Festvortrag zum Jubiläum des Naturparkhauses war gut besucht

Zwiesel. Vor genau 15 Jahren ist das Naturparkhaus eröffnet worden. Das ökologisch optimierte Nullheizenenergiehaus aus Holz wird auch Sonnenhaus genannt und wurde mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet.Zum Jubiläumsvortrag konnte Naturpark-Vorsitzender Heinrich Schmidt zahlreiche Gäste begrüßen.

Schmidt führte kurz in das Thema Neubau des Naturparkhauses im Jahr 2002 ein. Als kompetenter Referent konnte Architekt Georg Dasch aus Straubing gewonnen werden. Er sprach zum Thema „Eigenversorgung mit Wärme, Strom und Mobilität von der Sonne“.

Dasch ging dabei zunächst kurz auf die Erderwärmung ein. „Von 1890 bis heute haben wir ein Plus von zwei Grad Celsius, die Hälfte davon stammt aus den letzten 30 Jahren und in den nächsten 20 Jahren werden wir unaufhaltsam die Erwärmung um ein weiteres Grad erleben“, sagte er. Dasch erinnerte auch an die permanent vorhandenen Umweltprobleme bei der Ölförderung und an die anscheinend wieder mehr in Vergessenheit geraten Probleme mit der Atommüllendlagerung. Nüchtern ging er auch mit dem „Allheilmittel“ elektrische Wärmepumpe um. Wer nicht auf regenerativen Strom zurückgreifen könne, fahre ökologisch schlechter. Der Strompreis für Wärmepumpenstrom habe sich bisher verdoppelt und werde schön geredet. Dasch mahnte: „Es ist besser, Energie erst gar nicht zu verbrauchen, als sie regenerativ zu erzeugen. Gut gedämmte Häuser, die auf die Kraft der Sonne setzen sind die richtige Alternative“.

Am Beispiel des Naturparkhauses konnte er gut erläutern, dass es wichtig ist, durch energiesparendes Bauen möglichst viel Energie einzusparen und mit großen thermischen Sonnenkollektoren in großen Pufferspeichern Energie für sonnenlose Zeiten zu speichern.

Dasch stellte zunächst die Grundzüge der ersten Sonnenhäuser vor und ging dann auf das Naturpark-Sonnenhaus ein. Aktuelle Energiedaten zum Naturparkhaus konnte Naturpark-Geschäftsführer Hartwig Löfflmann liefern. Das zweijährige Messprogramm, das 2002 und 2003 für das Wirtschaftsministerium geführt werden musste, hatte Löfflmann die restlichen 13 Jahre weitergeführt. Aus diesen Zahlen lassen sich aussagekräftige Zeitreihen ablesen.

Dasch ging dann auf das BayWa-Forschungshaus des Bundesumweltministeriums ein, das er zusammen mit einem Team geplant hat und das vom Technologiecampus Freyung und der Hochschule Deggendorf wissenschaftlich begleitet wurde.

Im Anschluss an den Vortrag gab es einen kleinen Empfang und eine ganze Reihe von Insider-Gesprächen, meist um die Themen Sonnenenergienutzung, Energieeinsparung und Energiespeicher. Erst zu vorgerückter Stunde endete das Jubiläumstreffen.löf 

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