© Naturpark Bayerischer Wald, 2012
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Wolf - Fürsorgliches Familientier

../Wolf/np_wolf_RainerSimonis_2.jpgEr kommt bei Rotkäppchen und den sieben Geißlein so schlecht weg wie kaum ein anderer im Märchenland: der Wolf.
Von Kindesbeinen an ist er uns deshalb unheimlich. Das Trauma von der Existenz eines hinterlistig-verschlagenen Fresssacks sitzt tief - der Wolf als Inbegriff des Bösen.
Doch er fasziniert uns gleichzeitig wie kaum ein zweites europäisches Wildtier. Wir brennen darauf mehr über ihn zu erfahren.
Und siehe da: Isegrim entpuppt sich als kommunikativ und gesellig. Der Typ hat Familiensinn!

Als Rudel umsorgen nicht nur die Eltern den jüngsten Nachwuchs, auch die älteren Geschwister packen mit an. Und die Halbwüchsigen liegen nicht etwa auf dem faulen Wolfspelz, wenn Papa zwecks Nahrungsbeschaffung viele Kilometer im Revier auf seinen Pfoten zurücklegt. Ziemliche Bilderbuchfamilie also.

Einst im Hass auf einen vermeintlichen Nahrungskonkurrenten in weiten Teilen Europas völlig ausgerottet (1847 wurde der letzte Wolf im Bayerischen Wald geschossen, 1874 dann auch auf tschechischer Seite im Böhmerwald), könnte ihm die Wildnis in den Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava wieder Heimat werden. Auf der Suche nach Lebensräumen durchstreift der Graue immer wieder das Bayerisch-Böhmische Grenzgebirge. Verteufelung ist heute nicht mehr zeitgemäß. Zunehmend wandelt sich Furcht in Respekt, Ablehnung in Neugier, Voreingenommenheit in gespannte Erwartung. Kommt er zurück? Und heißen wir ihn willkommen?



../Wolf/wiki-800px-Scandinavian_grey_wolf_Canis_lupus_.jpgSteckbrief

Größe / Gewicht:

  • schäferhundgroß
  • 20 bis 45 kg

    Lebenserwartung:

  • etwa 13 Jahre

    Fortpflanzung:

  • 9 Wochen Tragzeit
  • 4 bis 6 Welpen pro Wurf - anfangs blind und taub
  • öffnen Augen nach 3 Wochen
  • heulen ab 9 Wochen
  • werden 2 Monate gesäugt
  • geschlechtsreif mit 2 Jahren
  • Fortpflanzung jährlich

    Nahrung:

  • Reh, Rothirsch, Wildschwein, Hase, Wühlmaus - was er schneller bekommt, auch Aas
  • in der Nähe des Menschen auch Nutztiere in ungenügend gesicherten Gattern



  • Verwandtschaft

    Der Wolf gehört zusammen mit Katzen, Mardern und Bären zu den Raubtieren.
    Mit dem Fuchs, dem afrikanischen Wildhund, dem Schakal und weiteren Arten wird der Wolf zu den Caniden gezählt. Sein wissenschaftlicher Name ist Canis lupus.

    Heute werden die Wölfe in etwa 15 Unterarten eingeteilt. Die Unterteilung ist jedoch bei den Fachleuten umstritten.

    Der Wolf ist der Stammvater aller Hunde! (Eigentlich ist der Hund eine Unterart des Wolfes, die ältesten Nachweise von Hunden sind ca. 15.000 Jahre alt.)

    Systematik
    Klasse:Säugetiere (Mammalia)
    Ordnung:Raubtiere (Carnivora)
    Überfamilie:Hundeartige (Canoidea)
    Familie:Hunde (Canidae)
    Unterfamilie:Echte Hunde (Canini)
    Gattung:Canis
    Art:Wolf (Canis lupus)

    ../Wolf/nabu-deschka-wolf.jpg



    Verbreitung

    ../Wolf/verbreitung-wolf.jpg

    Der Wolf war bis zur Entwicklung von Land- und Herdenwirtschaft das am weitesten verbreitete Raubtier der Erde. Er war in ganz Europa und Asien bis nach Nordafrika sowie in Nordamerika beheimatet. In weiten Teilen dieses einst riesigen Verbreitungsgebietes, besonders im westlichen Europa und in Nordamerika, wurde die Art durch menschliche Verfolgung ausgerottet. In Osteuropa, auf dem Balkan, in Kanada, Sibirien, der Mongolei, und zu einem geringeren Grade dem Iran gibt es noch größere zusammenhängende Populationen. Ansonsten ist der Wolf heute nur in isolierten Beständen (manche umfassen weniger als 100 Tiere) anzutreffen.

