Der Große Arber ist etwas Besonderes: Er ist nicht nur der schneesicherste Berg im Bayerischen Wald, sondern er beherbergt auch mehr „Naturschätze“ als viele andere Bayerwaldberge. Die Schönheit der Arberseen mit ihren Seewänden oder das Gipfelplateau mit seinen auch für den biologischen Laien manchmal fremdartig wirkenden Pflanzen, wie z.B. der Ungarische Enzian begeistern Bayerwaldler und Touristen. All diese Besonderheiten und Schönheiten können aber nur erhalten werden, wenn engagierte hauptamtliche und ehrenamtliche Naturschützer sich regelmäßig um den „König des Bayerischen Waldes“ kümmern. Am letzten Mittwoch lud Arbergebietsbetreuerin Isabelle Auer vom Naturpark Bayerischer Wald alle Arber-Fans dazu ein, am ersten Arbernaturschutztag 2009 dem Berg etwas „zurückzugeben“, von dem, was er uns Menschen gibt: Wegen der starken Regenfällen im Frühjahr hatte sich im hinteren Teil des Rundwegs um den Großen Arbersee große Wasserpfützen gebildet. Da viele Seebesucher den in Touristenführern als „leicht zu begehenden Weg“ mit Schuhen begehen, die zum Wandern gänzlich ungeeignet sind und die sie sich nicht schmutzig machen wollen, umkletterten viele diese Nassstelle. Dünne Baumstämme, die vor diesen Kletterpfaden gelegt wurden, wurden wieder zur Seite geschoben. Eines der Ziele des Naturschutztages war daher, den Weg an dieser Stelle auszubessern und den Trampelpfad mit Baumstämmen so zu verbarrikadieren, dass die geschundene Natur sich wieder erholen kann. Engagiert unterstützt wurde Isabelle Auer von Paul Hilgart, Ausbildungsleiter vom Forstbetrieb Bodenmais, seinen vier Azubis, Naturpark-Praktikant Gregoire Thauvin und einer langjährigen Arber-Exkursionsteilnehmerin. Nach einer zweistündigen Führung rund um den See, in der besprochen wurde, was man alles tun könne, um den Großen Arbersee vor den negativen Auswirkungen des Besucherstromes zu schützen, entwässerte diese „Naturschutztag-Kernmannschaft“ den am stärksten vernässten hinteren Wegteil. Unterstützt wurden sie dabei von zehn zufällig vorbeikommenden Seebesuchern, die auf ihrem Rundgang um den See spontan einen Eimer Schotter zur „Naturschutzbaustelle“ trugen. Auch diesen zufälligen Helfern verlieh die Arbergebietsbetreuerin wie auch den Mitgliedern der Naturschutztag-Kernmannschaft nach gemachter Arbeit die „Arberverdienstmedaillie 2009“. Dass aktive Naturschutzarbeit nicht nur Spaß macht, sondern auch etwas für jeden einzelnen persönlich bringt, drückte ein „spontaner Helfer“ so aus: „Die „Ich-tu-was-für-den-Großen-Arber-Medaillie“ ist wohl das beste Souvenir, das man von einer Arberwanderung mitbringen kann.“ Am 19. August besteht wiederum die Möglichkeit, diese Arbermedaillie zu gewinnen. Alle Arberfans (speziell Kinder ab neun Jahren), die am zweiten Arbernaturschutztag mit den Arbergebietsbetreuerinnen Caroline Stautner und Isabelle Auer, teilnehmen wollen, sollten sich bis Montag, 11. August, 12 Uhr anmelden unter Tel. 09922 – 802480 oder Tel.: 09971 – 78384.

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