Unter dem Motto „Natur und Kultur am Bogenberg“ fand der „Tag des Geotops“ in Bogen statt, zu der der Naturpark Bayerischer Wald e.V. eingeladen hatte. Dabei konnten Interessierte mehr über die Erdgeschichte sowie die Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebiets Bogenberg erfahren. Das Geotop Bogenberg ist in die Liste der einhundert schönsten erdgeschichtlichen Naturdenkmäler in Bayern aufgenommen. In der Naturpark-Infostelle im Bahnhof Bogen begann Gebietsbetreuer Matthias Rohrbacher mit einer Einführung in die Erdgeschichte des Bogenberges. Anhand von Gesteinen wie den besonderen Schiefersteines des Donaurandbruches wurde sie den Teilnehmern anschaulich erklärt. Erstaunt waren sie über die frühere Nutzung des steilen Bogenbergs als Weide und Weinberg, die in alten Bildern in der Naturpark- Infostelle zu sehen ist. Zahlreiche Bilder zeigen auch die am Bogenberg lebenden Tiere und Pflanzen. Zauneidechse, Grünspecht, Küchenschelle oder Mauerpfeffer sind an den trockenen und nährstoffarmen Magerrasen und Felsstandorten zu finden Während der anschließenden Wanderung über den Lipp- und Hangweg wies Matthias Rohrbacher auf verschiedene Pflanzenarten hin. Neben seltenen Bäumen wie Robinie, Feldulme oder Wildapfel standen auch botanische Besonderheiten wie Fetthenne oder Kartäusernelke im Blickfeld. Am Steilhang sind Eichen- und Hainbuchenwälder eng mit Schlehen- und Ligusterbuschwerk verzahnt. Auf felsigen und steilen Standorten mit wenig Humusauflage finden sich kleine Trockenrasen. An der Wallfahrtskirche angekommen wurden die Teilnehmer mit einem Ausblick auf die Donau und den Gäuboden belohnt. Der Rückweg führte die Gruppe über den Pilger- und Kreuzweg zurück zum Ausgangspunkt.

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