    Wölfe bewohnen eine Vielzahl von Habitaten. Ihre hohe Anpassungsfähigkeit lässt sie in der arktischen Tundra ebenso leben wie in den Wüsten Nordamerikas und Zentralasiens. Die meisten Wölfe bewohnen Grasland und Wälder. Dass sie vor allem als Waldtiere bekannt wurden, liegt daran, dass der Mensch sie in großen Teilen des Verbreitungsgebietes frühzeitig aus offeneren Landschaften vertrieben hat.




    Lebensraum

    ../Wolf/wiki_KurtSeebauer_Bayerischer_Wald.jpgKaum ein Tier ist ähnlich anpassungsfähig wie der Wolf.

    Von den Eislandschaften der arktischen Tundra bis in die mexikanische Wüste reicht der natürliche Lebensraum des Jägers. Vor allem in Gras- und Waldregionen mit reichhaltigem Nahrungsangebot verbreitete sich der Wolf. Doch die zunehmende Besiedlung durch den Menschen vertrieb den vierbeinigen Beutekonkurrenten in die Wälder.

    Wolfsrudel leben üblicherweise in festen Revieren. Deren Größe ist stark vom Beutevorkommen abhängig und reicht von wenigen dutzend bis zu rund 13.000 Quadratkilometern Fläche.

    Da Wölfe ihre Reviere gegenüber Artgenossen anderer Rudel verteidigen, sind Überschneidungen der Habitate eher die Ausnahme. Untersuchungen zeigen, dass Reviergrößen in Mitteleuropa bei rund 150 bis 350 Quadratkilometern liegen. Pro Tag nutzt das Rudel etwa neun Prozent seines Reviers, das sie beim Durchstreifen mit Harn markieren.

    Männchen wandern täglich bis zu 27,6 Kilometer, Weibchen rund 22,1 Kilometer. Dies hat zwei Gründe: Einerseits signalisiert das Rudel durch die ständige Präsenz anderen Wölfen seinen Anspruch auf das Gebiet. Andererseits sind potenzielle Beutetiere so an den Wolf gewöhnt und weichen dem Rudel nicht so stark aus.




    Lebensweise

    ../Wolf/np_wolfsrudel_RainerSimonis.jpgDer Wolf ist ein ausgeprägtes Rudeltier. Der „einsame Wolf“ ist eher selten in der Wildnis anzutreffen. Die Rudel bestehen üblicherweise aus dem Elternpaar und seinen Nachkommen.

    Bis zur Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren bleiben die Jungwölfe im Familienverbund. Danach wandern sie aus dem elterlichen Revier ab und suchen sich ein freies Territorium. Treffen die Wölfe auf ihrer Wanderung ein anderes abwanderndes Jungtier des anderen Geschlechts, so gründen sie ihr eigenes Rudel.

    Die Rudel sind klar in eine Rangordnung gegliedert. Hierarchische Kämpfe finden in freier Wildbahn nicht statt, da die Elterntiere in ihrem Rang grundsätzlich dominierend sind. Anders bei Wölfen in Gefangenschaft. Da ein Abwandern nicht möglich ist, sind Auseinandersetzungen dort häufig zu beobachten.




    Sozialverhalten

    ../Wolf/np_wolf_RainerSimonis_5.jpgDie Fortpflanzungszeit der Wölfe liegt in Mitteleuropa in der Zeit von Januar bis März. Sieben Tage lang sind die Weibchen dann empfängnisbereit. Die Tragezeit dauert 62 bis 75 Tage.

