Bayer. Eisenstein. Im Bayerwald-Ort an der tschechischen Grenze freut man sich über eine besondere Auszeichnung: Der Grenzbahnhof hat den Titel „Bahnhof des Jahres“ in der Kategorie „Tourismus“ gewonnen. Das teilte der Verein Allianz pro Schiene am Freitag in Berlin mit.

Der Bahnhof, der vor 140 Jahren eröffnet wurde und je zur Hälfte auf deutschem und tschechischem Gebiet liegt, überzeugte die Jury mit seiner „gelebten europäischen Grenzkultur“. Er sei nicht nur ein gutes Sprungbrett für Ausflüge, „er ist auch selber zum lohnenden Ausflugsziel geworden“, befand die Jury.

Das liegt in erster Linie am Engagement des Naturparks Bayerischer Wald. Der Verein hatte den deutschen Teil des Gebäudes im Jahr 2006 erworben und zwischen 2010 und 2015 grundlegend saniert. In diesem Zuge entstanden mit Millionenaufwand die „NaturparkWelten“. Unter diesem Dach wurden in dem Gebäude das Europäische Fledermauszentrum, eine Ausstellung zum „König Arber“, das einzige ostbayerische Skimuseum und die Ausstellung „Eisenbahn, Mobilität und Kulturlandschaft“ eingerichtet. Im Dachgeschoss entsteht zudem eine große Modelleisenbahn. Im Mittelbau liegt der ehemalige, historische Wartesaal 1. Klasse mit dem Naturpark-Wirtshaus.

Der Eisensteiner Bahnhof ist der fünfte im Freistaat, der den Titel erhalten hat. Vorgänger sind: Oberstdorf (2006), Landsberg am Lech (2007), Aschaffenburg (2012) und Murnau (2013).

Der erste Platz in der Kategorie „Alltagsmobilität“ ging dieses Jahr an den Bahnhof in Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Der Titel „Bahnhof des Jahres“ ist heuer zum 14. Mal vergeben worden. Die Jury besteht aus Vertretern des Fahrgastverbandes Pro Bahn, des Deutschen Bahnkunden-Verbandes, des Verkehrsclubs Deutschland, des Auto Club Europa, des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs und der Allianz pro Schiene.rz 

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