Ernährung - gesund, Mobilität - nachhaltig, Beleuchtung - geht wie?

Wie kann Lichtverschmutzung vermieden werden?

Um Lichtverschmutzung, bei gleichzeitiger Erfüllung der notwendigen und sinnvollen Aufgaben der Beleuchtung, zu reduzieren, sind verschiedene Aspekte bei den Leuchtquellen zu berücksichtigen:

 

Lichtlenkung - abgeschirmt

Licht nur dorthin lenken, wo es gebraucht wird. Grundsätzlich sollte das Licht von oben nach unten gerichtet werden. Optimal ist eine voll abgeschirmte und waagrecht montierte Leuchte mit einem planen Abdeckungsglas. Das Leuchtmittel wird abgeschirmt und kann so keine Blendungen verursachen. Reflektoren und/oder eine Optik lenken das Licht an die Stellen, an denen es benötigt wird. So scheint das Licht auf die Straße und den Gehweg – dort wo es hingehört. Die Befestigungen von Lampen, Hausfassaden, Fenster, Bäume und Nachthimmel werden nicht angestrahlt.

  • mit Reflektor/Optik
  • bestmögliche Abschirmung
  • planes und klares Abdeckungsglas, die Lampe (Leuchtmittel) darf nicht nach unten aus dem Gehäuse herausragen
  • waagrechte Montage der Leuchte, kein Licht über die Horizontale hinaus (upward light ratio: ULR= 0%)

 

Lichtmenge & Leuchtdauer – maßvoll

Künstliche Beleuchtung sollte stets maßvoll eingesetzt werden. Ein gleichmäßiges, schwaches Beleuchtungsbild ist meist besser als punktweise, helle und blendende Beleuchtung, welche nicht zwangsläufig die Verkehrssicherheit erhöht. Zu helles Licht kann durch die verstärkte Reflexion die Wirkung einer guten Abschirmung wieder aufheben.

Die Leuchtmenge und –dauer sollte qualitativ und quantitativ entsprechend des Verkehrsaufkommens angepasst werden. Eine Reduktion der Lichtmenge, sowie eine zeitliche Beschränkung in den Nachtstunden können Lichtverschmutzung deutlich eindämmen.

  • maßvolle, Beleuchtung
  • gleichmäßige, nicht zu helle, blendende Ausleuchtung
  • Reduktion der Lichtmenge entsprechend des Verkehrsaufkommens
  • zeitliche Beschränkung durch teilweise oder komplette Nachtabschaltung

 

Leuchtmittel - energieeffizient:

Damit eine Beleuchtung wirtschaftlich und umweltfreundlich wird, ist die Wahl des richtigen Leuchtmittels entscheidend. Sparsame Lampen mit geringem Anteil an kurzwelligem Licht sind eine gute Voraussetzung. Ein effizientes Leuchtmittel spart Energie, Ressourcen und Geld. Durch den Einsatz von LED-Leuchten können Unmengen an CO2 eingespart und somit ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.

  • geringer Energieverbrauch
  • hohe Lichtausbeute
  • kein Quecksilber, da hochgiftig und problematische Entsorgung

Foto: Bernd Kasper / pixelio

 

Lichtfarbe - warmweiß

Warmweißes, UV-freies Licht mit möglichst geringen Blauanteilen (Farbtemperatur max. 3000 Kelvin) ist für den Menschen angenehm und lockt weniger Insekten an. Dies reduziert auch die Reinigungskosten für die Beleuchtung. Zudem wird Licht mit geringen Blauanteilen weniger stark gestreut und wirkt weniger blendend.

  • Strahlungsbereich muss im grünen, gelben und orangen Wellenlängenbereich liegen (geringe Blauanteile, Farbtemperatur bis maximal 3000 Kelvin)
  • minimaler Strahlungsanteil im UV-Bereich