    Vor der Geburt sucht oder gräbt die Wölfin üblicherweise eine Erdhöhle. Ab der dritten Woche vor der Geburt verlässt sie die Höhle nicht mehr. Dort werden die Jungen dann auch geboren.

    In der Regel besteht ein Wurf aus vier bis sechs Welpen, es können aber auch bis zu zwölf sein. Die frisch geborenen Welpen – mit einem Gewicht von 300 bis 500 Gramm – sind noch blind und taub. Erst nach elf bis 15 Tagen öffnen sie ihre Augen. Die Mutter säugt die Welpen noch bis zur neunten Woche. Mit etwa drei Wochen haben sie eine bewusste Wahrnehmung entwickelt und verlassen die Höhle. Danach können sie auch feste Nahrung fressen. Zudem beginnen sie mit Geschwistern und Eltern zu spielen.

    Nach etwa einem Jahr ist der Wolf ausgewachsen und mit Erreichen der Geschlechtsreife im zweiten Jahr verlassen die Jungtiere den Familienverband.

    Die aus Literatur und Medien bekannte Darstellung einer streng hierarchischen Rangordnung innerhalb eines Wolfsrudels, mit einem dominanten Alpha-Paar, das allein die Nachkommen des Rudels zeugt, stammt aus der Forschung an Wölfen in Gefangenschaft und kann nicht auf natürliche Verhältnisse übertragen werden.




    Nahrung

    ../Wolf/np_wolf_RainerSimonis_7.jpgDer Wolf jagt vor allem die mittelgroßen Säugetiere in seinem Revier. Ob Elche oder Rentiere im Norden, Wildschweine, Rotwild oder Rehe im Süden, Böcke oder Wildschafe im Gebirge, der Wolf passt sein Beuteschema dem Nahrungsangebot an. Auch kleine Säuger wie Hasen, Lemminge, Kaninchen oder Mäuse stehen auf dem Speiseplan. Aber auch Weide- und Haustiere können vom Wolf erbeutet werden. Zusätzlich frisst der Wolf Aas und in der Umgebung von Menschen sogar Abfall.

    In Mitteleuropa hat sich der Wolf besonders auf Hirscharten, Wildschweine und Haustiere spezialisiert. Die tägliche Beutemenge beträgt zwischen zehn und 20 Prozent des eigenen Körpergewichts. So frisst ein 40 Kilo schweres Exemplar zwischen vier und acht Kilo Fleisch pro Tag. In Ausnahmefällen kann ein Wolf sogar bis zu zwölf Kilo Fleisch innerhalb von 24 Stunden fressen. Einen Teil der Beute würgt das Raubtier jedoch wieder aus und vergräbt ihn als Nahrungsreserve im Erdreich.

    Wölfe fressen ihre Beute in der Regel ganz. Nur bei großen Huftieren lassen sie das Fell, die Knochen und Teile des Darmtraktes übrig.

    Jagdverhalten

    Der Wolf spürt seine Beute in der Regel über die Witterung auf, nur in Ausnahmen über frische Spuren. Im Rudel nähern sich die Wölfe dann ihrer Beute meist unbemerkt bis auf wenige Meter. Flieht das Beutetier, hetzen ihm die Jäger nach und erreichen dabei Geschwindigkeiten von bis zu 65 Stundenkilometer. Erwischt das Rudel sein Opfer nicht, so gibt es die Verfolgung in der Regel nach kurzer Zeit auf. Ausdauernde Hetzjagden sind die Ausnahme. Eine beliebte Jagdtechnik der Wölfe ist es, die Beute in Richtung lauernder Rudelmitglieder zu treiben, die dann aus der Deckung heraus angreifen. Im Winter treiben Wölfe Huftiere auch auf Eisflächen, damit diese dort ausrutschen und zur leichten Beute werden.

    Kleinere Beutetiere werden meist durch einen kraftvollen Biss in die Kehle oder den Nacken getötet. Größere Tiere werden durch Angriffe in die Flanken zu Fall gebracht und dann mit Bissen in die Kehle getötet.




