Seit 25 Jahren wird europaweit ein Netzwerk biologischer Vielfalt geknüpft – Der Silberberg ist eines dieser Schutzgebiete

Ingrid Frisch 

Bodenmais. Der Silberberg darf sich nicht nur mit dem Gütesiegel „Bayerns schönstes Geotop“ schmücken. Er eröffnet wunderbare Ausblicke und hat noch viel mehr zu bieten: Zum Bodenmaiser Hausberg gehören artenreiche (Auen-) Wälder, bunte Blumenwiesen und Feuchtbiotope – und ein überregional bedeutsames Fledermausquartier. Deshalb ist der Silberberg ein echtes Goldstück und ein kleines, aber wesentliches Puzzle-Teil im Schutzgebiets-System „Natura 2000“. Vor 25 Jahren fiel der Startschuss für diese europaweite Initiative zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Über 27 300 Natura 2000-Gebiete gibt es mittlerweile in Europa, über 5200 in Deutschland. In Bayern sind es 746 auf einer Fläche von rund 800 000 Hektar. 92 davon (mit einer Fläche von 68 000 Hektar) gehören zu Niederbayern.

Gerade der Landkreis Regen habe eine herausragende Vielfalt an Naturschönheiten zu bieten, stellte Stefan Radlmeier, Sachgebietsleiter Naturschutz an der Regierung von Niederbayern, gestern vor vielen Gästen auf dem Silberberg heraus und nannte drei Beispiele: den Silberberg, die Ruselmoore und viele naturnahe Fließgewässer. Die Fauna-Flora-Habitat-(FFH)Richtlinien hätten im Laufe der Zeit ihren Schrecken verloren und sich als vorausschauende Initiative etabliert.

Das bestätigten Landrat Michael Adam und Bodenmais‘ Bürgermeister Joli Haller. Als Bürgermeister habe er die drei Buchstaben FFH noch als „natürliche Feinde des Wachstums“ gesehen, gestand Adam. Mittlerweile habe er viel dazugelernt. Auch den Silberberg, den „Ort seiner Kindheit“ schätzt er als wertvollen Naturraum. Gerade in einer Fremdenverkehrsregion sei es wichtig die Natur zu schützen, aber sie auch erleben und entdecken zu können, betonte Bürgermeister Haller. Für weitere Projekte im Landkreis überreichte Sachgebietsleiter Radlmeier einen Scheck über 2500 Euro an Landrat Michael Adam. Eine neue Broschüre, herausgegeben vom Naturpark, stellte Arbergebietsbetreuer Johannes Matt vor. Sie informiert über die Besonderheiten des FFH-Gebiets Silberberg. Es gehört zu den 16 schützenswerten Natura 2000-Arealen auf einer Fläche von 16 534 Hektar im Landkreis Regen.

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