Naturnahe Alternative zum Rasenmähen

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Sensen-Kurs des Naturparks Bayerischer Wald mit Bio-Imker Georg Zellner

Waldkirchen. Das Mähen mit der Sense ist eine naturnahe Alternative zu Rasenmähern, Kreiselmähwerken und Mährobotern. Diese Auffassung vermittelte Sensenlehrer und Bio-Imker Georg Zellner am Samstag, den 12.09., bei einem ganztägigen Kurs in Kooperation mit dem Naturpark Bayerischer Wald.

Im Theorieblock erfuhren die Teilnehmer erstmal Wissenswertes über die Geschichte der Sensenmahd, den Aufbau einer Sense und deren unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten. Die ersten beidhändig geführten Sensen tauchten bereits zu Beginn der Eisenzeit auf. Über Jahrhunderte prägte die Mahd mit der Sense die Bewirtschaftung von Wiesen und trug zur Entstehung einer großen Artenvielfalt bei.
Nach dem theoretischen Teil in den Kursräumen des HNKKJ ging es für die sieben Teilnehmer – drei Frauen und vier Männer – zu den praktischen Übungen. Zellner zeigte zunächst verschiedene Techniken des Dengelns. Dabei wird das Sensenblatt so bearbeitet, dass es seine notwendige Schärfe erhält. Jeder Person stand dafür ein eigener Dengelstuhl zur Verfügung und nach einer gewissen Zeit wurde durchgewechselt.
Heute erlebt die Sense laut Zellner vor allem bei Imkern, Naturschützern und Liebhabern ökologischer Gärten eine Renaissance. Sie schont die Lebewesen in der Wiese, benötigt keine Energie und arbeitet nahezu geräuschlos.
Nach der Mittagspause wurden in Waldkirchen die Sensen zusammengebaut, auf die jeweilige Körpergröße eingestellt und die richtigen Schnittwinkel festgelegt. Nach dem Wetzen ging es auf eine strukturreiche Wiese bei Neureichenau. Unter Anleitung von Georg Zellner lernten die Teilnehmer, dass sich auch längeres Gras mit einer richtig eingestellten und geschärften Sense gut mähen lässt. Die anfänglichen Bewegungsabläufe wurden regelmäßig korrigiert, bis der richtige Körperschwung zunehmend sicher saß.
Die Begeisterung war groß, als nach rund eineinhalb Stunden eine ansehnliche Fläche in Gemeinschaftsarbeit gemäht war. Zum Abschluss zeigte Zellner noch, wie sich steilere Flächen und kurzer Rasen mit der Sense bearbeiten lassen. Auch mitgebrachte Sensenmodelle wurden begutachtet und auf ihre Schnitttauglichkeit geprüft.

Bild: Nachdem die Sensen vorbereitet und für jede Person individuell eingestellt waren, ging es raus auf eine Wiese bei Neureichenau. (M. Grünzinger, Naturpark)

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