    Gefährdung

    Seit dem 19. Jahrhundert ist der Wolf in Westeuropa und Deutschland nahezu vollständig ausgerottet.

    ../Wolf/nabu_wolf_de.jpgErst 2000 wurden in der sächsischen Lausitz erstmalig seit über 100 Jahren in Deutschland wieder erfolgreiche Wolfsreproduktionen nachgewiesen.

    Insgesamt zwei Rudel können den eigenen Bestand erhalten und sogar ausbauen.

    Auch in anderen Bundesländern wurden frei lebende Wölfe nachgewiesen.

    Es ist jedoch nicht bekannt, ob sich diese Wölfe erfolgreich reproduzieren. Untersuchungen aus den USA zeigten, dass trotz einer 30-prozentigen Sterblichkeitsrate pro Jahr, ein gesundes Rudel seinen Bestand halten kann.




    Natürliche Feinde

    ../Wolf/np_wolf_RainerSimonis_6.jpgDer größte natürliche Feind des Wolfes sind die eigenen Artgenossen.

    Kämpfe zwischen den Räubern (etwa bei Territorial-Kämpfen zwischen Rudeln) sind die häufigste Todesursache des Wolfes.

    Aber auch Krankheiten sind eine ernste Gefahr für den Wolf.
    Wie der Haushund ist er für Parvovirose, Staupe, Räude, Tollwut und Herzwürmer anfällig.

    Aber auch von wehrhaften Beutetieren beigebrachte Verletzungen sind eine verbreitete Todesursache.




    Beeinträchtigung durch den Menschen../Wolf/wiki-Markus_Schweiss_wolfde.jpg



    Eine häufige Todesursache des Wolfes bleibt der Konflikt mit dem Menschen.

    In vielen Ländern werden Wölfe bejagt, legal oder verbotenerweise.

    Auch der Straßen- und Schienenverkehr ist eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die vierbeinigen Jäger.

    Zudem erhöhen Wilderer den Beutedruck auf den Wolf.

    Eine weitere Gefährdung ist die Verdrängung aus den Revieren oder die Vernichtung des Lebensraumes.




    Nachweis

    ../Wolf/np_wolf_RainerSimonis_8.jpgDer Nachweis von Wölfen ist sowohl über Spuren als auch Lautäußerungen und die Losung möglich.

    Ein weiteres Indiz auf Wölfe sind Risse. Dabei handelt es sich um getötete und ausgeweidete Beutetiere, die zurückgelassen wurden.

    Welches Tier für einen Riss verantwortlich ist, ist nicht leicht festzustellen. Besonders die Unterscheidung zu Haushunderissen ist sehr schwer.

    Eine Möglichkeit, den Täter zu „überführen“, liegt darin, die Umgebung auf typische Hinterlassenschaften zu untersuchen. Ist nichts zu finden, dann kann auch die Art der Verletzungen etwas über den Angreifer sagen. Wölfe reißen die Beute meist durch Bisse in Flanken und Hinterbeine zu Boden und  töten sie dann mit mehreren Bissen in die Kehle.




    ../Wolf/wiki-wolfspuren.jpgSpuren und Fährten

    Ein sicheres Zeichen auf Wölfe sind ihre symmetrischen Trittsiegel.

    Die Vorderpfote ist ohne Krallen zwischen acht und zwölf Zentimeter lang und sieben bis elf Zentimeter breit.

    Die Hinterpfoten sind in der Regel jeweils einen Zentimeter kürzer und schmaler.

    Die vorderen Zehen des Wolfes liegen im Trittsiegel vor den Außenballen.

    Die Krallen sind groß und gut sichtbar mit abgedruckt.

    Die Abdrücke sind aufgrund seines schnürenden Laufes gleichmäßig und ohne große Schlenker.

    Die Schrittlänge im Trab beträgt in etwa einen Meter.

    Nachfolgende Wölfe treten meist in die Abrücke des voranlaufenden Artgenossen.




    Laute

    ../Wolf/wiki-Retron-WolfHowlsnow.jpgEin großer Teil der Kommunikation innerhalb des Wolfsrudels und auch nach außen basiert auf Lautäußerungen des Raubtieres. So gibt es das Winseln sowie Wuff-, Knurr-, Schrei- und Heullaute.

