Beteiligung an Projekt gegen Lichtverschmutzung

Frauenau. Naturpark und Nationalpark streben gemeinsam die Auszeichnung „Sternenpark“ an. Dieses Prädikat vergibt die International Dark-Sky Association an Gebiete, in denen nachts noch intensive Dunkelheit herrscht, wo man also den Sternenhimmel ohne störende Einflüsse künstlichen Lichts beobachten kann.

Im Kommunalen Nationalpark-Ausschuss hat Naturpark-Vorsitzender Heinrich Schmidt über das Thema informiert. Wie berichtet, hat der Naturpark zusammen mit einem tschechischen Partner ein grenzübergreifendes Projekt zum Thema Lichtverschmutzung gestartet. „Das wollen wir zusammen mit dem Nationalpark weiterverfolgen“, sagte Schmidt.

Ziel ist es unter anderem, die Menschen für die schädlichen Auswirkungen der künstlich erhellten Nächte auf Tiere, Pflanzen, aber auch Menschen und auf die Astronomie zu sensibilisieren.

Zudem wolle man die Umrüstung auf LED-Licht in den Landkreisen und Kommunen unterstützen, so Schmidt. In Tschechien existiere dafür bereits ein staatliches Förderprogramm. Für das bisherige komplizierte Bundesprogramm gebe es kaum Anträge, deshalb wolle man im Zuge des Projekts auf eine Vereinfachung drängen und ein eigenes bayerisches Programm anstoßen, erklärte der Naturpark-Vorsitzende.

Nationalpark-Chef Dr. Franz Leibl sagte, der Nationalpark wolle sich bei dem Thema engagieren, jedoch nicht gegen den Willen der Kommunen. Diese könnten bei der Umrüstung ihrer Beleuchtung viel Energie und damit Geld sparen. Der Ausschuss-Vorsitzende, FRG-Landrat Sebastian Gruber, sprach von einer „Win-win-Situation“. Denn neben den Gemeinden könne auch der Nationalpark profitieren – nämlich durch die Werbung mit dem „Sternenpark“-Zertifikat.

Aus den Reihen der Bürgermeister kamen auch skeptische Stimmen, vor allem bezüglich der Finanzierung einer möglichen Umrüstung der Beleuchtung. Heinrich Schmidt erwiderte, es bestehe keine Pflicht für die Gemeinden, zunächst gehe es nur darum, die Möglichkeiten auszuloten. Letztlich einigte man sich, das Thema weiterzuverfolgen, konkrete Festlegungen gab es aber noch nicht.rz 

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