PM 10/2021: Wandertipp der Woche

Zenting. Heute führt der Naturpark-Wandertipp nach Ranfels. Dessen gleichnamige Burg sich oberhalb des idyllischen Tals der Großen Ohe auf den Felsen schmiegt. Es erwarten Sie sechs abwechslungsreiche Kilometer zum Wohlfühlen.

Gestartet wird von dem Wanderparkplatz in der Ortsmitte von Ranfels. Auch eine Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist möglich (Haltestelle: Ranfels, Zenting).

Bevor es Richtung Tal geht, lohnt sich ein kleiner Abstecher Richtung Burg und Kirchenanlage. Entlang des Burg-Rundwegs finden sich tolle Ausblicke und bei dem richtigen Wetter sonnenbeschienene Bänke unterhalb der Burgmauern und Felsen. Hat man sich erst einmal satt gesehen geht es entlang der Nr.24 Richtung Ranfelsmühle. Von dem kurzen Straßenabschnitt sollte man sich keinesfalls entmutigen lassen. Ist man nämlich erst einmal im Tal der Großen Ohe angekommen geht es durch das einladende Tal entlang der Nr. 24 und 29 nach Neuhof. Während sich rechterhand die Große Ohe durch die Wiesen schlängelt, erheben sich linkerhand im lichten Buchenwald verschieden große Felsen.  Nach Neuhof verlassen wir kurzzeitig den markierten Wanderweg und biegen nach rechts Richtung Hauermühle ab. Nach ca. 200 m biegt ein Feldweg nach rechts ab (noch vor der Brücke), diesem folgen wir und kommen so auf den Wanderweg Nr. 68. Nach der Querung der Großen Ohe und einem leichten Anstieg geht es auf der Nr.63 wieder talabwärts Richtung Ranfels. Schon bald lassen sich die Spuren eines pelzigen Burgherrn namens Bieber am Wegrand entdecken. Ab Ranfelsmühle ist der Rückweg nach Ranfels auf der linken Seite der Ohe zusätzlich mit der blau weißen Goldsteig Markierung gekennzeichnet.

Während der Wanderung lohnt es sich den ein oder anderen Blick in das Wasser zu werfen. Die Döbel ziehen wieder munter ihre Kreise in der Goßen Ohe und Froschleich ist an jeder Ecke zu entdecken. Auch in etwas tieferen Fahrspuren findet sich der Laich. Trocknet dieses temporäre „Gewässer“ während der Laichentwicklung nicht aus, ist es eine gute Kinderstube für so manch eine Kaulquappe. Denn in diesen flachen Gewässern erwärmt sich das Wasser schneller, wodurch sich die Tiere auch schneller entwickeln können. Zudem gibt es keine Fressfeinde wie Libellenlarven oder Fische die im benachbarten Teich ganz heißhungrig auf den Laich und die Kaulquappen warten. In intakten Flusssystemen bilden sich immer wieder neue Gewässer zum Beispiel durch Überschwemmungen im Frühjahr. Diese neuen temporären Gewässer in den Flussauen gehören zu den ursprünglichen Laichhabitaten vieler Amphibien. Hier haben die kleinen Kaulquappen aufgrund der fehlenden „Bewohner“, sprich keine Fische oder Libellenlarven, gute Chancen sich zu entwickeln.  Aufgrund der Begradigung der Flüsse finden sich immer weniger so natürlich entstandenen temporäre Gewässer. Heutzutage finden einige Amphibien auch in Fahrspuren ein geeignetes Ersatzhabitat für die Laichablage.

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