    Über das Winseln zeigt der Wolf Unruhe, Unzufriedenheit und Angst, aber auch sexuelle Erregung.

    Einsilbige Wufflaute sind Warnsignale, die der Erregung eines Wolfes Ausdruck verleihen. Diese Laute können sich bis zum Bellen steigern und dienen als Hilferuf an das Rudel. Im Gegensatz zu Hunden bellen Wölfe allerdings sehr selten.

    Das Knurren des Wolfes ist ein Drohlaut.
    Das markante Heulen von Wölfen im Rudel ist wohl die bekannteste Lautäußerung des Räubers. Es dient dazu, die Reviergrenzen gegenüber anderen Wölfen zu markieren. Das „angeheulte“ Wolfsrudel reagiert darauf ebenfalls mit Heullauten.

    Wolfsheulen anhören : nature-rings.de/tiere/Wolf/ (Link : "Chorgeheul im Rudel abspielen")




    Losung

    ../Wolf/wolfswandern-Stephan-Kaasch.jpg

    Die Losung des Wolfes ähnelt der des Haushundes. Sie ist zwei bis drei Zentimeter dick und 15 bis 20 Zentimeter lang.

    Die Wolfslosung enthält im Unterschied zum Haushundekot oft Fellreste, Knochenstücke und manchmal auch Zähne und Schalen (Hufe) der Beutetiere des Räubers.

    Zur Reviermarkierung koten Wölfe häufig auf Wege und Kreuzungen.




    Schutz

    ../Wolf/lfu-wolf-zuwanderung.jpg

    Nachdem der Fall des Braunbären „JJ1“ - auch „Bruno“ genannt - im Sommer 2006 für viel Aufmerksamkeit sorgte, initiierte das Bayerische Umweltministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Landwirtschaftsministerium die Steuerungsgruppe „Wildtiermanagement / Große Beutegreifer“, zu dem auch der Wolf gehört.




    Betreuersystem

    ../Wolf/lfu-wolf-strukturen.jpgZusammengesetzt aus Experten von verschiedenen Einrichtungen und Initiativen entwickelte die Steuerungsgruppe "Wildtiermanagement / Große Beutegreifer" ein Konzept für den Umgang mit großen Raubtieren. Einzelne Arbeitskreise kümmern sich um die verschiedenen Tiere, wie Braunbär, Luchs und eben den Wolf.

    Zu den Aufgaben von "Wildtiermanagement / Große Beutegreifer" gehören neben dem Monitoring, dem Schadensausgleich aus den Mitteln eines extra gegründeten Fonds, der Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit, auch die Zusammenarbeit mit Expertengruppen anderer (Bundes)Länder sowie die Strategieentwicklung im Umgang mit Problemtieren. Zusätzlich gehört auch die Weiterentwicklung des Managementplans zur Aufgabe der Steuerungsgruppe. Die bayerische Wolfsbeauftragte ist Giulia Kriegel.




    Schutzkonzept

    ../Wolf/np_wolf_RainerSimonis_3.jpgMit dem Managementplan „Wölfe in Bayern“ wurde 2007 die erste Stufe des Wildtiermanagements umgesetzt.

    Zentral ist auch hier – ähnlich wie beim Bären – das Artenmonitoring und Ausgleichszahlungen für Wolfsschäden, um ein konfliktfreies Zusammenleben von Mensch und Wolf zu ermöglichen.

    Die erste Stufe des insgesamt dreistufigen bayerischen Wolfsmanagements behandelt den Umgang mit zu- und durchwandernden Einzeltieren.

    Besonderes Augenmerk gilt der Aufgabe, zu verhindern, dass der Wolf menschliche Siedlungen als Futterquellen erschließt. Dazu erarbeiten die Wolfsbeauftragten mit Ansprechpartnern vor Ort konkrete Maßnahmen.

    Auch die Ausarbeitungen der beiden nächsten Schritte des insgesamt dreistufigen Managementplans ist in dem Wolfsschutzkonzept vorgesehen.