Der Naturpark Bayerischer Wald e. V. und die LBV Kreisgruppe Regen veranstalteten Anfang Juli eine Führung zu den „Kleinen Schatten der Nacht“ am Großen Arbersee. 20 Erwachsene und sieben Kinder tauchten in das Reich der Fledermäuse ein.

Nach einleitenden Worten durch den Arbergebietsbetreuer Johannes Matt, führte die Fledermausexpertin Susanne Morgenroth in die Lebensweise der mit den Händen fliegenden Säugetiere ein. Ein Fledermauspflegling konnte aus direkter Nähe beobachtet und mit Mehlwürmern gefüttert werden. Aufgrund des Hochdruckwetters waren die Fledermäuse auf der Jagd nach Insekten in großen Höhen unterwegs, so dass die „kleinen Schatten der Nacht“ nicht direkt beobachtet werden konnten. Auch die Gebäudefledermäuse haben aufgrund der vergangenen Wärmeperiode den Nachwuchs bereits groß gezogen und ihre Wochenstuben verlassen. Auf dem Rundweg um den Großen Arbersee wurden dann geheimnisvolle Geräusche vernommen. Die Gruppe konnte mit Hilfe der ausgegeben Detektoren den Ultraschallrufen der Fledermäuse lauschen. Mit den Detektoren werden die Ultraschallfrequenzen in den hörbaren Bereich des Menschen übersetzt und angezeigt. Über die jeweilige Frequenz konnten so die Fledermausarten Großer Abendsegler, Nordfledermaus und Wasserfledermaus herausgehört werden. Vor allem am Fuße der Arberseewand waren viele Rufe zu vernehmen, denn in dem naturnahen und strukturreichen Wald finden in Spechthöhlen, Felsvorsprüngen, aber auch in abgeplatzen Rindentaschen Fledermäuse zahlreiche und hervorragende Lebensstätten vor.

Gegen 23 Uhr verabschiedeten sich die Teilnehmer von den nun nicht mehr so unbekannten Geräuschen und den „ kleinen Schatten der Nacht“.

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