Nachhaltigkeit im Caravaning
Auszubildende der Berufsschule Waldkirchen zeigen zusammen mit Naturpark-Umweltstation Waldkirchen Möglichkeiten des nachhaltigen mobilen Reisens
Waldkirchen.
Wie kann Camping künftig umweltfreundlicher, ressourcenschonender und zugleich komfortabel gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Auszubildenden des noch neuartigen Ausbildungszweigs Caravan- und Reisemobiltechnik am Staatlichen Beruflichen Schulzentrum (BSZ) Waldkirchen. Im Rahmen der diesjährigen Knaus-Tabbert-Händlerfachtagung am Camping Resort Bayerwald präsentierten sie ihre Ideen und technischen Lösungen für nachhaltigeres und autarkes Caravaning. Die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen hatte zusammen mit dem BSZ die Idee zu diesem Projekt der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Unter dem Titel „Nachhaltigkeit und Caravaning“ wird BNE mit der boomenden Caravaning-Branche verbunden und erschließt damit ein völlig neues Themenfeld in der beruflichen Bildung. Im Rahmen der Knaus Tabbert-Händlertage am Camping Resort Bayerwald bei denen Hunderte von deutschsprachigen und auch internationalen Caravan-Fachhändlern, Vertriebspartnern und Aussteller vor Ort waren, wurde das Projekt nun einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.
Im Mittelpunkt standen dabei die zwölf Auszubildenden der diesjährigen Abschlussklasse. An einem Schulungscaravan stellten die angehenden Caravan- und Reisemobiltechniker unter anderem den Einsatz eines Photovoltaik-Moduls, einer Brennstoffzelle sowie einer Trockentrenntoilette vor. Die vorgestellten Systeme sollen den Energieverbrauch senken, den Einsatz chemischer Zusätze vermeiden und längere autarke Aufenthalte ermöglichen. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich direkt bei den Auszubildenden über Technik, Funktionsweise und Praktikabilität zu informieren.
Das Projekt „BNE & Caravaning“ verfolgt das Ziel, Nachhaltigkeit fest in der beruflichen Ausbildung zu verankern. Die Auszubildenden beschäftigen sich dabei nicht nur mit innovativer Technik, sondern ebenso mit ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und ethischen Fragestellungen rund um das Caravaning. Gemeinsam entwickeln sie praxisnahe Lösungen für nachhaltiges mobiles Reisen, setzen diese an einem Schulungscaravan um und geben ihre Erkenntnisse künftig auch in Bildungsangeboten und Fortbildungen weiter. Damit entsteht ein langfristig nutzbares Bildungsprojekt, das weit über den Unterricht hinaus Wirkung entfalten soll.
Die organisatorische Leitung des Projekts übernimmt die Naturpark-Umweltstation Waldkirchen. Johannes Matt koordiniert das Projekt, unterstützt von Martin Feldl, Lehrer am BSZ Waldkirchen sowie zugleich Mitglied des BNE-Teams Niederbayern. Die technische Umsetzung mit den Auszubildenden erfolgt durch die Lehrkräfte Rudi Schaufler und Johannes Sigl. Rückhalt erhält das Projekt selbstverständlich von der Schulleitung des BSZ, die bei der Veranstaltung durch den stellvertretenden Schulleiter Andreas Reiner vertreten war.
Ein ganz besonderer Dank galt der Firma Knaus Tabbert, die den Projektpartnern im Rahmen ihrer diesjährigen Händlerfachtagung eine ideale Plattform für die Präsentation bot. Stellvertretend wurden Hubert Holzbauer, Leiter Nachhaltigkeitsmanagement, sowie Shirley Libii, Leiterin Messen und Events, gemeinsam mit ihrem gesamten Organisationsteam für die hervorragende Unterstützung gewürdigt. Knaus Tabbert verfolgt seit Jahren eine konsequente Nachhaltigkeitsstrategie und arbeitet kontinuierlich daran, Ressourcenverbrauch, Energieeinsatz und CO₂-Emissionen in Produktion und Produkten zu reduzieren. Mit zahlreichen Maßnahmen im Nachhaltigkeitsmanagement und der Entwicklung innovativer Lösungen für die Caravaning-Branche unterstreicht das Unternehmen seinen Anspruch, die Zukunft des mobilen Reisens aktiv und verantwortungsvoll mitzugestalten.
Ebenso dankten die Projektverantwortlichen Korinna und Rainer Bauer vom Camping Resort Bayerwald. Unterstützt wird die Ausbildung der Caravan- und Reisemobiltechniker darüber hinaus vom Caravaning Industrie Verband Deutschland (CIVD). So soll das Projekt nicht nur den Auszubildenden neue Perspektiven eröffnen, sondern auch allgemein Impulse für nachhaltiges Caravaning und die berufliche Bildung weit über Waldkirchen hinaus setzen.