Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich informierte sich über aktuelle Herausforderungen und Ziele

Zwiesel. Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich hat den Naturpark Bayerischer Wald besucht, um sich über die aktuellen Ziele, die Herausforderungen und die Finanzierung zu informieren. „Gerade in den vergangenen Jahren haben die Geschäftsführung und der Verein Außerordentliches bewegt und umgesetzt. Sie zeigen ein großartiges Engagement“, so das Lob des Bezirkstagspräsidenten.

Mit großer Eigenleistung hat der Verein beispielsweise die NaturparkWelten und das Infozentrum im Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein geschaffen. Rund acht Millionen Euro flossen in die Schaffung der NaturparkWelten. Die Einrichtung ist ein bedeutendes Standbein für den Tourismus geworden. 35 000 Besucher waren es allein im vergangenen Jahr, die sich dort informierten; davon besuchten rund 7500 die Ausstellungen. Investitionen von rund elf Millionen Euro flossen zudem in den vergangenen Jahren in die sechs Infozentren, die im Naturpark entstanden sind.

Zu den Hauptaufgaben des Naturparks gehören neben der Bildungsarbeit – im vergangenen Jahr kamen mehr als 2000 Besucher zu den Vorträgen und Veranstaltungen des Vereins – und der Unterstützung bei der Regionalentwicklung vor allem der Natur- und Artenschutz sowie die Landschaftspflege. Finanziert wird der Naturpark unter anderem vom Freistaat, durch die Mitgliedsbeiträge der 89 Kommunen und die Bezuschussung von Projekten, die der Verein realisiert.

Ohne die Arbeit der vielen Ehrenamtlichen, die sich beispielsweise um die Instandsetzung der Wanderwege kümmern oder als Fledermausbetreuer unterwegs sind, wäre die Arbeit nicht zu leisten, informierte Geschäftsführer Hartwig Löfflmann. „Die Erhaltung der Wanderwege ist nicht nur im Rahmen der Landschaftspflege wichtig, sie stellt auch eine wichtige Basis für den Tourismus dar, denn viele Gäste erkunden die Ferienregion Bayerischer Wald zu Fuß. Die Arbeit der Freiwilligen ist daher auch in diesem Bereich extrem wichtig.“

„Damit die Projekte, die Beratungen und die notwendigen weiteren Aufgaben umgesetzt werden können, müssen wir aus den Mitgliedsbeiträgen jährlich rund 200 000 Euro drauflegen. Um zusätzlich eigene Projekte umzusetzen, ist derzeit leider kein finanzieller Spielraum vorhanden“, sagte Vorsitzender Heinrich Schmidt. „Wir wünschen uns daher eine Vereinbarung für eine Grundsicherung.“ Schmidt hatte beim Bayerischen Bezirketag nach einer finanziellen Grundförderung durch die Bezirke angefragt, um damit Planungssicherheit für die Naturparke sowie für Landschaftspflegeverbände in Bayern zu erreichen.

Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich betonte, dass er entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten prüfen werde, damit die Arbeit des Naturparks weiterhin so erfolgreich fortgesetzt werden kann. „Ideal wäre ein gemeinsamer Grundkonsens im Bayerischen Bezirketag“, so Heinrich.

Vor fast 50 Jahren, im Mai 1967, ist der Verein „Naturpark Bayerischer Wald e. V.“ gegründet worden, als 35. Naturpark in der Bundesrepublik. Heute zählt er zu den innovativsten Naturparken in Deutschland. Mit dem Bau des Informationshauses und dessen Bezug im Jahre 2001 am südlichen Ortseingang von Zwiesel steht dem Naturpark beispielsweise eines der modernsten Verwaltungsgebäude in Holzbauweise mit Solarenergienutzung zur Verfügung. Aus der ganzen Welt kamen Experten, um sich über das Konzept des „Sonnenhauses“ zu informieren.

Das Netzwerk an Infostellen innerhalb des Naturparks Bayerischer Wald und auch die Bildungsarbeit, seien vorbildlich, so Löfflmann, „beispielsweise auch an der Umweltstation in Viechtach, die über rund 53 Hektar Außenflächen mit wertvollen Arealen für Naturbeobachtungen verfügt.“ Dort wartet neben vielen Pflanzen- und Tierarten unter anderem ein Schaubienenstand auf die Besucher. Rund 8000 Gäste jährlich finden sich in Viechtach in der Umweltstation ein, darunter auch viele Schulklassen.Weitere Naturparkinformationsstellen befinden sich zum Beispiel im Bahnhof in Bogen oder im Schloss Fürsteneck im Landkreis Freyung-Grafenau.ks 

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