Am vergangenen Samstag machten sich 30 Ehrenamtliche mit Schneeschuhen und Skitourenausrüstung und besonderen Auftrag auf in die Hochlagen der Arberregion. Ausgestattet mit grüner Weste, kleinen Studentenfutterpackungen, Infomaterial, Flyern und Handzetteln zum Auerhuhn. Ihr Auftrag: Skitouren- und Schneeschuhgehern im Gelände über das Auerhuhn als besonders schützenswerte Art und über die verschiedenen Schutzgebiete, wie das Wildschutzgebiet fürs Auerwild, zu informieren. Ziel war es mit den Wintersportlern ins Gespräch zu kommen und offene Diskussionen zu führen.

Im Rahmen der Kampagne „Natürlich auf Tour“ des Deutschen Alpenvereins (DAV) findet der Aktionstag bereits seit über fünf Jahren in mehreren bayerischen Alpenregionen statt. Dieses Jahr beteiligte sich erstmalig unter der Organisation von Naturpark-Ranger Marco Müller die Dreisesselregion. Im Arbergebiet wurde der Aktionstag zum zweien Mal vom Gebietsbetreuer für die Arberregion Johannes Matt gemeinsam mit vielen Unterstützern organisiert. Es beteiligten sich zum einen Mitglieder der Sektionen des DAV Deggendorf und Straubing und der Bergwacht- Bereitschaften Ruhmannsfelden und Zwiesel. Zum anderen waren vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und vom Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten Mitarbeiter unterwegs. Des Weiteren waren Mitglieder des Landesbund für Vogelschutz der Kreisgruppe Regen beteiligt. Abgerundet wurde die Gruppe von Mitarbeitern der Touristinformationen Arnbruck und Bodenmais, sowie Wanderführern und Naturpark Rangern.

Die Unterstützer waren, aufgeteilt in Teams, ausschließlich auf den markierten Wegen in Richtung Schwarzeck, Heugstatt, Enzian, Riesloch, Chamer Hütte, Mittagsplatzl und Großer Arber unterwegs. Viele Teilnehmer zeigten vorbildhaft, wie sich Wintersport und ÖPNV miteinander verbinden lassen und stiegen in den öffentlichen Regionalbus. Zudem wurden bei der Bergwachthütte am Großen Arber und auf der Berghütte Scharbeben zwei kleine Infostände aufgebaut. Insgesamt wurden am Aktionstag mehr als 280 Wintersportler im Gelände angesprochen und informiert.

„Über das offene, lockere Gespräch mit den Wintersportlern wollen wir die Bekanntheit und Akzeptanz für das Auerwildschutzgebiet steigern“ bekommen wir ein umfassendes Stimmungsbild inwiefern diese über Schutzgebiete und Schutzbedürftigkeit des Auerhuhns informiert sind“ so Gebietsbetreuer Johannes Matt und ergänzt. „Mit dem Aktionstag wird die Verordnung zum Auerwildschutzgebiet vom Schreibtisch geholt und mit Leben gefüllt.“

Nach dem Aktionstag trafen sich die Unterstützer beim Adam’s Bräu auf einen wohl verdienten Kaffee und Kuchen, welcher vom DAV gestellt wurde. Ziel der Nachbesprechung war es das Stimmungsbild der Wintersportler als auch der Beteiligten einzufangen. 95 Prozent der angesprochenen Personen reagierten positiv auf den Aktionstag und zeigten Verständnis für die Schutzgebiete und deren Regelungen. Neben diesen durchwegs positiven Reaktionen der Wintersportler, kam dabei die unzureichende Beschilderung im Winter und die teils mangelnde Besucherlenkung zur Sprache. Auch die Angebote von gewerblichen Ski- und Schneeschuhtouren, sowie auf den Tourenportalen im Internet wurden angesprochen. Mit in die Diskussion brachte sich Joachim Haller, 1. Bürgermeister des Marktes Bodenmais, ein: „In der Arberregion sind viele attraktive und naturverträgliche Touren in den Schutzgebieten möglich. Naturschutz und Wintersport kann hier miteinander im Einklang stattfinden“.

Abschließend bedankte sich Gebietsbetreuer Matt bei allen Unterstützern für den wiederholt großartigen Erfolg des Aktionstages.

Bild 1: Für umweltverträgliches Skibergsteigen waren 30 Ehrenamtliche in der Arberregion unterwegs und informierten Wintersportler über das Auerhuhn und Schutzgebiete. Die Unterstützer der Bergwacht sind nicht auf dem Bild. (Bildautor: Marco Felgenhauer).

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