Das Auerhuhn – der bedrohte Wappenvogel des Naturparks Bayerischer Wald – fasziniert nicht nur Vogelkundler und Naturwissenschaftler, sondern viele Naturbegeisterte – sowohl Einheimische, als auch Gäste. Kürzlich folgten daher 40 Wanderer der Einladung des Naturparks Bayerischer Wald und der Touristinfo Drachselsried, auf einer Wanderung von der Schareben zur Heugstatt gemeinsam mit Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer die Lebensweise und vor allem den Lebensraum des größten heimischen Waldvogels kennenzulernen. Dank eines Wiederansiedlungsprojektes der „Schutzgemeinschaft Auerhuhn“ lebt heute in den alten, lichten Nadelholzwälder, wie man sie in den Kammlagen des Arbergebiets, des Nationalparks und des Künischen Gebirges findet, eine Population, die gerade groß genug ist, um die Art zu erhalten. Daher ist es wichtig, dass Forst und Naturschutz besonders hier eng zusammenarbeiten: Beispielsweise entschloss man sich – trotz der Borkenkäfergefahr – die im Januar 2007 durch den Orkan Kyrill entstandene Windwürfe erst nach dem Flügge-Werden der Auerhahnjungen Mitte Juli aufzuarbeiten, um ein Zusammenbrechen des Bestandes zu verhindern. „Auch die Besucherlenkung und vor allem die Öffentlichkeitsarbeitsarbeit“, so die Gebietsbetreuerin, „spielt – neben der Forschung - im Auerhuhnschutz eine besonders wichtige Rolle. Nur, wenn die Natursportler wissen, warum sie sich an bestimmte Regeln halten müssen, wird Naturschutz nicht als Gängelei, sondern als gemeinsame Aufgabe aller Naturliebhaber empfunden.“

Daher erklärte die Gebietsbetreuerin – selbst eine begeisterte Schneeschuhgeherin - den Exkursionsteilnehmern nicht nur, weswegen zwischen dem 01. November und 30. Juni im Auerwildschutzgebiet ein striktes Wegegebot herrscht oder weswegen hier Hunde angeleint werden müssen, sondern auch, weswegen es besonders wichtig war, dass der Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Forst, den betroffenen Gemeinden und dem DAV in den letzten Jahren naturverträgliche Schneeschuh- und Skitourenrouten konzipierten.

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