Von der Spore zum Pilz
Aphasie Landesverband Bayern zu Gast im Naturparkhaus
Zwiesel. Aphasie, ein Begriff mit dem nicht viele etwas anfangen können. Die Rede ist hier von einer erworbenen Sprachstörung, die oft auch mit einer Bewegungseinschränkung der rechten Körperhälfte einhergeht und nach einer Läsion des Gehirnes auftritt. Konkret kann so etwas nach einem Schlaganfall auftreten, nach Schädel-Hirn-Traumata sowie Hirntumore oder Entzündungen.
Der Aphasie Landesverband Bayern will Betroffenen mehr zurückgeben als nur das Sprechen, nämlich auch die Freundschaft. Zu diesem Zweck haben Gaby Auer und Ulrike Nowraty eine Woche ins Leben gerufen in der Aphasie-Betroffene und deren Angehörige gemeinsam die Stadt Zwiesel erkunden. Am 05.09. führte der Weg die Gruppe in das Naturparkhaus in Zwiesel.
Hier wartete ein besonderes Thema auf die Truppe: Pilze. Naturpark Rangerin Samantha Biebl hatte am Vortag einige Frischpilze gesammelt und einen Vortrag dazu ausgearbeitet. Nach einem kurzen Einstieg zum Naturpark und dem Infohaus ging es auch schon ran an das Thema. Gaby Auer hatte auch ein kleines Pamphlet zu ihren Pilzerfahrungen in Neuseeland vorbereitet. Danach wurden die Pilze besprochen. Mit dabei waren allseits bekannte Pilze wie der Fliegenpilz aber auch weniger bekanntere wie der Grünspan Becherling, welcher Holz blau verfärbt. Dieses Holz wurde früher gerne von Kunsttischlern verwendet. Ziel war es aufzuzeigen, dass Pilze mehr sind als nur Speisepilze und, dass schier ungeahnte Anwendungsbereiche noch zu erforschen sind. Aus Zwiebelfüßigem Hallimasch kann z.B. viel Melanin produziert werden. Dieser Stoff kann Schwermetalle binden und eignet sich eventuell für neue Wasserreinigungsfilter.
Nachdem alle Pilze besprochen waren, konnte jeder die Ausstellung im Naturparkhaus erkunden und im Anschluss ging es (kurz noch weiter) mit einem Vortrag über die Unterschiede zwischen Natur- und Nationalpark.
Bild: Die Teilnehmer der Gruppe (Foto: Auer)