• Naturpark Bayerischer Wald : 
  • Winter und ein Hauch von Frühling am Kleinen Arbersee Wanderexkursion des Tourismusbüros Eschlkam mit dem Naturpark Bayerischer Wald und Naturpark Oberer Bayerischer Wald


In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Bayerischer Wald und dem Naturpark Oberer Bayerischer organisierte das Tourismusbüro der Marktgemeinde Eschlkam am letzten Sonntag eine Wanderexkursion zum Kleinen Arbersee. Ein Traumwetter bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Frühlingstemperaturen lockte 61 Wanderfreunde aus ganz Ostbayern an, die sich beim Parkplatz an der Reißbrücke in Sommerau trafen. Der Eschlkamer Tourismusbeauftragte Josef Altmann begrüßte alle Wanderer recht herzlich, insbesondere die beiden Gebietsbetreuerinnen Dr. Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald und Anette Lafaire vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald, mit denen das Tourismusbüro Eschlkam schon seit Jahren eine ausgezeichnete Zusammenarbeit pflegt. Einen extra Gruß richtete Altmann noch an Petra Geiger vom Tourismusbüro Drachselsried, die auch unter den Wanderern war. Josef Altmann: „Wir befinden uns hier in einer der größten Waldlandschaften Deutschlands, die auch zu den schönsten im ganzen Bayerischen Wald gehört. Eingebettet in diese herrliche Landschaft ist ein Naturjuwel des Bayerisch-Böhmischen Grenzgebirges: der Kleine Arbersee, wo auch der Weiße Regen entspringt.“ Dr. Isabelle Auer und Anette Lafaire wiesen gleich zu Beginn auf die tierischen Besonderheiten des Naturschutzgebiets „Kleiner Arbersee“ und des weitaus größeren FFH-Gebiets „Großer und Kleiner Arber mit Arberseen“ hin. Anhand eines Auerhahnpräparats zeigte Arbergebietsbetreuerin Dr. Isabelle Auer, dass schon allein an der Schnabelform des Wappenvogels des Bayerischen Waldes zu erkennen ist, was er hauptsächlich frisst: Im Sommer zupft er Heidelbeeren, im Winter sind es vor allem energiearme Nadeln, z.B. von Latschen. Um zu gewährleisten, dass der bedrohte Vogel auch weiterhin in den schneereichen Höhenzügen des Arbergebiets, des angrenzenden Nationalparks aber auch in dem dritten Schwerpunktgebiet des Auerhuhns, dem Dreisesselgebiet, überlebt, sollen verantwortungsbewusste Naturgenießer vor allem im Winter, aber auch während der Jungenaufzucht im Frühjahr auf den markierten Wegen bleiben. Anette Lafaire, die als Anschauungsmaterial einen Biber mitgebracht hatte, erzählte den Wanderern, dass - obwohl Biber in etwas tieferen Lagen inzwischen häufig anzutreffen sind - die Biber am Kleinen und am Großen Arbersee doch etwas Besonderes sind: Nirgendwo anders in Deutschland lebt ein Biber höher als an den beiden Arberseen. Auf dem anfangs geräumten, nach wenigen hundert Metern jedoch noch tief verschneiten Weg zum Kleinen Arbersee, der hin und wieder das Vorankommen erschwerte, die gute Stimmung der Wanderer jedoch noch hob, konnten die beiden Gebietsbetreuerinnen auch die ersten botanische Frühjahresboten, die Weiße Pestwurz, zeigen. Und obwohl auch der Kleine Arbersee noch von einer geschlossenen Schneedecke verhüllt war, schimmerte hin und wieder der dunkle See durch. Seine heutige Form, so verdeutlichte Lafaire an einer Skizze, erhielt der See erst, als er im Jahr 1885 für die Trift aufgestaut wurde. Ursprünglich war er – wie alle Karseen – eher rund. Durch die Trift entstanden auch die Schwimmenden Inseln, für die die beiden Arberseen berühmt sind. Dass letztes Jahr zum ersten Mal seit Jahrzehnten wieder offiziell Saiblinge im Kleinen Arbersee nachgewiesen wurden und auch im Großen Arbersee hin und wieder Fische gesichtet wurden, werteten die Gebietsbetreuerinnen als Zeichen dafür, dass der Saure Regen, der letztendlich auch zur Versauerung der Seen führte, zurückgegangen ist. In einer geselligen Runde im wiedereröffneten Berggasthaus Mooshütte, bei der alle das soeben Erlebte und Erfahrene Revue passieren lassen konnten, dankte Josef Altmann den beiden Gebietsbetreuerinnen und allen Wanderern für ihre Teilnahme und lud sie schon zu den nächsten Kooperationsveranstaltungen der Gemeinde Eschlkam mit den beiden Naturparken Bayerischer Wald und Oberer Bayerischer Wald ein.

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