Sternenpark Bayerischer Wald - aktuell

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Naturpark bei Treffen Eurodark 2026 im Kaunertal vertreten

Im Frühsommer 2025 wurde der Sternenpark Bayerischer Wald international als Dark Sky Reserve anerkannt. In den Medien brachte das für das touristische Image der Region eine sehr gute Resonanz. Anfang Oktober war nun der Bayerischer Wald erstmals auch beim Sternenpark-Treffen im österreichischen Kaunertal zum Erfahrungsaustausch vertreten. Österreichische und Südtiroler Alpenregionen sind derzeit in Sachen Astrotourismus stark im Kommen.

Gefragt wird oft, wie geht es nun weiter mit dem Sternenpark Bayer. Wald, man hört wenig? Alljährlich ist ein Fortschrittsbericht zu erstellen. Der nächste steht nun im Winter an. Von der Öffentlichkeit eher unbemerkt wird im Hintergrund gearbeitet. Das Leuchtenkataster im Gebiet ist ständig zu aktualisieren und erste Vorbereitung laufen für weitere Image-Kampagnen und die Planung der Veranstaltungen für das kommende Jahr. Die Herbstsaison, mit den längeren werdenden Nächten lässt auf gute Beobachtungsmöglichkeiten hoffen. Dabei ist man in guter Gesellschaft auch mit anderen Regionen, die für die kommenden Jahre verstärkt auf Astrotourismus setzen. Die Voraussetzung im Bayerischen Wald, vorgeprägt vom Naturtourismus rund um Nationalpark und Naturpark, sind dazu ideal.

Sorgen bereiten den Verantwortlichen beim Naturpark vermehrt, der unkontrollierte Umgang mit Licht in der Nacht. Für wenig Geld lässt sich beinahe jede Helligkeit schaffen, auch wenn man sie kaum braucht, ganz oft nach dem Motto, ist ja ein LED und kostet nicht viel.

Anstatt eine Verbesserung und einen Fortschritt zu erreichen, bewegt man sich eher davon weg. Vorgeschoben werden oft Sicherheitsaspekte. Dabei ist erwiesen, dass die meisten Einbrüche am Tag passieren und die Kriminalitätsrate nicht dort am höchsten ist, wo es dunkel ist.

Für die Natur ist der Wert der dunklen Nacht unschätzbar wichtig. Für Insekten und nachtaktive Tiere stellt die Dunkelheit eine Art Lebensversicherung dar. Menschliche Gesundheit, hängt zu einem Großteil an gesundem Schlaf. Das „Schlafhormon“ Melatonin wird aber durch Licht unterdrückt. Die Krebsrate ist erwiesener Maßen in den Industrieländern am höchsten, das sollte eigentlich zu denken geben. Im Naturpark-Infozentrum in Zwiesel befindet sich nach wie vor eine Ausstellung zum Thema Lichtverschmutzung reduzieren und richtig Beleuchtung verwenden. Das Naturpark-Infozentrum in Zwiesel ist auch im November und Dezember, wenn andere Einrichtungen schließen, täglich von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.

Mit Hochdruck wird derzeit auch am Bau der Sternwarte am Eschenberg bei Kirchdorf im Wald gearbeitet. Die Kuppel ist nahezu fertiggestellt, das Teleskop ist in Arbeit und soll nach dem Winter ausgeliefert werden.  Eine gesonderte Info dazu gibt es nach dem Abschluss der ersten Bausaison im November.

Foto 1: Autor Inga Marty: Das diesjährige Eurodark-Treffen fand in der Nähe von Innsbruck im österreichischen Kauntertal statt, links im Bild ist Dr. Andreas Hänel, Vertreter Fachgruppe Dark Sky vom Verein der Sternenfreunde, Deutschland

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