Hütte am Ruselabsatz wurde als neuer Informations-Punkt gestaltet – Naturpark und Stadt Deggendorf kooperieren

Florian Mittermeier 

Bischofsmais/Deggendorf. Was einst als Schutz vor Wind und Regen für die Urlauber konzipiert war, dient künftig als Informations-Punkt für die Gäste des Naturparks Bayerischer Wald. Der 1. Vorsitzende des Naturparks Bayerischer Wald, Heinrich Schmidt, Naturpark-Geschäftsführer Hartwig Löfflmann und Deggendorfs Oberbürgermeister Dr. Christian Moser trafen sich am gestrigen Donnerstag mit einer kleinen Delegation an der ehemaligen Aufwärmstation für Wanderer und Langläufer am Ruselabsatz.

Die wurde jüngst umgestaltet in ein Infozentrum zu Geografie, Flora und Fauna des Bayerischen Waldes. Besucher können sich auf Aluminium-Schautafeln über all dies informieren und Flyer mitnehmen. Das Häuschen ist barrierefrei.

Für Hartwig Löfflmann vom Naturpark Bayerischer Wald schien die Zukunft des kleinen Häuschens, das 1983 aus Holz erbaut worden war und sogar schon als Unterstand für den Bergwacht-Schlitten genutzt wurde, sonnenklar. „Diese Hütten sind so gut wie unkaputtbar, die ist prädestiniert für diesen Zweck“, sagt er. Es gibt schon solche Info-Points, und von den Urlaubern werden sie als „Hotspots“ dankend und gern angenommen.

Vier Tafeln geben in der Hütte auf dem Ruselabsatz, in unmittelbarer Nähe des neuen Funktionsgebäudes, Informationen zum Landschaftsraum, speziell zu den Natura-2000-Gebieten im Bereich Oberbreitenau und zu den Ruselmooren. Die anderen acht Tafeln informieren allgemein über den Naturpark und über weitere Informationsmöglichkeiten in den Naturpark-Infozentren und -Infostellen, so wie beispielsweise in den Infohäusern an der Zwieseler Umgehungsstraße und dem an der Isarmündung.

Unter den Tafeln sind Flyer-Boxen angebracht, die hatte Löfflmann schon vor einigen Tagen mit Flyern bestückt. „Das wird offensichtlich sehr gut angenommen“, sagt er. „In einer Box waren beispielsweise 100 Flyer, jetzt sind da noch 40.“

Unterstützt wurde die Renovierung und Umnutzung mit einer 60-prozentigen Förderung aus der Landschaftspflege- und Naturparkförderung des Bayerischen Umweltministeriums mit Unterstützung der Regierung von Niederbayern. Naturpark-Vorsitzender Schmidt betonte, wie glücklich man über die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Deggendorf und den beteiligten Stellen sei. Auch von Seiten der Bayerischen Staatsforsten, die das Grundstück für die Hütte zur Verfügung stellen, habe man stets Gesprächsbereitschaft signalisiert, so Schmidt.

An Oberbürgermeister Dr. Christian Moser gewandt forderte Heinrich Schmidt diesen auf, sein politisches Gewicht auch künftig für die Anliegen des Naturparks Bayerischer Wald in die Waagschale zu werfen. „Wir sind auf die Zuweisung ausreichender Mittel angewiesen, um diese einzigartige Landschaft in ihrer Vielfalt und Schönheit erhalten und auch zeigen zu können“, so Schmidt.

Moser freute sich gemeinsam mit der Leiterin der Deggendorfer Tourist-Information, Karin Achatz, mit dem Leiter der Abteilung Wirtschaftsförderung und Tourismus der Stadt, Andreas Höhn, sowie mit Jürgen Völkl, dem Leiter des Staatsforstbetriebes Bodenmais, und Kurt Krenn von der Alpenvereins-Sektion Deggendorf über die neue Info-Stelle. Der Alpenverein hat sich in der Beschilderung von naturschonenden Skitouren- und Winterwanderrouten im Ruselgebiet engagiert.

Die jüngsten Übernachtungszahlen zeigten, dass die Region beliebt sei, so Moser. Dazu trage sicher auch der Nationalpark seinen Teil bei. Künftig soll das Häuschen von Mitarbeitern der Stadt Deggendorf regelmäßig gewartet und neu mit Info-Material bestückt werden.jf 

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