Vier junge Leute eingestellt – Jeder hat ein umfangreiches Einsatzgebiet

Zwiesel. Im Herbst 2018 hat die Bayerische Staatsregierung eine neue „Naturoffensive Bayern“ verkündet. Mit im Fokus stand dabei eine deutliche Stärkung der Naturparke durch Ranger, neue Naturpark-Infozentren und der Betrieb dieser Infozentren.

Der Naturpark Bayerischer Wald hat die Möglichkeit, bis zu vier Ranger zu beschäftigen, genutzt und gleich alle vier möglichen Personalstellen zum Frühjahr 2019 besetzt. Im November und Dezember vergangenen Jahres war die Stellenausschreibung und die Personalauswahl gelaufen. Aus den rund 120 Bewerberinnen und Bewerbern wurden dann jeweils zwei junge Frauen und Männer ausgewählt, die auf Grund ihres Fachstudiums gut qualifiziert sind und teilweise auch schon Erfahrungen auf diesem Gebiet mitbringen.

Im März und noch Anfang April läuft nun die Einarbeitungsphase. Die Naturpark-Förderrichtlinie (LNPR) gibt vor, dass die Ranger in vier Aufgabengebieten unterwegs sein müssen. Es sind dies die Bereiche Naturschutz und Landschaftspflege, Naturbezogene Erholung und Besucherlenkung, naturparkspezifische Bildungs- und Informationsarbeit, Monitoring sowie Mitwirkung bei naturschutzrelevanten Forschungsaktivitäten.

Gefördert wird das über die LNPR- Förderrichtline des Bayerischen Umweltministeriums, unterstützt durch die Höheren Naturschutzbehörden der Regierung von Niederbayern. Zur Anwendung kommen Pauschalen, die einer 90-Prozent-Förderung gleichkommen, weil das Ganze ansonsten für die Naturparke nicht finanzierbar wäre.

Die Ranger sollen viel draußen sein, vor allem auch an Wochenenden und bei Aktionen. Sie sollen vor allem die Themen schwerpunktmäßig bearbeiten, die bisher im Naturpark etwas zu kurz gekommen sind. Derzeit wird auch bayernweit noch an einer einheitlichen Ranger-Kleidung gearbeitet.

Ab April wird man die neuen Ranger im Gelände antreffen können. Die Aufgabenkatalogen sind allerdings sehr umfangreich. Im Schnitt ist ein Ranger für etwa 22 Naturpark-Gemeinden in den vier Naturpark-Landkreisen mit ihren 89 Naturpark-Gemeinden verantwortlich. „Das heißt, es werden auch Wünsche unerfüllt bleiben, weil man sich natürlich zunächst auch auf Brennpunkte im Naturschutz und bei der Besucherlenkung konzentrieren muss“, so der Naturpark Bayerischer Wald in seiner Pressemitteilung zu dem Thema.bbz

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