Vertreter aus 89 Kommunen und private Vereinsmitglieder treffen sich am 11. Juli in Teisnach

Teisnach. Am Donnerstag, 11. Juli, ab 9 Uhr findet die Jahreshauptversammlung vom Naturpark Bayerischer Wald im Brauerei-Gasthof Ettl in Teisnach statt. Zu dieser 52. Mitgliederversammlung treffen sich die Vertreter von 89 Gemeinden aus den vier Landkreisen Regen, Freyung-Grafenau, Straubing-Bogen und Deggendorf sowie alle Privatmitglieder und Verbände und Vereine.

Turnusgemäß wird bei der Auswahl des Ortes für die Jahresversammlung durch die vier Mitgliedslandkreise gewechselt. Die Tagesordnung umfasst einen ausführlichen Bericht des Naturparkvorsitzenden Heinrich Schmidt (Viechtach) sowie die üblichen Regularien, etwa den Bericht des Geschäftsführers Hartwig Löfflmann, den Kassenbericht und die Haushaltsplanung für 2019. Es gibt zudem Informationen zu den im vergangenen Jahr durchgeführten Projekten und einen Rückblick auf Projekte und die Entwicklung des Naturparks. Die Versammlung wird etwa zwei Stunden in Anspruch nehmen.

Wer Fördermitglied beim Naturpark werden möchte, kann dies für 15 Euro im Jahr werden. Naturparke kümmern sich in Deutschland seit mehr als einem halben Jahrhundert um den Erhalt bäuerlich geprägter Kulturlandschaften. Die zwischendurch als altmodisch belächelten Grundsätze erfahren in den letzten Jahren geradezu einen Höhenflug. Das Einschränken einer ungezügelten Landnutzung und der Verlust von Pflanzen- und Tierarten bewegt mittlerweile immer weitere Bevölkerungskreise – all dies sind Dinge, die bei den Naturparken im Aufgabenspektrum seit Jahrzehnten verankert sind.

Daneben sind auch die Aufgaben der Natur- und Umweltbildung immer wichtiger geworden. Regionale Wirtschaftskreisläufe zu erhalten und eine verträgliche, nachhaltige Landnutzung durchzuführen, wird bei den Naturparken ebenfalls angestrebt.

Derzeit sei auf dem politischen Sektor eine wahre Aufbruchstimmung mit der Absicht einer deutlichen Stärkung der Naturparke erkennbar, teilt der Verein ferner mit. Naturparke würden auf dem Sektor der Großschutzgebiete neben den Nationalparken (und Biosphärenreservaten), die flächenmäßig oft nur sehr kleine Landschaftsausschnitte schützen können, mit ihrem Anteil von einem Drittel der Landesfläche eine zentrale Rolle einnehmen.

Der Naturpark Bayerischer Wald ist einer der größten Naturparke in Deutschland mit einer noch weitgehend intakten Landschaft und Artenvielfalt. „Im Rahmen der gestellten Aufgaben setzen wir uns für eine umweltverträgliche Entwicklung unserer Heimat ein“, sagt NP-Vorsitzender Heinrich Schmidt.vbb

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