Traumhaftes Wetter, gutes Essen und Getränke, idyllische Natur: Über 500 Wanderer erkunden den Großen Pfahl

Michael Kronawitter 

Viechtach. Besser hätte es für die Organisatoren kaum laufen können: Bei der ersten Bayerwald-Schmankerl-Wanderung passte gestern in Viechtach fast alles. Über 500 Wanderer aus allen Altersschichten genossen bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen die Natur am Großen Pfahl und wurden dabei mit regionalen Schmankerln an sechs Stationen auf rund sieben Kilometern verköstigt. Dank der gestaffelten Startzeiten – alle 30 Minuten ging eine Gruppe los – war die Wanderung vom Pfahl-Parkplatz bis zur Wacht trotz der hohen Teilnehmerzahl nicht hektisch, an den einzelnen Stationen musste man nur kurz anstehen.

Neben den Einheimischen nahmen viele Oberpfälzer teil, und sogar aus Oberbayern reisten einige Wanderer an, wie Helma Reim und ihre Familie aus Wolnzach in der Holledau (Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm). Sie war mit der Wanderung sehr zufrieden: „Man kann’s nicht besser organisieren. Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder“. Und auch die Viechtacher genossen den Sonntag sehr. „Erstaunlich, welche neuen Seiten man an seiner Heimat immer noch entdecken kann“, sagte Hildegard Kessler. Viele Wanderer hatten ihren Hund mitgenommen, auch einige Familien mit Kindern waren unterwegs.

Shuttle-Busse brachten die Teilnehmer vom Bahnhof und vom Bierfeldparkplatz zum Start der Wanderung am Pfahl-Parkplatz und am Ende auch von der Wacht wieder zurück, so dass man an jeder Station beruhigt Bier und Stamperl probieren konnte. Um bei Unfällen zu helfen, war die Bergwacht mit 20 Mann vor Ort. Weil sie aber keinen Einsatz hatten, konnten sie bei der Ausgabe der Schmankerl helfen. Um diese kümmerten sich neben den regionalen Betrieben der Frauenbund und die Wasserwacht. Und für Musik sorgten die Gruppe „Baumaxtmusik“ mit Musikern aus der Region, auf der Wacht spielte die Stadtkapelle.

Bürgermeister Franz Wittmann wanderte auch mit, ebenso Kollege Andreas Eckl aus Prackenbach. Die Strecke führte zum Teil durch Prackenbacher Gemeindegebiet. Wittmann war mit der Organisation bis auf ein paar Ausnahmen sehr zufrieden. Kritisch sah er die Ausgabe von Plastikbeuteln, die die Wanderer an der ersten Station erhielten. Darin enthalten waren Plastik-Besteck für das Mittagessen, ein Stamperlglas, ein Bergkristall und eine Broschüre des Umweltministeriums. Außerdem sei bei der zweiten Station das Geselchte ausgegangen und beim Start seien viele Wanderer etwas verloren gewesen, weil sie anscheinend dachten, dass sie abgeholt werden. Der Rathauschef stellte aber auch klar, dass es für die erste Schmankerl-Wanderung in Viechtach sehr gut gelaufen ist.

Einer Fortsetzung im nächsten Jahr dürfte also nichts im Wege stehen.

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