Seit 50 Jahren gibt es den Naturpark Bayerischer Wald – Jubiläumsfeier am 18. Mai

Zwiesel. Der Naturpark Bayerischer Wald feiert runden Geburtstag: Er wird 50 Jahre alt. Am 18. Mai 1967 war er gegründet worden und hat seither eine Erfolgsgeschichte hingelegt. Heute zählt er zu den größten Naturparken Deutschlands. Angesichts des Jubiläums blickt Vorsitzender Heinrich Schmidt mit Stolz zurück: „Wir freuen uns über die positive Entwicklung unseres Naturparks und bedanken uns bei allen Beteiligten, die sich über fünf Jahrzehnte für unsere Region eingesetzt haben.“ Die Jubiläumsveranstaltung „50 Jahre Naturpark“ findet am 18. Mai im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein (Lkr. Regen) statt.

Der Naturpark vergrößerte sich in den vergangenen fünf Jahrzehnten stetig. Zunächst für den Altlandkreis Regen gegründet, kam 1972 der Altlandkreis Viechtach hinzu, 1978 traten die Kreise Deggendorf und Straubing-Bogen bei. 1999 folgte schließlich der Kreis Freyung-Grafenau. Träger des Naturparks ist der als gemeinnützig anerkannte Verein NaturparkBayerischer Wald e.V. Außer den vier Landkreisen sind 89 Gemeinden, 60 Verbände und Vereine und 300 Privatpersonen Mitglied. Verwaltungssitz und Informationszentrum befinden sich in Zwiesel, im 2001 errichteten Naturpark-Informationshaus. Seit 2005 führt der Viechtacher Heinrich Schmidt den Naturpark.

Der Trägerverein stellt zudem klar: „Ein Naturpark ist kein Nationalpark“, wie es auf der Homepage heißt. Naturparke seien Gebiete, die „überwiegend die Voraussetzungen von Landschaftsschutzgebieten erfüllen, die also von einer besonderen Vielfalt, Eigenart und Schönheit ausgezeichnet sind und sich wegen ihrer landschaftlichen Voraussetzungen für die Erholung besonders eignen“. In Naturparken sollen beispielhaft die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege mit den Belangen der Erholung Suchenden im Einklang stehen. Sie dienen dem Erhalt und der Entwicklung charakteristischer Kulturlandschaften. Dazu ist auch das Bewahren und die Förderung einer naturverträglichen, extensiven Land- und Forstwirtschaft nötig.

In dem etwa 278 000 Hektar großen Areal leben heute rund 290 000 Menschen. Mit einem Anteil von etwa 50 Prozent ist der Wald das bestimmende Landschaftselement. Der Naturpark Bayerischer Wald sei somit Teil des größten zusammenhängenden Waldgebietes Mitteleuropas, erklärt Vorsitzender Schmidt. Kaum ein anderer Naturpark könne eine ähnliche Landschaftsvielfalt bieten: von den Donauauen bis hin zu den Hochlagen-Fichtenwäldern und den Hochmooren im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten finden letzte Rückzugsgebiete. So leben im Naturpark beispielsweise noch Auerhuhn und Flussperlmuschel, zählt Schmidt auf. Und auch die Naturparkflora enthalte Kostbarkeiten wie die Holunderorchis oder die Arnika. Der Flussuferläufer, eine bundesweit vom Aussterben bedrohte Vogelart, habe im Naturpark sein größtes Vorkommen außerhalb der Alpen.

Das Aufgabengebiet umfasst den Angaben nach die vier klassischen Bereiche: Schutz der Natur und Pflege der Landschaft, Schaffung von Erholungs- und Erlebnismöglichkeiten, Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung der Regionalentwicklung. Infos unter www. naturpark-bayer-wald.depnp 

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