Patersdorf. Der Vorstand der Freien Wähler Ortsgruppe Patersdorf Sepp Ebnet hatte mit dem zweiten Bürgermeister Richard Kauer und Gemeinderatsmitglied Sepp Petersamer die Idee, einen Ausflug mit der Waldbahn zum Museum im Grenzbahnhof in Bayerisch Eisenstein zu unternehmen. Diesen Vorschlag unterbreitete man dem Bezirksvorsitzenden der Freien Wähler Heinrich Schmidt, der auch Naturparkvorsitzender ist. Daraufhin hat Schmidt für die Patersdorfer und Zachenberger Freien Wähler eine detaillierte Exkursion vorbereitet. Der zweite Vorsitzende Georg Ertl kümmerte sich um die Ladung um die Organisation in Zachenberg.

Mit dem Bayerwaldtagesticket für 7,50 Euro kann man einen Tag lang den ganzen Bayerischen Wald erkunden. Ab Viechtach genossen viele Ausflügler die romantische Bahnstrecke durch das Regen- und Teisnachtal. Die Patersdorfer stiegen erst in Gotteszell zu, denn in Patersdorf gibt es am Bahnhof noch keinen Parkplatz. Ein erstaunliches Erlebnis war die Zugfahrt nach Bayerische Eisenstein. Aus dieser Sicht hatte man die Strecke noch kaum erlebt, denn die meisten der über 40 Teilnehmer waren schon lange nicht mehr mit dem Zug gefahren.

Am Grenzbahnhof Bayerisch Eisenstein angekommen, übernahm Heinrich Schmidt die fachkundige Führung durch die „Naturparkwelten im Grenzbahnhof“. Mit viel Engagement und persönlichem Einsatz hat er die über acht Millionen Euro teure Sanierung des Grenzbahnhofs Bayerisch Eisenstein vorangetrieben. Im Bahnhofsgebäude, das 68 Meter lang ist und eine Innenfläche von 2500 Quadratmeter umfasst, wurde ein Umweltbildungs- und Informationszentrum geschaffen. Bei der anschließenden Führung durch die verschiedenen Geschosse konnte Schmidt seine Parteikollegen umfassend informieren. In fünf verschiedenen Ausstellungsebenen, die barrierefrei angelegt sind, wird die Vielfalt des Naturparks Bayerischer Wald informativ, eindrucksvoll und spannend dargestellt. Besonders begeisterte das Europäische Fledermauszentrum.

Nach dem beeindruckenden Besuch des Museums war der krönende Abschluss das gemeinsame Essen im Hotelrestaurant im Grenzbahnhof. Die Heimfahrt mit der Bahn genossen die Teilnehmer ebenso wie die Anfahrt. Aufgrund dieser Erfahrung meinte man, einen Ausflug mit der Bahn könne man öfter machen, denn auch laufende Sonderausstellungen im Grenzbahnhof sind mit der Bahn einfach und umweltfreundlich zu erreichen. Neben der schönen Landschaft die sich bot, konnten die Reisenden ganz zwanglos und ohne Stress über das Erlebte plaudern, bis der Zug gegen halb drei Uhr nachmittags wieder in Gotteszell ankam, wo dann ein Teil der Reisegruppe zur Heimfahrt in die Waldbahn Gotteszell-Viechtach umstieg. dr

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