Versicherungsexperte referiert am Dienstag bei Klimanetzwerk

Viechtach. Im Rahmen des Klimanetzwerkes veranstalten der Agenda 21 Arbeitskreis „Energie und Verkehr“ und die „Umweltstation Viechtach“ des Naturparks Bayerischer Wald am 4. April um 19.30 Uhr einen Vortragsabend zum Thema „Klimawandel: erhöhte Naturgefahren – wer zahlt die Schäden?“

Die Veranstaltung findet im Alten Rathaus am Stadtplatz in Viechtach statt. Es referiert Mathias Baur, Kaufmann für Versicherungen und Finanzen (IHK) von der Versicherungsagentur Baur & Koller OHG, Viechtach.

„Ab 1. Juli 2019 will der Freistaat Bayern bei Naturkatastrophen keine finanzielle Unterstützung in Form von Soforthilfe mehr gewähren, sofern die eingetretenen Schäden versicherbar waren“, so war es in den letzten Tagen der Presse zu entnehmen. Durch den Klimawandel nehmen Naturkatastrophen zum einen in der Häufigkeit zum anderen aber auch in ihrer Heftigkeit deutlich zu. 2013 wurde Passau von einem „Jahrtausendhochwasser“ überflutet, 2016 wurde Simbach am Inn von Unwetter und Hochwasser verwüstet. Einige Menschen haben ihr Leben verloren, viele Bürger verloren ihr Hab und Gut. Zahlreiche Häuser wurden geflutet und so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden mussten.

Viele Betroffene hatten keinen ausreichenden Versicherungsschutz. Soforthilfe des Staates und die Spendenbereitschaft der Menschen halfen den Schaden zu lindern - aber das ist oft nicht ausreichend.

Mathias Baur wird in seinem Vortrag einen Rückblick über Schadensentwicklungen geben. Dabei wird er Bezug nehmen auf den Naturgefahrenreport 2016 des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Eine Risikobewertung der Versicherer wird er darlegen mit realem Bezug auf die Region und spezielle Gefahrenzonen aufzeichnen. Auch wird der Referent erklären, was ein „Elementarschaden“ ist und wie Versicherungen damit umgehen.

Der Vortrag ist kostenfrei. Die Veranstalter laden herzlich ein und freuen sich über eine rege Teilnahme.vbb

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