Innernzell. Dass man auch abseits von Besucher-Hotspots wie Arber, Bayerisch Kanada und Dreisessel einzigartige Naturerlebnisse im Bayerischen Wald erleben kann, möchte der Naturpark Bayerischer Wald mit Naturpark-Wandertipps zeigen.
Heutiger Tipp ist eine entspannte Wanderung an der Mitternacher Ohe. Der naturnahe Mittelgebirgsbach entspringt an der Landkreisgrenze zwischen Regen und Freyung-Grafenau und fließt zunächst zwischen den Gemeinden Innernzell und Eppenschlag südlich an Schönberg vorbei Richtung Eberhardsreuth, wo sie in die Große Ohe fließt.
Die Mitternacher Ohe wird teils von extensiv bewirtschafteten Streuwiesen und ausgedehnten Feuchtwiesenlandschaften begleitet sowie von einem meist geschlossenen Erlensaum. Nicht umsonst ist sie daher im oberen Flussabschnitt als Naturschutzgebiet gekennzeichnet. Selten gewordene Tierarten wie Fischotter, Wasseramsel und Eisvogel kommen hier noch vor, auch die stark bedrohte Flussperlmuschel hat hier noch einen kleinen Restbestand.
Wandern kann man beispielsweise von Innernzell aus, indem man dem 2er Rundwanderweg folgt. Los geht’s direkt in Innernzell, wo man über Hilgenreith hinab zur Manglhammühle geht und anschließend wieder bergauf nach Gmünd. Von da an geht es weiter Richtung Lungdorf hinab in das Bachtal. An der Mitternacher Ohe wandert man entlang bis Holzmühle und an der B533 entlang zurück zum Ausgangspunkt.
Eines der Highlights der Tour ist die Furt bei Kleinarmschlag, welche auch als Roßschwemm bekannt ist. Die Wanderung ist ungefähr elf Kilometer lang und weißt Höhenunterschiede von etwa 230 Metern auf. − bb

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