Botanik mit Gerhard Nagl

Der Naturpark Bayerischer Wald e.V. hatte zusammen mit der BN-Kreisgruppe Deggendorf und dem Verein Grünes Herz Europas e.V. zu einer gemeinsamen Botanik-Exkursion mit dem Thema vom Donaurand zum Donauhang eingeladen. Im Rahmen der Exkursion wurde die Pflanzenvielfalt eines Donauhanges erkundet. Einige Dutzend Baum-, Strauch-, und Pflanzenarten fand man auf wenige 100 Meter entlang von Wegen und Wiesenrändern. Darunter waren auch „Highlights“ wie der Riesenschachtelhalm und die Kleine Wachsblume. Gerhard Nagl verstand es wiederum geschickt mit Begleitinformationen einzelne Arten auf kurzweilige Art und Weise vorzustellen. Die Schachtelhalmgewächse erinnern an die Dinosaurier-Zeit. Die heutigen Steinkohlelagerstätten rühren aus der Zeit der Schachtelhalmwälder her. Pflanzennamen können oft einiges über die Pflanze selbst verraten, manchmal aber auch verwirren. Die Breitblättrige Glockenblume, beispielsweise, hat ihren Namen nur vom breiten Grundblatt, hat aber ansonsten ganz schmale Blätter. Nagl wies ausdrücklich darauf hin, dass das Ausgraben von „Lieblingspflanzen“ in der freien Natur und das nach Hause Pflanzen meist keinen Erfolg bringt. Ganz oft schadet man nur der Natur, da es sich oft um einjährige Pflanzen handelt, kommen diese im nächsten Jahr im Garten sowieso nicht mehr. Hier ist es besser, in einschlägigen Geschäften Samen zu kaufen und diese auszusäen. Staunend stand man vor einem Feldahorn, der an einem Wiesenrain bereits zu einem riesig großen Baum herangewachsen war. Nagl verstand es aber auch im Rahmen der Botanik-Exkursion nicht achtlos an Kleintieren vorbeizugehen. Von der Käferlarve bis zur Gespinstmotte konnte er entsprechend Auskunft geben. So gibt es beispielsweise bei uns etwa 1.000 Spinnenarten und in Mitteleuropa an die 6.000 Käferarten. Erst nach etwa drei Stunden erreichte die Gruppe wieder den Ausganspunkt.

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