Nach dem Motto „Wilde Felsengipfel und weite Wälder“ fand eine naturkundliche Naturpark-Wanderung zum Predigtstuhl, Hochberg und Knogl in Sankt Englmar statt. Kurz nach dem Parkplatz am Kletterwald konnten lichte Zwergstrauchheiden mit zahlreichen Wacholdern bestaunt werden. Ursprünglich sind diese Heiden und Brostgrasrasen durch Beweidung am Predigtstuhl-Bergrücken entstanden. In den letzten Jahren wurden im Englmarer Gemeindewald diese landschaftlichen Kleinode von beschattenden Bäumen freigestellt und zahlreiche Wacholder nachgepflanzt. Nahe dem Gipfel erwartete die Teilnehmer ein weites Panorama in Richtung Norden. Zerklüftete Felsen mit Urgesteinen stehen als kleine Felstürme am Gipfelplateau. „Die Urgesteine stammen aus dem Erdaltertum und sind mehr als 300 Millionen Jahre alt“, berichtete Naturpark-Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher, der die Wanderung anführte. „Im Erdaltertum war der Bayerische Wald ein Hochgebirge und stellenweise um mehr als vier Kilometer höher.“ Weiter am Bergkamm zwischen Hochberg und Knogl waren kleine Waldlichtungen in das sonnendurchflutete Waldmeer eingestreut. Imposante Bergmischwälder mit einigen alten und hohen Buchen und Tanne fanden sich am weiteren Weg. „In diese Altbäume zimmern Spechte ihre Höhlen und als Nachmieter folgen Fledermäuse, Eulen und Käuze“, berichtete der Naturpark-Gebietsbetreuer über den besonderen Wert von alten Bäumen für die Tierwelt. Auf dem Gipfel des Knogls angekommen, konnten die Teilnehmer die Aussicht in Richtung Süden zur Donauebene genießen, um dann auf kurzem Wege wieder nach Englmar zurückzukehren.

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