Schmetterlinge der Superlative
Ausstellung des Naturwissenschaftlichen Vereins Passau an der Naturpark-Umweltstation Waldkirchen
Waldkirchen.
Violetter Feuerfalter, Großer Schillerfalter, Totenkopfschwärmer, Berg-Graseule, Hochmoor-Gelbling oder Brauner Bär. All diese Schmetterlingsarten – und noch viele hundert mehr – sind im Bayerischen Wald heimisch. Schmetterlinge sind nicht nur für ihre Schönheit bekannt, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle in der Bestäubung vieler Pflanzenarten und sind unverzichtbar in der Nahrungskette vieler Tiere, etwa von Vögeln oder Fledermäusen. Sie sind ein wichtiger Indikator für ein gesundes Ökosystem und tragen zur biologischen Vielfalt bei.
Ein kleines Autorenteam hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schmetterlinge des Bayerischen Waldes zu erforschen. Die Bilder stammen von zwei Autoren des insgesamt siebenköpfigen Teams, nämlich von Peter Lichtmannecker und Rudolf Ritt. Zudem wurden auch alle zugänglichen historischen Daten ausgewertet. Im gesamten Bayerwald wurden bisher 2338 Schmetterlingsarten gefunden. Die Ausstellung gibt einen kleinen Einblick in diese beeindruckende Vielfalt – und lädt zugleich zum Staunen ein.
Faszinierende Vielfalt auf zarten Flügeln
Trotz über 2300 Arten sind davon nur etwa 130 Tagfalter. Der Großteil sind Nachtfalter und Kleinschmetterlinge. Untersucht worden sind ebenfalls die Zusammenhänge von Arten und deren Lebensräumen. So haben die Forscher etwa festgestellt, dass Schmetterlinge, die auf Magerrasen angewiesen sind, besonders bedroht sind. Hier ist die Artenzahl um 41 Prozent gesunken. Umso wichtiger ist es, dass diese Lebensräume erhalten und aufgewertet werden.
Bein einem Vortrag geben die beiden Autoren Rudolf Ritt und Peter Lichtmannecker einen Einblick in ihre langjährige Arbeit zur Schmetterlingsvielfalt im Bayerischen Wald. Der Vortrag zur Ausstellung wird am Freitag, den 06.02.2026 im HNKKJ stattfinden. Beginn ist um 19.00 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Ausstellung ist ab sofort bis zum Sonntag, den 1. März 2026 zu den Öffnungszeiten des HNKKJ: Frei-tags: 10 bis 14 Uhr sowie Samstags und Sonntags: 14 bis 16 Uhr zu sehen. Den gezeigten Schmetterlin-gen sind – oft nicht ganz ernst gemeinte - Superlative zugeordnet, Sie können also dort den größten, den kleinsten, den giftigsten, den seltensten Schmetterling des Bayerischen Waldes sehen, aber auch bei-spielsweise den „mit den schönsten blauen Augen“.