulturen in Bayern hilft die Fledermaus so mit, rund 50 Millionen Euro für Pflanzenschutzmittel einzusparen. Auch gibt es bereits Anfragen von Hotels zum Aufhängen von Fledermausbrettern, damit die Gäste weniger von Fliegen und Stechmücken geplagt werden. Bemerkenswert ist auch, dass die Mopsfledermaus im Silberberg bei Bodenmais ihr europaweit größtes Winterquartier hat. Am Ende des Vortrags durften die Kinder den Abendsegler-Pflegling „Erwin“ mit Mehlwürmern füttern.

Bei der Abendexkursion mit Taschenlampen und Fledermausdetektoren, die die Rufe für menschliches Ohr hörbar machen, konnten dann etliche Arten im Wanderpark und am Großen Regen gehört und auch gesehen werden. So waren in dieser Nacht vor allem Zweifarbfledermäuse und Zwergfledermäuse unterwegs, aber auch Wasserfledermäuse konnten gehört werden.

Besonders über den Bäumen am Wanderparkplatz konnten teilweise bis zu sechs Zweifarbfledermäuse gleichzeitig beim Jagen beobachtet werden. Diese sind durch ihre auffällige weiße Färbung am Bauch leicht zu erkennen. Susanne Morgenroth vermutete, dass sich in der Nähe wohl eine Männchenkolonie angesiedelt haben könnte. Auch an den Häusern am Dorfplatz konnten einige Zwergfledermäuse gesichtet werden.bbz 


Von Fledermäusen, Wölfen und Störchen

Commerzbank-Umweltpraktikanten tauschen sich aus

Zwiesel. Das jährliche Treffen der Commerzbank-Umweltpraktikanten aus dem Nationalpark und dem Naturpark Bayerischer Wald hat Tradition. Allerlei tierische Aktivitäten rund um Fledermaus, Wolf und Weißstorch standen diesmal bei einem Termin in Passau im Fokus. Sieben Freiwillige engagieren sich derzeit in den beiden Großschutzgebieten.

Alle Teilnehmer nutzten das Aufeinandertreffen erstmal, um sich über die bisherigen Erfahrungen auszutauschen. „Das vielfältige Aufgabenspektrum und der Kontakt mit verschiedenen Zielgruppen ist eine enorme fachliche und persönliche Bereicherung“, erzählte Cathleen Kertscher, die während der vergangenen drei Monate ihr Umweltpraktikum in der Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald im Bereich Sonderveranstaltungen absolvierte. „Durch das Commerzbank-Umweltpraktikum bekomme ich die Chance, Kindern und Erwachsenen Naturschutz näher zu bringen und mich an Umweltprojekten zu beteiligen“, ergänzte Anja Lauer, Umweltpraktikantin des Naturparks Bayerischer Wald.

Die spannenden Erlebnisberichte aus den Schutzgebieten und ihren Einrichtungen zu vernehmen, sei eine „willkommene Abwechslung zum täglichen Bankengeschäft“, sagte der Passauer Commerzbank-Filialdirektor Sven Dost, der die jungen Frauen und Männer in die Dreiflüssestadt eingeladen hatte. Auch die Betreuer Lukas Laux und Johannes Matt lobten die Arbeit der Praktikanten. „Ohne deren tatkräftige und kreative Unterstützung könnten wir einen Großteil des Veranstaltungsangebotes in dieser Form nicht realisieren“, berichtete Laux.

Damit stellt das Commerzbank-Umweltpraktikum auch im 27. Jahr eine nicht mehr wegzudenkende Institution dar, die Studenten aus ganz Deutschland einen authentischen Einblick in die Arbeit in der Natur ermöglicht und wertvolle Erfahrungen im Bildungsbereich verschafft. bbz