Er war eine feste Größe bei den Modellbahnbauern im Grenzbahnhof

Bayer. Eisenstein. Plötzlich und völlig unerwartet ist vor kurzem Otto Eichler im Alter von 72 Jahren gestorben. Im Trauerwald von Bayerisch Eisenstein wurde er beigesetzt.

Wer war Otto Eichler? Aus der Bahnhofstraße in Bayerisch Eisenstein war er in den letzten Jahren nicht wegzudenken. Stets gesellig und lebenslustig zeigte er sich dort in der Öffentlichkeit, ob in der Grenzglashütte oder beim Localbahnmuseum, ganz besonders aber im historischen Grenzbahnhof.

An seinem Traum, einmal eine ganz große Modelleisenbahnanlage mit aufzubauen, arbeitete er dort sei knapp drei Jahren. Der Landschaftsbau in der Modelleisenbahnanlage in den NaturparkWelten trägt seine Handschrift, alle Fäden liefen bei ihm zusammen.

Geboren im Riesengebirge, kam Otto Eichler mit seinen Geschwistern nach dem Zweiten Weltkrieg in die Nähe von Augsburg. Fest war er dort im Leben verwurzelt, kochte in seiner Freizeit im Gasthaus seiner Schwiegermutter oder war als Pferdekutschenführer unterwegs. Als Geschäftsmann bereiste er viele Länder und kam bis nach Asien.

Verschiedene Schicksalsschläge verschlugen ihn dann nach Bayerisch Eisenstein in die Bahnhofstraße. Beim Naturpark Bayerischer Wald blühte er dann beim Modellbahnbau noch einmal so richtig auf. An sechs Tagen in der Woche bastelte er an der Modelleisenbahnanlage mit viel Geschick und Akribie. Höhepunkt war stets der Sonntagnachmittag, wenn alle ehrenamtlichen Modellbahnbauer zusammenkamen. Ob Materialeinkauf, der Besuch von Messen oder die Besucherinformation vor Ort, man konnte auf den kompetenten Rat von Otto Eichler immer zählen. Er wird fehlen. löf 

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