WUT-Ausschuss des Kreistages spricht sich für Förderung des Projektes aus

Bayerisch Eisenstein. 54 Umweltstationen gibt es im Freistaat Bayern. Im Landkreis Regen besteht eine Einrichtung, die der Naturpark Bayerischer Wald seit 2008 in Viechtach betreibt. Nun möchte der Naturpark eine zweite – und zwar eine grenzüberschreitende – Umweltstation im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein einrichten.

Dem Antrag des Naturparks, der Landkreis solle die geplante Maßnahme mit jährlich 10 000 Euro bezuschussen, erteilte der Kreisausschuss für Wirtschafts-, Umwelt- und Touristikfragen (WUT) in der jüngsten Sitzung die Zustimmung.

Kreisrat Heinrich Schmidt, Vorsitzender des Naturparks Bayerischer Wald, holte bei der Erläuterung des Antrages etwas weiter aus. Er ging zunächst auf die bestehende Umweltstation in Viechtach ein, die von allen Altersschichten gut angenommen werde. Weil sich dort jedes Jahr zwischen 8000 und 10 000 Schüler informieren, gewähre der Landkreis einen jährlichen Zuschuss von 10 000 Euro. Dazu ergänzte Kreiskämmerer Franz Baierl, dass sich der Landkreis aber nicht an den Betriebskosten beteilige, sondern nur den „schulischen Begleiteffekt“ fördere.

Zur nun ins Auge gefassten Umweltstation im historischen Grenzbahnhof bemerkte der ehemalige Bürgermeister von Bayerisch Eisenstein, Kreisrat Thomas Müller, dass dort vier verschiedene Landschaftsschutzgebiete zusammenlaufen; mit der ersten grenzüberschreitenden Umweltstation Bayerns würde der Bahnhofsbereich „enorm aufgewertet“.

Zur Finanzierung sagte Heinrich Schmidt: „Wenn wir in den Genuss von Fördergeldern kommen wollen, erwartet das Umweltministerium auch ein finanzielles Engagement von Gemeinde und Landkreis“. Die Gemeinde Bayerisch Eisenstein habe bereits einen Jahresbetrag von 5000 Euro in Aussicht gestellt.

Nach kurzer Diskussion, in der auch das Engagement des Naturparks gelobt wurde, entschied der WUT-Ausschuss, die Umweltstation in Bayerisch Eisenstein ebenfalls mit jährlich 10 000 Euro zu fördern, wenn der Plan umgesetzt werden kann.kr 

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